<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032</id><updated>2012-02-19T02:45:27.537+01:00</updated><title type='text'>One Drop in the Ocean of Mankind</title><subtitle type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/275446211/" title="Fotosharing"&gt;&lt;img src="http://farm1.static.flickr.com/122/275446211_295205ddd4_m.jpg" width="160" height="240" alt="Grey Wolf"&gt;&lt;/a&gt;</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>164</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-4377716992351748304</id><published>2012-01-18T23:33:00.000+01:00</published><updated>2012-01-18T23:33:11.868+01:00</updated><title type='text'>Gestrandet</title><content type='html'>Um genau 8:30 Uhr hebt das Flugzeug in Richtung Buenos Aires ab. Ich kann unter mir die Präkordilliere sehen und, als wir höher steigen, auch den Hauptkamm der Anden. Saftiges, grünes Grasland erstreckt sich im Tal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwa zwei Stunden später landen wir in Buenos Aires. Ich versuche meinen Anschlußflug nach El Calafate zu bekommen, der nur eine halbe Stunde später die Stadt verlässt. Leider ist der Flug voll, genauso wie die nächsten beiden. Mir bleibt also nichts anderes übrig, als eine Nacht hier in Buenos Aires zu verbringen. Ist nicht weiter schlimm, ich habe ja genug Zeit und es gibt schlechtere Orte für einen ungeplanten Zwischenstopp.&lt;br /&gt;Ich frage nach, wie ich jetzt an meinen Koffer komme und man sagt mir, dass die stand by Koffer nach Abschluß des letzten Fluges auf das Kofferband kommen.&lt;br /&gt;Ich warte 45 Minuten vergebens. Eine Nachfrage bestätig, dass mein Koffer ohne mich die zweitausend Kilometer lange Reise nach Patagonien angetreten hat.&lt;br /&gt;Man versichert mir, dass er mit der letzten Maschine zurückkommt und die landet kurz nach Mitternacht.&lt;br /&gt;Argentinier sind wirklich liebe Menschen, stets freundlich und bemüht, aber mit der Organisation hapert es manchmal. Ich traue der Aussage des Aerolineas Angestellten zwar nicht, aber es bleibt mir nichts anderes übrig, als mir ein Hotel zu suchen und darauf zu vertrauen, dass ich meine Habseligkeiten morgen wieder bekomme und meine Reise fortsetzen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-4377716992351748304?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/4377716992351748304/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=4377716992351748304' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4377716992351748304'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4377716992351748304'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/gestrandet.html' title='Gestrandet'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-9102580975641234699</id><published>2012-01-18T03:45:00.000+01:00</published><updated>2012-01-18T03:45:31.339+01:00</updated><title type='text'>1026 Stufen</title><content type='html'>... sind es bis zum Gipfel des Cerro Bernardo. Man könnte auch die Teleférico, die Seilbahn, nehmen, aber das möchte ich nicht. &lt;br /&gt;Eigentlich sollte heute mein Ruhetag werden, keine Aktion, kein Ausflug, nur ein Buch, ein Platz in einem Café und eine Menge Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich aufwache fällt mir der Berg ein, der sozusagen der Hausberg Saltas ist. Nur 1454 Meter weist er auf und ist auch sicherlich sonst keine Herausforderung, bietet aber einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und das Umland.&lt;br /&gt;Ich freue mich als ich die letzte Stufe erklommen habe und mein nasses T-Shirt erst mal trocknen lassen kann. Die Temperaturen sind hoch und die Luftfeuchtigkeit ist es auch. &lt;br /&gt;Man kann das ganze Tal von hier oben überblicken. Man könnte mir ein Foto von hier zeigen, ohne das ich wüsste, wo es aufgenommen wurde, könnte ich sofort sagen, dass es sich um Südamerika handelt. Warum weiß ich nicht genau. Sind es die grünen Hügel, die hohen Berge, die weiten Täler?&lt;br /&gt;Mich erinnert diese Landschaft an Kolumbien, das das erste Land auf diesem Kontinent war, das ich, vor mehr als 20 Jahren, besucht habe.&lt;br /&gt;Von allen Plätzen auf der Welt, von meiner Heimat Europa einmal abgesehen, fühle ich mich hier am meisten zu Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen werde ich Salta in Richtung Patagonien verlassen. Salta, la Linda - die Schöne - diesen Titel hat sie sich verdient.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-9102580975641234699?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/9102580975641234699/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=9102580975641234699' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/9102580975641234699'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/9102580975641234699'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/1026-stufen.html' title='1026 Stufen'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-9211435913759470235</id><published>2012-01-16T22:40:00.005+01:00</published><updated>2012-01-17T22:45:19.373+01:00</updated><title type='text'>Highway to Hell</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6710421367/" title="IMG_9812 von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7014/6710421367_6a4ca2d8ab.jpg" width="333" height="500" alt="IMG_9812"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich soll um 11:00 chilenischer Zeitrechnung in meinem Hotel abgeholt werden. Das bedeutet irgendetwas zwischen 12:00 und 13:00, vielleicht auch später. Um 12:30 erscheint mein Fahrer und drängt zur Eile, gerade so, als ob ich mich verspätet habe.&lt;br /&gt;Chilenen sind wahre Meister in der Fehleinschätzung von Zeit. Sie halten sich für das bestorganisierteste Land Lateinamerikas, belegen jedoch auf meiner Liste den letzten Platz.&lt;br /&gt;Den Wagen, der mich abholt, kenne ich schon. Es ist eben dieser schrottreife Ford Van, mit dem man mich schon von der argentinischen Grenze abgeholt hat. Auf Grund von fehlender Dichtungen, kommt auf den Schotterpisten massenweise Staub ins Fahrzeug, so dass wir alle durch unsere T-Shirts atmen müssen. Das fällt im Normalfall schon schwer, bei einer Höhe von 4300 Metern um so mehr.&lt;br /&gt;Es geht zur Grenzkontrolle. Die Schlange vor der Grenzstation ist vielleicht einhundert Meter lang. Das würde nicht lange dauern, versichert Señor Jorge, der auf Transporte in San Pedro ein Exklusivrecht besitzt und der sich als ein Großmeister des Zeitmanagements herausstellt. Tatsächlich lässt man uns geschlagene zweieinhalb Stunden in der Mittagshitze stehen. Zur Erinnerung: wir sind in der Wüste und die Temperaturen in der Sonne klettern leicht auf über 50°C.&lt;br /&gt;Um drei Uhr ist Abfahrt, da hätten wir aber schon an der Grenzstation sein sollen, um in das argentinische Fahrzeug umzusteigen. Señor Jorge schätzt, dass wir um sieben Uhr abends in Salta sind. Mir reicht sein dummes Geschwätz und ich bitte ihn einfach nur den Mund zu halten und keine weiteren Einschätzungen mehr zu geben. Jetzt ist er beleidigt - gut so!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Straßen auf argentinischer Seite sind schlecht, auf chilenischer Seite jedoch in einem so erbärmlichen Zustand, das eine Geschwindigkeit über 40 Km/h das altersschwache Vehikel glatt in Stücke reißen würde. Man stelle sich eine Fahrt über 600 Kilometer auf einer, mit dickem Staub bedeckten, einem Waschbrett gleichenden Piste vor und hat eine ungefähre Vorstellung von dem, was uns jetzt erwartet.&lt;br /&gt;Ich versuche mich mit Musik abzulenken und suche auf meinem iPhone nach etwas passendem. Ich finde „Highway To Hell“ von der Gruppe AC/DC und bin mit meiner Wahl zufrieden. Ich drücke auf den Startknopf. Das wird der Soundtrack meines heutigen Tages.&lt;br /&gt;Schön, dass ich wenigstens nette Reisegefährten habe. Drei Portugiesinnen, die sich hier erst kennengelernt haben, sitzen neben mir und unterhalten mich.&lt;br /&gt;Es ist unglaublich wie viele multilinguale junge Menschen ich hier kennenlerne. Ich halte mich mit meinen fünf Sprachen schon für einigermassen cosmopolit, aber ich treffe pausenlos auf Leute, die problemlos und fließend sieben Sprachen sprechen.&lt;br /&gt;Übrigens, eine Sache auf die ich stolz bin: ich mache hier alles auf Spanisch, eine Sprache, die ich offiziell nie gelernt habe. Alle Buchungen, Reservierungen, Bestellungen, telefonisch oder persönlich, zwinge ich mich in Spanisch zu erledigen, auch wenn mein Gegenüber Englisch spricht. Zwar gibt es das ein oder andere Missverständnis, aber im Großen und Ganzen bekomme ich das, was ich will!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir treffen um sieben Uhr an der argentinischen Grenze ein. Einer der Wagen hat einen platten Reifen, seit wann, weiß ich nicht.&lt;br /&gt;Die Grenzstation ist nur eine Hütte mitten im Nichts. Die Grenzbeamten erzählen mir, dass sie einen Monat lang ununterbrochen in dieser Einöde Dienst schieben, und dann fünf Tage frei haben. Wenn sie nach Salta zu ihren Familien wollen, gehen davon jeweils ein Tag für An- und Abreise verloren. Durchschnittlich kommen 8 Reisende am Tag durch ihren Grenzübergang, der Rest des Tages ist Langeweile und Kartenspiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um zwei Uhr morgens treffen wir in Salta ein. Das Hotel in das ich mich fahren lasse ist leider ausgebucht. Eine Reservierung habe ich nicht. Habe ich nie, weil ich es hasse mich festlegen zu müssen. Auch das nächste Hotel, in dem ich frage, hat keinen Platz mehr für mich. Auf der Straße komme ich an zwei Transvestiten vorbei, die sich in einen Hauseingang zurückgezogen haben. Ich fände es besser, wenn das nächste Hotel nicht besetzt wäre und so ist es auch.&lt;br /&gt;Ich wasche den Staub des Tages von meinem Körper und falle in einen gesegneten, zehnstündigen Tiefschlaf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-9211435913759470235?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/9211435913759470235/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=9211435913759470235' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/9211435913759470235'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/9211435913759470235'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/highway-to-hell.html' title='Highway to Hell'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-4357434093937760011</id><published>2012-01-15T13:25:00.002+01:00</published><updated>2012-01-15T13:42:22.166+01:00</updated><title type='text'>Die Erde kocht</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6696925287/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7027/6696925287_9a8feb7ddc.jpg" width="333" height="500" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 3:30 reißt mich der Wecker aus dem Schlaf. Erst 4 Stunden zuvor war ich ins Bett gegangen. Es ist noch kühl als ich mit Davide, einem Italiener, der mich in den letzten Tagen begleitet hat, vor dem Hotel auf unseren Fahrer warte. Die Temperaturen fallen Nachts stark ab. Tagsüber kommt man auf um die 34°C, nachts fällt das Thermometer auf 5°C, es fühlt sich aber durch die extreme Trockenheit aber wärmer an.&lt;br /&gt;Wir wurden ermahnt uns warm anzuziehen, denn unser Ausflug führt uns auf 4320 Meter Höhe, zum höchstgelegenen geothermischen Feld der Erde, den Geysiren von Tatio, wo wir noch vor Sonnenaufgang ankommen sollen.&lt;br /&gt;Ein paar verschlafene Mitreisende werden noch in verschiedenen Hotels eingesammelt und dann verlassen wir San Pedro in Richtung Norden. Die Straßen, eigentlich Staubpisten, die sich kaum von ihrer Umgebung unterscheiden, sind extrem schlecht. Einmal setzt unser Bus auf einer Bodenwelle auf und kommt erst nach mehreren Versuchen der Vor- und Zurückfahrens wieder frei. Manche der Autos, die zum Touristentransport dienen, halten bei diesen Straßenverhältnissen nicht länger als ein Jahr, bis sie schrottreif sind, erzählt mir unser Fahrer bei einer Pause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben mir sitzen zwei Brasilianerinnen aus Salvador da Bahia. Die kälteste jemals gemessene Temperatur dort waren, während eines Kälteeinbruchs, 20°C. Beide tragen ein T-Shirt und eine dicke Strickjacke. Für Brasilianer eine polartaugliche Ausrüstung. Schon während der Fahrt im Bus fangen sie an zu frieren. Für die 80 Kilometer brauchen wir zweieinhalb Stunden.&lt;br /&gt;Als sich die Türen öffnen erwarten uns -5°C, bis zum Sonnenaufgang, etwa einer Stunde später, wird die Temperatur noch auf -8°C sinken.&lt;br /&gt;Schon in der Dunkelheit kann man ein Feld von Geysiren erkennen, das Gurgeln des kochenden Wassers hören und den schwefligen Geruch wahrnehmen.&lt;br /&gt;Unser Fahrer klärt uns auf, warum wir so früh vor Ort sind. Tagsüber wird es so hell und warm, dass man die Geysire kaum noch sehen kann. Bei den Temperaturen, die wir jetzt haben steigen die Dampfsäulen der größten Geysire etwa einhundert Meter in die kalte Morgenluft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beiden Brasilianerinnen frieren unglaublich. Selbst für mich fühlt sich der frühe Morgen kälter als -5°C an. Eine der beiden hat sich ihr Halstuch so um den Kopf gebunden, dass nur noch die Augen rausschauen. Ich hänsle sie damit, dass sie aussieht als trüge sie eine Gurkha und nenne sie nur noch die Afghanin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6696926289/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7021/6696926289_ae8423b090.jpg" width="333" height="500" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Höhe machen die kleinsten Aktivitäten Mühe. Ich kann mich nur in Zeitlupe bewegen und habe trotzdem einen Puls von 140. Alle Fahrer haben hier Sauerstoff dabei um Höhenkranke sofort versorgen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine komplett unwirkliche Stimmung, als die Sonne aufgeht und die verschneiten Gipfel der umliegenden Berge in zarte Pastellfarben taucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem der Becken kann man, wenn man möchte, baden gehen. Ich möchte nicht, denn ich habe keine Lust bei den herrschenden Temperaturen aus dem körperwarmen Wasser zu steigen und mich im Freien abtrocknen und anziehen zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben der Höhe macht mir in San Pedro am meisten die trockene Luft zu schaffen. Meine Nasenschleimhäute sind so trocken, dass ich sie versuche mit Handcreme einigermaßen feucht zu halten. Viel Erfolg habe ich damit nicht. Das Atmen fällt schwer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ausflug nach Chile, der morgen zu Ende geht, war sicherlich ein Highlight meiner Reise. Noch nie habe ich so eine bizarre Landschaft, so unglaubliche Farben und eine solche Vielfalt wild lebender, exotischer Tiere gesehen. Vielleicht wird das die beste Reise meines Lebens.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-4357434093937760011?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/4357434093937760011/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=4357434093937760011' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4357434093937760011'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4357434093937760011'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/die-erde-kocht.html' title='Die Erde kocht'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7186540452542982114</id><published>2012-01-14T22:06:00.003+01:00</published><updated>2012-01-15T13:47:18.220+01:00</updated><title type='text'>Der Zauberberg</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6692469399/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7002/6692469399_86da6c6c78.jpg" width="333" height="500" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt in nach San Pedro de Atacama war unglaublich strapaziös. Die zwölf Stunden Fahrzeit, die Hitze, der Staub und die Höhe zollen ihren Tribut.&lt;br /&gt;Viel Zeit zum Erholen bleibt mir trotzdem nicht. Um 7:00 Uhr werde ich vor meinem Hotel abgeholt um an einem Ausflug zu einem Süsswassersee in der Wüste und einen Salzsee teilzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Atacama Wüste ist der trockenste Ort auf der Erde. Es gibt hier Landstriche in denen noch nie auch nur ein Tropfen Regen gefallen ist, seit die Kontinente so aussehen, wie wir sie heute kennen. Es gibt hier Gegenden, die so trocken sind, dass nicht einmal Bakterien dort überleben können. Mit anderen Worten: die Wüste ist an manchen Stellen steril!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Süsswassersee ist von zum Teil noch aktiven, schneebedeckten Vulkanen umgeben, aus deren Kratern Rauchfahnen aufsteigen. Alle von ihnen sind über 6000 Meter hoch.&lt;br /&gt;An seinen Ufern baut unser Führer ein kleines Frühstücksbuffet auf und versucht uns nebenbei ein paar Worte Quetchua beizubringen.&lt;br /&gt;Am Ufer finden sich einige Flamingos ein und kaum haben wir uns niedergelassen kommt eine kleine Herde Vicuñas um nach Nahrung zu suchen. Wir sind hier bereits auf 4000 Meter Höhe und ich wundere mich, wie diese Tiere sich in der dünnen Luft so schnell und scheinbar mühelos bewegen können, wenn mir schon die kleinsten Bewegungen schwer fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6692467195/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7015/6692467195_d97beeaf4b.jpg" width="333" height="500" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Salar San Pedro werden nicht metallische Mineralien gewonnen, die sich auf dem Weltmarkt gut absetzten lassen. Ein drittel des Lithiumvorkommens der Welt liegt in Chile. Man vermutet hier im Land so hohe Vorkommen des Minerals, dass Chile das neue Saudi Arabien werden könnte, denn Lithium wird für Lithium-Ionen-Akkus weltweit stark nachgefragt.&lt;br /&gt;Unser Führer sagt, dass jeder von uns ein Stückchen Chile in seinem Telefon und seiner Kamera mit sich trägt.&lt;br /&gt;Touristen kommen aber aus einem anderen Grund hierher. In der Salar leben drei Arten von Flamingos, die dort kleine Krebstiere im Überfluss finden.&lt;br /&gt;Man kann ganz nah an sie herangehen und sie beobachten, wie sie ihren Tanz aufführen. Mit den Tanzbewegungen versuchen sie die Krebse zum Wegschwimmen zu bewegen, damit sie sie dann fressen können.&lt;br /&gt;Der Tanz Flamenco wurde nach dem Tanz dieser Tiere benannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6692470613/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7022/6692470613_3180c9fd19.jpg" width="500" height="333" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg nach San Pedro überrascht unser Führer uns mit einer Besonderheit der Gegend. An einem kleinen Hügel stellt er den Motor unsers Kleinbusses aus und der Bus wird trotzdem, wie von Geisterhand, nach oben gezogen.&lt;br /&gt;Der Berg ist so magnetisch, dass er einen vollbesetzten Bus aufwärts bewegen kann. Unglaublich! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Mondtal ist der letzte Stop des Tages. Wir fahren durch trockene Sandwüste und kommt schließlich in einem felsigen Gebiet an, das tatsächlich an eine Mondlandschaft erinnert. Bei einer Wanderung durch die Felsskulpturen erfahren wir, das diese aus Salz geformt sind und unglaubliche Formen aufweisen. Ein Felsen sieht aus, als hätte man lauter Würfel aufeinandergestapelt, ein anderer wie riesige Kühlrippen eines Motors.&lt;br /&gt;Unser Führer bittet uns für einen Moment ganz Still zu sein. Man hört gar nichts. Keinen Vogel, keine Motoren, Flugzeuge oder andere Lärmquellen. Absolute Stille.&lt;br /&gt;Ab und zu hört man eine Art Knistern aus dem Fels. Das Salz zieht sich mit nachlassenden Temperaturen zusammen und macht dabei dieses Geräusch.&lt;br /&gt;Auf einer Anhöhe bleiben wir sitzen und beobachten wie die Landschaft in rotes Licht getaucht wird, bis die Sonne am Horizont verschwunden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6692486787/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7169/6692486787_77f3944787.jpg" width="500" height="333" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7186540452542982114?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7186540452542982114/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7186540452542982114' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7186540452542982114'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7186540452542982114'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/der-zauberberg.html' title='Der Zauberberg'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6279982033516796276</id><published>2012-01-14T02:49:00.002+01:00</published><updated>2012-01-14T21:30:50.830+01:00</updated><title type='text'>Atacama</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6692468573/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7173/6692468573_f8808b7b61.jpg" width="500" height="333" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor uns liegen über 600 Kilometer über den Andenpass Sigo, hauptsächlich auf unbefestigten Wegen in die chilenische Atacamawüste, in das Örtchen San Pedro de Atacama.&lt;br /&gt;Wegen Schneefalls wurde der schneller und besser zu erreichende Jama-Pass über Nacht gesperrt. Der Fahrer unseres Jeeps meint das wäre gar nicht so schlimm, der die Fahrt über den Sigo-Pass ist landschaftlich viel schöner. Wie sich bald zeigt hat er Recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bald verlassen wir den asphaltierten Teil der Strecke und fahren fortan auf Staubpisten. Eigentlich unmerklich steigt man Meter auf Meter. Zur Mittagszeit halten wir in San Andres de Los Cobres auf 4200 Meter Höhe. Ich merke die dünne Luft, habe ein schwaches Druckgefühl im Kopf und leichte Nackenschmerzen, bleibe aber ansonsten von der Höhenkrankheit verschont.&lt;br /&gt;Die Gruppe die mit mir reist besteht aus einem österreichischen Paar und einem Italiener aus Bologna. Wir verstehen und prächtig und habe viel Spaß. Die Zeit bis zur chilenischen Grenze vergeht wie im Flug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Grenze müssen wir in ein chilenisches Fahrzeug umsteigen, unser Geländefahrzeug fährt zurück nach Salta. Der Wagen, der uns abholt hat sich verspätet und so warten wir in der Grenzstation. &lt;br /&gt;Vor dem Gebäude stehen zwei Motorräder, eine russische Ural mit Beiwagen und eine KTM. Die beiden vollkommen eingestaubten Fahrer ruhen sich ebenfalls in der Station aus, bis ihre Papiere über Funk kontrolliert werden.&lt;br /&gt;Sie sind vor 7 Monaten in Kalifornien gestartet und haben sich zum Ziel gemacht ganz Südamerika zu umrunden und dabei durch jedes Land des Subkontinents zu fahren.&lt;br /&gt;Es sind unglaublich sympathische und lustige Männer und wir vertreiben uns die Wartezeit mit unseren Reiseerlebnissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser chilenische Fahrzeug ist ein altesschwacher Ford Van, dessen Türen nicht richtig schließen und deshalb kommt soviel Staub in das Fahrzeug, dass wir bald mit einer dicken Staubschicht überzogen sind. Entschädigt werden wir von der Aussicht, die so unglaublich schön ist, dass mir die Worte fehlen um sie zu beschreiben.&lt;br /&gt;Eigentlich bin ich hundemüde und würde gerne schlafen, kann mich aber nicht von dem Ausblick wegreißen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6279982033516796276?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6279982033516796276/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6279982033516796276' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6279982033516796276'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6279982033516796276'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/atacama.html' title='Atacama'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2099722413202745263</id><published>2012-01-12T04:19:00.002+01:00</published><updated>2012-01-12T12:34:07.964+01:00</updated><title type='text'>Zum Mittag gibt es Lama</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6681561307/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7142/6681561307_08472cbf01.jpg" width="500" height="331" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine von vielen schönen Kindheitserinnerungen ist die, aus der Schule zu kommen und zu erfahren, dass wir heute in den Berliner Zoo gehen. Wenn wir dann noch einen Freund mitnehmen durften (durften wir immer), war der Spaß grenzenlos.&lt;br /&gt;Der Ablauf war immer der gleiche: erstmal auf die Drachenschaukel, dann die Elefanten, der Affenfelsen und dann die Lamas. Nachdem wir erfahren hatten, dass Lamas spucken, wenn man sie ärgert, versuchten wir alles, um wenigsten eines von ihnen ein Mal spucken zu sehen. Natürlich vergeblich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nie hätte ich damals gedacht, dass ich diese Tiere mal in ihrer Heimat, in freier Wildbahn sehen und sogar ihr Fleisch probieren würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Ausflug führt mich heute in den nördlichsten Teil des Riesenlandes, durch die weltbekannte Humahuaca Schlucht, bis kurz vor die Grenze Boliviens. Seit 1993 ist die Schlucht und das Dorf Humahuaca von der UNESCO zum Weltnatur- beziehungsweise Weltkulturerbe der Menschheit erklärt.&lt;br /&gt;Schon der Klang der Namen der Ortschaften, durch die wir kommen hören sich nach Abenteuer an: Jujuy (gesprochen Chuchui), Purmamarca und eben Humahuaca.&lt;br /&gt;In der breiten Schlucht, durch die unser Wagen sich die Berge auf der Panamericana emporkämpft, gibt es jede Menge wilder Tiere: Pumas, Wildkatzen, Jaguare, Papageien und Tukane, doch die leben in den Wäldern versteckt und wir haben nicht die Zeit, sie zu beobachten.&lt;br /&gt;Seinen Status als Weltnaturerbe verdankt die Schlucht einem Phänomen, das meines Wissens nach nur hier vorkommt. Berge, deren Gestein durch Bodenerosion freigelegt wurde, und die in bis zu sieben verschiedenen Farben leuchten. Dabei bilden Verwerfungen im Gestein unglaubliche Bilder. Eines heißt die Malerpalette und sieht aus als ob jemand mit einem vielfarbigen Pinsel Schlangenliene auf den Berg gemalt hat.&lt;br /&gt;Der Norden Argentiniens ist eine seismisch sehr aktive Gegend. Der Druck auf die Berge wirkt nicht nur von unten her und lässt sie immer noch wachsen, sondern auch von den Seiten, wodurch diese Schlangenlinien entstehen.&lt;br /&gt;Dieser hier heißt einfach nur Berg mit sieben Farben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6681562923/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7005/6681562923_150c84bbb3.jpg" width="500" height="333" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die breiten Täler, die weiten Blicke und die extrem hohen Berge um uns herum, zusammen mit dem geologischen Farbenspiel hinterlässt einen atemberaubenden Eindruck auf mich. Man kommt sich einfach nur sehr klein und unbedeutend vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir halten in vielen kleinen Dörfern an um uns umzusehen. In Purmamarca findet ein sehr farbenfroher Indiomarkt statt. An einem Stand steht ein Indiomädchen mit rundem, freundlichen Gesicht und strickt Socken aus Lamawolle. Ein Paar davon gehört jetzt mir und soll mich auf meiner Reise in den Süden warm halten. &lt;br /&gt;In Humahuaca steigt ein einheimischer Führer zu und gibt uns einige Informationen zu seiner Heimat und seiner Kultur, führt uns durch seinen Ort und erklärt uns die Bedeutung der Lamas (spanisch Llamas, gesprochen Schamas) für die Bevölkerung der Anden.&lt;br /&gt;Kurz zuvor hatten wir eine archäologische Ausgrabung besichtigt, ein Festung von Tilcara, die den Inkas dazu diente die Spanier zu beobachten.&lt;br /&gt;Einige der Häuser wurden rekonstruiert und können begangen werden. Die Mauern wurden aus groben Steinen geschichtet, so dass es genügend Lücken für Luftzirkulation gab. Tatsächlich ist es im Inneren schön kühl. Im Winter wurden die Wände zur Isolation mit Lamafellen abgehängt und in besonders kalten Nächten wurden die Lamas, als natürliche Heizung, mit ins Haus geholt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir dann beim Mittagessen in einer kleinen Dorfgaststätte sitzen, bestelle ich Lama in Weinsoße. Die Tiere tun mir zwar leid, aber trotzdem: geschmeckt hat es köstlich!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2099722413202745263?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2099722413202745263/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2099722413202745263' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2099722413202745263'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2099722413202745263'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/zum-mittag-gibt-es-lama.html' title='Zum Mittag gibt es Lama'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1493972387052031793</id><published>2012-01-11T02:48:00.002+01:00</published><updated>2012-01-11T02:48:42.759+01:00</updated><title type='text'>Der Verschneite von Cachi</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6676167139/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7010/6676167139_e49966f00e.jpg" width="500" height="333" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;El Nevado de Cachi - „der Verschneite von Cachi“ heißt der Berg, den man vom kleinen Andendörfchen Cachi sehen kann. Wenn man ihn sehen kann, denn meistens verbirgt er sein kühles Haupt in den Wolken. Heute haben wir Glück und er zeigt sich in seiner vollen 6380 Meter hohen Pracht, wenn auch nur kurz.&lt;br /&gt;Cachi ist das Quechuawort für Salz. Vielleicht hielten die Ureinwohner den Schnee auf dem Berg für das Mineral?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cachi ist ein bemerkenswertes Örtchen. Moderne Architektur ist hier verboten und daher sieht das Dorf im großen und ganzen noch so aus, wie 1673, als die Spanier es gründeten. Man hat allerdings Zugeständnisse an die Baustoffe gemacht. Die Häuser sind nicht mehr alle in der Adobebauweise, also mit ungebrannten Lehmziegeln, gebaut sondern zumindest zum Teil aus Beton. Fassade und Putz muss sich allerdings ins Ortsbild einfügen.&lt;br /&gt;Außerdem wird Cachi ausschließlich von den Ureinwohnern der Puna, beziehungsweise deren Nachfahren, bewohnt, den Inkas.&lt;br /&gt;Das alles würde Cachi wahrscheinlich noch nicht zum Touristenmagnet machen, wenn es nicht am Ende des Nationalparks Los Cardones liegen und sich daher perfekt zur Rast und Verköstigung der Parkbesucher anbieten würde. So verdoppelt sich jeden Tag zur Mittagszeit die Bevölkerung schlagartig für zwei Stunden, nur um den Ort danach wieder in seinen Dornröschenschlaf versinken zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte den Nationalpark Los Cardones bereits schon einmal besucht und war damals so fasziniert, dass ich heute noch mal wiedergekommen bin. Cardones sind die bis zu 6 Meter hohen Kandelaber- oder Baumkakteen, von denen hier auf einer relativ überschaubaren Hochebene über eine Million Exemplare stehen.&lt;br /&gt;Die Straße die durch ihn führt, orientiert sich an dem alten Inka-Trail, den die Ureinwohner bereits in präkolumbianischer Zeit nutzen. Ihm folgend fanden die Spanier bereits her.&lt;br /&gt;Streng genommen handelt es sich bei den Cardones allerdings gar nicht um Kakteen, sondern eben um Cardones, einer verwandten Form.&lt;br /&gt;Das Holz dieser Gewächse hat eine helle Farbe, ist perforiert und sehr hart. Früher war es ein beliebter Baustoff in der Gegend, der Dachstuhl der Kirche von Cachi ist komplett aus diesem Material gefertigt. Heute stehen die stachligen Riesen unter Naturschutz und das Fällen ist streng verboten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6676168463/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7143/6676168463_6f22c8b2f2.jpg" width="333" height="500" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abenteuerlich ist die Fahrt in die Hochebene. Es gilt einen Höhenunterschied von fast 2000 Metern zu überwinden, hauptsächlich über Staubpisten. Auf windschiefen Holzbrücken überwindet man wilde Schluchten, die Vegetation ändert sich ständig mit der Höhe und nach jeder Kurve werden die Ausblicke noch spektakulärer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1493972387052031793?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1493972387052031793/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1493972387052031793' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1493972387052031793'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1493972387052031793'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/der-verschneite-von-cachi.html' title='Der Verschneite von Cachi'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-4422751817600548279</id><published>2012-01-10T03:24:00.002+01:00</published><updated>2012-01-10T03:26:57.759+01:00</updated><title type='text'>La Linda</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6670493495/" title="Salta by night von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7032/6670493495_50c6e0b644.jpg" width="333" height="500" alt="Salta by night"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz nach dem Start in Buenos Aires dreht der Pilot die Maschine in Richtung Norden, hinaus auf den Rio de La Plata, der durch das Sediment, das er mit sich führt ganz braun ist. Am Horizont kann ich die Küste Uruguays mit seiner Hauptstadt Montevideo sehen. Der Flug geht zunächst immer am gewaltigen Rio Paraná entlang, hinweg über die Stadt Rosario, bis der Fluß dann schließlich nach Paraguay abbiegt und vor uns nur noch menschenleeres, brettebene, trockene Steppe liegt. Erst kurz vor der Landung in Salta wird die Landschaft hügelig und grün.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Hotelsuche habe ich Glück, das „Antigo Convento“ liegt direkt neben dem alten Konvent der Stadt und ist fast ebenso alt, wie sein Nachbar. Schöne Innenhöfe, über und über mit Kübelpflanzen begrünt, Brunnen und ein kleiner Pool sorgen dafür das man sich wie in einer Oase fühlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Salta liegt ganz im Nordwesten des Landes, eingerahmt von Chile im Westen und Bolivien im Norden. Die Menschen haben dunklere Haut und indianische Gesichtszüge. &lt;br /&gt;Sie hat sich selbst den Beinamen „La Linda“, die hübsche, gegeben, denn ihre Kolonialarchitektur sucht ihresgleichen. Zwar hat sich zwischen die Prachtbauten auch der ein oder andere Neubau gemogelt und einige der alten Gemäuer könnten eine Renovierung vertragen, aber hier ist Argentinien arm und die Krise der vergangenen Jahre hat ihre Spuren hinterlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bekannt ist Salta als Ausgangspunkt für Exkursionen ins Altiplano, sowie die berühmte Humahuaca Schlucht und als Tor nach Chile.&lt;br /&gt;Von hier möchte auch ich die Reise in die chilenische Atacama Wüste fortsetzen, doch das ist gar nicht so einfach. Alle Busse sind auf 3 Wochen hin ausgebucht, denn Argentinier fahren mit ihm in die Küstenstadt Iquique zum Badeurlaub.&lt;br /&gt;Nach längerer Suche und der Hilfe einer netten Reisebüroagentin, finde ich jemanden, der eine Reise nach San Pedro de Atacama organisiert und noch wenige Plätze übrig hat.&lt;br /&gt;Wie er mir sagt, gab es auf der Passstrasse heftige Schneefälle, die sie zum Teil unpassierbar machten, deswegen ist das Abreisedatum zunächst noch nicht bestätigt. Ich verbleibe mit ihm, morgen nochmal vorbeizukommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-4422751817600548279?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/4422751817600548279/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=4422751817600548279' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4422751817600548279'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4422751817600548279'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/la-linda.html' title='La Linda'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7287919553194929886</id><published>2012-01-09T04:18:00.002+01:00</published><updated>2012-01-09T04:21:01.865+01:00</updated><title type='text'>San Telmo</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6662073285/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7034/6662073285_cc22dcafe5.jpg" width="333" height="500" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gedränge in San Telmo ist riesig an diesem Sonntag, denn heute ist, wie an jedem Sonntag Flohmarkt. Jahrein, jahraus, Sommer wie Winter. Es ist nicht das erste Mal, dass ich den größten Antiquitäten- und Kunsthandwerksmarkt der Stadt besuche, dieses Mal bin ich von der Größe aber wirklich überrascht. Ich kann mich an einen feuchtkalten Sonntag im Winter erinnern, an dem gerade einmal die Plaza Dorego mit Ständen gefüllt war und nur eine Handvoll Besucher mit hochgeschlagenen Mantelkrägen durch die Reihen liefen. Seit dem hat sich der Markt mindestens verzehnfacht. Es ist viel Krempel und Kitsch dabei, aber auch das ein oder andere schöne Stück.&lt;br /&gt;Meine Strategie für Reisen ist, immer soviel mitzunehmen, das mein Koffer gut gefüllt ist und ich knapp unter der Grenze des zulässigen Gewicht für Fluggepäck liege. So stelle ich sicher, dass ich außer vielleicht einem kleinem Souvenir, nicht der Versuchung größerer Neuanschaffungen erliege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen den Ständen zirkulieren Händler, die Gebäck oder Getränke verkaufen, wo sich noch ein Plätzchen findet zeigen Tangotänzer ihr Können, spielen Straßenmusiker oder ganze Tangoorchester zur Unterhaltung der Besucher. Die Cafés sind überfüllt, die Restaurants heizen schon um 10 Uhr ihre überdimensionalen Holzkohlengrills an. Über allem scheint die Sonne von einem perfekt azurblauem Himmel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor ich den Markt verlasse, besuche ich noch das Gefängnismuseum. Neben Erklärungen zum Strafvollzug in Argentinien sind allerlei Exponate in Vitrinen zu bestaunen. Skuriles, wie selbstgebastelte Messer, morgensternähnliche Waffen, Tätowiernadeln oder Gegenstände die die Kommunikation zwischen den Zellen ermöglichen sollten, die bei Sträflingen gefunden wurden, aber auch Grusliges, wie Instrumente der Züchtigung oder ein Stuhl auf dem Delinquenten füsiliert wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich suche nach einem kühlen Ort um mich auszuruhen und einen kleinen Imbiss einzunehmen und finde bald ein schönes, altes Caféhaus, mit enorm hohen Decken, Art Deco Mobiliar und einer Atmosphäre&lt;br /&gt;längst vergangener Zeiten.&lt;br /&gt;In Buenos Aires fühlt man sich oft um Jahrzehnte zurückversetzt. Die Stilrichtung, die die Stadt am meisten geprägt hat ist ohne Zweifel der Jugendstil, oder Modernismo, wie er hier genannt wird. Oft sieht man gar nicht, an was für einem Juwel man gerade vorbeigeht, deswegen habe ich es mir bei meinen Streifzügen durch die Stadt zur Pflicht gemacht, den Hin- und Rückweg auf der jeweils anderen Straßenseite zurückzulegen. Manche der Gebäude sind in einem derart schlechten Zustand, dass ich befürchte, dass sie für immer verloren sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7287919553194929886?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7287919553194929886/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7287919553194929886' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7287919553194929886'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7287919553194929886'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/san-telmo.html' title='San Telmo'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7713311023239243796</id><published>2012-01-08T02:59:00.003+01:00</published><updated>2012-01-08T04:22:02.840+01:00</updated><title type='text'>Der Tangostar</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6656254221/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7016/6656254221_da85fd122b.jpg" width="333" height="500" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Carl Gardès wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert in Toulouse als Kind einer ledigen Wäscherin und eines unbekannten Vaters geboren. In der damaligen Zeit nicht die besten Voraussetzungen für eine Weltkarriere, doch genau diese war dem jungen Mann vorbestimmt.&lt;br /&gt;1893 wanderte seine Mutter mit dem Dreijährigen nach Argentinien aus, damals ein Land das Wohlstand für jeden versprach. Fortan lebten sie im Stadtteil Abasto, unweit des Gemüsemarktes.&lt;br /&gt;Der meist unbeaufsichtige Junge trieb sich bevorzugt auf den Straßen der argentinischen Metropole herum und trug zum Unterhalt der Familie als Kulissenschieber im Teatro Victoria bei. Dort war es, wo dem bekannten italienischen Sänger Titta Ruffo die Stimme des jungen Carl auffiel und seine Karriere begann.&lt;br /&gt;In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gab es wohl kaum einen bekannteren lateinamerikanischen Künstler.&lt;br /&gt;Der Tango ist für Argentinien das, was weiter im Norden des Kontinents der Blues ist. Musik der armen Leute, Ausdruck von Sehnsucht, Traurigkeit und Leidenschaft. Die Texte waren oft anzüglich, vulgär und unpassend für die Damen der Gesellschaft.&lt;br /&gt;Dies änderte sich genau in der Zeit als Carlos Gardel, wie er sich jetzt nannte, die Bühne des Erfolgs betrat. Er sang sich in die Herzen der Argentinier und wurde bald in ganz Lateinamerika ein gefeierter Star. Selbst in Frankreich und Spanien waren seine Konzerte ausverkauft.&lt;br /&gt;Um seine französiche Abstammung wurde ein großes Geheimnis gemacht. Er selbst behauptete aus Uruguay zu stammen, wohl um zu verhindern dass Details seiner Herkunft in die Öffentlichkeit gelangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er starb 1935, nur 45-jährig, beim Zusammenstoß zweier Flugzeuge auf dem Flughafen von Medellin, während einer Tournee. &lt;br /&gt;Die Nachricht von seinem Tod führte zu einer Massenhysterie, während derer sich auch mehrere seiner Fans das Leben nahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Haus, in dem er gelebt hat ist heute ein Museum. Es ist noch so eingerichtet, wie es zu seinen Lebzeiten gewesen sein muss. Fotos an der Wand, Gegenstände aus seinem Besitz in Vitrinen, ein Gramophon weisen darauf hin, dass der Bewohner ein Superstar seiner Zeit war, einer Zeit, in der der Begriff noch für ebensolche reserviert war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im hübschen Innenhof findet gerade ein Tangotanzkurs statt. Die hauptsächlich weiblichen Kursteilnehmer sind bereits im fortgeschrittenen Stadium und müssen, aus Mangel an männlichen Tänzern, miteinander Vorlieb nehmen. Ab und zu greift einer der Lehrer ein um einen besonders schwierigen Schritt zu erklären oder vorzumachen, wie mehr Ausdruck in die Bewegungen gelegt werden kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7713311023239243796?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7713311023239243796/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7713311023239243796' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7713311023239243796'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7713311023239243796'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/der-tangostar.html' title='Der Tangostar'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-3302419241737664792</id><published>2012-01-07T03:35:00.003+01:00</published><updated>2012-01-09T02:36:12.004+01:00</updated><title type='text'>Recoleta</title><content type='html'>Die Sonne brennt gnadenlos auf die Stadt herunter. Die Luft klebt und der Asphalt ist weich und gibt beim darauf Gehen nach.&lt;br /&gt;38°C zeigt das Thermometer, die stehende Luft in den engen Gassen der Innenstadt und der darin zähfließende Verkehr potenziert das Gefühl zu schmelzen noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gehe fast alle Strecken hier zu Fuß. Ab und zu nehme ich, für besonders weite Wege die U-Bahn. Das war‘s. So komme ich an jedem Tag auf geschätzte 15 Kilometer. Für meine Sandalen wird das wohl die letzte Saison werden. Auch die enorme Hitze hält mich nicht davon ab mein heutiges Gehpensum abzuspulen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute steht der Stadtteil Recoleta auf meinem Programm. Recoleta ist das, was in München Grünwald ist. Das Viertel für diejenigen, die es geschafft haben. Noble Boutiquen, edle Restaurants und Luxushotels säumen die Straßen. Hier sieht Buenos Aires Paris am ähnlichsten. Die Häuser haben kleine Türmchen, eine Beletage und ein niedriges Geschoß für die Dienstboten.&lt;br /&gt;Wer hier gelebt hat, will auch hier begraben sein. Den Friedhof von Recoleta, der für die Berühmtheiten bekannt geworden ist, die auf ihm liegen, habe ich schon ein Mal vor ein paar Jahren besucht. Heute komme ich noch einmal zufällig daran vorbei und kann ihn aus einer anderen Perspektive, nämlich vom Balkon eines Cafés aus sehen.&lt;br /&gt;Wie eine kleine Stadt liegt er vor mir. Die Grabstädten bestehen aus Miniaturkathedralen oder tempelartigen, marmornen Gebäuden mit Kuppeln aus Glas. Ein Heer steinerner Engel wacht über die Toten. Von hier oben ist das wirklich sehr schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6650141571/" title="Impressions from Recoleta von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7163/6650141571_dff7f9f8c9.jpg" width="333" height="500" alt="Impressions from Recoleta"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unweit des Friedhofes steht auch das Kunstmuseum der Stadt, das Museo National de Bellas Artes. Es beherbergt eine Sammlung europäischer und argentinischer Künster, die sich sehen lassen kann. Von Gaugin, über Modigliani, Rodin, van Gogh, den holländischen Klassikern und den französischen Impressionisten, um nur einige zu nennen, reicht das Spektrum.&lt;br /&gt;Ich genieße die Stille und die kühle Atmosphäre in dem Gebäude. Nach zwei Stunden Aufenthalt komme ich wieder ins Freie und muss nur die Straße überqueren um eines der Wahrzeichen von Buenos Aires zu besichtigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6650146343/" title="Floralis Genérica von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7146/6650146343_bafb66c197.jpg" width="500" height="333" alt="Floralis Genérica"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Floralis Genérica ist eine übergroße Blüte aus Edelstahl. Sie steht in einem kreisrunden Bunnen und ihre Blätter schließen und öffnen sich, je nach Tageszeit. Wenn es dunkel ist wird sie von innen und außen beleuchtet, was sicherlich spektakulär aussieht. In der Mittagssonne steht sie in ihrer Riesenvase und ihre weit geöffneten Blätter reflektieren das gleißende Licht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch im Puerto Madero, dem alten Hafen, war ich schon oft. Als Schiffe ihre Ladung noch in Säcken transportierten und noch eine Menge Menschen dazu benötig wurde eine Schiffsladung zu löschen, war dies sicherlich kein Ort an den es die Oberschicht gezogen hat.&lt;br /&gt;Heute befindet sich Schiffsfracht in Containern und von nur einem Mitarbeiter in kürzester Zeit, mit Hilfe riesiger Kräne, entladen. Den neuen Hafen mit seinen Containertürmen kann man gut von hier sehen.&lt;br /&gt;Puerto Madero ist heute gentrifiziert. Die Armen mussten weichen und die Reichen teilen sich das Viertel jetzt mit Touristen.&lt;br /&gt;An Amüsement und Attraktionen mangelt es nicht. Es gibt Museumsschiffe, Restaurants für jeden Geschmack und Clubs.&lt;br /&gt;Besonders stolz sind die Porteños auf ihre Puente De Las Mujeres, die Brücke der Frauen. Eine bizarre Konstruktion, bei der Seile an einem hoch aufragenden Stachel befestigt sind, die die Brücke tragen. Was die Menschen bei ihrem Anblick an Frauen denken lässt, weiß ich nicht. Bei anbrechender Dunkelheit sieht sie auf jeden Fall spektakulär aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6650143343/" title="Puerto Madero, Buenos Aires von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7156/6650143343_a6fd126070.jpg" width="500" height="333" alt="Puerto Madero, Buenos Aires"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-3302419241737664792?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/3302419241737664792/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=3302419241737664792' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3302419241737664792'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3302419241737664792'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/recoleta.html' title='Recoleta'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1451941190218885806</id><published>2012-01-05T23:13:00.000+01:00</published><updated>2012-01-05T23:13:23.091+01:00</updated><title type='text'>Der Hundeprofi</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6643413935/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7155/6643413935_66b8ec180d.jpg" width="500" height="333" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zu 20 Tiere, alles Rassehunde, die erstaunlich brav nebeneinander her trotten, habe ich gezählt, geführt von nur einer Person. Wann immer man jemanden mit so vielen Tieren an der Leine sieht, kann man sicher sein, dass es sich um einen professionellen Hundeausführer handelt. Ihre Besitzer haben keine Zeit oder keine Lust mit ihren Tieren zu laufen und haben so einen neuen Berufsstand erfunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich erstaunt, wie gut die Hunde sozialisiert sind. Kein Bellen, kein Zerren, kein Durcheinanderlaufen - der Führer wird als Alphatier akzeptiert und und seine Rolle nicht in Frage gestellt.&lt;br /&gt;Zwar gibt es auch in Buenos Aires ein Gesetz, das es verbietet Hundeexkremente einfach auf der Straße liegen zu lassen, aber das Gesetz nicht überwacht wird, hält sich niemand wirklich daran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer wenn ich solchen Rudeln auf der Strasse begegne frage ich mich, was wohl passiert, wenn der Gruppe eine der zahlreichen Straßenkatzen über den Weg läuft.&lt;br /&gt;Keiner der Hunde, die wir jemals hatten, war dann noch zu halten und kein noch so starker Hundeführer könnte eine solche Meute dann noch kontrollieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1451941190218885806?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1451941190218885806/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1451941190218885806' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1451941190218885806'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1451941190218885806'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/der-hundeprofi.html' title='Der Hundeprofi'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-5618042412777851965</id><published>2012-01-05T03:14:00.005+01:00</published><updated>2012-01-05T15:27:26.568+01:00</updated><title type='text'>Der erste Tango</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6638247173/" title="Teatro Colon, Buenos Aires von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7153/6638247173_915a2118a2.jpg" width="500" height="333" alt="Teatro Colon, Buenos Aires"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Teatro Colon verschliss drei Architekten, bis es im Jahr 1910 seine Pforten zum ersten Mal öffnete. Der erste war schon totkrank als er die Arbeit aufnahm und verstarb 44 jährig. Der zweite, ebenso wie sein Vorgänger Italiener, wurde bei einem Heimaturlaub vom Liebhaber seiner Frau erschossen, als er diese inflagranti erwischte. Auch er wurde nur 44 Jahre alt. Der letzte, ein Franzose, brache das Werk zu Ende. Soweit ich weiß starb er eines natürlichen Todes.&lt;br /&gt;Den drei Baumeistern ist geschuldet, dass das Theater nicht ganz stilrein ist. Am meisten hat der französiche Architekt den Bau beeinflusst. So sieht der Salon aus wie eine Miniausgabe eines Saales aus dem Schlosses von Versailles. Früher nur den Reichen vorbehalten, die dort vor den Vorstellungen Kontakte knüpften und unter ihresgleichen sein konnten, finden dort heute Kammerkonzerte sowie die Castings für die zukünftigen Künstler des Hauses statt.&lt;br /&gt;Noch während der Bauphase wurde Kritik an dem Gebäude laut. Es war zu verspielt und detailverliebt. Der Architekt fügte also einige „deutsche Elemente“ ein um die Kritiker zu besänftigen, wie unser Führer erzählt.&lt;br /&gt;Der Innenraum ist atemberaubend schön. Insgesamt 6 Gallerien mit diversen Logen und Séparées bieten von überall idealen Blick auf die Bühne. Der Boden des Zuschauerraums weist ein Gefälle von 6% auf, für Bälle kann man ihn jedoch auf 0% anheben.&lt;br /&gt;Von der Akustik des Saales zählt das Colon zu den besten Opernhäusern der Welt. Luciano Pavarotti sagte einmal in einem Interview, nur das Opernhaus in Wien klänge noch besser.&lt;br /&gt;Jedes noch so kleine Detail kann die Akustik eines Saales verändern. Während der Renovierungsarbeiten wollte man kleine bronzene Gitter, die unter den Stuhlreihen angebracht sind, um die Kühlschächte im Saal zu verschließen, durch neue ersetzten. Diese Maßnahme veränderte die Saalakustik derart, dass man sich entschied, die alten Gitter wieder einzusetzen.&lt;br /&gt;Unter den Logen, sozusagen im Souterrain des Saales befinden sich vergitterte Séparées. Die sogenannte Witwenlogen waren Damen in der Trauerzeit vorbehalten. Diese durften, so war es Tradition, zwei Jahre nach dem Ableben ihrer Gatten nicht öffentlich auftreten. Durch diesen kleinen Trick konnten sie trotzdem am kulturellen Leben weiterhin teilhaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6638245271/" title="Colorful Buenos Aires von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7007/6638245271_e1b0654a3f.jpg" width="500" height="333" alt="Colorful Buenos Aires"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Stadtteil La Boca, dort wo die Unterschicht, die Ärmsten der Armen, einst lebten, ist heute der komplette Touristennepp.&lt;br /&gt;Bekanntgeworden durch die bunt bemalten Wellblechfassaden seiner Häuser, zog er bald Touristen an und mit ihnen die Souvenirindustrie.&lt;br /&gt;Vom einstigen Charme ist nichts mehr geblieben. Zwar sind manche der Häuser noch von Menschen bewohnt, die sicherlich nicht zur Oberschicht zählen, jedoch ziehen durch den Caminito Horden von Besuchern aus aller Welt und überteuerte Cafés und hunderte von Andenkenhändler versuchen ihnen in der kurzen Gasse möglichst viel Geld abzunehmen.&lt;br /&gt;Trotzdem komme ich immer wieder her. In meiner Phantasie kann ich den Touristenrummel ausblenden und sehe die Strasse vor mir, wie sie früher einmal gewesen sein muss.&lt;br /&gt;Hier in La Boca, genauer gesagt in einer der Spelunken in der Calle Neochea, wurde der Tango erfunden. Mein Reiseführer warnt davor diese Strasse alleine aufzusuchen, denn ein sicherer Stadtteil ist La Boca nicht. Ich bitte also den Taxifahrer mich auf dem Rückweg dort durchzufahren und er zeigt mir aus dem fahrenden Wagen heraus, wo man einst den ersten Tango getanzt hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-5618042412777851965?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/5618042412777851965/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=5618042412777851965' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5618042412777851965'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5618042412777851965'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/der-erste-tango.html' title='Der erste Tango'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-5577732320593133053</id><published>2012-01-04T00:36:00.002+01:00</published><updated>2012-01-05T15:34:25.940+01:00</updated><title type='text'>Der Pizzaindikator</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/6630942625/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm8.staticflickr.com/7023/6630942625_40e0218605.jpg" width="500" height="333" alt=""&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einquartiert habe ich mich, wie schon beim letzten Mal, im Stadtteil Palermo, derzeit das angesagteste Viertel der Stadt. Was Rang und Namen hat in der Welt der Mode und des guten Geschmacks hat hier ein Geschäft. Die Preise für Wohnungen sind denen in München nicht unähnlich, wie sich in den Auslagen der Makler zeigt. Noch vor vier Jahren hätte man hier eine kleine Wohnung für um die 50.000 Euro erwerben können, jetzt ist dafür mindestens das doppelte zu entrichten. Die Preise für Mietobjekte sind in den Exposés der Wohnungsvermittler in Pesos, die für Kaufobjekte in US$ angeschrieben. Ihrer eigenen Währung trauen die Argentinier seit dem großen Crash im Jahr 2001 offensichtlich nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war gespannt, wie sich die Preise in den Jahren des Aufschwungs, den das Land hinter sich hat, entwickelt haben. Einige Preise haben sich überhaupt nicht verändert, wie zum Beispiel der öffentliche Nahverkehr. Für eine Fahrt mit der Metro werden 1,10 Pesos verlangt, das sind 19 Cent. Ein Abendessen kostet nun jedoch das doppelte und somit ungefähr soviel, wie bei uns.&lt;br /&gt;Ein Indikator für die Wirtschaftsleistung ist, wie mein Reiseführer zu berichten weiß, der Preis von Ugi‘s großer Mozzarella Steinofenpizza. Der ist für jeden sichtbar im Fenster des Lokals angeschrieben und ändert sich fast wöchentlich. Im Jahr 2001, als ich das erste Mal in Buenos Aires war und der Peso noch 1:1 zum Dollar umgerechnet wurde, kostete sie 2,19 und der Preis fiel sogar noch auf 1,79. Vor oder nach Wahlen schwankte der Preis, je nach Prognosen und späterem Gewinner. Heute sind dafür 19 Pesos fällig, Tendenz steigend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeiten in denen man nur Touristen in den Lokalen und Cafés gesehen hat sind vorbei. Die Porteños, wie sich die Bewohner der Stadt nennen, haben sich Buenos Aires zurückerobert. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig, wie seit Jahrzehnten nicht mehr, der Tourismus, vor allem aus dem benachbarten Brasilien und Europa, boomt, dem Land geht es wieder gut.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-5577732320593133053?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/5577732320593133053/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=5577732320593133053' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5577732320593133053'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5577732320593133053'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/der-pizzaindikator.html' title='Der Pizzaindikator'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2579838135225441970</id><published>2012-01-03T04:56:00.000+01:00</published><updated>2012-01-03T04:56:10.317+01:00</updated><title type='text'>Königliche Wurstfinger</title><content type='html'>Das Taxi, das mich zum Flughafen bringen soll ist um 15 Uhr bestellt, ich bin aber schon um 14:30 Uhr fertig und um die Zeit totzuschlagen mache ich den Fernseher an. Auf ZDF Info läuft eine Reportage über Prinz Harry. Seit Wochen laufen dort Reportagen über europäische Königshäuser.&lt;br /&gt;Über Prinz Harry hält sich hartnäckig das Gerücht, das Charles gar nicht sein leiblicher Vater ist, sondern vielmehr ein Rittmeister, mit dem Lady Di ein Verhältnis nachgesagt wird. Sieht ihm tatsächlich sehr ähnlich, was anhand von Archivaufnahmen belegt wird.&lt;br /&gt;Ein Kenner der Materie, ein Experte für das englische Königshaus, entkräftet dieses Gerücht jedoch indem er anführt, dass Prinz Harry, genau wie sein Vater und dessen Großvater Wurstfinger hat. Ich muss laut loslachen! Er benutzt das Wort „Wurstfinger“, als ob es sich dabei um eine (sehr seltene) Erbkrankheit handelt. Ab wann überschreiten Finger denn das Maß des Normalen und dürfen als Wurstfinger bezeichnet werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es klingelt an der Tür. Gerne hätte ich diese Reportage zu Ende gesehen, so unerwartet amüsant ist sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich reise für mein Leben gerne, aber es gibt Dinge, auf die ich dabei verzichten könnte: Koffer ins Taxi, Koffer aus dem Taxi, Koffer einchecken, Sicherheitskontrolle, Spießrutenlauf durch den Duty Free, bei dem man mit allerlei Düften vollgesprüht wird, in Frankfurt aussteigen, Sicherheitskontrolle, Duty Free, Warten, Koffer in Buenos Aires vom Band nehmen, Duty Free, Bus in die Stadt, Taxi zum Hotel, Einchecken im Hotel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon bei der ersten Sicherheitskontrolle in München fällt den Kontrolleuren meine Handcreme auf. 150ml statt der erlaubten 100ml befinden sich in der Tube. Die Kontrolleurin deklariert meine Creme jedoch kurzerhand zur Medizin und lässt mich ziehen. Leider ist man in Frankfurt bei der zweiten Kontrolle nicht so großzügig und ich bin die Creme los. Anfängerfehler!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doppelt schade, weil es diese Creme (mit 5% Urea) bei Aldi nicht immer sondern nur als sogenannte Aktionsware gibt, ich also nicht sofort für Ersatz sorgen kann, in Argentinien schon gleich zweimal nicht.&lt;br /&gt;Urea wird übrigens aus Urin gewonnen. Eigentlich ziemlich eklig, aber das ist die beste Handcreme, die es gibt.&lt;br /&gt;Wie kommen die eigentlich an das viele Urin? Menschlich, tierisch oder vielleicht doch synthetisch? Muss ich gleich mal googlen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2579838135225441970?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2579838135225441970/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2579838135225441970' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2579838135225441970'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2579838135225441970'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2012/01/konigliche-wurstfinger.html' title='Königliche Wurstfinger'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-951975997281092019</id><published>2011-01-26T03:55:00.001+01:00</published><updated>2011-01-26T03:55:19.574+01:00</updated><title type='text'>Die Bucht</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/9913403"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/17/34/03/9913403.bdfd6b12.240.jpg" width="240" height="180" alt="Wineglass Bay 2" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer knapp vierzigminütigen Wanderung kommt man an eine hölzerne Aussichtsplattform zwischen den Felsen. Von dort kann man den Blick auf einen der schönsten Strände der Welt (laut dem US Magazin „Outside“ weltweit unter den 10 schönsten) und mit Sicherheit die schönste Aussicht Tasmaniens genießen. Vor mir liegt die Wineglass Bay. Die Form der Bucht ist geradezu perfekt symmetrisch, üppige Vegetation schließt an zuckerweißen Sand an, der unter azurblauem Meerwasser verschwindet.&lt;br /&gt;Bei wolkenlosem Himmel müssen die Farben noch prächtiger sein, heute kommt die Sonne jedoch nur ab und zu durch Wolkenlücken durch.&lt;br /&gt;Ich habe diese Bild schon auf hunderten von Fotos und Postkarten gesehen, aber in Natur ist es tatsächlich noch schöner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin früh losgefahren, denn die Fahrt ist anstrengend. Über viele kleine Passstraßen führt sie, dann wieder vorbei an einsamen Bauernhöfen und Obstplantagen und durch trockenes Weideland. Knapp 200 Kilometer einfache Strecke.&lt;br /&gt;Nach etwa der Hälfte der Strecke, mitten im Nichts, steht ein junges Pärchen am Straßenrand und hält den Daumen in den Wind, genau wie ich es als Jugendlicher oft getan habe. Ich kann auf der einsamen Fahrt ein bisschen Gesellschaft gut gebrauchen, die beiden wirken sympathisch, von denen geht keine Gefahr aus, ich fahre links ran und nehme sie mit.&lt;br /&gt;Sie kommen aus Holland, er hat gerade sein Studium beendet, sie gerade ihr Abi gemacht und bevor sie ihr Leben weiterleben, haben sie sich für eine kleine Pause entschieden und reisen, mit wenig Geld und viel Abenteuerlust, ein halbes Jahr durch Neuseeland und Australien. Ein wirklich nettes Paar, die mir die Fahrzeit durch interessante Gespräche verkürzen. Nach einer Stunde lasse ich sie aussteigen, denn ich verlasse die Straße und biege in den Freycinet Nationalpark ab.&lt;br /&gt;Ich verspreche ihnen, dass ich, wenn sie in fünf Stunden, wenn ich wieder an der gleichen Stelle vorbeikomme, immer noch hier stehen, sie hinfahre werde wo immer sie hinwollen, aber der Platz, auf dem ich sie aussteigen ließ, ist auf dem Rückweg leer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der Aussichtsplattform an den Strand sind es gute eineinhalb Stunden über einen steilen felsigen Weg. Auf dem Weg nach unten kommt mir ein Inder, ungefähr in meinem Alter, entgegen, der am Ende seiner Kräfte ist. Ich frage ob er OK ist, und ein Australier versichert mir, dass er sich seiner bereits angenommen hat und ihn mit nach oben nimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/9913404"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/17/34/04/9913404.623b2ae4.240.jpg" width="240" height="180" alt="Wineglass Bay 1" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Strand ist herrlich und nur eine Hand voll Wanderern hat die Strapazen des Abstiegs auf sich genommen. Das Wasser hat sich in der Bucht erwärmt, so dass man auch ohne Neoprenanzug schwimmen kann. Ich habe keine Badesachen dabei und möchte außerdem noch auf die Felsen, die den Strand begrenzen, klettern und ein bisschen den Strand hinauf wandern.&lt;br /&gt;Die Felsen hier haben eine Besonderheit, die, soweit ich weiß nur in Tasmanien vorkommt. Auf ihnen wachsen Flechten, die die Steine in kräftigem Orange leuchten lassen. Zusammen mit dem weißen Sand und dem blauen Meer ist das ein wunderbares Farbenspiel. &lt;br /&gt;An der Nordküste gibt es das gleiche Phänomen in der „Bay of Fire“, der Feuerbucht. Hier gesellen sich aber neben orangen auch noch blaue und grüne Flechten. Unglaublich. Leider hat meine Zeit dafür nicht mehr ausgereicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mache ein paar Fotos, setzte mich auf einen Stein und lasse mir die Sonne, die sich mittlerweile durch die Wolken gekämpft hat, ins Gesicht scheinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/9913405"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/17/34/05/9913405.084966ab.240.jpg" width="240" height="167" alt="Wallaby" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade als ich von den Felsen herunterklettere, springt ein kleines Känguru, ein Wallaby, aus dem Busch auf den Strand und setzt sich dort zwischen die Wanderer. Alle holen ihre Kameras aus den Taschen und machen Fotos. Keiner merkt, dass im Busch noch ein zweites Tier sitzt dass nun auch auf den Strand kommt.&lt;br /&gt;Ich traue meinen Augen kaum. Ich wollte so gerne während meines Aufenthalts ein wildes Känguru sehen, und jetzt, an meinem letzten Tag in Tasmanien, geht mein Wunsch in Erfüllung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-951975997281092019?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/951975997281092019/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=951975997281092019' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/951975997281092019'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/951975997281092019'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/die-bucht.html' title='Die Bucht'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7288347138535964428</id><published>2011-01-24T13:17:00.003+01:00</published><updated>2011-01-24T13:26:48.316+01:00</updated><title type='text'>Hinter Gittern</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/9905418"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/17/54/18/9905418.60eed529.240.jpg" width="240" height="180" alt="P1030361" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit 4 Jahren konnten Kinder im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts bereits zu Arbeiten im Bergbau oder zum Reinigen von Schornsteinen herangezogen werden, mit 7 Jahren war man strafrechtlich Erwachsenen gleichgestellt und ab einem Alter von 9 Jahren konnte man deportiert werden.&lt;br /&gt;Die meisten der Kinder, die nach Tasmanien deportiert wurden, landeten über kurz oder lang in Port Arthur, weil man sie sonst nicht produktiv einsetzten konnte.&lt;br /&gt;Man hatte ein eigenes Jugendgefängnis für sie auf einer Insel, nicht weit vom Festland, errichtet: Puer Island.&lt;br /&gt;Aber das war nur ein kleiner Teil der Gefängnisanlage, die, heute zum Teil in Ruinen, dem Besucher offen steht.&lt;br /&gt;Port Arthur war sozusagen Gefängnis im Gefängnis, da fast alle Insassen ja bereits wegen anderer Delikte zur Verbannung nach Australien geschickt worden waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es herrschte Zucht und Ordnung, man versuchte die Gefangenen mit Arbeit und Gottesfurcht wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Manch einer hat den Versuch nicht überlebt.&lt;br /&gt;Für alle, die sich hier etwas zu Schulden kommen ließen, gab es drakonische Strafen. Die Züchtigung mit der neunschwänzigen Katze war eine davon. Der Deliquent wurde mit den Armen an einer Vorrichtung im Gefängnishof aufgehängt, die heute dort noch zu sehen ist, und dann ausgepeitscht.&lt;br /&gt;Die Strafen lagen zwischen 25 und 100 Hieben mit dem Folterinstrument. Um es noch schmerzhafter zu machen, legte man die Peitsche in Meerwasser und ließ sie dann trocknen. Die getrockneten Salzkristalle taten ein Übriges. Wurde einer der Männer während der Bestrafung ohnmächtig, so wurde er in ein Becken mit kaltem Meerwasser geworfen, so dass er wieder zu sich kam, dann wurde die Bestrafung fortgeführt.&lt;br /&gt;Der Insasse mit den meisten Peitschenhieben, war ein politischer Gefangener aus Irland, dessen Namen ich vergessen habe. Während der Verbüßung seiner Strafe bekam er auf insgesamt 3000 Peitschenhiebe. Sein Rücken, so wird überliefert, war so vernarbt, das er bei den ersten 100 Schlägen nicht ein Laut des Schmerzes von sich gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber man versuchte die Gefangenen nicht nur durch Züchtigung zu läutern. Zum ersten Mal kam man auf die Idee, Insassen durch Einzel- und Dunkelhaft gefügig zu machen.&lt;br /&gt;Der Zellentrakt dieses Teils der Anstalt ist restauriert worden und kann besichtigt werden. Die Einzelhaft verbrachte jeder Gefangene in einer kleinen Zelle, geschlafen wurde in einer Hängematte, die um 6 Uhr aus der Zelle entfernt wurde um Platz für Arbeitsgerät zu schaffen. 10 Stunden täglich wurde in den Zellen gearbeitet, die Wärter kontrollierten alle 30 Minuten. Jeder Gefangene bekam eine Nummer und wurde nur noch mit dieser angesprochen. Das Reden, Pfeifen und alle körperlichen Ertüchtigungen waren den Gefangenen verboten. Wenn sie mit den Wärtern kommunizieren wollten, mussten sie dies schriftlich, mittels einer Schiefertafel tun.&lt;br /&gt;Eine Stunde am Tag war Hofgang. In dieser Stunde musste der Gefangene eine Stoffsack über dem Kopf tragen.&lt;br /&gt;Wenn man diesen Teil des Gefängnisses betritt, ertönen aus einem Lautsprecher Befehle, wie sie auch die Gefangenen zu hören bekamen, man hört das Schließgeräusch der Tore hinter einem. Alles ist sehr realistisch.&lt;br /&gt;Auch den Trakt mit den Dunkelzellen kann man betreten und selbst ausprobieren. Eine Schleuse aus 3 Toren, die niemals gleichzeitig geöffnet wurden, sorgte dafür, dass der Gefangene kein Tageslicht zu sehen bekam. Auch hier galt strenges Redeverbot und zusätzlich trugen die Gefangenen Schuhe mit Sohlen aus Binsen, die keine Schrittgeräusche verursachten. Die Mahlzeiten, buchstäblich nur Wasser und Brot, wurden unregelmäßig gebracht um das Zeitgefühl der Männer zu verwirren. Geschlafen wurde auf dem Steinboden, mit nur einer Decke.&lt;br /&gt;Man kann eine solche Zelle betreten und die Tür schließen. Um einen herum ist nur tiefstes Schwarz. Ich versuche die Ausmaße der Zelle durch Tasten zu ermitteln, setze mich kurz auf den Boden und versuche zu erfahren, wie es sich anfühlen musste, hier eingesperrt zu sein.&lt;br /&gt;Nach 2 Minuten verlasse ich den Raum wieder erleichtert. Die Mindeststrafe damals betrug 3 Tage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/9905417"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/17/54/17/9905417.736e321f.240.jpg" width="240" height="180" alt="P1030337" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Landschaft, in der dieses Gefängnis liegt, steht dazu im krassen Gegensatz. Man kommt an malerischen Stränden mit kristallklarem Wasser vorbei.&lt;br /&gt;An dem schönsten Strand halte ich an und gehe runter zum Meer. Er ist menschenleer, nur 3 Mädchen und ein kleiner Hund sind außer mir hier. Die Mädchen tragen Neoprenanzüge, denn ohne diese wäre das Schwimmen im Meer einfach zu kalt. Als sie aus dem Wasser kommen, frage ich eine von ihnen wie viel Grad das Wasser hat. Am Anfang, so sagt sie, ist es ziemlich kalt, aber man gewöhnt sich schnell daran und dann ist es herrlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/9905416"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/17/54/16/9905416.831d8b2a.240.jpg" width="240" height="181" alt="P1030346" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7288347138535964428?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7288347138535964428/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7288347138535964428' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7288347138535964428'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7288347138535964428'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/hinter-gittern.html' title='Hinter Gittern'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2377794599572323726</id><published>2011-01-23T14:44:00.000+01:00</published><updated>2011-01-23T14:45:09.317+01:00</updated><title type='text'>Das Tal der Giganten</title><content type='html'>Der Südwesten Tasmaniens ist eines der unzugänglichsten Gebiete der Welt. Es gibt einen Fernwanderweg, den Port Davey Track, und eine Strasse, die ein kurzes Stück in den Nationalpark hineinführt, bis zum Lake Pedder. Der Rest sind 600.000 Hektar unberührte und unzugängliche Wildnis, die etwa ein Viertel der gesamten Insel ausmacht.&lt;br /&gt;Auf dieser Straße habe ich mich heute aufgemacht ein Tal zu erkunden, dass man hier das Tal der Giganten nennt.&lt;br /&gt;Gut eineinhalb Stunden fährt sie sich angenehm. Schon die Fahrt ist ein Erlebnis, denn die Straße passt sich Landschaft an, nichts wurde begradigt oder untertunnelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/9899160"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/17/91/60/9899160.0594296d.240.jpg" width="180" height="240" alt="P1030324" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich biegt man auf eine Geröllstraße ab, von der mein Reiseführer schreibt, sie wäre mit Zweiradantrieb machbar. Durchgeschüttelt und ziemlich eingestaubt kommt man nach 15 weiteren Kilometern an. Ein kleines Flüsschen, mit Namen Styx, hat sich in Jahrmillionen in das Gestein gefressen und dieses Tal geformt.&lt;br /&gt;Der Boden des Tals ist feucht und nährreich und bietet die idealen Voraussetzungen für Wachstum und Artenreichtum. In diesem Tal findet man die größten Lebewesen der Südhalbkugel, den Eukalyptus regnans, oder Königseukalyptus. Es ist nicht nur die größte blühende Pflanze der Erde, sondern auch einer der größten Bäume, die man auf unserem Planeten finden kann. Größere Bäume findet man nur noch in den Redwoodwäldern Kaliforniens.&lt;br /&gt;Bis zu 95 Metern Höhe und einen Umfang von 16 Metern erreichen die Baumriesen hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/9899158"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/17/91/58/9899158.1650394c.240.jpg" width="240" height="180" alt="P1030318" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kommt sich vor, wie ein Zwerg, der in einer anderen Welt, oder zumindest in einer anderen Zeit gelandet ist. Baumfarne, Stämme toter Bäume, Schlingpflanzen und von Zeit zu Zeit ein Baum von der Höhe eines Turms stehen hier dicht beieinander, alles über und über dick mit Moos bewachsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab und zu stehen Tafeln im Wald, die Erklärungen abgeben, warum gerade hier so große Bäume wachsen, über die Bedeutung von Buschbränden für diese Wälder und dass die Giganten im Laufe ihres 400-jährigen Lebens auch wieder schrumpfen.&lt;br /&gt;Letzteres finde ich besonders interessant. Der Baum, vor dem ich stehe war in den 50er Jahren des letzen Jahrhunderts noch 98 Meter hoch, bei der letzten Messung im Jahr 2001 wurde seine Höhe nur noch mit 86 Meter bestimmt. Ein natürlicher Prozess des Alterns, wie ich erfahre, der die oberen Äste langsam austrocknen und absterben lässt. Stürme brechen das Todholz ab und der Baum schrumpft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An den höchsten Bäumen hat man Bänke aufgestellt, deren Rückenlehnen besonders weit nach hinten geneigt sind. So kann man sich setzten und die ungeheure Größe dieses Naturwunders entspannt auf sich wirken lassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2377794599572323726?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2377794599572323726/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2377794599572323726' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2377794599572323726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2377794599572323726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/das-tal-der-giganten.html' title='Das Tal der Giganten'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6804035814760255264</id><published>2011-01-22T13:24:00.003+01:00</published><updated>2011-01-26T04:05:44.890+01:00</updated><title type='text'>Abel Tasman</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/9893579"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/17/35/79/9893579.006aff12.240.jpg" width="240" height="180" alt="Hobart, Tasmania" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Niederländer Abel Tasman hatte den Auftrag, für die Niederländische Ostindien Kompanie, den kürzesten Seeweg zu den Goldschätzen Chiles zu suchen. Im Vorbeifahren sollte er auch noch Ausschau nach der Terra Australis, dem südlichen Kontinent halten, denn man war sich sicher, dass es im Südpazifik noch eine größere Landmasse geben müsste, als „Gegengewicht“ für die anderen Kontinente, die größtenteils auf der Nordhalbkugel liegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er segelte von Batavia, dem heutigen Jakarta, nach Mauritius um Holz aufzunehmen, und dann so weit südlich in Richtung Osten, dass er zwar, ohne es zu merken, an Austalien vorbeisegelte, dafür aber die Insel Tasmanien entdeckte. Auf dem weiteren Weg in Richtung Chile entdeckte er auch noch Neuseeland, machte aber, nach einer wenig freundlichen Begrüßung durch die Maori, bei denen einige Seeleute ihr Leben ließen, keine weiteren Landgänge. Er war sich nicht einmal sicher, ob er bereits Chile erreicht, oder den unbekannten Südkontinent gefunden hatte. &lt;br /&gt;Auf dem Rückweg nach Jakarta entdeckte er außerdem noch die Tonga und Fiji Archipele.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute tragen die Insel Tasmanien sowie die See zwischen Australien und Neuseeland seinen Namen.&lt;br /&gt;Die Hauptstadt Tasmaniens hingegen wurde nach Robert Hobart, 4. Earl von Buckinghamshire benannt, wahrscheinlich eine Gefälligkeit unter Adligen, da dieser nie einen Fuß auf die Insel gesetzt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vieles erinnert noch an die koloniale Vergangenheit Tasmaniens, wenn man durch die Straßen Hobarts läuft. Es fällt nicht schwer sich vorzustellen, wie die Stadt ausgesehen haben muss, als sie Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Einige Gebäude tragen Jahreszahlen aus dieser Zeit.&lt;br /&gt;Auf meinen Weg durch einen Park bin ich an ein paar alten Grabsteinen vorbeigekommen. Der älteste war der einer 21-jährigen Frau, die 1804, wahrscheinlich mit dem ersten Gefangenenschiff, am 21. Dezember auf der Insel ankam und am 31. Dezember verstarb. Die Todesursache wurde nicht erwähnt, aber ich vermute, dass Unterernährung, Skorbut und die Anstrengungen der achtmonatigen Reise sie dahingerafft haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe auf dem Gipfel des Mount Wellington und schaue auf die Stadt und ihre Bucht herunter. Es ist empfindlich kühl hier oben, vielleicht 10°C.&lt;br /&gt;Auch Charles Darwin stand schon hier und genoss den gleichen Ausblick auf die damals noch viel kleinere Stadt und auf sein Schiff, die Beagle, die im Hafen festgemacht hatte. Nur musste er die 1200 Höhenmeter zu Fuß und nicht auf Wegen, sondern querfeldein, bewältigen. Ich dagegen konnte bequem über eine kurvige Strasse mit dem Auto herauf fahren. In was für einer faszinierenden Zeit wir doch leben!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6804035814760255264?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6804035814760255264/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6804035814760255264' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6804035814760255264'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6804035814760255264'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/abel-tasman.html' title='Abel Tasman'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2428427373420693971</id><published>2011-01-22T01:24:00.002+01:00</published><updated>2011-01-22T04:19:41.501+01:00</updated><title type='text'>Weit im Süden</title><content type='html'>Als die Boeing 737 sich in die Luft erhebt und an Höhe gewinnt kann man erst sehen, wie groß Sydney wirklich ist. Die Häuser, die die Menschen hier bewohnen sind zwar deutlich kleiner als bei uns, meist nur eingeschossig und kellerlos, aber dadurch das fast niemand zur Miete wohnt, ist der Platzverbrauch enorm. Wenn man hier eins hat, dann ist das jedoch Platz. Ein Land, größer als Westeuropa mit nur 21,8 Millionen Einwohnern, das ist Weltrekord.&lt;br /&gt;Ich habe einen Fensterplatz und kann so noch einmal einen Blick auf den Hafen, mit seinen Wahrzeichen, werfen, bis wir Sydney hinter uns lassen und, immer an der Küste entlang, Richtung Süden fliegen. Ob ich wohl nochmal zurückkommen werde?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lege meine Lektüre zur Seite und schaue aus dem Fenster.&lt;br /&gt;Es ist unglaublich, wie klar das Wasser ist. Ich kann selbst aus einer Höhe von ca.10000 Metern in Küstennähe  noch den Meeresgrund sehen. An einem Strand, den wir überfliegen sehe ich sogar die Schatten der Wellen, die sich auf die Küste zubewegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Stunden später haben wir wieder Land unter uns, die Küste von Tasmanien ist erreicht. Mir fällt auf, wie braun die Insel ist. Der Boden sieht aus wie verbrannt. Ab und zu sieht man von großen Bewässerungsanlagen kreisrund bewässerte Felder. Im Sommer scheint es hier nicht viel zu regnen.&lt;br /&gt;Im Landeanflug erhasche ich einen Blick auf die weltberühmte „Wineglass Bay“, den hübsch geschwungenen Strand, mit kegelförmigen Bergen, die aussehen, als hätte jemand Sand von oben herabrieseln lassen.&lt;br /&gt;Bei einem Blick auf die Weltkarte, die sich in dem Magazin ein meiner Sitztasche befindet, stelle ich fest, dass ich noch nie so weit im Süden war. Von hier ab gibt es keine Landmasse mehr bis zur Antarktis. Hobart ist, so habe ich gelesen, der Ausgangspunkt für die meisten Antarktisexpeditionen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir das Flugzeug verlassen, ist es angenehm warm. Eine Stunde später, auf Erkundungstour durch die Stadt, wird es schon deutlich frischer und als die Sonne untergeht, brauche ich zum ersten Mal auf dieser Reise meinen Anorak. Die Temperaturen liegen tagsüber um die 23°C, können nachts aber auf einstellige Werte fallen.&lt;br /&gt;Trotzdem sehe ich in den Parks große Palmen. Frost scheint es hier selbst im Winter nicht zu geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/9892326"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/17/23/26/9892326.b9594bc0.240.jpg" width="180" height="240" alt="Hobart" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der Altstadt aus, am Battery Point, hat man einen schönen Blick auf die Bucht und die Stadt. Kleine Häuser ducken sich an die Hänge ringsherum. Fast jeder hat hier Meerblick.&lt;br /&gt;Ein kräftiger Wind bläst von der See her in die Bucht, die „roaring fourties“, die hier fast immer konstant blasen. Ich schließe meinen Anorak und genieße den Ausblick, bis die Sonne untergeht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2428427373420693971?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2428427373420693971/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2428427373420693971' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2428427373420693971'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2428427373420693971'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/weit-im-suden.html' title='Weit im Süden'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-8959375357398399296</id><published>2011-01-20T12:49:00.005+01:00</published><updated>2011-01-20T13:04:04.521+01:00</updated><title type='text'>Wilde Tiere</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5372617926/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5005/5372617926_48b61364c3.jpg" width="500" height="254" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ habe ich vor einigen Jahren einmal im British Museum in London gesehen. Es geht um wirklich spektakuläre Naturaufnahmen, die das Leben auf unserem Planeten dokumentieren.&lt;br /&gt;Es gibt verschiedene Kategorien und die jeweiligen Siegerfotos werden in einer Wanderausstellung dem Publikum präsentiert. Die Fotografen äußern sich außerdem bei jedem Foto über die Umstände der Entstehung.&lt;br /&gt;Ich habe Glück, dass die Ausstellung gerade in Sydney gastiert, denn dem Australian Museum wollte ich sowieso einen Besuch abstatten.&lt;br /&gt;Geradezu sprachlos bin ich über die Siegerfotos in der Kategorie der 10 - 12 jährigen. Hier sind keine Profis am Werk, die die besten Möglichkeiten haben um ein Siegerfoto zu schießen, sondern Kinder. Ihr Gefühl für Komposition, Bewegung, Perspektive und dem Objekt, also der Landschaft oder den Tieren, die fotografiert werden, sind wirklich grandios. Die meisten der Fotos sind in direkt vor ihrer Haustür aufgenommen worden, oft mit der Ausrüstung ihrer Eltern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Fotoausstellung widme ich mich ausgiebig der Ausstellung, die den Namen„Surviving Austalia“, also „Australien überleben“, trägt.&lt;br /&gt;Hier geht es um die Gefahren, die den Menschen auf diesem Kontinent, in Gestallt von Tieren auflauern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fangen wir mit dem giftigsten Lebewesen der Erde an. Es hat soviel Gift, dass es eine ganze Busladung ausgewachsener Männer auf qualvollste Weise den Garaus machen kann, aber den IQ einer Scheibe Toastbrot. Die Rede ist von der Würfelqualle, die die gesamte Nordküste in den Sommermonaten in großer Menge bevölkert.&lt;br /&gt;Ich habe bei der Vorbereitung meiner Reise folgende Geschichte gelesen: Ein Junge geht an einem gesperrten Strand ins Wasser, macht sich noch über seine ängstlichen Freunde, die an Land bleiben, lustig, als er von einer Würfelqualle berührt wird. Er schreit in Agonie und wird von heftigsten Krämpfen geplagt und selbst als die eilig herbeigerufenen Sanitäter ihn mit Betäubungsmittel sedieren, schreit der Junge in der Narkose weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An zweiter Stelle kommt ein Octopus, klein und unscheinbar, gerade einmal 6 bis 7 cm groß, der, wenn er sich bedroht fühlt, zubeißt. Sein Gift ist tödlich ein Gegengift ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den dritten Platz meiner persönlichen Bestenliste gefährlicher Tiere ist eine Molusk, eine Wasserschnecke, die Giftpfeile verschießen kann, wenn man ihr zu nahe kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An vierter Stelle der Tiere, denen ich nicht begegnen möchte stehen die Wasserschlangen. Sie sind allesamt giftig, aber im Gegensatz zu ihren an Land lebenden Artgenossen, nicht scheu, sondern äußerst neugierig. Sollte man einer über den Weg schwimmen, kann man sich darauf verlassen, dass sie sich einen kleinen Höflichkeitsbesuch nicht entgehen lassen wird. Es wird geraten keine hastigen Bewegungen zu machen, ihnen mit Respekt zu begegnen und ruhig zu bleiben. Wenn sie beißen, dann oft nur „trocken“, also ohne Gift, als Warnschuss sozusagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist nur ein kleiner Abriss der Tiere, die einem gefährlich werden können. Natürlich gibt es auch noch Haie, Krokodile, Spinnen, Skorpione und eine ganze Menge anderer Kreaturen, die einen ins Jenseits befördern können. Australien ist kein Land für Weicheier, aber das habe ich ja schon einmal erwähnt.&lt;br /&gt;Warum es gerade auf diesem Kontinent so viele derart giftige Tiere gibt, ist den Forschern bis heute ein Rätsel. Spinnen, zum Beispiel, fangen hier auch nur kleine Insekten, für die sie eine solche Menge Gift nicht bräuchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dieser Eindrücken kommen einem die Dinosaurier, die in der nächsten Halle auf die Besucher warten, gar nicht mehr so bedrohlich vor. Ich schaue mir noch ein paar gut gemachte, kurze Filme an und verlasse das Museum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Draußen ist ein warmer Sommertag. Ich hole mir einen Kaffee, setzte mich in den Hydepark, direkt vor dem Museum, in die Sonne und lese.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-8959375357398399296?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/8959375357398399296/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=8959375357398399296' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8959375357398399296'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8959375357398399296'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/wilde-tiere.html' title='Wilde Tiere'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5005/5372617926_48b61364c3_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-218789627169880082</id><published>2011-01-19T13:32:00.005+01:00</published><updated>2011-02-11T09:14:30.152+01:00</updated><title type='text'>Kirribilli</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5369963302/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5003/5369963302_5cdd36cd58_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woran liegt es eigentlich, dass man so gut wie nichts über den fünften Kontinent weiß?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer weiß, zum Beispiel, wie der derzeitige Premierminister heißt (Julia Gillard, eine Frau) oder wie viele Menschen diese Land bevölkern (21,8 Millionen, also weniger als in der Stadt Sao Paulo leben)? Wem ist denn bekannt, dass Australien immer noch einen britischen Generalgouverneur hat, der die Befugnis hat das Parlament aufzulösen, und dies auch schon einmal gegen den Willen des australischen Volkes gemacht hat? Wer hat denn schon mal davon gehört, dass die australische Bevölkerung darüber aufgerufen wurde zu entscheiden, ob ihr Land eine Republik werden soll und dies abgelehnt hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz und gut, Australien ist der unbekannt Kontinent. Man weiß zwar, dass er da ist, dass es dort viel Platz gibt und jede Menge exotischer Lebewesen, aber dann ist das Wissen über eines der größten Länder der Erde bereits erschöpft. Aber warum ist das so?&lt;br /&gt;Vielleicht liegt Australien einfach zu weit weg, vielleicht liegt es aber auch daran, dass es hier weder religiösen Fanatiker gibt, die den Rest der Welt mit ihrem Glauben erfreuen möchten, noch gibt es Regierungskrisen, es wird nicht versucht mit der künstlichen Verknappung von Rohstoffen Politik zu machen oder der Welt mit rabiaten Mittel ihren Lebensstil näher zu bringen.&lt;br /&gt;Mit anderen Worten, Australier sind ein friedliches Volk am Ende der Welt, die, so glaube ich, ganz zufrieden damit sind, um sich selbst kein großes Aufhebens auf unserem Planeten zu veranstalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Ausflug die Küste entlang ist vorbei. Ich wollte noch zwei Tage in der Stadt verbringen, die mich in ihren Bann gezogen hat, seit ich sie zum ersten Mal besucht habe, bevor ich dann zur letzten Etappe meiner Reise nach Tasmanien aufbreche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Stadtteil mit dem lustigen Namen Kirribilli ist das zu Hause der Vornehmen und Reichen der Stadt und soll auch für die nächsten zwei Nächte meine Basis sein. Das Glenferrie wurde gerade zu Australiens schönstem Budget Hotel (Zimmerpreise unter 100 Dollar) gewählt. Die Adresse ist geradezu nobel, der Generalgouverneur des Landes und auch der Premierminister sind in den nächsten Tagen meine direkten Nachbarn, und auch das Haus selber lässt derart günstige Preise nicht vermuten.&lt;br /&gt;Neben dem Gouverneurspalast stehen hier gepflegte Häuschen aus den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts in hübschen Gärten, und gepflegte Apartmentblocks. Die Straßen sind mit alten Bäumen gesäumt - hier lässt es sich leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von fast überall kann man die Brücke, das Opernhaus und die Skyline der Innenstadt, mit ihren Bürotürmen sehen, denn hier befindet man sich genau auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Abendessen nehme ich in einem winzigen italienischen Lokal direkt am Fuße der Harbourbrigde ein, alfresco, wie man hier sagt, also im Freien. Es herrscht eine herrlich entspannte Atmosphäre. Obwohl hier jedes der kleinen Häuschen Millionen wert ist, wird nicht mit Statussymbolen geprotzt. Die Autos, die vor den Villen parken, sind Klein- und Mittelklassewagen, vornehmlich aus japanischer Produktion, die Menschen sind legere gekleidet und versuchen nicht zu beeindrucken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg ist es bereits dunkel und ich sehe den Lichterglanz der Stadt zum ersten Mal von dieser Seite des Hafens. Der Anblick ist so überwältigend schön, dass man sich kaum losreißen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-218789627169880082?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/218789627169880082/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=218789627169880082' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/218789627169880082'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/218789627169880082'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/kirribilli.html' title='Kirribilli'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5003/5369963302_5cdd36cd58_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-389407316845173496</id><published>2011-01-17T09:59:00.001+01:00</published><updated>2011-01-22T13:38:51.660+01:00</updated><title type='text'>Life is a beach</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5362731613/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5243/5362731613_fca569e8d7_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sog des Rücklaufs der Wellen ist so stark, dass man sich kaum auf den Beinen halten kann. Trotzdem sind Kinder neben mir im Wasser, die mir gerade mal bis zur Hüfte reichen. Sie quietschen vor Vergnügen, wenn sich das ablaufende Wasser und die hereinkommenden Wellen zu einem Berg auftürmen und sie anheben. Die Eltern und Lifeguards haben ein sorgsames Auge auf sie.&lt;br /&gt;Die Sonne brennt unbarmherzig vom Himmel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Life is a beach.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-389407316845173496?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/389407316845173496/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=389407316845173496' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/389407316845173496'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/389407316845173496'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/life-is-beach.html' title='Life is a beach'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5243/5362731613_fca569e8d7_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7618817366970943941</id><published>2011-01-16T10:22:00.002+01:00</published><updated>2011-01-22T13:44:02.058+01:00</updated><title type='text'>Kein Land für Weicheier</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5359134231/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5042/5359134231_48f6330dca_m.jpg" width="240" height="166" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst denke ich, ich sehe eine Fatamorgana, aber auch beim zweiten Hinschauen ist sie noch da. In einiger Entfernung sehe ich eine Kamelkarawane durch den Sand ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kamele wurde von einem Forschungsreisenden nach Australien eingeführt, aber selbst die hartgesottenen Wüstenschiffe mussten sich den klimatischen Bedingungen der australischen Wüste geschlagen geben. Sobald sie sich Verletzungen zuzogen legten Fliegen ihre Eier in den Wunden ab, in denen sich alsbald Larven tummelten. Die Wunden infizierten sich und die Kamele verendeten qualvoll. Der Rest der Tiere wurde einfach freigelassen und besiedelt noch heute einen etwas lebensfreundlicheren Teil der Wüste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der Wüste bin ich heute jedoch weit entfernt. Vielmehr habe ich heute das „Woromi Conservation Land“ besucht. Ein Landstrich, der den Aborigines, die hier seit mindestens 4000 Jahren leben, erst 2001 zurückgegeben wurde. Hier befinden sich die größten Wanderdünen der südlichen Hemisphäre. Sie erstrecken sich 35 Kilometer an der Küste entlang, bis Nelson Bay. Für die Aborigines heiliges Land, für die Touristen ein großer Spielplatz, mit allerlei Vergnügungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Kamelreiten, Quadfahren oder Sandboarding.&lt;br /&gt;Man kann aber auch in den Dünen umherwandern und sie so auf sich wirken lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5359135481/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5129/5359135481_deb2c72ff2_m.jpg" width="180" height="240" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist mühsam in dem weichen Sand zu laufen. Nach einiger Zeit finde ich heraus, dass es am besten geht, wenn man die Fußsohlen immer plan aufsetzt. Außerdem kann man leicht die Orientierung verlieren, wenn man in einem Dünental ist und den Ozean nicht mehr sieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Sydney habe ich mir einen Boomerang gekauft. Keinen dieser bemalten Touristenandenken, sondern einen Jagdtboomerang, der, wenn man ihn richtig wirft, tatsächlich auch zum Werfer zurückkommt. Dazu braucht man allerdings viel Platz um sich  herum, hier ist also das ideale Revier um meine ersten Würfe auszuprobieren. Er fliegt weit und manchmal beschreibt er auch eine Kurve, aber bis er zu mir zurückkehrt, muss ich wohl noch ein wenig üben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einigen schweißtreibenden Versuchen setzte ich meine Wanderung fort. Ich möchte auf den höchsten Punkt der Düne, um mir einen Überblick über die Landschaft und ihre Größe zu verschaffen. Von Weitem sehe ich, dass der Gipfel schon von einer kleinen Gruppe anderer besetzt ist. Als ich ankomme werde ich herzlich begrüßt, mir werden kalte Getränke und Früchte angeboten und ich werde gefragt, ob ich das Sandboarden mal ausprobieren möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5359753008/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5249/5359753008_dda69fc139_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich komme mit den jungen Frauen ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass sie Profifussballerinnen sind, die in der amerikanischen Profiliga spielen und hier ihre Winterpause verbringen. Eine erzählt mir, dass sie im Sommer nach Deutschland kommen möchten um sich ein paar Spiele der Fußballweltmeisterschaft der Frauen anzuschauen, die bei uns stattfindet. Ich gebe ihnen meine Adresse, für den Fall, dass sie nach München kommen und verabschiede mich. Ich möchte mich noch im Meer abkühlen, bevor ich wieder zurückfahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was für eine Abkühlung das ist. Das Meer hat nur 16°C, aber der einzige den das zu stören scheint‚ bin ich. Kinder und Erwachsene rennen gleichermaßen in die Wellen, ohne sich auch nur kurz an das kalte Wasser zu gewöhnen.&lt;br /&gt;Australien ist halt kein Land für Weicheier.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7618817366970943941?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7618817366970943941/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7618817366970943941' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7618817366970943941'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7618817366970943941'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/kein-land-fur-weicheier.html' title='Kein Land für Weicheier'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5042/5359134231_48f6330dca_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-8096068244239368070</id><published>2011-01-15T11:01:00.001+01:00</published><updated>2011-01-18T09:33:54.603+01:00</updated><title type='text'>Between the Flags</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5356829442/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5007/5356829442_5884a45296_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Newcastle wurde von Lonely Planet, bei der jährlichen Wahl der interessantesten Reiseziele auf Platz 8 gewählt (auf dem ersten Platz liegt New York).&lt;br /&gt;Grund genug für mich mir die Stadt anzusehen.&lt;br /&gt;Nur etwas mehr als 250 Kilometer von meinem letzten Aufenthaltsort Katoomba enfernt, in gut 3 1/2 Stunden zu erreichen.&lt;br /&gt;Was sich mir auf den ersten Eindruck präsentiert ist enttäuschend. Hübsche Wohnviertel und hässliche Einkaufszentren, mit den üblichen Mc Donalds-, Pizza Hut-, Kentucky Fried Chicken-Fillialen, wechseln sich ab.&lt;br /&gt;Die Stadt selber hat zwei Strände, der eine unmittelbar an die Einkaufsstraße angrenzend, der andere nur mit dem Auto, dem Bus oder durch einen längeren Fußmarsch zu erreichen.&lt;br /&gt;Zugegeben, der Himmel ist bewölkt und es ist Samstag Nachmittag, zwei Gegbenheiten, die jede Stadt in einem ungünstigen Licht erscheinen lassen. Trotzdem vermute ich, dass ein verantwortlicher Redakteur seinem Heimatort einen Gefallen tun und ahnungslose Touristen in die Stadt locken wollte. Bei seinem Heimatmarkt ist Lonely Planet eindeutig befangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fahre raus zum Strand um die Badenden und Surfer zu beobachten. Um selbst noch ins Wasser zu springen ist es bereits zu spät und das hat folgenden Grund:&lt;br /&gt;An den meisten Stränden, zumindest den bekannteren und frequentierten, gibt es Lifeguards. Sie tragen gelbe Jacken, rote Shorts und eine ziemlich alberne, rot gelb gestreifte Bademütze, die mit unter dem Kinn zusammengebundenen Bändern, auf dem Kopf gehalten wird. Solche Bademützen hatten wir auch bei der Bundeswehr, aber das ist ein Vierteljahrhundert her und selbst damals waren sie schon albern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Lifeguards sind die uneingeschränkten Herrscher über den Strand. Dieser mag noch so groß sein, gebadet werden darf nur zwischen zwei rot-gelben Flaggen, die in den Sand gerammt wurden, „between the flags“, wie es hier heißt. Ihr Abstand beträgt vielleicht 50 Meter und, wie gesagt, nur in diesen 50 Metern ist das zu Wassergehen gestattet. Sollte man beim Tollen in den Wellen diese relativ kleine Zone unabsichtlich verlassen, gibt‘s sofort einen Anschiss über die strandeigene Lautsprecheranlage, der sich gewaschen hat.&lt;br /&gt;Vor ein paar Tagen erst, regte sich die Nation über einen führenden Politiker auf, der außerhalb der Flaggen geschwommen war und dabei fotografiert wurde. Das war der Aufmacher auf den Titelseiten der Zeitungen!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 17:30 Uhr ist dann Schluß mit dem Vergnügen. 10 Minuten vorher wird, ebenfalls über Lautsprecher angekündigt, dass die Badezeit zu Ende ist und wer dann nicht pünktlich um 17:30 Uhr das Wasser verlassen hat, wird erst per Trillerpfeife aus dem Wasser komplimentiert und kann sich dann auf eine Standpauke vom Feinsten gefasst machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegebenermaßen machen die Lifeguards eine gute Arbeit. Natürlich sind sie, der Meinung aller Australier nach, die Besten ihres Faches weltweit.&lt;br /&gt;Erst unlängst habe ich ein Interview mit einem Rettungsschimmer gelesen, der in einer Woche 100 Menschen gerettet hat, einen davon, einen Touristen gleich zwei Mal. Nur drei sind im gleichen Zeitraum ertrunken - kein schlechter Schnitt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-8096068244239368070?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/8096068244239368070/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=8096068244239368070' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8096068244239368070'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8096068244239368070'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/between-flags.html' title='Between the Flags'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5007/5356829442_5884a45296_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6545885164284322117</id><published>2011-01-14T09:22:00.002+01:00</published><updated>2011-01-14T11:34:33.920+01:00</updated><title type='text'>Ein lebendes Fossil</title><content type='html'>Als ich um die Biegung laufe, steht plötzlich ein Tier vor mir, dass ich noch nie vorher gesehen habe. Es wirkt irgendwie vertraut und doch ganz fremd.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich unserem Igel ist es stachelbewährt, aber viel größer, vielleicht 40 cm lang, mit mächtigeren Stacheln, und hat einen ebenso stachligen Schwanz. Sein Gesicht ist spitz und mit seien stämmigen Beinen bewegt er sich erstaunlich zügig voran.&lt;br /&gt;Kurz verharrt er und stellt sich tot als er mich sieht, wobei er sich mit seinen Beinen im Erdreich verkeilt, als er aber merkt dass keine Gefahr droht, geht er seinem Werk, der Suche nach Nahrung, weiter nach, bohrt seine spitze Schnauze in morsches Holz, wühlt darin herum, und verschwindet dann im Unterholz.&lt;br /&gt;In seinen Bewegungen erinnert er mich an ein Tier aus längst vergangenen Zeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ameisenigel, so erfahre ich später bei meiner Recherche im Internet, ist tatsächlich ein Relikt aus der Vorzeit, aus der sogenannten Klasse der Ursäuger (Ordnung der Kloakentiere, sei der Vollständigkeit halber auch noch erwähnt).&lt;br /&gt;Zusammen mit dem ebenfalls nur in Australien beheimateten Schnabeltier, bilden die Ameisenigel die einzig verbliebene Familie der eierlegenden Säugetiere. Lange wusste die Wissenschaft nicht, ob man es mit Reptilien oder Säugetieren zu tun hat. Man entschied sich für die Säuger, aber nur weil man sich für eines von beiden entscheiden musste.&lt;br /&gt;Was sich also hier vor mir über den Waldboden bewegt ist nichts weniger als ein lebendes Fossil. Wäre Australien nicht so viele millionen Jahre isoliert gewesen, wären diese Arten längst verschwunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich versuche ein paar gute Fotos zu schießen, aber er bewegt sich zu schnell, also schalte ich meine Kamera auf Video um und mache ein kurzes Filmchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="640" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0b6-XVuO9II?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/0b6-XVuO9II?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss auf seinen Wanderungen nur kurz anhalten und lauschen und schon entdeckt man Interessantes. &lt;br /&gt;Zuerst höre ich nur ein heiseres Lachen, also bleibe ich stehen und suche die Bäume ab. Ich muss nicht lange suchen um den Kookaburra zu sehen der direkt über mir in einem toten Baum sitzt. Ich denke an das alte Kinderlied, über den Kookaburra, der auf einem alten Gummibaum sitzt und vor sich hin lacht, das ich im Englischunterricht gelernt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kaum 5 Minuten später sitzen 3 große rote Papageien direkt am Weg auf einem Ast. Ein amerikanische Paar fotografiert sie gerade. Ich muss erst umständlich meine Kamera aus dem Rucksack holen und als ich endlich bereit bin, fliegen sie weg.&lt;br /&gt;Zwei deutsche Touristinnen, die ebenfalls auf dem Prince Henry Trail unterwegs sind, und ebenfalls ein Foto machen wollten, beschweren sich nun lautstark auf deutsch, dass die beiden zuvor für ihr Bild viel zu lange gebraucht hätten. Ich kann sie noch lange schimpfen hören.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6545885164284322117?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6545885164284322117/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6545885164284322117' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6545885164284322117'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6545885164284322117'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/ein-lebendes-fossil.html' title='Ein lebendes Fossil'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-8426704878979993814</id><published>2011-01-13T09:01:00.001+01:00</published><updated>2011-01-13T09:05:18.120+01:00</updated><title type='text'>Der Zauberwald</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5350959071/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5126/5350959071_b5bd81635b_m.jpg" width="180" height="240" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Steg auf dem ich mich befinde ist so schmal, dass zwei Personen nur mühsam aneinander vorbeikommen. Außerdem ist er steil, sehr steil sogar, und nichts für Menschen mit Höhenangst.&lt;br /&gt;Immer wieder verlässt man  festen Boden und läuft auf Metallgittern, oder -stufen, die direkt im Fels verankert sind.&lt;br /&gt;So geht es Meter um Meter nach unten, immer an senkrechten Abhängen entlang und immer näher dem grünen Teppich entgegen, der sich vor einem ausbreitet.&lt;br /&gt;Jetzt bin ich auf der Höhe der Baumwipfel angelangt, noch wenige Meter nach unten in ich bin mitten im Regenwald.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Abend regnete es heftig und als der Regen vorüber war, wurde er durch einen undurchdringlichen Nebel ersetzt, der auch heute Morgen noch die Landschaft bestimmte. Ich dachte erst ich müsste von meinem Plan auf eine Urwaldwanderung zu gehen, absehen, doch, nach dem Frühstück, verabschiedete sich der Nebel ebenso schnell, wie er gestern gekommen war.&lt;br /&gt;Ich zog also meine Wanderstiefel an, die ich extra für diesen Teil der Reise und für Tasmanien mitgenommen hatte, und Minuten später stand ich im Besucherzentrum des Nationalparks um mich über geeignete Touren zu informieren.&lt;br /&gt;Man empfahl mir die „giant stairways“ an den Abhängen entlang nach unten, ein etwa 1 1/2 stündiges Stück an den Hängen entlang und dann, an einem Wasserfall wieder nach oben und auf dem „Prince Henry Weg“, diesmal am oberen Teil der Abhänge, wieder zurück nach Katoomba, insgesamt etwa 3 1/2 Stunden Wanderung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich begegne nur wenigen Wanderern hier unten und die Stimmung ist märchenhaft. Riesenhafte Farne bilden einen Schirm, der kaum Tageslicht auf den Boden lässt. Der Geruch nach Eukalyptus ist allgegenwärtig und mischt sich mit dem feuchten, warmen Geruch der Erde. Ständig hört man den Ruf von Vögeln, die man nicht kennt. Wenn man stehen bleibt, sieht man ab und zu bunte Papageien über einem fliegen oder auf Bäumen sitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5350959659/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5163/5350959659_247e83345f_m.jpg" width="180" height="240" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allmählich kommt der Nebel zurück und es beginnt zu nieseln, was die Stimmung im Wald noch unwirklicher macht. Ich mache mir Gedanken, denn der gestrige Nebel kam so plötzlich und war so stark, dass man kaum noch den Boden unter sich sehen konnte. Zwar gehe ich auf gut ausgeschilderten Wegen und bin auch nicht weit von der Zivilisation entfernt, aber gestern hätte man Wegweiser nicht mehr sehen können.&lt;br /&gt;Jetzt weiß ich, warum man sich am Eingang kostenlose Ortungsgeräte ausleihen kann.&lt;br /&gt;Ich hole mein iPhone aus der Tasche und prüfe ob ich Empfang habe. Ich habe ein, wenn auch schwaches, Signal, gut genug um mich mittels GPS zu orientieren.&lt;br /&gt;So habe ich auch schon einmal im Auto meinen Weg durch absolut undurchsichtigen Nebel gefunden. Ich bin beruhigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5351571862/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5283/5351571862_d5b5163c39_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Wasserfall kann man schon von weitem hören und trotzdem ist man erstaunt, wenn man ihn vor sich hat. Aus sicherlich 150 Metern Höhe ergießt er sich in Kaskaden in den Urwald. Noch ist die Sicht gut genug um stehenzubleiben und ihn zu bewundern.&lt;br /&gt;Unmittelbar danach beginnt der Aufstieg. An dieser Stelle fährt auch eine Seilbahn mit Glasboden nach unten. Man muss den Touristen schließlich was bieten.&lt;br /&gt;Oben angekommen ist der Nebel so dich, dass man auf den Aussichtspunkten nur noch in eine weiße Wand schaut. Auf einem Ast neben mir sitzt ein rabenschwarzer Papagei, und nörgelt. Ich spreche ihn an und er macht die für Papageien typischen, nach oben und unten wippenden Bewegungen. Wenig später sehe ich das Besucherzentrum in der Ferne. Die Zivilisation hat mich wieder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-8426704878979993814?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/8426704878979993814/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=8426704878979993814' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8426704878979993814'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8426704878979993814'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/der-zauberwald.html' title='Der Zauberwald'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5126/5350959071_b5bd81635b_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7277748480392629785</id><published>2011-01-13T03:01:00.002+01:00</published><updated>2011-01-13T03:13:55.015+01:00</updated><title type='text'>Japaner im Urwald</title><content type='html'>Der Blick der sich vom „Echo Point“ in das weite Tal erstreckt ist unglaublich schön. Mann sieht tatsächlich nichts außer Felsen und Urwald. Keine Lichtung, kein Weg und schon gar keine Straße, nur grüner, undurchdringlicher Urwald.&lt;br /&gt;Zur Linken des Aussichtspunktes stehen drei einzeln stehende Felsnadeln, die drei Schwestern. Sie sind das Wahrzeichen des Nationalparks Blue Mountains.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5350916550/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5086/5350916550_596aeff712_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die bläuliche Färbung der Luft, die dem Gebirge seinen Namen gab, stammt übrigens von den Ausdunstungen der Eukalyptusbäume, die etwa 95 Prozent des Urwaldes ausmachen. Man kann es sehen, aber auch riechen.&lt;br /&gt;Die Bäume sind voll mit Öl und geben daher einen hervorragenden Brandbeschleuniger für Buschfeuer ab. Überall wird vor dieser Gefahr gewarnt.&lt;br /&gt;Die „Blue Mountains“ sind ein Paradies für Wanderer und Vogelkundler, denn die Wälder sind voll von exotischen Vögeln, die man schon hier oben, vom Echo Point, hören kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist es hier, wie an allen Punkten von touristischem Interesse: außer mir sind heute noch andere Menschen auf die Idee gekommen, diese grandiose Aussicht zu genießen. Ziemlich viele sogar.&lt;br /&gt;Vor mir ist gerade eine Gruppe japanischer Touristen angekommen und alle müssen jetzt ein Foto von sich mit der Felsgruppe der drei Schwestern machen. Erst einzeln, dann in kleinen Gruppen, dann wieder in Gruppen mit anderer Besetzung.&lt;br /&gt;Die Mädchen halten dabei stets Mittel- und Zeigefinger zum V gespreizt in die Kamera, ihrer Meinung nach das internationale Zeichen für „süß“, das ist ein Reflex bei Asiatinnen.&lt;br /&gt;Die Herren dagegen sind gekleidet, als ob sie sich gleich von der Gruppe verabschieden und für mindestens 4 Wochen in den Dschungel, der sich unter ihnen ausbreitet, verschwinden wollen. Sie tragen große Outbackhüte und scheußliche, ärmellose  Survivalwesten mit tausenden kleinen Taschen daran. Trotzdem steigen sie mit allen anderen nach wenigen Minuten wieder in den Bus. Japaner sind schon lustige Zeitgenossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den ersten 25 Jahren der europäischen Besiedlung galten die Blue Mountains als unüberwindbar. Mehrmals zogen Expeditionen los und suchten nach einer Passage, jedoch scheiterten sie alle an dem undurchdringlichen Urwald und an den vielen Schluchten, die dann plötzlich in senkrecht aufragenden Felswänden enden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5350306999/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5210/5350306999_b062e6b1df_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich, nach 25 Jahren, gelang es drei hartgesottenen Männern endlich das, als unpassierbar geltende, Gebirge zu bezwingen. Der Ausblick der sich den entkräfteten Expeditionsteilnehmern bot, war vielversprechend und hatte eine saftige Überraschung für sie bereit.&lt;br /&gt;So weit das Auge reichte, erblickten sie üppig grünes Weideland und, mittendrin, zufrieden grasende Kühe. Es waren die Nachkommen der Rinder, die der ersten Expedition um Gouverneur Phillip gleich nach ihrer Landung im heutigen Sydney entlaufen waren.&lt;br /&gt;Sie hatten die Blue Mountains auf ihrer Suche nach Nahrung einfach umlaufen. Warum die diversen Expeditionen nicht auf die selbe Idee gekommen sind, wie ebendiese Horde Rinder, wird für immer ihr Geheimnis bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Weideland war natürlich nicht so groß, wie die Männer beim ersten Anblick dachten. Nur wenige Meilen später machte es der Wüste platz, die den größten Teil des Kontinents ausmacht.&lt;br /&gt;Auch diese kleine Stück fruchtbare Land ist heute nicht mehr da und das ist dem Großgrundbesitzer Thomas Austin zu verdanken. Er setzte im Jahr 1839 vierundzwanzig, aus dem Königreich importierte Kaninchen aus, um sie später zu jagen. Ein verhängnisvoller Fehler, den der Fortpflanzungstrieb und Appetit dieser Tiere sind gleichermaßen sprichwörtlich.&lt;br /&gt;Heute schätzt man die Population auf 100 Millionen Tiere, bei ca. 19 Millionen Einwohnern. Das ist aber eine andere Geschichte und wird sicherlich später nochmal von mir aufgegriffen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7277748480392629785?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7277748480392629785/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7277748480392629785' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7277748480392629785'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7277748480392629785'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/japaner-im-urwald_13.html' title='Japaner im Urwald'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5086/5350916550_596aeff712_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7254920066172988464</id><published>2011-01-11T09:57:00.006+01:00</published><updated>2011-01-11T22:42:14.643+01:00</updated><title type='text'>Wer hat Euch das denn beigebracht?</title><content type='html'>Immer wenn ich das Meer rieche bekomme ich Hunger, habe ich das schon Mal erzählt? Es ist wie ein Reflex. Sobald mir der Geruch von Algen und Salz in die Nase steigt denke ich mir: jetzt wäre ‘was zu essen recht.&lt;br /&gt;Das führt dazu, dass ich hier permanent denke, ich könnte einen kleinen Snack vertragen. Gelegenheit gibt‘s dazu ja wahrlich genug. Es wimmelt nur so von kleinen Cafés, Restaurants, mit Spezialitäten aus aller Herren Länder, und Bäckereien.&lt;br /&gt;Ich habe, seit ich in Australien angekommen bin, noch nicht einmal schlecht gegessen. Egal wo ich war und was ich bestellt habe, alles war hervorragend.&lt;br /&gt;Liebe Australier, wer hat Euch das denn beigebracht? Bei allem Respekt, schließlich habt Ihr doch mal als Engländer angefangen, und dort betrachtet man „fish and chips“, also Backfisch mit Pommes, die in einer alten Zeitung serviert werden, als Höhepunkt kulinarischer Genüsse.&lt;br /&gt;Und dann Euer Kaffee! Hier gibt es nirgendwo diese furchtbaren Kaffeevollautomaten, wie man sie aus der deutschen Gastronomie kennt, bei denen Milch und ein kaffeeartiges Getränk aus ein und der selben Düse sprotzt.&lt;br /&gt;Hier wird jede Tasse mit Liebe zubereitet und beim Eingießen der Milch noch kleine Muster, wie Blätter oder Herzen, in die Crema gemalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern habe ich den Nachmittag in Manly Beach verbracht. Eine wunderbare Fahrt mit der Fähre durch den Hafen, entlang der Stelle, wo er in den offenen Pazifik mündet und die Wellen schon ordentliche Höhen erreichen. Kurz vor der offenen See biegt das Schiff nochmal ab und hält in einer kleinen Bucht. Man ist in Manly.&lt;br /&gt;Der Strand ist unter Surfern bekannt. Ich bin hergekommen um ihnen zuzuschauen. Wahre Meister ihres Sportes sind im Wasser und vollführen schier unglaubliche Manöver, die nicht selten in spektakulär aussehenden, unfreiwilligen Sprüngen von ihren Brettern enden.&lt;br /&gt;Ich liebe es Ihnen dabei zuzusehen. Schon immer wollte ich das können, die Wellen bezwingen, in affenartiger Geschwindigkeit an ihnen herunterfahren und dabei Haken schlagen, wie Hasen auf der Flucht.&lt;br /&gt;Hier gibt es sogar eine Surfschule. Auch die Novizen dieses Sports beobachte ich eine Weile. Würde ich näher am Meer leben, hätte ich mich sofort zu einem Kurs angemeldet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als es Abend wird suche ich nach einem Lokal zum Abendessen. Wie gesagt, Meergeruch mach mich hungrig, dagegen bin ich machtlos. Ich finde ein italienisches Restaurant direkt am Strand, das Blue Water Café. Eine kleine aber sehr exklusive Speisekarte, sehr casual, mit Bedienungen, die so aussehen, als ob sie selber den ganzen Tag auf einem Surfbrett verbracht haben und wahrscheinlich ist das auch so.&lt;br /&gt;Ich speise einmal mehr vorzüglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5341972037/" title="Sydney Harbour von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5206/5341972037_236e5c501d.jpg" width="500" height="130" alt="Sydney Harbour" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Heimweg ist, als die Skyline von Syndey vor mir auftaucht, gerade die „blaue Stunde“, der Moment am Tag, an dem die untergehende Sonne alles in ein surreal blaues Licht taucht.&lt;br /&gt;„Gück muss man haben“, denke ich bei mir als ich ein Foto mache und „jetzt wäre ‘was zu Essen recht“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7254920066172988464?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7254920066172988464/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7254920066172988464' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7254920066172988464'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7254920066172988464'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/hunger.html' title='Wer hat Euch das denn beigebracht?'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5206/5341972037_236e5c501d_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-739614955433021055</id><published>2011-01-10T11:48:00.003+01:00</published><updated>2011-01-11T10:09:29.002+01:00</updated><title type='text'>Blood, Sweat and Fears</title><content type='html'>Es gibt eigentlich nur noch eine Stadt auf der Welt, die Sydney das Wasser reichen kann: Rio de Janeiro. Auf eine Art sind sich beide ziemlich gleich und auf eine andere doch wieder ganz unterschiedlich.&lt;br /&gt;Beide liegen an einem natürlichen Hafen in atemberaubender Landschaft, werden vom Meer bestimmt, haben eine Surferkultur und beide sind in sich selbst verliebt.&lt;br /&gt;Rio ist noch lebenshungriger, noch knalliger, noch hedonistischer als seine australische Konkurrentin. In Rio lebt man das Leben als ob es im nächsten Moment vorbei sein kann. Rio ist Samba, laut, heiß und ein bisschen vulgär. Rio ist wie Sex, 24 Stunden am Tag, jeden Tag.&lt;br /&gt;Sydney ist britisch zurückhaltend, ein wenig schüchtern und wie die Phase der ersten Verliebtheit.&lt;br /&gt;Rio wird vom Zuckerhut und von der Christusstatue auf dem Corcovado dominiert und Sydney vom Opernhaus und seiner Harbour Bridge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5342650026/" title="Harbour Bridge von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5250/5342650026_ecb4c6290a_m.jpg" width="240" height="180" alt="Harbour Bridge" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hat lange gedauert, bis sich die Stadtväter endlich zum Bau einer Brücke durchringen konnten. Lange hieß es, man bräuchte sie nicht und sie wäre zu teuer. Eine Zeit lang überlegte man auch, ob ein Tunnel unter dem Hafen die bessere Alternative wäre (den gibt es mittlerweile zusätzlich). Es vergingen Jahrzehnte mit der Planung, bis man Ende der 20er Jahre des letzen Jahrhunderts endlich damit begann. Hätte man noch wenige Jahre länger gewartet, wäre sie wahrscheinlich nie entstanden, denn die Bauphase fiel genau in die Zeit der großen Depression.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schon ein beeindruckender Anblick, wenn man an der Bahnstation Circular Quay aussteigt und sich dieses Monstrum aus Stahl und Beton direkt vor einem erhebt.&lt;br /&gt;Man kann sie nicht nur mit dem Auto, der Bahn oder zu Fuß überqueren, man kann auch ihre stählernen Bögen erklimmen und die einmalige Aussicht auf den ganzen Hafen von dort oben aus genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5341971387/" title="Bridge Climber von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5002/5341971387_a4880c3300_m.jpg" width="180" height="240" alt="Bridge Climber" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Brückenkletterer bekommen einen Overall, Helme und werden mit Bergsteigergeschirr gesichert. Der Ausflug dauert 2 Stunden und kostet 120 Euro.&lt;br /&gt;Auch die Brückenpfeiler kann man besteigen und das ist mit 7 Euro geradezu ein Schnäppchen und außerdem auch noch weniger anstrengend. Ich entscheide mich für die zweite Variante und beschließe das gesparte Geld in ein ordentliches Abendessen zu investieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5342580008/" title="Enjoying the view von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5164/5342580008_efc72cb99e_m.jpg" width="180" height="240" alt="Enjoying the view" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg in die Höhe passiert man auf halber Strecke ein Besucherzentrum in dem über die Geschichte und den Bau der Brücke informiert wird. Alles wird mit Modellen und zeitgenössischen Fotos dokumentiert.&lt;br /&gt;Die Arbeitsbedingungen waren mehr als hart. Die Arbeiter hatten weder Helme, noch Sicherheitsschuhe und auch sonst keine Schutzkleidung. Von Sicherungsmassnahmen wie Netzen oder Seilen ganz zu schweigen.&lt;br /&gt;Die Metallnieten, die die großen Stahlträger zusammenhalten, mussten an Ort und Stelle weißglühend verarbeitet werden, daher gab es kleine transportable Öfen. Hatten sie die gewünschte Temperatur erreicht, wurden die Nieten in ein vorgefertigtes Loch in dem Träger gesteckt, ein Arbeiter musste die Niete sichern und der andere mit einem Presslufthammer dagegenschlagen. All das ohne Gehörschutz.&lt;br /&gt;Viele der Männer hatten Brandwunden von den heißen Nieten, Schnittwunden von scharfen Metallteilen und so gut wie alle waren von dem Lärm auf der Baustelle nach Fertigstellung der Brücke schwerhörig.&lt;br /&gt;Wie viele der Arbeiter beim Bau der Brücke ums Leben kamen weiß ich nicht, aber es dürften einige gewesen sein. &lt;br /&gt;Ein Denkmal für sie gibt es nicht, aber das haben sie sich selbst gesetzt. Sie haben eine australische Ikone geschaffen, bezahlt haben sie sie mit „blood, sweat and fears“ - Blut, Schweiß und Angst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-739614955433021055?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/739614955433021055/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=739614955433021055' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/739614955433021055'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/739614955433021055'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/blood-sweat-and-fears.html' title='Blood, Sweat and Fears'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5250/5342650026_ecb4c6290a_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2744711831747491570</id><published>2011-01-09T12:19:00.003+01:00</published><updated>2011-01-11T10:10:18.036+01:00</updated><title type='text'>Ein Tag am Meer</title><content type='html'>Eigentlich brauche ich nicht viel, um glücklich zu sein. Ein paar nette Menschen um mich, ein einfaches Essen aus frischen Zutaten dazu ein guter Kaffee, ein paar Euro in der Tasche und dann und wann ein bisschen Sonne. Wenn man sich dazu noch einen der bekanntesten Strände der Erde vorstellt hat man eine ziemlich gute Beschreibung meines heutigen Tages.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5338204751/" title="Bondi Beach von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5282/5338204751_a18a7e979d_m.jpg" width="240" height="180" alt="Bondi Beach" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bondi Beach wurde von „Lonely Planet“, dem Weltmarktführer in Sachen Individualreisen, an die erste Stelle der australischen Sehenswürdigkeiten gewählt. Aber was macht ihn so besonders?&lt;br /&gt;Zunächst einmal gibt es nicht viele Großstädte, die direkt vor der Tür solch herrliche Strände haben. Rio de Janeiro, mit den Stränden von Copacabana und Ipanema, Honolulu, Miami, viel mehr fallen mir nicht ein.&lt;br /&gt;Bondi, ein Stadtteil Sydneys, kann man sich vorstellen wie eine gut eingetragene Jeans oder sein Lieblingssweatshirt. Nicht besonders schick aber stylisch, vielleicht nicht mehr im besten Zustand, aber gerade deswegen so beliebt, nicht billig, macht aber trotzdem unheimlich Spaß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich vor etwa siebzehn Jahren zum letzten Mal dienstlich in Australien war, wurde ich und eine Kollegin hier in Sydney krank. Hals- und Gliederschmerzen, leicht erhöhte Temperatur - ein grippaler Infekt. Da der Rückflug nicht mehr weit war, beschlossen wir unseren Lufthansa Vertragsarzt aufzusuchen, um uns für den nahenden Heimflug fit machen zu lassen. Wir riefen in seiner Praxis an und erfuhren dass der Arzt ebenfalls erkrankt zu Hause  geblieben war und das Bett hütete, er aber bei uns eine Ausnahme machen, und uns in seinem Haus für eine kurze Konsultation empfangen würde. Der Arzt wohnte in Bondi und so kam ich zum ersten Mal in das Viertel, das ich heute wiedersehen würde. Der Mann wohnte übrigen so spektakulär, wie man es sich nur vorstellen kann. Sein Haus lag in Nordbondi ganz oben auf einer Klippe, so nah an den Abgrund gebaut, dass man von seinem Wohnzimmer, in dem er uns empfing, nur das Meer sah, als ob man darüber schweben würde. Einen sensationelleren Ausblick aus einem Wohnhaus habe ich nie mehr gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5338813368/" title="Bondi Surfer von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5042/5338813368_37a0086bde_m.jpg" width="240" height="180" alt="Bondi Surfer" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich den Stand sehe fällt mir zunächst auf, dass er ziemlich leer ist, obwohl heute Sonntag ist. An jedem sonnigen Sommersonntag  sind am Echinger See mehr Menschen als hier an diesem zwei Kilometer langen Traumstrand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Südseite liegt das Klubhaus der Bondi Icebergs, ein Schwimmclub, der ein spektakuläres Meerwasserbecken betreibt, das auch für Besucher geöffnet ist. Der Pool ist in die Klippen hineingebaut und dann und wann schwappen größere Wellen in das Becken und sorgen so für Wasseraustausch. Den Namen habe sie sich übrigens gegeben, weil sie zu jeder Jahreszeit schwimmen und der Pool natürlich nicht beheizbar ist.&lt;br /&gt;Würde ich hier wohnen, wäre ich sicherlich Mitglied in diesem Klub.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5338204403/" title="Iceberg Club von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5006/5338204403_6e473433ef_m.jpg" width="240" height="180" alt="Iceberg Club" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Februar des Jahres 1938 ereignete sich an diesem Strand folgende Szene, die in die Geschichte als „schwarzer Sonntag“ eingehen sollte: Drei große Wellen kamen kurz hintereinander an den Strand und verursachten einen Rücksog mit solcher Kraft, das über 300 Schwimmer, in das offene Meer hinausgezogen wurden. Auf Grund einer glücklichen Fügung, befanden sich genau zu der Zeit etwa 80 Rettungsschwimmer am Strand, die zu einem Wettkampf angetreten waren. Aus Spaß wurde für sie ernst und alle 80 stürzten sich wieder und wieder ins Meer um Schwimmer um Schwimmer zu bergen. Am Ende waren lediglich 3 Tote zu beklagen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2744711831747491570?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2744711831747491570/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2744711831747491570' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2744711831747491570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2744711831747491570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/ein-tag-am-meer.html' title='Ein Tag am Meer'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5282/5338204751_a18a7e979d_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-8366383560779893505</id><published>2011-01-08T22:50:00.001+01:00</published><updated>2011-01-08T22:50:51.306+01:00</updated><title type='text'>Fliegende Hunde</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5335684146/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5167/5335684146_38fa9fcf54_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ob der Pilot uns einen kleinen Bonus zu unserer Reise geben möchte, dreht er den Qantas Jet noch einmal über der Stadt und bietet uns den Blick auf die vielleicht bekannteste Skyline der Welt, bevor er zur Landung ansetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sydney zeigt sich von seiner besten Seite. Der Himmel ist azurblau, die Temperatur angenehm warm und die Stadt ist voller erwartungsvoll froher Menschen. Genau heute beginnt das Sydney Festival. In den nächsten 22 Tagen werden verschiedene Künstler in der Stadt gastieren und Konzerte geben, die meisten davon unter freiem Himmel und umsonst. Ein großer Teil der Innenstadt ist deshalb für den Verkehr gesperrt und an allen größeren Plätzen sind Bühnen aufgebaut. Freundliche Servicekräfte stehen überall und verteilen Programmhefte, damit man sich schon einmal überlegen kann, wonach einem der Sinn steht.&lt;br /&gt;Ich entscheide mich für Gruppe TaikOz. Ihre Musik, ursprünglich aus Japan kommend, spielen sie auf gewaltig großen Trommel. Die größten davon sind so riesig, dass ich  vermute, sie wurden mit einem Kran an Ort und Stelle gebracht. So eine Gruppe wollte ich immer schon mal sehen.&lt;br /&gt;Die Musiker von TaikOz sind zur Hälfte Asiaten und zur Hälfte europäischer Abstammung, wahrscheinlich aber alle Australier, denn das Oz in ihrem Namen ist hier der Spitzname für ihr Land.&lt;br /&gt;Ich werde nicht enttäuscht, die Musik hat etwas organisches und archaisches. Es ist lauf und man kann die Musik nicht nur hören, sondern auch spüren. Für die Musiker ist das Spielen der Trommeln eine körperliche Höchstleistung. Die größten Trommeln werden mit nur einem Stock gespielt, der die Größe und sicherlich auch das Gewicht eines Baseballschlägers hat. Nach wenigen Minuten glänzen ihre Körper von Schweiß. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich neben der Oper und in unmittelbarer Nähe der Innenstadt in der Abends die Konzerte stattfinden werden, liegt der botanische Garten. Eine herrliche, sehr gepflegte Parkanlagen mit heimischen und exotischen Pflanzen und dazwischen viel Platz, den die Menschen heute, da Samstag ist, für ein Picknick nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5335070505/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5241/5335070505_09f07a1ba5_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schlendere durch den Garten und sehe einen Kakadu in einem Baum sitzen. Das ist nicht etwa eine Voliere, nein der Vogel ist frei. Das Papageien den botanischen Garten bevölkern habe ich in meinem Führer gelesen, aber ich hätte nicht gedacht, dass ich welche zu Gesicht bekommen werde. Später sehe ich noch eine Vielzahl davon. Sie sind sehr zutraulich und einer setzt sich sogar auf die Schulter einer verdutzen Touristin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5335070941/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5242/5335070941_711dded856_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur wenige Meter weiter, höre ich ein Kind aufgeregt rufen „Look dady, there‘s a flying bat!“. Tatsächlich fliegt direkt über uns eine Fledermaus von beachtlicher Größe. Nachdem sie sich an einen Ast gehängt hat, fällt mir erst auf, dass alle Bäume, rings um mich herum von Fledermäusen, oder besser gesagt Flughunden, oder „flying foxes“, wie sie hier heißen, nur so strotzen. Ich hielt sie zuvor für Früchte dieser exotische Bäume.&lt;br /&gt;Später sehe ich dann ein Schild, das davor warnt die Tiere anzufassen, da sie Krankheiten übertragen können. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass mittlerweile so viele von ihnen der Park bevölkern, dass die Bäume, in denen sie hängen, Schaden tragen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-8366383560779893505?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/8366383560779893505/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=8366383560779893505' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8366383560779893505'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8366383560779893505'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/fliegende-hunde.html' title='Fliegende Hunde'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5167/5335684146_38fa9fcf54_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2584410083584488869</id><published>2011-01-08T12:32:00.000+01:00</published><updated>2011-01-08T12:33:02.909+01:00</updated><title type='text'>Das Nachahmen eines Ägypters</title><content type='html'>Es gibt ein Thema, dass man in einer Unterhaltung mit einem Australier besser nicht erwähnt, obwohl es nicht nur hier jedes Kind weiß: Australien war einst eine Sträflingskolonie. Das ist ja nun wirklich keine Schande, wenn man bedenkt, wofür man im 16. Jahrhundert schon in die Verbannung geschickt wurde. Der Diebstahl einer Gurkenpflanze oder ähnliche Lappalien, bedeuteten damals einen Freifahrschein an das andere Ende der Welt.&lt;br /&gt;Zwar war die Verbannung nach sieben Jahren abgebüßt, aber in der Realität bedeutete es lebenslänglich, denn niemand der Verurteilten hatte die Chance in den Jahren der Verbannung das Geld für die Rückreise zu verdienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bill Bryson beschreibt in seinem Buch „Frühstück mit Kängurus“ die erste Expedition, die neben dem ersten Gouverneur Phillips auch eine Reihe Soldaten mit deren Familien und eben die ersten armen Teufel an Bord hatte, deren Aufgabe es war, den Kontinent für die britische Krone zu besiedeln.&lt;br /&gt;Dabei hatten sie noch Glück. Es gab, so lernt man bei Bryson, über 200, teilweise vollkommen absurde Vergehen, die im England der damaligen Zeit mit der Todesstrafe belegt wurden, wie zum Beispiel das Nachahmen eines Ägypters.&lt;br /&gt;Es ist schon erstaunlich, wie viel Geld es dem British Empire wert war, seine Unterklasse so weit weg zu schaffen, wie nur irgendwie möglich. Tragischerweise hat es außerdem, wie man heute weiß, ja auch rein gar nichts gebracht. Bis vielleicht auf die Tatsache, dass ein neuer Kontinent besiedelt wurde und dabei gleich aus dem Platz, an dem die erste Expedition an Land ging, eine der schönsten, wenn nicht die schönste Stadt der Welt entstanden ist: Sydney.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5335683500/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5084/5335683500_c4bde33c99_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich war das Leben damals an diesem Ort ein wenig unbequemer, als es das heute ist. Sydney war vor 350 Jahren einer der übelsten Orte, an dem man sich aufhalten konnte. Der Boden erwies sich als resistent gegen jegliche Art von Landwirtschaft, die Eingeborenen waren in ihrem Verhalten unberechenbar, man hatte nichts um sich gegen die unwirtliche Natur zu schützen, kein Material um feste Häuser zu bauen und zusätzlich niemanden unter den Sträflingen, der irgendwelche dienlichen Ausbildungen oder Fähigkeiten, wie Schreiner, Zimmerleute oder Botaniker mitbrachte.&lt;br /&gt;So lebte man von dem was man fand und von den vollkommen verdorbenen Vorräten, die man aus England mitgebracht hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hätten Phillip und seine Männer wohl gesagt, wenn man sie heute an die Stelle zurückbringen würde, an der sie zum ersten Mal an Land gegangen sind, nämlich am Hafen, wo sich heute die gewaltige Harbour Bridge über die Bucht spannt und das Opernhaus, einer mächtigen Narrenkappe gleich, in den Himmel ragt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ende der Sträflingskonlonie wurde mit dem Goldrausch eingeläutet. Ein Aborigine-Arbeiter fand auf dem Land seines Herren einen Goldklumpen von 70 Pfund Gewicht. Eine Kopie davon steht im Melbourne Museum und ist so groß wie die Köpfe zweier erwachsener Männer. Es versteht sich von selbst, dass der Finder den Nugget nicht behalten durfte, das Geld dafür strich der Farmer ein, auf dessen Land das Gold gefunden wurde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2584410083584488869?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2584410083584488869/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2584410083584488869' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2584410083584488869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2584410083584488869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/das-nachahmen-eines-agypters.html' title='Das Nachahmen eines Ägypters'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5084/5335683500_c4bde33c99_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-4565609378908011372</id><published>2011-01-07T09:29:00.003+01:00</published><updated>2011-01-07T12:40:15.297+01:00</updated><title type='text'>Das Possum</title><content type='html'>„Don‘t feed the possum“ steht auf Schildern an den Parkeingängen. Ich halte also immer, wenn ich einen betrete, Ausschau, ob mir nicht ein Possum über den Weg läuft, obwohl ich gar nicht genau weiß, wonach ich eigentlich Ausschau halte. Wie sieht ein Possum eigentlich aus und was ist überhaupt die Mehrzahl von Possum? Possi, Possen oder gar Possums?&lt;br /&gt;Ich vermute, dass es sich um die australische Version des Eichhörnchens handelt, die hier die Parks bevölkert.&lt;br /&gt;Es fällt mir auf, dass viele Bäume breite Metallmanschetten um die Stämme tragen und ich frage mich, welche Funktion diese wohl haben. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Vorrichtung, die die in den Bäumen brütenden Vögel vor gefräßigen Possen (Possi, Possums) schützen soll, denn die Manschetten sind so breit, dass ein Eichhörnchen nicht darüber springen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist mit 38°C der bisher heißeste Tag und was würde sich mehr anbieten als an so einem Tag die Stadt zu verlassen und an den Stand zu fahren.&lt;br /&gt;Brighton Beach ist in nur 20 Minuten mit dem Vorstadtzug vom Stadtzentrum zu erreichen. Man merkt sofort, dass hier die wohlhabende Schicht zu Hause ist. Prächtige Villen reihen sich an der Strandpromenade aneinander, modern, mit riesigen Fenstern zu Meer hin. Die Bewohner müssen nur eine Straße überqueren und schon stecken sie mit ihren Füßen im heißen, weichen Sand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5332699160/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5244/5332699160_1b8b7637b9_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Strand ist in fast seiner ganzen Länge mit kleinen, bunten Holzhäuschen gesäumt. Jedes nummeriert und anders bemalt. Einige von ihnen sind geöffnet und so kann ich einen Blick reinwerfen. Sie sind gefüllt mit allem was man am Strand so braucht und nicht jedes Mal erst aus dem Haus und über die Straße schleppen will: Surfbretter, Sonnenschirme, Liegestühle, Handtücher, Spaten, wenn man mal eine amtliche Sandburg bauen möchte, um nur einiges zu nennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen wollte ich Melbourne verlassen und an den südlichsten Punkt des Kontinents, auf die Insel Tasmanien, reisen. Leider sind morgen alle (!) Hotelzimmer auf der ganzen Insel ausgebucht, so dass ich meinen Plan geändert habe und zuerst nach Sydney fliege und dann mit dem Auto, an der Küste entlang, in Richtung Norden aufbrechen werde.&lt;br /&gt;Das Reisen in Australien ist schwieriger als ich gedacht habe. Das spontane Reisen ist hier sogar so gut wie unmöglich. Wenn man nicht Wochen im Voraus Unterkünfte und Ausflüge bucht wird es entweder sehr teuer oder schlicht unmöglich noch ein Zimmer zu bekommen.&lt;br /&gt;Überhaupt sind die Preise hier nicht von dieser Welt. Eine 3 1/2 stündige Boostfahrt schlägt mit 120 Euro zu buche, für ein Bett in einer Jugendherberge werden zwischen 25 und 70 Euro fällig, ein Teller Nudeln in einem günstigen Restaurant kosten zwischen 15 und 20 Euro und für eine Fahrt mit der Straßenbahn ist man mit 3 Euro dabei.&lt;br /&gt;Für das was ich hier an einem Tag benötige, könnte ich in Thailand eine ganze Woche bestreiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-4565609378908011372?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/4565609378908011372/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=4565609378908011372' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4565609378908011372'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4565609378908011372'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/das-possum.html' title='Das Possum'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5244/5332699160_1b8b7637b9_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-8083400630306371926</id><published>2011-01-06T13:30:00.003+01:00</published><updated>2011-01-06T13:34:06.338+01:00</updated><title type='text'>Architek-tour</title><content type='html'>München hat seinen Englischen Garten, Paris den Bois de Boulogne und New York den Central Park. Einen Park dieser Größe hat Melbourne nicht aufzuweisen, jedoch eine Vielzahl kleinerer Parks, die in ihrer Größe zusammengenommen, jeden der oben erwähnten, weltberühmten Parks locker in den Schatten stellt. Fast nach jedem Straßenblock haben die Stadtplaner einen kleinen Garten gesetzt und zusammen mit den unzähligen Straßenbäumen ist Melbourne die grünste Stadt, die ich kenne.&lt;br /&gt;Auf Grund der Vielzahl der Parks ist in jedem üppig Platz und es ist überhaupt nicht schwierig ein Plätzchen im Schatten zu erhaschen, selbst zur Lunchtime, wenn die Angestellten aus den nahen Büros zum Picknick in den Park kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die architektonischen Besonderheiten habe ich ja schon vorher berichtet, ich entdecke jedoch jeden Tag neue Gebäude, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht, fällt einem auf, dass man sich große Mühe gibt, öffentliche Gebäude und Plätze zu gestallten.&lt;br /&gt;Wenn ich von meinem Hotel in die Innenstadt laufe, durchquere ich jedes Mal die South Gate Station, einen der großen Bahnhöfe Melbournes. Die Dachkonstruktion scheint wie ein Leintuch, das im Wind flattert, nicht vollständig gedeckt, sondern immer wieder unterbrochen um genug Tageslicht in das Gebäude zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5329430645/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5049/5329430645_c11d4e8593_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Verwaltungsbüros sind in orangen Kuben, die auf Stelzen direkt im Bahnhof stehen, untergebracht. Der Platz darunter wurde für Coffeeshops genutzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5330042214/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5249/5330042214_7787e946ef_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Docklands, dem alten Hafenviertel, wurde eine Fußgängerbrücke mit einer Netzkonstruktion aus Stahl überdacht, die keine funktionale Bedeutung hat, sondern einfach nur gut aussieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5330097782/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5210/5330097782_cf28886a95_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Melbourne Museum ist für mich ein Muß. Schließlich habe ich selbst einmal, wenn auch nicht lange, in einem Naturkundemuseum gearbeitet.&lt;br /&gt;Ein großer Teil der Ausstellung ist allerdings gar keinem naturkundlichen Thema gewidmet, sonder einem antropologischem, der Kultur der australischen Ureinwohner. Man bemüht sich das den Aborigines angetane Unrecht zu dokumentieren und ihre Kultur zu präsentieren. Die Ureinwohner kommen auch persönlich zu Wort. Am Nachmittag sind zwei Geschichtenerzähler vor Ort, die dem interessierten Publikum ihre jahrhunderte alten Geschichten vortragen.&lt;br /&gt;Besonders fasziniert hat mich die geologische Abteilung. Hier wird in einem runden Raum auf einer 360° Leinwand in 3D-Technik ein Film über die Entstehungsgeschichte unseres Planeten vorgeführt. Die Zuschauer sitzten auf dem Boden und tragen die, für die 3D Illusion notwendigen Brillen.&lt;br /&gt;Es fliegen Meteoriten durch den Raum, schlagen auf der Erde ein und lassen Rauchwolken in die Höhe steigen, Vulkane eruptieren und die Lava schießt vermeindlich nur wenige Meter an einem vorbei. Man lässt kurzerhand das Meer vor den hawaiianischen Inseln austrocknen, um zu demonstrieren, wie die Landschaft ohne das Meer aussehen würde.&lt;br /&gt;Eine unglaubliche Vorstellung. Etwas vergleichbares habe ich noch nie gesehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-8083400630306371926?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/8083400630306371926/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=8083400630306371926' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8083400630306371926'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8083400630306371926'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/architek-tour.html' title='Architek-tour'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5049/5329430645_c11d4e8593_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-350599673934217281</id><published>2011-01-05T12:10:00.003+01:00</published><updated>2011-01-05T12:28:44.258+01:00</updated><title type='text'>Aborigines malen nicht aus Vergnügen</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5326238475/" title="Skyline of Melbourne von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5088/5326238475_188035f23f_m.jpg" width="240" height="180" alt="Skyline of Melbourne" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wagemutig katapultieren sich die Männer auf ihren kurzen Brettern in die Luft, oft 15, 20 Meter hoch und fliegen vielleicht 40 oder 50 Meter weit, bevor sie wieder elegant auf dem Wasser aufsetzten und in atemberaubender Geschwindigkeit weiterfahren. Dabei ist das gar nicht ungefährlich, denn solange sie in der Luft sind können sie nur bedingt manövrieren und es sind jede Menge Kitesurfer auf dem Wasser, die scheinbar wild durcheinander fahren.&lt;br /&gt;Ich stehe auf dem Pier in St. Kilda, einem Stadtteil Melbournes, und beobachte die unglaublichen Manöver der Surfer. Einige von ihnen haben sich ihre Gesichter dick mit Sonnencreme eingeschmiert und sehen aus wie geschminkt.&lt;br /&gt;Der Wind ist böig und sehr stark und man muss aufpassen, dass man nicht von dem geländerlosen Pier ins Meer geblasen wird.&lt;br /&gt;St. Kilda ist eines der angesagtesten Viertel der Stadt, nicht zuletzt wegen der Lage am Meer und dem schönen Blick auf die Skyline Melbournes. Es gibt eine Uferpromenade, Sandstrände, einen Yachthafen und Straßencafés und Restaurants, die dem gehobenen Geschmack und Geldbeutel seiner Bewohner Rechnung tragen.&lt;br /&gt;Die Straßen sind mit kleinen, typisch australischen Häusern, mit schmiedeeisernen Balkonen oder weit vorstehenden Dächern, gesäumt. Immer wieder stehen mittendrin Villen, die wie ein kleine Stadtschlösser aussehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5326846460/" title="Luna Park Entrance von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5244/5326846460_c12b89a721_m.jpg" width="240" height="206" alt="Luna Park Entrance" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die größte Attraktion des Viertels ist seit Jahrzehnten der Luna Park, ein Vergnügungspark, wie aus einer anderen Zeit. Es gibt eine Achterbahn aus Holz, ein Karussel mit prächtigen Holzpferden die noch prächtigere Kutschen ziehen, Schiffsschaukeln und Geisterbahnen. Nur wenige neue Fahrgeschäfte haben in den letzten Jahren hier einen Platz gefunden.&lt;br /&gt;Um in den Park zu gelangen muss man durch den weit aufgerissenen Mund eines weiß geschminkten Clowns schreiten. Er trägt eine bunte Strahlenkrone, die Nachts mit hunderten von Glühbirnen beleuchtet, wohl noch spektakulärer aussieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Vormittagsprogramm führte mich in die National Gallery of Victoria, die hauptsächlich Werke australischer Künstler aus allen Epochen ausstellt.&lt;br /&gt;Das Erdgeschoß ist der Kunst der Aborigines vorbehalten. Die Aborigines, so wird einer der Künstler zitiert, malen nicht aus Vergnügen, sondern aus Tradition. Ihre Kunst ist politisch und soll demonstrieren das ihnen das Land und sie dem Land gehören.&lt;br /&gt;Zu sehen sind hauptsächlich Skulpturen und Bilder, die auf die traditionelle Art mit Holzstempeln auf Baumrinde gemalt sind, die beim Abrollen auf dem Untergrund die typischen Punktemuster hinterlassen.&lt;br /&gt;Die Bilder sind voll von mystischer Symbolik und nur schwer zu verstehen, wenn man die Kultur der Ureinwohner des Kontinents nicht kennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5326845510/" title="National Gallery of Victoria von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5162/5326845510_6b88b65edc_m.jpg" width="180" height="240" alt="National Gallery of Victoria" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant ist aber nicht nur die Kunst, die hier ausgestellt wird, sondern auch die Galerie selber. Ein ultramoderner Bau, der sowohl außen als auch innen keine konventionellen  Formen aufweist. Fenster sind weder Rechteckig noch zueinander parallel, eine wirre Glas-Stahl-Konstruktion bildet die Außenhaut und auch im inneren lassen sich keine rechten Winkel finden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-350599673934217281?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/350599673934217281/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=350599673934217281' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/350599673934217281'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/350599673934217281'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/aborigines-malen-nicht-aus-vergnugen.html' title='Aborigines malen nicht aus Vergnügen'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5088/5326238475_188035f23f_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-3381731013806973100</id><published>2011-01-04T14:00:00.002+01:00</published><updated>2011-01-04T14:02:52.311+01:00</updated><title type='text'>Melbourne</title><content type='html'>Die erste Nacht ist früh vorbei - der Jetlag steckt mir noch in den Knochen. Um 6:00 suche ich mir ein Café zum Frühstücken und mache Pläne für den beginnenden Tag.&lt;br /&gt;Ich möchte mir einen Überblick über die Stadt machen und das geht am besten zu Fuß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Melbourne zieht einen nicht auf den ersten Blick so in den Bann, wie seine nördliche Schwesterstadt Sydney, mit ihrem atemberaubenden Blick auf den Hafen und seinen Stadtstränden, oder Rio de Janeiro mit seinen Bergen, und dem Urwald, der direkt hinter der Stadt beginnt. Melbournes Charme erschließt sich einem erst beim näheren Betrachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5323061773/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5010/5323061773_d459be1eab_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt eine Menge futuristischer Architektur, wie am Federation Square, dessen Gebäude aussehen, als ob ein Sturm sie aus ihrer Form gebracht hat. Direkt gegenüber steht die Flingers Station, ein Bahnhof aus victorianischer Zeit.&lt;br /&gt;Alt und neu gehen überall in der Stadt eine gelungene Symbiose ein. Das supermoderne AAMI Sport-Stadium steht in unmittelbarer Nachbarschaft des Government House, einer Kopie des Palastes Königin Victorias auf der Ilse of Wight, ohne das eine dem anderen die Show stiehlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/5323666064/" title="Unbenannt von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm6.static.flickr.com/5047/5323666064_11ab3972e6_m.jpg" width="240" height="180" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auffallend ist die Kaffeehaus-Kultur der Stadt. Überall gibt es winzige, geschmackvoll eingerichtete Cafés, manche nur wenige Quadratmeter groß, die die Leute hier scherzhaft „hole in the wall“ nennen. Gemeinsam sind ihnen die italienischen Namen und der Kaffee der Spitzenklasse, der dort angeboten wird. So arbeite ich mich von Café zu Café vor, bis ich schließlich vor dem botanischen Garten stehe. Nach Auskunft meines Reiseführers ist dies der schönste seiner Art auf der ganzen Welt.&lt;br /&gt;Bei dieser Aussage muss man zwar den Lokalstolz der Autoren berücksichtigen, denn der Verlag „Lonely Planet“ hat sein Hauptquartier schließlich hier in Melbourne, aber schön ist er wirklich.&lt;br /&gt;Ich lasse mich im Schatten eines uralten Baumes nieder und genieße das üppige Grün der Pflanzen in der wärmenden Nachmittagssonne.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-3381731013806973100?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/3381731013806973100/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=3381731013806973100' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3381731013806973100'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3381731013806973100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/melbourne.html' title='Melbourne'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm6.static.flickr.com/5010/5323061773_d459be1eab_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-4226776331645122635</id><published>2011-01-03T07:55:00.003+01:00</published><updated>2011-01-05T12:21:08.974+01:00</updated><title type='text'>Das Abenteuer kann beginnen</title><content type='html'>Der Passbeamte schreibt ein unheilvolles „A“ auf meine Einreisekarte. Zuerst freue ich mich, weil ich denke A steht für aproved, aber schon bald stellt sich heraus, dass damit potentielle Drogenkonsumenten, Dealer und andere suspekte Personen markiert werden.&lt;br /&gt;An der nächsten Station werde ich aus der Menge der Reisenden herausgebeten und in einen anderen Gang geführt. Hier muss ich einige Minuten warten, bis ein Beamter sich meiner annimmt und mich fragt, ob ich meine Einreisekarte selbst ausgefüllt habe und ob ich alles, was ich darauf gefragt wurde, auch verstanden habe. Ich bestätige das und nun folgt, was ich aus der Fernsehserie „Mein Revier“  nur zu gut kenne.&lt;br /&gt;Die Zollbeamten sind rhetorisch gut geschult, das beobachte ich schon bei dem Delinquenten, der vor mir untersucht wird. Während die Beamtin die Koffer durchsucht, verwickelt sie den Mann in ein scheinbar belangloses Gespräch, über seinen Beruf, Familie und so weiter. Diese Technik kenne ich aus Israel. Man versucht dabei an Hand der Geschwindigkeit, mit der die Antworten gegeben werden, und an der Körpersprache herauszufinden, ob der Befragte lügt oder die Wahrheit sagt.&lt;br /&gt;Auch ich werde in ein solches Gespräch verwickelt, während ein anderer Beamter mittels einer chemischen Untersuchung der Außenseite meiner Gepäckstücke, in Erfahrung zu bringen versucht, ob ich Kontakt mit Drogen gehabt habe.&lt;br /&gt;Nach zehn Minuten ist die Prozedur vorbei, man wünscht mir einen schönen Aufenthalt und ich betrete das erste Mal seit 18 Jahren wieder australischen Boden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man von Deutschland aus in Richtung Australien fliegt und, sagen wir mal nach 5 Stunden Flugzeit das erste Mal landet, findet man sich in einem weitestgehend zerstörten Land wieder, in dem Männer Kopfbedeckungen tragen, die Kaffeewärmern ähneln, ein Gegenstand der zu meiner Kindheit in jedem anständigen deutschen Haushalt zu finden war, und die im Namen einer fragwürdigen Auslegung ihrer Religion ihr eigenes Volk unterdrücken und seit Jahrzehnten im Dauerkrieg sind.&lt;br /&gt;Noch ein paar Stunden weiter haben die Menschen Turbane auf dem Kopf, beten in bunten Tempeln tausende verschiedener Götter an und beim Verlassen des Flughafens kann einem schon mal ein Elefant, in Mitten des tosenden Verkehrs, über den Weg laufen.&lt;br /&gt;Steigt man aber nach zwanzig Stunden im Flugzeug in Australien aus, sieht es auf dem ersten Blick aus, wie bei uns zu Hause. Die Menschen sind hellhäutig und sprechen eine mir verständliche Sprache, sie tragen die gleiche Kleidung und auch das Essen erscheint wenig exotisch. Kurzum, auf den ersten Blick lohnt sich eine Reise nach Australien nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verlässt man die Städte jedoch, sieht es schon ganz anders aus. Die zehn giftigsten Tiere der Erde, sind allesamt hier beheimatet und auch sonst hat die Fauna einiges an Exotischem zu bieten. Da gibt es Tiere, die aussehen wie eine Mischung aus Ente und Biber, oder welche, die Gummibällen gleich durch die Einöde des Outbacks springen und ihren Nachwuchs in Taschen mit sich herumschleppen oder kleine Bären, die in Bäumen hocken, zwanzig Stunden am Tag schlafen und die restlichen vier damit verbringen Blätter zu fressen.&lt;br /&gt;Und dann gibt es vor allen Dingen eines: Leere! Australien ist der lebensfeindlichste Kontinent unseres Planeten. Die Wüsten sind derart trocken, heiß und groß, dass man sich fragt, wie es überhaupt irgendwelchen Lebewesen möglich ist hier zu überleben.&lt;br /&gt;Die ersten Entdecker, die vor 200 Jahren aus dem fernen Europa nach Australien kamen, um den Kontinent zu erkunden und zu vermessen, hatten eine denkbare schwere Aufgabe und sie waren denkbar schlecht vorbereitet. So ist zum Beispiel vom Forschungsreisenden Thomas Mitchell überliefert, dass er zwei Holzbote auf seiner Expedition durch die Wüste New South Wales‘ mitführte, da er davon überzeugt war, auf große Ströme und Seen zu stoßen, und das bei Temperaturen, die im Sommer zwischen 50°C und 60°C liegen. Gefunden hat er jedoch, zur Belustigung der Ureinwohner, die ihn bei seiner Plackerei stets gut gelaunt beobachteten, nur ein Meer aus Sand, Staub und Steinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Boote habe ich keine dabei und dank „Lonely Planet“ und anderen Führern, weiß ich heute ganz gut, auf was ich mich einlasse.&lt;br /&gt;Das Abenteuer kann beginnen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-4226776331645122635?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/4226776331645122635/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=4226776331645122635' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4226776331645122635'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4226776331645122635'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2011/01/das-abenteuer-kann-beginnen.html' title='Das Abenteuer kann beginnen'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6724918391437041279</id><published>2010-08-23T21:53:00.001+01:00</published><updated>2010-08-23T21:57:12.395+01:00</updated><title type='text'>Pinarello</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/2293821626/" title="Adrenalina Italiana von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3010/2293821626_fb9fcd3a21_m.jpg" width="240" height="159" alt="Adrenalina Italiana" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt des versprochenen Sommertags, ist bereits der Herbst eingezogen. Absolut ruhiges Wetter, fast windstill, noch angenehm warm, aber bewölkt. Die Blätter der Bäume ändern ihre Farbe, die Felder sind abgemäht und umgepflügt, das letzte Heu auf den Wiesen getrocknet.&lt;br /&gt;Kurzum, ein idealer Tag um mit meiner Rennmaschine auf den kleinen Straßen über die Hügel der Gegend, in der ich wohne, zu fahren, denn ab jetzt heißt es jeden schönen Tag draußen zu verbringen.&lt;br /&gt;Wenn die ersten Kilometer geschafft und Muskeln richtig warm geworden sind,  fange ich an zu beschleunigen. Ich fahre wie im Rausch, versuche durch rechtzeitiges Schalten die Trittfrequenz beizubehalten und lasse die Landschaft an mir vorüberfliegen. Auf meinem Rad kann ich wunderbar abschalten, die Gedanken schweifen lassen. Es gibt nur das Auf und Ab der Beine, ein gleichzeitiges Treten und Ziehen, den Wind im Gesicht und die Gerüche der Herbstlandschaft in der Nase.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6724918391437041279?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6724918391437041279/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6724918391437041279' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6724918391437041279'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6724918391437041279'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/08/pinarello.html' title='Pinarello'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3010/2293821626_fb9fcd3a21_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-705562044902186088</id><published>2010-02-05T15:45:00.002+01:00</published><updated>2010-02-05T15:48:38.927+01:00</updated><title type='text'>Game over</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4332610756/" title="Girl and gold von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4048/4332610756_0481f9c5bf_m.jpg" width="207" height="240" alt="Girl and gold" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einem übergroßen, goldenen Thron, hoch oben in dem reichverzierten Saal, sitzt das wichtigste Heiligtum Thailands, der Smaragd-Buddha. Vor mehreren hundert Jahren in Nordthailand endeckt, war er zunächst nicht weiter auffällig. Eine Statue wie viele, bis dem Abt des Kloster, in dem er stand auffiel, dass unter dem Gips etwas grünes sichtbar ist. Man entfernte die Gipsschicht und zum Vorschein kam eine Statue aus grünem Stein. In irriger Annahme es handele sich um Smaragde, entstand die Legende vom Smaragd-Buddha, in Wirklichkeit besteht die Skulptur jedoch aus Jade.&lt;br /&gt;Die Kostbarkeit wurde in die Hauptstadt gebracht, von fremden Truppen geraubt, 200 Jahre später zurückerobert, und ist seit dem im Tempelbezirk des alten Königspalastes zu sehen.&lt;br /&gt;Besucher müssen, bevor sie die Halle des Smaragd-Buddhas betreten die Schuhe ausziehen und sich leise und respektvoll verhalten. Die Statue ist so heilig, dass ihr zu den drei Jahreszeiten, der kühlen, der trockenen und der Regenzeit, die Kleidung vom König persönlich gewechselt wird.&lt;br /&gt;Als grobe Respektlosigkeit gilt es, dem Buddha seine Fußsohlen entgegenzustrecken, ihn zu filmen oder zu fotografieren. Der gebildete Reisende weiß das, für alle anderen stehen Schilder und Piktogramme am Eingang. In der Halle überwacht strenges Personal die Einhaltung dieser Regeln. Vor mir sitzt ein russisches Ehepaar, denen die Verbotsschilder am Eingang wohl nicht aufgefallen sind. Beide sitzten mit von sich gestreckten Beinen auf dem Boden und schwitzen. Einer der Wächter ist sofort zur Stelle und bezeigt ihnen, die Beine anzuwinkeln oder zu gehen. Erst realisieren sie gar nicht, dass sie der Anlass der Rüge sind und als sie es endlich begriffen haben, werden sie bereits des Saales verwiesen. Ich glaube sie wissen bis heute noch nicht, was sie falsch gemacht haben, für einen Thai ist ihr Verhalten aber ebenso ungehörig, als würde man im Bikini zu einer Papstaudienz erscheinen.&lt;br /&gt;Thais sind sonst sehr ruhig, sanft und verständnisvoll, aber bei ihrer Religion hört der Spaß auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein letzter Tag in Bangkok soll nochmal genossen werden. Nach dem Besuch des Palastbezirkes, gönne ich mir ein letztes Mal ein authentisches Thai-Abendessen und, als es langsam dunkel wird, spaziere ich nochmal durch den Nacht Bazaar am Lumpini Park, in unmittelbarer Nähe meines Hotels.&lt;br /&gt;Als ich in der Gasse der Kunst und Anitquitätenhändler vorbei komme, fällt mir ein besonders hübscher Laden auf, der, neben wenigen alten Stücken, hauptsächlich Repliken aus dem nahen Myanmar verkauft. Eine sitzende Buddha-Statue aus weißem Marmor gefällt mir besonders. Der Händler macht mir einen guten Preis, ich handle ihn etwas runter, bekomme noch einen Airline-Crew-Discount und verlasse das Geschäft mit einer etwa vier Kilo schweren Steinmetzarbeit, die ich jetzt auch noch in meinem Gepäck unterbringen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen dann Abreisestimmung. Zurück in den Winter. Game over.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den letzten vier Wochen habe ich einem Tiger am Schwanz gezogen, bin von Affen besprungen worden, mit Haien im Ozean geschwommen, habe eien Walhai gesehen, an tropischen Stränden entspannt und in der Megalopolis Bangkok geschwitzt.&lt;br /&gt;War es nicht Sepp Herrberger, der gesagt hat "nach dem Spiel ist vor dem Spiel"? Genau! Die nächste Reise kommt bestimmt und so habe ich jetzt schon etwas, das ich planen und auf das ich mich freuen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit mir der Abschied von der Sonne nicht allzu schwer fällt, wird das Wetter in Deutschland wieder etwas wärmer und außerdem werde ich von meinem Arbeitgeber am 10.02. zum Karneval nach Brasilien geschickt. Es gibt härtere Schicksale!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-705562044902186088?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/705562044902186088/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=705562044902186088' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/705562044902186088'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/705562044902186088'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/02/game-over.html' title='Game over'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4048/4332610756_0481f9c5bf_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6077716845008342879</id><published>2010-02-03T19:00:00.002+01:00</published><updated>2010-02-05T15:50:31.948+01:00</updated><title type='text'>Drei sind erlaubt</title><content type='html'>"Three are allowed in Thailand" ist der lustige Slogan einer thailändischen Optikerkette und das Bild dazu zeigt einen jungen Mann auf einem Motorrad, der drei Sonnenbrillen gleichzeitig trägt. Der Slogan bezieht sich darauf, dass in Thailand tatsächlich 3 Personen auf einem Motorrad unterwegs sein dürfen und das ist etwas, was man nicht selten sieht. Der gängigste Fall ist, dass der Vater das Zweirad steuert, die Mutter auf dem Soziussitz reist und das Kind, sozusagen als Sandwich, zwischen den beiden Erwachsenen sitzt. Möglich ist auch die Konstellation, das die Mutter hinter dem Vater sitzt der das Motorrad steuert und das Kind noch vor dem Vater, die Beine in der Luft hängend, sich mit den Armen am Lenker abstützt. Wenn eine Familie zwei Kinder hat, wird eine Mixtur aus den beiden ersten Varianten angewandt: Kind, Vater, Kind, Mutter. Klar, dass dann auch noch Gepäck mitgenommen wird, zum Beispiel die Wochenendeinkäufe aus dem Supermarkt, die der Vater dann zwischen die Beine nimmt. Den größten Künstler, was das Beladen seines Motorrades anbelangt, habe ich auf der Insel Koh Tao gesehen. Er war mit zwei Erwachsenen, einem Kind und zwei Hunden unterwegs. Schade, dass mein Fotoapparat nicht griffbereit war.&lt;br /&gt;Nun machen Thais soetwas nicht aus Spaß, sondern aus wirtschaftlichen Zwängen. Das Geld für ein Auto ist nicht da, öffentlicher Nahverkehr auf dem Land nicht vorhanden - die Möglichkeiten sind beschränkt. &lt;br /&gt;Auch bei Touristen ist das Motorradfahren sehr beliebt, natürlich ohne Helm oder Schutzkleidung und oftmals auch ohne Führerschein, der ist für Motorräder bis 150ccm in Thailand nämlich nicht nötig. Natürlich fahren auch Touristen zu dritt, da ihnen aber die Übung fehlt und die Straßen oft tiefe Schlaglöcher haben, oder abrupt von Asphalt auf weichen Sand übergeben, gibt es unschöne Unfälle, oft sogar tödlich.&lt;br /&gt;Ich habe eine schwedische Familie gesehen, die sich zu Hause wahrscheinlich nicht einmal in ein Auto ohne Airbags setzen würden, die zu dritt auf dem Motorrad unterwegs waren, wobei die Mutter ihr Neugeborenes in einem Rucksack auf dem Rücken trug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde die kleine Insel im Golf von Thailand vermissen, das ruhige, gemächliche Leben, das Meer, die Sonne, das süße Nichtstun. Was ich nicht vermissen werde sind die Touristen dort. Die Insel hat 5.000 Einwohner und 100.000 Touristen kommen jedes Jahr zu Besuch. Nicht nur das Ökosystem muss einen solchen Ansturm verkraften, sondern auch die Menschen, die dort leben. Wäre ich einer der Insulaner, würde ich wahrscheinlich den ganzen Tag Amok laufen und jedem, der mir begegnet anschreien, er solle doch schleunigst in das beschissene Land zurückkehren, aus dem er gekommen ist und mich und mein Paradies in Ruhe lassen. Die Thais sind wesentlich duldsamer als ich.&lt;br /&gt;Man stelle sich vor, man hat, nach einem arbeitsreichen Jahr, endlich ein paar Wochen Urlaub, gibt einen Haufen Geld aus, um ans andere Ende der Welt zu reisen, kommt im Paradies an und muss sich sofort mit Alkohol betäuben, damit man bloß nichts von alledem mitbekommt. Ich rede hier nicht nur von einem Besäufnis, sondern von Dauerkomasaufen. Ganz vorne dabei sind unsere Nachbarn von den britischen Inseln: morgens, mittags und abends - immer ein Bierchen in der Hand und ein lustiges Liedchen auf den Lippen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_K7v9wv0vRg&amp;hl=de&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/_K7v9wv0vRg&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zwei Tage in Bangkok, die ich mir noch gönne, bevor ich abreise, sind knapp bemessen. Es gibt viele Orte, die ich noch einmal sehen möchte, und das ein oder andere, was ich noch besorgen wollte.&lt;br /&gt;Ich bin in diesem Urlaub noch nicht ein Mal mit einem Tuk Tuk gefahren, jener Mischung aus Motorroller und Rikscha, die für die Straßen Bangkoks so typisch sind. Es macht Spaß sich in diesen Gefährten durch den mörderischen Verkehr der Millionenmetropole kutschieren zu lassen, wenn es auch mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist, den Fahrer davon zu überzeugen, dass man tatsächlich zum angegebenen Fahrziel gebracht werden möchte und zwar am besten auch noch zu dem Preis, auf den man sich vorher geeinigt hat. Der Fahrer mit dem ich heute unterwegs war, war ein typischer Vertreter seines Berufsstandes. Ich möchte zum Abendessen zum Siam Square, er möchte mich aber lieber in ein Bordell fahren. Dann fällt ihm ein, dass er ein ganz tolles Restaurant kennt und beschließt sofort, dass ich dort zu Abend essen werde. Dann behauptet er, auf dem Weg zum Siam Square hätte es einen Unfall gegeben und man könnte nicht hinfahren und schließlich noch, dass Stau ist. Letzteres ist nicht gelogen, weil Stau ist immer! Nachdem wir uns in 20 Minuten nur etwa 500 Meter vorgearbeitet haben und ich mitten in den Abgasen der Autos um uns sitzte, beschieße ich den Rest des Weges zu Fuß zu gehen. Letzter Akt: der Fahrer behauptet kein Wechselgeld zu haben, muss dann den Fahrpreis verdreifachen (es war ja überraschender Weise Stau) und läßt mich, nach harten Verhandlungen, schließlich mit einem Aufschlag von 50 Baht (1 Euro) ziehen.&lt;br /&gt;Spaß gemacht hat's trotzdem!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6077716845008342879?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6077716845008342879/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6077716845008342879' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6077716845008342879'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6077716845008342879'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/02/drei-sind-erlaubt.html' title='Drei sind erlaubt'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7583596628477673857</id><published>2010-01-30T08:11:00.002+01:00</published><updated>2010-01-30T13:31:24.448+01:00</updated><title type='text'>Große Fische</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4314639611/" title="Waters von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4045/4314639611_43aea5ebf2_m.jpg" width="180" height="240" alt="Waters" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst sehe ich nicht viel mehr als einen Schatten, der unter mir hindurchschwimmt, erst dann erkenne ich die Silhouette, die kein Schwimmer oder Surfer der Welt sehen will: direkt unter mir schwimmt ein Hai. Desinteressiert und genau so schnell, wie er gekommen ist, ist er auch wieder verschwunden. Schon wenige Sekunden später tauchen aus der Dunkelheit die nächsten Haie auf, diesmal zu zweit und deutlich größer als das erste Exemplar. Ich bewundere ihre torpedoförmigen Körper, die Eleganz, mit der sie sich bewegen, die typische Seitwärtsbewegung des Kopfes, wenn sie beschleunigen. Sie wissen, dass sie hier die uneingeschränkten Herrscher sind.&lt;br /&gt;Natürlich weiß ich, dass diese Tiere an Schwimmer gewöhnt sind, denn Ausflugsboote kommen täglich in die Shark Bay, und ich weiß auch dass Haie nur dann Menschen attackieren, wenn sie sie mit Beute verwechseln oder selber angegriffen werden, aber dennoch ein Gefühl der Unsicherheit bleibt. Hier ist keine Glasscheibe eines Aquariums zwischen mir und den Raubfischen, das hier ist der Ozean und unter mir schwimmen wilde, gefährliche Tiere!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen sind wir zu dieser Tagestour, die uns in die verschiedenen Buchten der Insel Koh Tao und auf die Insel Koh Nang Yuan bringen soll, aufgebrochen. Schon vor dem Ablegen der erste Zwischenfall. Da alle Boote an dem windigen Pier aus Holzlatten und Stöcken nebeneinander festgemacht sind, muss man, um auf seines zu kommen, über mehrere andere Boote steigen. Eine Frau fällt dabei in Wasser, ich vermute sie hat kurz das Bewußtsein verloren, und kann, als man sie wieder aus dem Wasser zieht, nicht aufhören sich zu übergeben. Für sie und ihren Mann ist der Ausflug bereits jetzt vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits der erste Stopp ist die Shark Bay, die Hai Bucht, in der ich die zwar nicht unvorbereitete, aber dennoch unheimliche Begegnung mit den Haien habe. Etwa 10 Tiere kann ich sehen, während ich in der Bucht schnorchele. Was ich aber noch nicht ahne ist, dass das nicht die einzigen Haie sind, die ich heute sehen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren Bucht um Bucht an, pausieren kurz um ins Wasser springen und uns die Unterwasserwelt anschauen zu können, und fahren dann weiter zur nächsten. In den meisten Buchten sind die Korallengärten ungeheuer prächtig und farbenfroh. Manche fächerförmig, andere wie riesige Kugeln und wieder andere, die an menschliche Gehirne erinnern. Dazwischen hundert und tausendfach bunte Fische aller Formen und Farben. Die Fische sind sehr zutraulich und an die Wesen mit den eigenartigen Tauchutensilien gewöhnt. Man kann mitten durch einen Schwarm schwimmen, der sich nur langsam teilt, um sich hinter einem wieder zu schließen. Nur einmal ergreifen alle Fische um mich herum die Flucht, denn neben mir schießt ein pfeilförmiger Fisch hervor, schnappt sich einen der kleinen und verschlingt ihn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einer der Buchten macht sich die Crew unseres Bootes einen Scherz und wirft als wir alle im Wasser sind, Reis zwischen die Schnorchler. Sofort kommen von überall her Fische angeschwommen um sich die Köstlichkeit zu schnappen. Jetzt ist auch die letzte Scheu dahin. Die Fische sind so wild auf den Reis, dass man sie jetzt sogar berühren kann. Erst nach der Berührung schwimmen sie weg, um nur kurz darauf wieder zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der letzte Stopp ist die Insel Nang Yuan, ein privates Eiland, das aus drei, durch einen dünnen Sandstrand miteinander verbundenen Inseln besteht. Der Eigentümer lässt sich die Anwesenheit von Besuchern mit einem Eintrittsgeld von 100 Baht (2 Euro) vergolden. Das Mitbringen von Plastikflaschen oder Dosen auf die Insel ist nicht gestattet. Ich steige, mit einigen Mitreisenden auf eine Anhöhe um einen guten Rundumblick zu haben und ein Foto zu schießen.&lt;br /&gt;Das Wasser der beiden Buchten ist, genau wie überall, wo wir gehalten haben, klar wie Kristall und badewannenwarm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4315366980/" title="Nang Yuan Island von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4046/4315366980_a66db95377_m.jpg" width="240" height="180" alt="Nang Yuan Island" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rückweg nach Koh Tao ist kurz. Etwa auf halber Strecke stoppt der Kapitän die Maschinen abrupt. Fast wäre er in eine große Gruppe Taucher gefahren, von denen nur die Köpfe aus dem Wasser schauten. Sie sind wirklich schwer auf dem reflektierenden Wasser auszumachen. Die Größe der Gruppe erstaunt mich und von überall, nähern sich Boote und weitere Taucher springen ins Wasser, bis die Botschaft auch bis zu uns herüberkommt: unter uns schwimmt ein Walhai. Schell reißen wir uns die T-shirt vom Körper, schnappen unsere Taucherbrillen und springen ins Wasser. Zuerst sehe ich nur vierzig oder fünfzig Taucher unter mir, die sich in die Tiefe vorarbeiten. Einer hat einen Schnorchler im Schlepptau, mit dem er sich abwechselnd den Sauerstoff teilt. Ich halte überall Aussschau, sehe nur Menschen um mich herum. Ab und zu tauche ich auf, um zu sehen wohin sich die Menge bewegt, um ihr nachzuschwimmen und endlich kann ich ihn sehen: ein gewaltiger Fisch, zwischen 10 und 15 Metern lang, gefleckte Haut, umgeben von einer Vielzahl kleinerer Fische. Ohne Zweifel das größte Tier, dass ich je in freier Wildbahn gesehen habe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7583596628477673857?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7583596628477673857/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7583596628477673857' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7583596628477673857'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7583596628477673857'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/groe-fische.html' title='Große Fische'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4045/4314639611_43aea5ebf2_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-3219731375492256408</id><published>2010-01-27T15:45:00.000+01:00</published><updated>2010-01-27T15:46:41.358+01:00</updated><title type='text'>Sonnenuntergang</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4309304844/" title="Sunset von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4058/4309304844_9a84b7bbdf_m.jpg" width="240" height="180" alt="Sunset" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz vor Sonnenuntergang trifft man sich am Strand um dem Naturspektakel zuzuschauen. Die Strandbars füllen sich, im Sand liegen Matten, darauf kleine Tische und Sitzpolster. Ein DJ spielt, wie jeden Tag um die Uhrzeit, Songs die sich die Gäste gewünscht haben. Sollte er einen nicht haben, wird der schnell aus dem Internet geladen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fischerboote kommen zurück und machen in der Bucht fest, ihre Boote reihen sich wie an einer Perlenschnur aneinander.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Licht ändert sich minütlich. Sade singt: "Look at the sky, that's the colour of love".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade als die Sonne im Meer versinken will, schiebt sich eine Wolke vor sie. Die Sonne zeichnet ihre Konturen von hinten hart nach. Innerhalb von wenigen Minuten ist es tiefdunkele Nacht, als ob jemand den Himmel mit einem schwarzen Tuch abgedeckt hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-3219731375492256408?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/3219731375492256408/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=3219731375492256408' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3219731375492256408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3219731375492256408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/sonnenuntergang.html' title='Sonnenuntergang'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4058/4309304844_9a84b7bbdf_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1112776158984275128</id><published>2010-01-26T16:43:00.002+01:00</published><updated>2010-01-26T16:56:44.027+01:00</updated><title type='text'>Mr. J's wisdom</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4306091005/" title="Seashell Resort von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2779/4306091005_e53bcb48b0_m.jpg" width="240" height="180" alt="Seashell Resort" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wache mit den ersten Sonnenstrahlen auf und habe Lust ein paar Runden im Pool zu schwimmen. Der gehört zu dieser Uhrzeit noch ganz alleine mir. Erst nachdem ich den Tag gebühren begrüßt habe, mache ich mich fertig und suche mir ein Lokal zum Frühstücken. Gleich um die Ecke ist ein Café, das Croissants und anderes Gebäck, das den Vergleich zu Europa nicht scheuen muss, frische Säfte und verschiedene Kaffeespezialitäten anbietet. Der Laden ist voll und die Mädchen hinter der Theke ein bisschen überfordert, aber ich habe Zeit, viel, viel Zeit, und das Frühstück ist köstlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lese ein bisschen in einer englischsprachigen Tageszeitung und gehe dann zurück an den Hotelpool. Gegen 15 Uhr wird es mir zu warm und außerdem habe ich meine Umgebung noch gar nicht richtig erkundet. Ich mache mich auf den Weg in das nur zwei Kilometer entfernte Mae Hat, das einzige Dorf der Insel. Auf dem Weg dorthin komme ich an einem Krämerladen vorbei, der Second-Hand Bücher verkauft. Ich schaue mir sein Sortiment an und stelle fest, dass Mr. J außer Büchern auch noch die ein oder andere Weißheit auf Lager hat, die er mittels Poster in seinem Laden verbreitet. Auf einem steht: "I love Koh Tao, I love my family, I don't love Condoms". Aha, denke ich mir. Auf einem anderen läßt er seine Kundschaft wissen: "Princess Margarete (von Dänemark, Anmerkung des Verfassers) will live more hundred years, because she prefere vegetables". Ich bin froh, dass nun auch Licht ins Dunkel dieser Angelegenheit gebracht wurde.&lt;br /&gt;Auf wieder einer anderen Tafel lässt Mr. J uns wissen: "I love Scandinavians, I love Germans, I love Kangaroos, they never want to bargain with me". Deutsche und Scandinavier handeln nicht, dass weiß ja jeder, aber Kängurus sind doch ganz durchtriebene Händler, oder irre ich mich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ziehen die Stunden dahin. Meinen Abend möchte ich in einer der Strandbars verbringen und bei leiser Loungemusik und Blick aufs Meer den Tag ausklingen lassen.&lt;br /&gt;Nachdem es dunkel wird kommen ein paar Gaukler und Feuerspucker an den Strand um die Menschen mit ihren Kunststücken zu unterhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4306828158/" title="Fire Dancer von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2794/4306828158_379e8fbbd7_m.jpg" width="240" height="180" alt="Fire Dancer" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1112776158984275128?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1112776158984275128/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1112776158984275128' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1112776158984275128'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1112776158984275128'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/mr-js-wisdom.html' title='Mr. J&apos;s wisdom'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2779/4306091005_e53bcb48b0_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7899745211766210304</id><published>2010-01-25T13:19:00.003+01:00</published><updated>2010-01-25T18:03:46.225+01:00</updated><title type='text'>Willkommen im Paradies</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4302840667/" title="Palm tree von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4055/4302840667_534d598795_m.jpg" width="240" height="180" alt="Palm tree" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wolke über mir hat die Form einer riesigen zwei. Es dauert nicht lange, dann hat der Wind sie in eine andere Form geblasen und die untergehende Sonne sie in ein noch intensiveres Orange getaucht.&lt;br /&gt;Ich lasse mich im warmen Waser des Pools treiben, beobachte die Vögel und die Wolken über mir und wie die Landschaft um mich herum, von den dunklen Armen der Nacht umschloßen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt nach Koh Tao beginnt um 8 Uhr morgens, als der Bus Hua Hin in Richtung Süden verlässt. Wir fahren an Thailands schmalster Stelle entlang. Nur 12 Kilometer breit ist das Land zwischen Ozean der Grenze zu Burma. Nach 5 Stunden erreichen wir das Fährterminal, von dem die Passagiere auf die Inseln im Golf Thailands ablegen. Ko Samui, die größte und bekannteste der drei, hauptsächlich von Pauschaltouristen und Familien besucht, Koh Phan Ngan, bekannt für seine Vollmondparties und auf ein Publikum junger Traveller eingerichtet und mein Ziel, Koh Tao, Tauchermekka und die entspannteste, kleinste und ruhigste Insel der drei Golfschönheiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte versuch am Vortag per Telefon und Internet ein Hotel zu buchen, hatte dabei aber keinen Erfolg. Alles, oder zumindest die Unterkünfte, die am Meer liegen, so schien es, sind ausgebucht. Ich möchte aber nicht in irgendein Hotel an der Hauptstraße, wohlmöglich mit einer Baustelle daneben. Ich möchte in eines der Bungalowhotels direkt am Strand, die die gesamte Westküste säumen.&lt;br /&gt;Ich lasse mich mit einem Taxi an die schönste Stelle bringen und fange einfach an zu suchen. Tatsächlich sind die ersten 3 Unterkünfte, bei denen ich anfrage schon voll, aber schon bei der vierten habe ich Glück. Lustigerweise eine derjenigen, bei denen ich gestern noch angerufen habe, und die kein Zimmer frei hatten.&lt;br /&gt;Erst jetzt verstehe ich, dass die Gäste hier bleiben können solange sie wollen, ohne sich vorher festzulegen, und erst wenn jemand sich zur Abreise entschließt, wird das Zimmer, oder der Bungalow wieder vergeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schmeiße meine Koffer in das Zimmer und gehe runter zum Stand. Ich fühle mich wie im Paradies. Die Sonne geht langsam unter, man sieht hauptsächlich junge und gutaussehende Menschen, mit gebräunter Haut. In den Strandbars kehrt langsam Leben ein, eine leichte Briese weht.&lt;br /&gt;Ich komme an einer Palme vorbei, die der Wind irdendwann in ihre schiefe Lage und dazu gebracht hat, ihre Wuchsrichtung abrupt zu ändern. Sie sieht aus, als hätte man ihr, mir irgendeinem Hilfsmittel, einen 90° Winkel verpasst.&lt;br /&gt;Auf der Insel gibt es keine Hochhäuser. Alle Hotels haben große Anlagen und darauf Bungalows, einfachere aus Holz und Bambus, oder, die etwas teureren aus Ziegeln. So sieht die Insel vom Meer fast unbewohnt aus, da sich alle Häuser in Gärten und hinter Palmen verstecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich hier tun will? Jetzt kommt das Beste: Gar nichts! Es heißt man könne hier, durch die große Konkurrenz an Tauchschulen, so günstig wie nirgendwo sonst, das Tauchen erlernen, aber ich wohne zu weit vom Meer entfernt, als dass sich das für mich lohnen würde.&lt;br /&gt;Ein paar Agenturen bieten Felsenklettern an, und eine einen Schnorchelausflug auf dem man garantiert mit Haien schwimmen kann. Den ein oder anderen Ausflug werde ich sicherlich machen, aber eigentlich möchte ich nur im Meer schwimmen, ein Buch lesen, ab und zu an einer der vielen Bars einen Drink nehmen und ansonsten nichts tun.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7899745211766210304?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7899745211766210304/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7899745211766210304' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7899745211766210304'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7899745211766210304'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/willkommen-im-paradies.html' title='Willkommen im Paradies'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4055/4302840667_534d598795_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1511075306058129339</id><published>2010-01-24T14:53:00.003+01:00</published><updated>2010-06-12T13:34:36.661+01:00</updated><title type='text'>Alles ist gut</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4300560078/" title="Kite surfer von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4021/4300560078_578c574339_m.jpg" width="240" height="181" alt="Kite surfer" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ist die Sonne nicht ganz hinter der Stadt verschwunden und direkt am Wasser bekommt man noch ein paar wärmende Strahlen ab. An einer Hütte am Strand, einer abenteuerlichen Konstruktion aus Holz und Bambus, spielt eine Band Songs die man kennt und mit dem Sommer assoziert. "No woman no cry", dass sich auf "thailish" aber anhört wie "No woman no cly",  und "Hotel California". Man muss erst ein paar Takte hören, um die Lieder zu erkennen, aber das ist egal. Man sieht, dass die Musiker Spaß haben und alle, die drum herum sitzen, sind ebenfalls entspannt und gut gelaunt.&lt;br /&gt;Nur ein paar Schritte weiter tragen Wind und Brandung die Musik davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Vater spielt mit seinem Sohn im Wasser, ein paar Freundinnen spazieren am Strand entlang und, ich gehe jede Wette ein, unterhalten sich über Jungs, eine Kitesurferin fliegt über die Wellen, Familien packen ihre Sachen zusammen und machen sich auf den Heimweg.&lt;br /&gt;Warmer Wind bläst mir ins Gesicht und körperwarme Wellen umspühlen meine Füße. Ich spüre, wie das ablaufende Wasser den Sand unter ihnen mit sich nimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Everything is gonna be alright, everything is gonna be alright", kommt es aus der Hütte herüber und alles, wirklich alles, ist gut!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1511075306058129339?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1511075306058129339/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1511075306058129339' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1511075306058129339'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1511075306058129339'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/alles-ist-gut.html' title='Alles ist gut'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4021/4300560078_578c574339_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-3800766473182208026</id><published>2010-01-23T10:22:00.003+01:00</published><updated>2010-01-23T10:54:25.619+01:00</updated><title type='text'>Zum Nachtisch gibt es Käfer</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4296675545/" title="Want to try von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2707/4296675545_7c7e6aa96c_m.jpg" width="180" height="240" alt="Want to try" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen werde ich vom Regen geweckt, kurz bevor der Alarm meiner Armbanduhr es tut. Ich schaue zum Fenster heraus und sehe Sturzbäche von Wasser sich aus den dicken Wolken über mir ergießen. Was für ein Glück, dass ich für heute den Thai-Kochkurs belegt habe, von dem ich unlängst in meinem Reiseführer gelesen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der verabredete Treffpunkt ist in der Stadt, unweit des Marktes, auf dem lokale Bauern ihre Produkte verkaufen, alles Bio, wie uns Ratthreeya, unsere Kochlehrerin, erzählt, denn für Kunstdünger oder Pestizide hätte die Bauern nicht das nötige Geld. Sie legt großen Wert auf gute und naturbelassene Qualität, kocht ausschließlich mit Bioprodukten und ohne Natriumglutamat oder künstliche Aromen, erzählt sie uns bei dem Rundgang auf dem Bauernmarkt, wo wir die Zutaten für unser heutiges Menue einkaufen. Viele der Händler kennen sie schon und haben das, was sie benötigt bereits, in der erforderlichen Menge, zurecht gelegt. Während die Gruppe an einem der Gemüsestände steht, schaue ich mich um und endecke einen Händler der Kröten verkauft. Der Bauch wurde ihnen aufgeschnitten und die Eingeweide entfernt. Lediglich das Herz ist noch übrig und hängt aus dem Tier heraus.&lt;br /&gt;Zum Schluß wird noch ein Insekt erstanden, dass wie eine große Kakerlake aussieht, aber ein Wasserkäfer ist. Reich an Protein und wohlschmeckend, versichert sie uns und legt ihn zu unseren Einkäufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Draußen regnet es unvermindert, während wir mit einem Pickup zu Ratthreeyas Haus fahren, in dem sich auch ihre Kochschule befindet. Begrüßt werden wir dort von vier Hunden und Ratthreeyas Schwager, der bereits Kaffee gekocht hat.&lt;br /&gt;Seinem Akzent nach ist er Däne und ich lobe ihn für das schöne Haus. Ich frage ihn, ob es alt sei und er sagt mir, dass er es in den letzten 10 Jahren selbst entworfen und gebaut hat, fast ausschließlich mit Material aus Abrißhäusern. Im Innenhof hat er ein Basin angelegt, in dem Koi-Karfpen schwimmen, und in dass sich das Wasser aus einem kleinen Brunnen ergießt, davor Bänke und ein Tisch, rings herum stehen Kübelpflanzen - was für ein Kleinod!&lt;br /&gt;Stolz zeigt er mir, dass er gerade an einem Anbau arbeitet, in dem später einmal die neue Schulküche stehen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4296698497/" title="Fish pond von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4043/4296698497_8b534be577_m.jpg" width="180" height="240" alt="Fish pond" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Küche besteht aus einem Tresen auf dem eine Reihe von Gasherden stehen an denen wir später kochen werden und einem langen Tisch an dem wir erstmal Platz nehmen sollen. Jeder von uns bekommt eine Schürze und eine Kochmütze aufgesetzt und dann werden uns die Einkäufe nochmal im einzelnen erklärt und welche Zutat wir später für welches Gericht benötigen. Dann fängt der eigenliche Unterricht an. Es wird gehackt und geschnitten was das Zeug hält, immer unter den wachsamen Augen der Lehrerin. Als erstes sollen wir grüne und rote Currypaste herstellen. Nicht im Mixer, sondern zerstampft in einem Mörser. Ich frage nach, was von fertigen Currypasten aus dem Supermarkt zu halten ist, und bekomme als Antwort nur ein Stirnrunzeln und ein knappes "no good".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erste Gericht unseres Vier-Gänge-Menues, das auf der Speisekarte steht, ist grünes Curry mit Huhn. Alle Zutaten, sind in dem Heftchen, dass jeder von uns bekommen hat aufgeführt, zusätzlich ist noch eine Menge Platz für Notizen in unserer jeweiligen Muttersprache. Zuerst kocht Ratthreeya uns das Gericht vor, dann kocht jeder Schüler nach. Ich erwische ein bisschen zu viel von der Currypaste, aber als das Gericht fertig ist, schmeckt es wirklich himmlisch. Kein Vergleich mit den Pasten, die man bei uns im Supermarkt bekommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das zweite Gericht ist ein Souflé von Meeresfrüchten, das in einem, von uns zu einer kleinen Schachtel gefalteten, Bananenblatt gedämpft wird, und das wir mitnehmen sollen, um es als Abendessen zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann kommt der Klassiker der Thaiküche Tom-yam-khung, eine scharfe Kokosnusssuppe mit Shrimps und zum Nachtisch eine kühle Creme aus Kokosmilch, Jackfruit und Kartoffelmehl-Nudeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was denn eigentlich mit dem Wasserkäfer ist, den man uns versprochen hat, will ich, eher scherzhaft, wissen. Schon wird uns das Tier, von einer Küchenhilfe auf Holzkohle gegrillt, serviert. Man zeigt uns, wie man das "Filet" vom Panzer löst und jeder von uns bekommt ein kleines Stückchen davon. Zuerst lehne ich ab, aber ich will nicht der einzige sein, der nicht probiert hat. Der Geschmack läßt sich durch nichts verlgeichbares beschreiben, ist aber wieder Erwarten, gar nicht schlecht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-3800766473182208026?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/3800766473182208026/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=3800766473182208026' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3800766473182208026'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3800766473182208026'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/zum-nachtisch-gibt-es-kafer.html' title='Zum Nachtisch gibt es Käfer'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2707/4296675545_7c7e6aa96c_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2558322379761034273</id><published>2010-01-23T10:21:00.001+01:00</published><updated>2010-01-23T10:33:15.946+01:00</updated><title type='text'>Voll in die Fresse</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4297414606/" title="Muay Thai von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4028/4297414606_df0e05b47b_m.jpg" width="240" height="180" alt="Muay Thai" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich der erste Tritt in das Gesicht des Gegners sitzt und fügt ihm eine Platzwunde zu, die stark blutet. Dieser läßt sich dadurch aber nicht beeindrucken und tritt und schlägt seinerseits ebenfalls auf seinen Kontrahenden ein, bis der bereits in der ersten Runde zu Boden geht, sich aber nochmal aufrappelt und bis zur vierten Runde durchhält. Bei jedem Treffer gröhlt nun die Anhängerschaft desjenigen, der den Schlag plaziert hat. Der Gegner deutlich angeschlagen, traut sich der Stärkere kaum noch richtig zuzuschlagen, der Ringrichter schaut in die Ecke des Unterlegenen und bedeutet dem Trainer den Kampf abzubrechen, doch dazu kommt es nicht mehr. Ein letzter, gezielter Schlag auf den Kopf des Mannes und er geht entgültig zu Boden und muss aus dem Ring getragen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ich hier bei keinem Schaukampf für Touristen gelandet bin, wie ich ursprünglich annahm, wird mir relativ schnell klar. Hier kämpfen Profis und zwar durchaus mit harten Bandagen.&lt;br /&gt;Beim Muay Thai, dem Thai- oder Kickboxen, ist so ziemlich alles erlaubt. Tritte mit dem Knie, mit dem Fuß, Schläge mit der Faust oder Innenhand. Geschützt sind die Kämpfer lediglich mit Boxhandschuhen und einem Suspensorium. Dass dieses auch angelegt ist, prüft der Ringrichter bei jedem Kämpfer durch einen beherzten Griff in den Schritt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die europäischen Gäste gibt es Stiztplätze an Tischen, die Thais stehen am Ringrand und sind außer Rand und Band. Ein Mann im rosa Polohemd und mit abstehenden Ohren, ist offensichtlich der Buchmacher. Bereits wenn die Kämpfer den Ring betreten und durch rhythmische Bewegungen und Tänze versuchen den Gegner einzuschüchtern, können Wetten abgegeben werden, es werden aber auch noch Gebote während des Kamfpes akzeptiert.&lt;br /&gt;Während des Kampfes läuft traditionelle Musik in schnellem Rhythmus, nach dem die Kämpfer sich bewegen, um dann, blitzschnell, den Gegner zu attackieren.&lt;br /&gt;Nachdem die Ringrichter ihr Urteil gefällt haben, gehen die Kämpfer, mit einem 100 Baht-Schein zwischen den Lippen, durch das Publikum und bitten so um einen kleinen Betrag, sozusagen als Trinkgeld. Fast alle Boxer haben traditionelle Tätowierungen auf dem Rücken, die man bei vielen Thais sieht. Sie sollen den Träger beschützen, wie ein Talisman, den man in der Haut trägt. In dem Tigerkloster, das ich vor einigen Tagen besucht habe, waren fast alle Mönche am ganzen Körper mit Schriftzeichen und mystischen Symbolen tätowiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Thaiboxen ist Volkssport in Thailand und die Champions werden verehrt und sind reiche Leute. Aber wie fast überall, ist der Aufstieg beschwerlich und der Fall rapide. Wer ein Profi werden will, muss in eines der Boxcamps gehen und dort leben und hart trainieren. Zu Essen gibt es nur das Notwendigste um das Gewicht niedrig zu halten. Aber nur ein paar verlorene Kämpfe und man wird nicht mehr zu den großen Turnieren in Bangkok zugelassen und muss sich mit Kämfpen in der Provinz durchschlagen. &lt;br /&gt;Neuerdings gibt es sogar Boxcamps, die auch Frauen trainieren, aber Frauenkämpfe will eigentlich niemand sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da die verbleibenden zwei Fights versprechen, an Härte zuzunehmen, ich für heute aber genug gesehen habe, beschließe ich das Stadion vorzeitig zu verlassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2558322379761034273?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2558322379761034273/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2558322379761034273' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2558322379761034273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2558322379761034273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/voll-in-die-fresse.html' title='Voll in die Fresse'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4028/4297414606_df0e05b47b_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-552670764601141133</id><published>2010-01-21T15:52:00.003+01:00</published><updated>2010-01-22T13:24:42.995+01:00</updated><title type='text'>Monsoon</title><content type='html'>Das Restaurant heißt Monsoon. Bereits der Name gefällt mir. Ein altes Holzhaus, zwei Stockwerke, ein Balkon und ein tropischer Garten mit 3 Tischen. Mein Reiseführer beschreibt es als eines der teuersten und besten Lokale der Stadt.&lt;br /&gt;Innen arbeiten Deckenventilatoren aus Messing gegen die Hitze an, Wände, Decke und Boden sind aus Teakholz, die Tische mit weißen Tischtüchern gedeckt. Hier bietet man vietnamesiche und thailändische Spezialitäten an. Ich bestelle, na was schon, grünes Curry mit Huhn und was ich serviert bekomme sprengt meine, bereits hohen, Erwartungen.&lt;br /&gt;Die treuen Leser meines Blogs werden sich daran erinnern, dass ich auf meiner Reise das beste Curry des Landes gesucht habe. Zwar bin ich noch etwa zwei Wochen unterwegs, glaube aber behaupten zu können, es hier gefunden zu haben. Jede Menge geviertelter Feigen und ganze Tamarinden schwimmen in einer Soße, die nicht von dieser Welt ist. Genau die richtige Mischung aus Säure, Schärfe, Thai-Basilikum und verschiedenen anderen Gewürzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe heute in Erfahrung gebracht, dass hier Kochkurse für authentisch thailändische Küche angeboten werden. Ein Teil des Kurses besteht darin Currypaste, rote und grüne, selber herzustellen und dann Gerichte daraus zuzubereiten. Ich liebe es zu kochen, finde es kreativ und entspannend, und an einem solchen Kurs wollte ich schon immer einmal teilnehmen. Die Gelegenheit dazu lasse ich mir diesmal nicht durch die Lappen gehen. Schließlich möchte ich ja nach meiner Rückkehr zusammen mit meinem Freund Werner den "Günzenhauser Tongue Burner" zubereiten, da kann ein bisschen Training nicht schaden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-552670764601141133?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/552670764601141133/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=552670764601141133' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/552670764601141133'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/552670764601141133'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/monsoon.html' title='Monsoon'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-4470847794450622323</id><published>2010-01-20T17:38:00.002+01:00</published><updated>2010-01-20T17:39:05.428+01:00</updated><title type='text'>Bei meiner thailändischen Tante</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4290913466/" title="Lonely rider von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4022/4290913466_35aa665a02_m.jpg" width="240" height="180" alt="Lonely rider" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Sawadee ka" meldet sich eine symphatische Stimme am anderen Ende der Leitung. Ich frage die junge Frau ob sie Englisch spricht und dann nach einem freien Zimmer. Beides wird mit ja beantwortet.&lt;br /&gt;Das Ban Somboon wird in meinem Reiseführer als eine Unterkunft beschrieben, in der man sich fühlt, als wäre man bei seiner thailändischen Tante zu Besuch. An den Wänden des kleinen traditionellen Holzhauses hängen Familienfotos, der Garten ist üppig grün, vor dem Tor sitzt eine Katze und im Garten döst ein dicker Hund in den Tag hinein. Die Frau, die meine Reservierung entgegengenommen hat, hält was ihre Stimme versprach.&lt;br /&gt;Ich werde nach oben geführt und mir wird mein Zimmer gezeigt. Der blitzblank geputzte Teakholzboden im Haus verlangt danach, wie überall in Asien üblich, die Schuhe auszuziehen und vor der Eingangstür stehen zu lassen. Das Zimmer ist gemütlich, mit einem großen Deckenventilator über dem Bett aus dunklem Holz und zwei Fenstern, die offen stehen und mit Moskitonetzen versehen sind.&lt;br /&gt;Wer steigt denn in einem der vielen 5 Sterne Häuser ab, die auf der ganzen Welt gleich aussehen, wenn man für ein zehntel des Preises in so einem netten Guesthouse wohnen kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hua Hin ist einer der prächtigsten Badeorte Thailands, was zum einen an der Nähe zu Bangkok and zum anderen an der Tatsache liegt, dass die thailändische Königsfamilie hier ihren Sommersitz hat. Das Publikum in der Stadt ist dann auch eher gesittet und im besten Alter. Man spielt Golf.&lt;br /&gt;Der Strand, den ich gleich nach meiner Ankunft inspiziere, ist sauber und nicht überfüllt. Sicherlich kein einsames Tropenparadies, aber ich wollte die Fahrt nach Ko Tao nicht in einem Stück erledigen um dann dort, von der Klimaanlage des Busses tiefgefroren und total erschöpft anzukommen. Außerdem verläßt der Direktbus Bangkok bereits um 6:00 morgens, was bedeutet hätte um 4:00 aufstehen zu müssen und darauf habe ich in meinem Urlaub nun wirklich keine Lust, auch wenn mir diese Option von dem Reisebüromitarbeiter als besonders "convenient", also angenehm angepriesen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gönne mir sogar den Luxus, die ca. 200 Kilometer lange Fahrt mit dem Taxi zurückzulegen. Eigentlich sollte der Fahrer mich nur zum Bahnhof bringen, aber nachdem er mir einen guten Preis gemacht hat und ich überhaupt keine Lust auf Gedränge in der Bahnhofshalle habe, akzeptiere ich. Die Fahrt kostet mich übrigens fast genau so viel, wie die 15 minütige Fahrt von meiner Wohnung zum Müncher Flughafen.&lt;br /&gt;Der Fahrer freut sich das unerwartete Geschäft und ruft gleich seine beiden Kollegen an, die ebenfalls vor meinem Hotel in Bangkok standen aber keine Lust hatten mich zu fahren, weil ihnen die Strecke nicht lang genug war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben seiner vielen Wassersportangebote und Strand und Meer ist Hua Hin vor allem für seine Restaurantszene im ganzen Land bekannt. Aber nicht nur in den vielen Restaurants der Stadt isst man ausgezeichnet, sondern auch auf dem Nachtmarkt, der als einer der schönsten des Königreiches gilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Sonnenuntergang mache ich noch einen kurzen Strandspaziergang. Seit dem ich als 20-jähriger, nach dem Abitur mit ein paar Schulfreunden auf einer Tour durch Frankreich und Spanien, am Strand von Biarriz jeden Tag einen Aprikosenbeignet aß, bekomme ich nun immer, wenn ich ans Meer komme, Lust auf genau so einen Beignet. Eine Konditionierung, die ich wohl nie wieder los werden werde.&lt;br /&gt;Die Dunkelheit setzt sich bereits auf das Meer und es sind nicht mehr viele Menschen am Strand. Ich setzt mich in den Sand und schaue auf das Meer hinaus, als ein einsamer Reiter an mir vorbeireitet. Ich schaue ihm nach, bis er am Horizont verschwunden ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-4470847794450622323?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/4470847794450622323/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=4470847794450622323' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4470847794450622323'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4470847794450622323'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/bei-meiner-tante-in-thailand.html' title='Bei meiner thailändischen Tante'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4022/4290913466_35aa665a02_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2243806897418120249</id><published>2010-01-19T18:15:00.001+01:00</published><updated>2010-01-19T18:15:47.097+01:00</updated><title type='text'>Wie ich zu Fischfutter wurde</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4288486036/" title="Gate of Chinatown von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2796/4288486036_1e370e40fc_m.jpg" width="240" height="203" alt="Gate of Chinatown" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ersten Chinesen besiedelten die Ufer des Chao Praya bereits lange bevor hier die neue Hauptstadt errichtet wurde, als Handelsaußenposten. Zum Bau der neuen Hauptstadt wurden dann zusätzliche Arbeitskräfte in China angeheuert, von denen die meisten sich zum Bleiben entschlossen und, da Chinesen fleißig und geschäftstüchtig sind, kamen viele von ihnen schon bald durch ihren Handel zu Wohlstand und bekleideten sogar königliche Ämter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute leben sie noch immer in dem Stadtteil, der als Chinatown bekannt ist, und der doch so ganz verschieden zu den Chinatowns anderer Städte ist. Kleine Straßen und Gässchen bilden ein undurchschaubares Labyrinth in dem man sich nur zu leicht veirren kann. In den meisten der alten Shophouses sind heute Großhändler, je nach Straße getrennt. In einer sitzten alle Schrotthändler, in der anderen kann man Seile en gros erwerben, in wieder der nächsten werden Säcke für Reis oder Zucker angeboten. Es gibt eine Straße für Gummischuhe, eine für Metallkleinteile, eine für Fischernetze, kurz, hier wird gehandelt, was später in den Regalen des Landes landet. Der Strom der Waren in die Lager der Grossisten reißt nicht ab. Da die meisten der Gassen zu schmal für Autos sind, werden sie mit Motorrädern oder per Sackkarren angeliefert. Sowohl Motorräder als auch Sackkarren sind dabei geradezu grotesk überladen und ich frage mich nicht nur einmal, wie man so ein Gefährt überhaupt noch manövrieren kann.&lt;br /&gt;Zusätzlich zu den Warenlieferungen kommen dann noch die Fußgänger, Touristen und, wie überall in Bangkok, die Garküchen, die so gut wie alle Bürgersteige der Stadt säumen.&lt;br /&gt;Chinatown ist der am dicht besiedeltste Stadtteil Bangkoks und ensprechend wuselig geht es in den Straßen zu. Ich tauche ein und lasse mich von der Menge mitreißen, eine andere Chance hat man auch gar nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als mich der Strom der Waren und Menschen irgendwann wieder frei gibt, beschließe ich, dass es Zeit für ein bisschen Erholung ist.&lt;br /&gt;"Dr. Fish" oder "Fish Spa" nennen sich viele der Läden, die in Asien neuerdings überall aus dem Boden schießen. In ihnen stehen große Fischtanks und ringsherum Sitzbänke. Für ein paar Bath kann man seine Füße in den Tank halten und die Fische stürzen sich gerade zu auf einen und fangen an, die abgestorbenen Hautzellen von den Füßen zu knabbern. Am Anfang ein eigenartiges Gefühl, mehrmals muss ich meine Beine wieder aus dem Wasser ziehen, aber schon nach ein paar Minuten hat man sich an die Vorstellung gewöhnt, dass andere Lebewesen sich an einem zu schaffen machen, man sich quasi den Fischen bei lebendigem Leib zu Fraß vorwirft, und genießt die Prozedur.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2243806897418120249?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2243806897418120249/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2243806897418120249' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2243806897418120249'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2243806897418120249'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/wie-ich-zu-fischfutter-wurde.html' title='Wie ich zu Fischfutter wurde'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2796/4288486036_1e370e40fc_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7386896349478585930</id><published>2010-01-18T17:58:00.002+01:00</published><updated>2010-01-19T18:19:23.251+01:00</updated><title type='text'>Boote mit langen Schwänzen</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4287749943/" title="Longtail von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4071/4287749943_89721c12d7_m.jpg" width="240" height="103" alt="Longtail" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Skytrain fährt zwar nicht im Himmel, wie sein Name vermuten ließe, aber immerhin doch auf Betonstelzen, ein paar Meter über der Stadt und gibt, seit er vor etwa zehn Jahren gebaut wurde, Ausblicke auf Bangkok preis, die früher nur Bewohner höherer Stockwerke hatten. Bangkoks Nahverkehr ist schnell zuverlässig und extrem sauber. Einlaß erlangen die meisten Fahrgäste mit elektronisch lesbaren Karten, die mit samt dem Geldbeutel, in dem sie verstaut sind, im Vorbeigehen auf die Lesegeräte gelegt werden. Die Schrake öffnet sich und man kann passieren.&lt;br /&gt;Die Bahnhöfe gleichen oft kleinen Shopping Malls, zumindest gibt es aber fast überall ein paar Stände mit Säften und kleinen Snacks. Mein Lieblingsstand ist Soontra. Hier gibt es für ein paar Cent frische Säfte. Der klassiker Orange ist genauso zu haben wie Exotisches, zum Beispiel "Tiger Herbal" oder Lemongrass. Einfach lecker, so ein Vitaminstoß am Morgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt mag ich die Morgen in Bangkok. Ich mag es, wenn die ersten Händler und Garküchen ihre Stände wieder in Betrieb nehmen, den Geruch nach gedämfpten Reis, Gemüse und gebratenem Huhn - das Frühstück der Thais unterscheidet sich nicht wesentlich vom Mittag- oder Abendessen. Ich mag es, wenn mir die Morgensonne ins Gesicht scheint, während ich auf den Zug warte um zu irgendeiner Sehenswürdigkeit zu fahren.&lt;br /&gt;Es gefällt mir zuzuschauen, wie das Leben auf dem "Chao Praya" der Wasserstraße der Stadt, wieder zum Leben erwacht, die schwimmenden Händler wieder mit ihren Waren unterwegs sind, die Longtailboote über das Wasser schießen und die Wasserbusse, mit Einheimische und Touristen beladen, von einer Station zur anderen pendeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Longtailboote gibt es nur in Thailand, zumindest habe ich sie noch nirgendwo sonst gesehen. Es sind lange, schmale, oft kunstvoll bemalte Holzboote, die mit einem Außenbordmotor angetrieben werden. Man verwendet dazu aber nicht die handelsüblichen Außerborder, sondern Automotoren, die eine Schiffsschraube an einer langen Welle, sie aussehen wie ein langer Schwanz, antreiben. Daher kommt der Name. Komplett übermotorisiert erreichen diese Boote Geschwindigkeiten, dass einem Angst und Bange werden kann, wenn der Skipper mal in Vollgaslaune ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere mich daran, dass ich zusammen mit meinem Freund und Kollegen Hans Jörg Remde und seiner Freundin Anne, in einem Layover vor ein paar Jahren, einmal mit einem Longtailboot zu einem hübschen Restaurant auf dem Wasser fahren wollten. Da wir dem Fahrer nicht einmal annähernd den Preis bezahlen wollten, den er verlangte und ihn das irgendwie übellaunig machte, gab er auf der Fahrt auf dem Fluß alles. Hans Jörg, der ganz vorne, in der Spitze des Bootes saß, bekam die Schläge, die das Boot an seine Passagiere weitergibt, wenn es über die Wellen prescht, besonders hart zu spühren. Aus Angst aus dem Boot geschleudert zu werden, klammerte er sich krampfhaft an der Bootswand fest und sah dabei alles andere als glücklich aus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7386896349478585930?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7386896349478585930/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7386896349478585930' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7386896349478585930'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7386896349478585930'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/boote-mit-langen-schwanzen.html' title='Boote mit langen Schwänzen'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4071/4287749943_89721c12d7_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7618575907625948961</id><published>2010-01-17T18:35:00.001+01:00</published><updated>2010-01-17T18:35:53.677+01:00</updated><title type='text'>Die Stadt der Affen</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4282321766/" title="Temple monkeys von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2692/4282321766_40d0462296_m.jpg" width="240" height="180" alt="Temple monkeys" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schreck fährt mir in alle Glieder und blitzschnell drehe mich um, als mich der Affe anspringt und sich an meiner Tasche festklammert. Sofort lässt er von mir ab und rennt einen der Türme der Ruine nach oben um Schutz zu suchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist Lopburi nur noch eine Provinzstadt, mit Märkten, Imbissständen und Tempelruinen, aber das war nicht immer so.  Lopburi ist eine der ältesten Städte Thailands und hatte seine Blütezeit zwischen dem 6. und 11. Jahrhundert, als sich das Khmer-Reich immer weiter nach Osten ausdehnte. Aus dieser Zeit stammen auch die eindrucksvollen Ruinen der Tempel und Klöster, die über die Altstadt verteilt stehen. Diese alleine würden schon einen Besuch rechtfertigen, aber die Stadt ist heute vor allen Dingen bekannt, für seine tierischen Mitbewohner, die Affen.&lt;br /&gt;Wenn man durch die Altstadt läuft, stellt man sich allerdings die Frage, wer in dieser Stadt eigentlich das Sagen hat. Die Affen sind wirklich überall und bewegen sich völlig frei und ohne Scheu oder Angst durch ihr Revier. Sie hangeln sich and den Strom- und Telefonleitungen von Gebäude zu Gebäude, springen von Dächern auf Markiesen und von dort auf den Boden. Sie lassen sich von langsam vorbeifahrenden Autos ein Stückchen mitnehmen und sehen es als ihr legitimes Recht an sich alles zu nehmen, was sie greifen können.&lt;br /&gt;An einem Verkaufsstand habe ich sie zu fünft auf und in dem Gestänge von Sonnenschirmen, die eigentlich aufgestellt wurden, um der Kundschaft Schatten zu bieten, herumturnen sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hauptsächlich findet man sie am "Prang Sam Yot", ein ursprünglich hinduistischer Schrein, drei miteinander verbunden Türme, aus dem 13. Jahrhundert und in den umliegenden Straßen und Gebäuden. Die direkt an den Tempel angrenzenden Gebäude sind unbewohnt und die Affen haben sie sich erobert. Mit großem Geschrei und schnell jagen sie sich gegenseitig die Fassaden hoch. Ein paar der Fenster haben sie aus den Verankerungen gerissen, um sich Einlaß zu verschaffen - von hier vertreibt sie keiner mehr.&lt;br /&gt;Alle Fenster der Stadt sind vergittert, was die Affen zwar einerseits abhält in die Gebäude zu gelangen, andererseits die Häuserlandschaft jedoch zu einem riesigen Kletterpark für sie werden läßt. In meinem Hotel werde ich ermahnt die Fenster unbedingt geschloßen zu halten um nicht ungebetenen Besuch zu bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4282326442/" title="Monkey on telephone cables von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4063/4282326442_a72880797e_m.jpg" width="240" height="180" alt="Monkey on telephone cables" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe beobachtet, wie ein Mädchen, das gerade sein Motorrad abstellen wollte, von einem Affen von hinten angesprungen und dazu genötigt wurde, ihr Vehikel zu verlassen, nur weil der Affe es, aus Langeweile, untersuchen und nach Essbarem absuchen wollte.&lt;br /&gt;Erst wenn sie es, wie in diesem Fall zu weit treiben, holen die Bewohner ihre langen Bambusstöcke zum Vorschein, um die Plagegeister auf Distanz zu halten. Viele der Menschen haben auch Steinschleudern in den Hosentaschen. Alleine der Anblick einer solchen in der Hand eines Menschen läßt sie die Fluch ergreifen. Dabei wird stets darauf geachtet, die Makaken nicht zu verletzten, denn das wäre mit dem buddhistischen Glauben nicht vereinbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben sehen die Affen niedlich aus und sie zu beobachten bringt einem zum Lachen, aber man sollte nicht vergessen, dass es sich trotz allem um wilde Tiere handelt und schon manch ein Tourist hat ein gutes Foto eines süßen Affenjungen mit einer Bisswunde, beigebracht vom verteidigungsbereiten Muttertier, bezahlen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein wirklich kurioster Ort, aber ein Thai würde das natürlich anders sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7618575907625948961?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7618575907625948961/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7618575907625948961' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7618575907625948961'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7618575907625948961'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/die-stadt-der-affen.html' title='Die Stadt der Affen'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2692/4282321766_40d0462296_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1356413344329359011</id><published>2010-01-15T16:27:00.001+01:00</published><updated>2010-01-15T16:32:10.054+01:00</updated><title type='text'>Ruhetag am Fluß</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4276054047/" title="Guesthouses von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2707/4276054047_bec83f86d3_m.jpg" width="240" height="180" alt="Guesthouses" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann stundenlang an einem See oder dem Meer sitzen und ins Wasser schauen, ohne dass mir dabei auch nur eine Sekunde lang langweilig würde. Eigentlich wollte ich heute schon weiter ziehen, in eine andere Stadt, aber nach dem Aufstehen fiel mir ein, dass ich mein Guesthouse noch gar nicht richtig genutzt habe. Ich habe mich auf meinen Reiseführer verlassen und voll ins Schwarze getroffen. Jedes Zimmer hat einen kleinen Privatgarten, nicht größer als 3 Quadratmeter, voll mit tropischen Pflanzen und das Zimmer selbst hat eine Empore aus Teakholz, auf dem, so wie in Thailand üblich, die Matratze liegt. Ein schönes, geräumiges Bad mit einem Zugang zum Garten kompletiert das ganze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4276804358/" title="My room von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4023/4276804358_625e8de692_m.jpg" width="240" height="180" alt="My room" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Frühstück wird auf einer Terrasse angeboten, von der man Blick auf den Fluß und das Leben darauf hat. Ab uns zu fährt eines der typischen Longtailboote vorbei, dann herrscht wieder Ruhe.&lt;br /&gt;Über der Frühstücksterrasse befindet sich eine weitere Terrasse der gleichen Größe, auf der man evenfalls eine Teakholzempore errichtet hat, nur ist diese mit Segeltuch überdacht und auf der Empore liegen die typisch thailändischen Baumwollpolster mit dem dreieckigen Rückenteil, auf denen man wunderbar entspannen kann. Hier möchte ich den Großteil meines Tages verbringen und mein erstes Buch auslesen um es am Abend dem nahegelegenen Secondhand-Buchladen zu überlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas mehr als 5 Stunden liege ich über dem Fluß, lese und döse. Aber irgendwann stellt sich dann der Hunger ein. Da ich auch dem Stadtzentrum Kanchanaburis noch keinen Besuch abgestattet habe, gehe ich nach einer kleinen Stärkung, weiter in Richtung Zentrum. Auf meinem Weg komme ich an einem Soldatenfriedhof für die, beim Eisenbahnbau verstorbenen, englischen Soldaten, mit einem angeschlossenen Museum, vorbei.&lt;br /&gt;Zuerst gehe ich über den Friedhof und schaue mir die Grabsteine an, auf denen neben dem Namen, dem Rang und der Einheit, in der der Soldat diente, auch das Alter der Gefallenen angegeben sind. Der jüngste war gerade einmal 18 Jahre alt, als er durch Entkräftung oder an Malaria oder Typhus, fern von seiner Familie und allem was er kannte, starb. Heute wäre er 85 und hätte noch gute Chancen am Leben zu sein und auf ein Leben zurückzublicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Museum ist kein fröhlicher Ort. Neben der Planung der Eisenbahnlinie wird besonders das Schicksal der Arbeitskräfte dokumentiert. Es gibt Nachbildungen von Feldlazaretten und den Güterwagen, in denen die Gefangenen aus allen Himmelsrichtungen herangeschafft wurden, alte Fotos, Briefe, die die Soldaten nach Hause schicken durften und die aus einem vorgefertigten Text, mit Stellen zum Ankreuzen, bestanden. Ein Beispiel: Dear ...! My health contition is good, standard, poor. I work for pay / I get a monthly salary, usw. Nicht zutreffendes musste gestrichen werden und Lücken durften handschriftlich ausgefüllt werden. Persönliche Bemerkungen waren nicht erlaubt. Nur an einer Stelle hieß es "send my regards to ....." und in die Lücke durften die Namen von lieben Personen eingetragen werden.&lt;br /&gt;Ähnlich gründlich wie die Deutschen, haben auch die Japaner dokumentiert, wie wenig Nahrung einem Gefangenen zusteht und welche Strafen er für welches Fehlverhalten zu erdulden hatte.&lt;br /&gt;Auf einer der Schrifttalfeln im Museum wird darauf hingewiesen, dass kein Land der Welt seine besten Truppen für die Bewachung Gefangener abstellt und sich daraus, zumindest teilweise, die extreme Härte erklärt, mit der man die Menschen hier behandelt hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1356413344329359011?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1356413344329359011/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1356413344329359011' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1356413344329359011'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1356413344329359011'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/ruhetag-am-flu.html' title='Ruhetag am Fluß'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2707/4276054047_bec83f86d3_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-8300426112008059152</id><published>2010-01-14T14:25:00.001+01:00</published><updated>2010-01-14T14:25:57.480+01:00</updated><title type='text'>Schwimmen im Urwald</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4274177030/" title="River Kwae von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4013/4274177030_ef60c774df_m.jpg" width="180" height="240" alt="River Kwae" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Floß wird von den Stromschnellen erfasst und dreht sich plötzlich. Der Steuermann versucht noch gegenzulenken, doch vergebens. Ich bekomme eine volle Ladung Wasser ab und bin froh, dass ich meine Kamera noch rechtzeitig in meiner wasserdichten Tasche verstauen konnte. Danach wirkt der Fluss genauso träge und ruhig wie zuvor. Auf dem Kwae hat unsere Tour jedoch nicht begonnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits um 8 Uhr kommen wir am Elefantencamp an, um hier unsere Reittiere zu besteigen. Zwar habe ich im letzten Jahr eine kurze Einführung in das Reiten von Elefanten bekommen, das verschweige ich aber hier in aller Bescheidenheit. Heute bin ich nur Passagier und nehme auf einer Holzbank, auf dem Rücken des Tieres, hinter dem Mahut, Platz. Der Ritt bringt uns durch den Urwald und durch ein Karen-Dorf, einer ethnischen Minderheit, die aus dem nahen Burma geflüchtet sind um hier eine neue Heimat zu finden. Die einfachen Hütten sind aus Bambus gebaut und haben weder Strom noch fließendes Wasser, aber die Menschen, die vor den Häuser sitzen sehen zufrieden aus.&lt;br /&gt;Der Ritt dauert etwa eine Stunde, was aber nicht viel heißt, denn Elefanten sind nicht gerade die Ferraris unter den Reittieren, bis wir am Fluß ankommen. Dort sollen wir nun auf die Bambusflöße umsteigen. Ein paar Karenfrauen aus dem nahen Dorf verkaufen Bananen, die man an die Elefanten verfüttern kann. Ich kaufe gerne ein Körbchen um mich bei meinem Dickhäuter erkenntlich zu zeigen.&lt;br /&gt;Eine andere Frau trägt eine, mehrere Meter lange, gelbe Python-Schlange über den Schultern und bietet an, diese den Touristen um den Hals zu legen und sie dann zu fotografieren. Ich lehne ab, darf das prächtige Tier aber trotzdem streicheln. Es fühlt sich kalt, glatt und trocken an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4273424915/" title="Elephant ride von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2722/4273424915_7e05f0ac5f_m.jpg" width="240" height="180" alt="Elephant ride" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bambusflöße sind sehr einfach und man möchte kaum glauben, dass sie 6 Menschen tragen können. Der Steuermann sitzt vorne auf dem Floß und steuert mit einem Paddel. Der Staudamm wurde am Morgen geöffnet und so führt der Fluß genügend Wasser und hat eine ordentliche Fließgeschwindigkeit.&lt;br /&gt;Die Fahrt führt mitten durch den Dschungel, vorbei an alten Baumriesen und Bambus, der sich über den Fluß neigt. Wir scheuchen einen Schwarm Reiher auf, die dicht über uns hinwegfliegen, dann hört man nur das Rauschen des Wassers und die Geräusche des Urwalds. Ab und zu gabelt sich der Fluß und wenn man näher ans Ufer kommt kann man kleine Kolibris beobachten, die von Blüte zu Blüte schwirren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir angelegt haben wartet unsere Führerin bereits auf uns, um uns das letzte Stück des Weges mit einen Kleinbus zu fahren.&lt;br /&gt;Ziel des heutigen Ausflugs ist der Erawan Nationalpark, genauer gesagt der siebenstufige Wasserfall, der dem Park seinen Namen gab. Die ersten beiden Stufen sind noch leicht, auf gut angelegten Wanderwegen zu erreichen, danach geht es auf felsigen Wegen weiter und ich bin froh, mich heute gegen Sandalen entschieden zu haben. Den ersten Teil des Weges lege ich mit Katie, einer Australierin, zurück, die heute ihren 22. Geburtstag feiert, und auf dem Weg nach England ist, um dort ein Jahr zu verbringen. Ihr Bruder, den sie auf dem Weg besuch, lebt seit einem Jahr in Thailand und arbeitet als Designer für Sporttrikots auf der Insel Phuket. Es gibt schlimmere Schicksale.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4273442003/" title="Erawan Falls von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4045/4273442003_445236b978_m.jpg" width="240" height="180" alt="Erawan Falls" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder Wasserfall ergießt sich, türkisblau, in ein mehr oder weniger großes Becken und jedes davon läd zum Schwimmen ein. Mir gefällt Becken Nummer 4 am besten, da es über eine natürliche Wasserrutsche verfügt. Bereits am Eingang des Parks wird man ermahnt stets seine Sachen im Auge zu behalten, da es an den Wasserfällen nur so vor Affen wimmelt, die sich einen Spaß daraus machen, Taschen und Rucksäcke der Touristen zu stehlen um sie auf den Wipfeln der Bäume nach Essbarem zu durchsuchen. Bevor ich in das natürliche Becken springe, knote ich deshalb meine Tasche an einer Baumwurzel fest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder Tourist, der den Park betritt muss für jede Wasserflasche und für jede Verpackung anderer Lebensmittel ein Pfand von 20 Bath bezahlen, die er, beim vorweisen der leeren Flaschen, wieder zurückbekommt. So wird verhindert, dass dieses wunderschöne Stück Natur gedankenlos zugemüllt wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-8300426112008059152?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/8300426112008059152/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=8300426112008059152' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8300426112008059152'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8300426112008059152'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/schwimmen-im-urwald.html' title='Schwimmen im Urwald'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4013/4274177030_ef60c774df_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2736686618329442848</id><published>2010-01-13T13:52:00.003+01:00</published><updated>2010-01-13T14:10:48.527+01:00</updated><title type='text'>"No Red Please"</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4271567456/" title="Tiger von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4015/4271567456_94a8793577_m.jpg" width="240" height="180" alt="Tiger" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"And please remember not to wear any red, orange or pink" ermahnt mich das Mädchen, bei dem ich gerade den Ausflug gebucht habe, als ich mich verabschiede. Rot und rosa könnten die Tiger für Verletzungen halten und mich attackieren, orange ist den Mönchen vorbehalten und man möchte, dass diese sich von den Besuchern unterscheiden. Mein Besuch soll mich in den berühmten Tigertempel führen, der bekanntesten Touristenattraktion der Umgebung von Kanchanaburi. &lt;br /&gt;Der Abt und Gründer des Klosters muss wohl mal einen verwaisten oder veletzten Tiger gefunden und sich seiner angenommen haben. Schnell sprach sich die Nachricht herum und Reporter kamen von überall herbei um über den Tigermönch zu berichten. Selbst im deutschen Fernsehen habe ich, in der Reihe "Auslandsjournal", einmal einen Bericht über den Abt gesehen.&lt;br /&gt;Aus einem Tiger sind mittlerweile 30 geworden und der geschäftstüchtige Mönch erkannte das Potenzial seiner Bekanntheit. So wurde aus dem Kloster ein Touristenmagnet, den sich niemand entgehen läßt, der sich in der Gegend aufhält.&lt;br /&gt;Besuchszeit des Tempels ist zwischen 12 und 15:30 Uhr und zu dieser Zeit reißen die Besucherschlangen nicht ab. Gleich beim Durchschreiten der Klosterpforten fällt mir ein penetranter Geruch auf. Mittlerweile nennen die Mönche nicht nur die Großkatzen sondern auch Hirsche, Wildschweine, jede Menge Wasserbüffel und ein Kamel ihr eigen. Die Mischung der Gerüche all dieser Tiere schlägt mir nun entgegen.&lt;br /&gt;Nach einen kurzen Marsch über die Anlage werden die Besucher in eine Schlucht geführt, wo sie sich wiederum in eine Schlange Wartender einzureihen haben. Die Raubtiere liegen an, im Boden befestigten, Pflöcken angekettet, träge in der Mittagshitze. Die Besuchszeiten sind extra deshalb so gewählt, da die Tiere nach ihrem täglichen Training, der Fütterung und der mittäglichen Temperaturen wegen, besonders friedlich sind.&lt;br /&gt;Während wir in der Schlange warten, wird uns gesagt, dass wir nicht selbst fotografieren dürfen, sondern das einer der beiden Aufpasser, die jedem Besucher zugeteil werden, das Fotografieren erledigen wird. Einer der Wärter nimmt den Besucher an der Hand und führt ihn durch die Schlucht, der andere ist dafür zuständig, Fotos des Besuchers mit den Katzen zu machen. Man will einfach keine Besucher alleine durch die Schlucht laufen und, auf der Suche nach dem besten Motiv, unvorsichtig werden lassen.&lt;br /&gt;Die Damen müsssen zudem noch alle Halsketten und Armreifen abnehmen, da, genau wie bei Hauskatzen, der Spieltrieb durch herunterhängende, hin- und herschaukelnde, Anhänger geweckt würde. Außerdem sind keine Sonnenbrillen erlaubt, denn die machen Tiger agressiv.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich bin ich an der Reihe. Einer der Helfer nimmt meine Kamera, der andere meine Hand und führt mich zu meinem ersten Tiger. Man muss sich jedem Tier von seiner Hinterseite her nähern, weil von der weniger Gefahr droht, als von der Seite an der sich der Kopf mit den tödlichen Zähnen befindet. So knie ich vor den riesigen Tier nieder und kann, zum ersten Mal in meinem Leben, einen Tiger berühren. Ein paar Fotos und schon geht's zum nächsten Tier. Bei einer der Katzen kann ich die enorm große und kräftige Hintertatze in die Hand nehmen, bei einem anderen halte ich sogar den Schwanz in die Höhe, während ein Foto von mir gemacht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4270829927/" title="Holding a tiger's tale von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4004/4270829927_3f55f0ec21_m.jpg" width="240" height="240" alt="Holding a tiger's tale" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In wenigen Minuten ist alles vorbei und jeder Besucher prüft sofort nach Verlassen der Schlucht die Fotos, die soeben von ihm und den Tigern gemacht wurden.&lt;br /&gt;Als nächstes kann man die Jungtiere besuchen, die zum Teil in großzügigen Gehegen und zum Teil ebenfalls am Boden angekettet auf Besucher warten. Hier darf man nun selber fotografieren, es stehen lediglich ein paar Mönche als Aufsicht bereit.&lt;br /&gt;Gerade als wir uns zum Gehen wenden, fährt ein Pick-up Laster an uns vorbei und wirft haufenweise Tapioka-Knollen auf den Boden. Im Nu kommen die Wasserbüffel und das Kamel herbeigerannt um sich ihr tägliches Futter abzuholen und man befindet sich auf einmal in Mitten einer Horde schmatzender Büffel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4271633030/" title="Kwai von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2616/4271633030_e77d9cee87_m.jpg" width="240" height="180" alt="Kwai" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2736686618329442848?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2736686618329442848/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2736686618329442848' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2736686618329442848'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2736686618329442848'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/no-red-please.html' title='&quot;No Red Please&quot;'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4015/4271567456_94a8793577_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-5198253135683360115</id><published>2010-01-13T13:40:00.005+01:00</published><updated>2010-01-14T14:39:34.437+01:00</updated><title type='text'>"Death Railway Bridge"</title><content type='html'>Der Mae Nam Kwae Yai fließt gemächlich durch sein Bett, kein reißender Bach, sondern ein ruhiger Strom, der seine Ruhe auch auf die Menschen überträgt, die an seinen Ufern wohnen. Eilig hat es hier niemand. Ich laufe am Fluß entlang und beobachte die Anwohner bei ihrer Arbeit: eine Frau wäscht im Fluß ihre Wäsche, ein Fischer rudert mit seinem Fang nach Hause, ein paar Handwerker zimmern an irgendetwas im Freien herum. Und doch laufe ich an einer echten Berühmtheit entlang, nur kennt man ihn im Westen unter einem anderen Namen. "Die Brücke über den Kwai" hieß der Spielfilm, der von den Strapazen, Mißhandlungen und Entbehrungen der Kriegsgefangenen handelt, die diese Brücke bauen mussten.&lt;br /&gt;Zwar heiß Kwai auf Thai "Wasserbüffel" und Thais belustigt es, wenn man ihren Fluß so nennt, aber der Film hat den Namen, zusammen mit seiner Filmmusik, die später noch einmal für einen Werbespot ("Komm' doch mit auf den Underberg") herhalten musste, in unser aller Gedächtnis gebrannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4270816409/" title="Fisherman von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4025/4270816409_0606636921_m.jpg" width="240" height="164" alt="Fisherman" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Brücke, für die Touristen auch reißerisch "Death Railway Bridge" genannt, war jedoch nur ein winziger Abschnitt eines gigantischen Vorhabens. Die japanischen Besatzer wollten, während des zweiten Weltkrieges, Thailand und Burma mit einer Bahnlinie verbinden, um von Burma aus noch besser in andere Länder im Westen Asiens einfallen zu können. Die Ingenieure veranschlagten eine Bauzeit von 5 Jahren, die Japaner zwangen die Kriegsgefangenen, unter Androhung und Vollstreckung drakonischer Strafen, die Strecke in nicht einmal 1 1/2 Jahren fertig zu stellen, obwohl weder schweres Gerät noch adäquates Werkzeug zur Verfügung standen. Mehr als 100000 Menschen verloren dabei ihr Leben.&lt;br /&gt;Und da Japaner wissen, wie man ein solches Ereignis gebührend feiert, wurde die Strecke mit einem Bordellzug eingeweiht. Ob die Herren Offiziere dabei die, zweifelsfrei grandiose, Aussicht genießen konnten, darf stark bezweifelt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4270814115/" title="Famous bridge von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2769/4270814115_e308c945d5_m.jpg" width="240" height="180" alt="Famous bridge" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Ironie des Schicksals kann man es bezeichnen, dass die Brücke bereits 20 Monate nach ihrer Fertigstellung von den Alliierten zerbombt wurde und die Schienen den Japanern nicht mehr für den Nachschub, sondern nun als Fluchtweg dienten. Nach dem Kriegsende wurde die Strecke unter britische Herrschaft gestellt und diese zerstörten dann auch noch die letzten 4 Kilometer vor dem Drei Pagoden Pass, an der Grenze zwischen Burma und Thailand, aus Angst vor burmesischen Separatisten. Schließlich fielen dann noch weitere 40 Kilometer der Bahnlinie dem Stausee Khao Laem zum Opfer. Heute ist nur noch ein kleiner Teil, etwa 130 Kilometer, der Strecke befahrbar.&lt;br /&gt;Die berühmte Brücke über den Kwae steht heute wieder, nur ist ihr Nachfolger nicht mehr aus Holz, wie das Original, sondern aus Stahl. Ihre Attraktivität bei den Touristen bereitet das allerdings keinen Abbruch. Rings um die Brücke herum ist ein großer Jahrmarkt mit dem üblichen Touristensouvenirkitsch entstanden und Horden von Menschen belagern die Brücke. Wenn sich ein Zug nähert, was nur etwa drei Mal am Tag vorkommt, werden die auf der Brücke befindlichen Menschen per Trillerpfeife gewarnt und diese quetschen sich dann in die Ausweichbuchten über den Brückenpfeilern, damit der Zug an ihnen vorbeikriechen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist diese Eisenbahnbrücke jedoch bei weitem nicht die einzige Attraktion des Städtchens Kanchanaburi. Grüne Berge, dichter Dschungel, Wasserfälle und Tropfsteinhöhlen befinden sich quasi direkt vor der Haustür, im Nationalpark Erawan, der zum Wandern, Tiere beobachten und Natur genießen einläd. Außerdem befindet sich ganz in der Nähe ein Kloster, dessen Mönche weltweites Aufsehen erregt haben, dazu aber morgen mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-5198253135683360115?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/5198253135683360115/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=5198253135683360115' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5198253135683360115'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5198253135683360115'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/death-railway-bridge.html' title='&quot;Death Railway Bridge&quot;'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm5.static.flickr.com/4025/4270816409_0606636921_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6476733864015227285</id><published>2010-01-11T16:29:00.000+01:00</published><updated>2010-01-11T16:30:00.133+01:00</updated><title type='text'>Die Herausforderung</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4266325188/" title="Seafood von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2738/4266325188_4341084b49_m.jpg" width="240" height="180" alt="Seafood" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die schmackhaftesten Mahlzeiten habe ich in Thailand auf den Märkten unter offenem Himmel für ein, zwei Euro gegessen. Egal ob gebratener Reis, Nudeln oder, ganz besonders die verschiedenen Curries - ich bin nie enttäuscht worden. Natürlich wird hier nicht irgendeine Currypaste aus dem Supermarkt verwendet, sondern sie wird selbst gemacht und zwar unter Verwendung verschiedener geheimer Zutaten, die keine Hausfrau und kein Koch verraten würde. Aber wo gab es eigentlich das beste Curry? So weit ich mich erinnern kann aß ich das beste, ein Massaman Curry, in Sukothai, in einer kleinen Herberge, nachdem ich dort mitten in der Nacht und ziemlich ausgehungert angekommen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da jeder Mann eine Herausforderung braucht, habe ich mir für meine Reise folgende gesetzt: ich muss das beste Curry des Landes finden, was von nun an bedeutet, dass ich zu jeder Mahlzeit die verschiedenen Curries probieren und beurteilen muss. Ein hartes Stück Arbeit, aber wenn es einfach wäre, wäre es ja keine Herausforderung!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6476733864015227285?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6476733864015227285/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6476733864015227285' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6476733864015227285'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6476733864015227285'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/die-herausforderung.html' title='Die Herausforderung'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2738/4266325188_4341084b49_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6447505860804932875</id><published>2010-01-10T19:33:00.002+01:00</published><updated>2010-01-11T16:18:29.381+01:00</updated><title type='text'>Ein Porsche für die Nase</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/4266327620/" title="Speed von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2713/4266327620_692eb73a79_m.jpg" width="240" height="180" alt="Speed" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Fahrwerk des Flugzeugs einfährt und sich der Airbus in den Tropenhimmel erhebt, bin ich bereits seit fast 20 Stunden unterwegs. Nochmal 2 Stunden 20 soll der Flug von Singapur nach Bangkok, meinen vorläufigen Reiseziel, dauern.&lt;br /&gt;Das Ticket für diesen Flug habe ich, wie man das heute halt so macht, zu Hause online gebucht und bezahlt. Mit nichts weiter als einer Reservierungsnummer stehe ich am Schalter und möchte für meinen Flug einchecken, aber die Dame am Check In kann meine Reservierung nicht finden. Nach längerem Suchen stellt sie fest, dass meine Kreditkarte vom System nicht akzeptiert wurde und meine Buchung daher nicht zu stande kam. "Mai pen rai" - kein Problem, es sind noch genügend Plätze frei und ich kann noch, ganz so wie man es früher gemacht hat, ein Ticket am Schalter kaufen. Als kleines Bonbon bekomme ich beim Einchecken jetzt einen der begehrten Plätze am Notausgang, für den man bei AirAisa normalerweise extra bezahlen muss, und außerdem bin ich der Einzige, der in dieser Reihe sitzt und so kann ich mich nach dem Start lang machen und etwas Schlaf nachholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sukhumvit ist die längste Straße des Landes und führt mehrere hundert Kilometer durch Bangkok und Thailand. In der Hauptstadt haben sich hier einige der großen Hotelketten niedergelassen und hier ist auch mein Hotel für die ersten vier Nächte. Da ich am Anfang des Urlaubs immer ein paar Tage brauche um von Alltags- auf Entspannungsmodus zu schalten, habe ich mir dafür ein gutes Hotel, mit hübscher Poolanlage auf dem Dach und einem schönen, geräumigen Zimmer, gegönnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mann kann noch so konzentriert packen, beim Auspacken merkt man dann, dass man doch etwas vergessen hat. Diesmal ist es meine Lesebrille! Da ich für diese Reise fünf Bücher und einen telefonbuchdicken Reiseführer mitschleppe und dies nicht umsonst getan haben möchte, mache ich mich am ersten Tag auf den Weg einen günstigen Optiker zu finden. Einen guten Optiker erkennt man nicht nur an der Auswahl der Brillendesigner, sondern besonders daran, dass einem die eigene Brille sofort vom Personal geputzt wird, während man andere Modelle ausprobiert. Nachdem ich mich umgeschaut und einige Modelle aufprobiert habe, sage ich dem Verkäufer, dass ich eine Lesebrille als Ersatz für meine zu Hause gelassene brauche. Gleich das erste Modell, das mir gezeigt wird, findet meine volle Zustimmung: eine Brille aus dem Hause Porsche. Fahren werde ich zwar nie einen, dazu habe ich einfach nicht genug Geld, warum aber keinen auf der Nase tragen?&lt;br /&gt;Am nächsten Tag ist sie schon abholbereit und so steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Laufe des Tages ruft meine Freundin Cherry an, der ich gemailt habe, dass ich am Wochenende in der Stadt bin, und läd mich zu einem Konzert des Bangkok Synphonie Orchesters im Lumpini Park ein.&lt;br /&gt;Um kurz nach fünf treffe ich sie am Parkeingang und gemeinsam machen wir uns auf den Weg durch den Park. Auf einer Wiese vor dem Pavillion, in dem das Orchester spielt, treffen wir zwei Arbeitskolleginnen von ihr mit denen sie ebenfalls verabredet sind und die bereits einen Platz für uns reserviert haben.&lt;br /&gt;Das Orchester spielt Stücke von Bizet, Ravel, Strauss und Haydn, aber auch "Stairways to Heaven" von Led Zeppelin oder "A whole new word" aus dem Disneyfilm "Aladin".&lt;br /&gt;Nach dem Konzert wollen wir von dem reichhaltigen Angebot der Stände des Lumpini Nachtmarktes gebrauch machen und dort zu Abend essen. Phat Thai Nudeln, Satay Spießchen mit Erdnusssoße und gebratener, scharfer Reis suche ich mir aus und bezahle zum Schluß gerade einmal drei Euro.&lt;br /&gt;Im Laufe des Gesprächs fragt Cherry mich, wie meine Reisepläne sind und ich sage ihr grob, was ich mir überlegt habe. Sie bietet mir sofort an, die Hotels für mich zu buchen, denn sie arbeitet als Manager in einer Reiseagentur und kauft Hotelübernachtungen "en gros" und damit deutlich günstiger ein. Auch mit allen Einzelheiten ist sie nicht einverstanden und schlägt mir die ein oder andere Änderung vor. Zum Schluß bietet sie mir an mir eine ganze Rundreise zusammenzustellen und mich außerdem noch auf eine Inselgruppe zu schicken, die kaum einer kennt und die sie als das Paradies bezeichet. Ich soll sie am nächsten Tag im Büro anrufen um die Einzelheiten zu besprechen. Das fängt doch gut an, oder?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6447505860804932875?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6447505860804932875/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6447505860804932875' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6447505860804932875'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6447505860804932875'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2010/01/ein-porsche-fur-die-nase.html' title='Ein Porsche für die Nase'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2713/4266327620_692eb73a79_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-3850068734054552836</id><published>2009-09-15T17:44:00.002+01:00</published><updated>2009-09-17T09:35:55.420+01:00</updated><title type='text'>Shanghai Shopping</title><content type='html'>Ich soll das englischsprachige Briefing für unseren Flug nach Shanghai halten, bittet mich Bea, meine Vorgesetzte, als wir aus Chicago zurückkommen. Also sitze ich am Abflugtag an meinem Schreibtisch und überlege mir worüber ich reden könnte um mir, auf unterhaltsame Weise, die Aufmerksamkeit meiner Crew zu sichern. Mir fällt die Geschichte vom fliegenden Holländer ein, dem Geisterschiff, dessen Kapitän dazu verdammt war, über die Weltmeere zu segeln ohne jemals einen Hafen anlaufen zu dürfen und vor dem jeder Seemann damals angst gehabt hatte, denn jedem, der ihm begegnete, drohte das gleiche Schicksal. So schlage ich eine Brücke zu unserem Nachtflug, auf dem uns nichts Schlimmeres passieren kann, als ein fliegender Holländer zu werden, ein (Luft-)Schiff ohne Mannschaft, das ohne Kontrolle durch die Nacht schießt. Ich bin mit meiner Idee zufrieden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Shanghai, was übersetzt "über dem Meer" bedeutet, ist das Einkaufsparadies im Lufthansa Streckennetz. Ob Massschuhe, -anzüge, -mäntel, Kaschmirschals und -pullover, Handtaschen und Designerbrillen, das Angebot an Waren ist unermesslich und alles in einer Qualität, die man sich in Deutschland niemals leisten könnte, hier aber oft weniger kostet als die Konfektionsware zu Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon auf dem Hinflug werde ich von einer der beiden lokalen chinesischen Flugbegleiterinnen, Juan, gefragt, ob ich nicht Lust hätte mit ihr zu verschiedenen Märkten und Schneidern zu fahren und als ihr Shoppingberater zu fungieren. Da ich noch keine Pläne für mein Layover habe und sie mir sofort sympatisch ist, willige ich ein. So kann ich den Tag nicht nur in netter Gesellschaft verbringen, sondern bekomme auch noch einige Einkaufsgeheimtipps einer echten Insiderin. &lt;br /&gt;Am nächsten Tag rufe ich Juan gegen 12 Uhr in ihrem Hotelzimmer an. Wir haben beide lange geschlafen nach dem anstrengenden Flug und dem opulenten, authentisch chinesichen Abendessen. Wir verabreden uns um 13 Uhr in der Lobby und als wir uns treffen, war sie bereits in der Bäckerei nebenan, um ein kleines Frühstück, Kaffe und Gebäck, für uns besorgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser erster Stopp bringt uns in den sogenannten "Cotton Market", ein mehrgeschossiges Gebäude, in dem sich eine Unmenge an Schneidern niedergelassen haben, jeder mit seinem Spezialgebiet: Mäntel, Anzüge, Hemden, usw. Ich schätze es müssen so um die 150 sein.&lt;br /&gt;Juan hat in einem Modemagazin einen Mantel gesehen, den sie gerne hätte und stellt mich nun dem Mantelschneider ihres Vertrauens vor. Es wird kurz maßgenommen, über Farbe und Beschaffenheit des Stoffes (schwarzer dicker Kaschmir) und des Futters (Seide in Pink) beratschlagt und dann über den Preis verhandelt. 500 Yuan, also gerade einmal 50 Euro, wird der Mantel zum Schluß kosten und ist darüber hinaus bereits am nächsten Tag abholbereit, ein Sonderservice für Lufthanseaten, da alle Geschäftsleute hier wissen, dass wir nur sehr wenig Zeit bis zur Rückreise haben.&lt;br /&gt;Da wir gerade schon mal hier sind, werden noch ein paar Pashmina- und Seidenschals als Geschenk für Bekannte mitgenommen. Ich denke ich könnte auch einen Kaschmirschal für meine Mutter mitnehmen, die gerade wegen eines komplizierten Beinbruchs das Krankenhausbett hüten muss, und suche mir einen aus, von dem ich glaube, dass er ihr gefallen könnte. Juan schenkt ihn mir, sozusagen als Lohn für meine Geduld, dabei finde ich es hier sehr kurzweilig und habe richtig Spaß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3922787009/" title="Juan von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2494/3922787009_05c2ce9daf_m.jpg" width="180" height="240" alt="Juan" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Cotton Market geht's zum Taschenkauf. Eine Handtasche im Mulberry Stil soll es sein. Der betreffende Händler ist schnell gefunden, er ist, hauptsächlich bei weiblichen Lufthanseaten, für seine gute Qualität und sein geschicktes und beharrliches Handeln bekannt. Auch ich habe, in 20 Jahren Fliegerei, einige Erfahrung im Handeln gesammelt und schalte mich in die zähen Verhandlungen ein. Nachdem ich bereits aufgegeben habe, drück Juan den Preis nochmal um 10 Euro - gelernt ist halt gelernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf das Handtaschenparadies folgt nun der Juwelier. Hier wird eine Perlenkette als Ergänzung der Uniform geordert. Da deren Herstellung eine Stunde in Anspruch nehmen wird, beschließen wir ein verspätetes Mittagessen einzunehmen. Ganz in der Nähe kennt Juan ein Hotpot-Restaurant, dessen Besuch unbedingt empfehlenswert ist. Hier kann man zwischen mehreren Suppen auswählen, die dann auf einem kleinen Kocher auf dem Tisch erhitzt werden. Auf der Karte wählt man beliebig viele Zutaten, Fleisch, Fisch, Gemüse, Shrimps, die man dann in seiner Suppe garen kann und am Buffet stellt man sich aus etwa 20 verschiedenen Soßen und Pasten, ein Dipp nach seinem Geschmack zusammen. Eine herrliche und sehr komunikative Art des Essens, die mich stark an unser heimisches Fondue erinnert. Als wir mit unserem Nachtisch, grüner Teecreme und frischem Obst, fertig sind, sind drei Stunden vergangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir alle Einkäufe abgeholt und nun einigermaßen vollgepackt sind, beschließen wir zum Hotel zurückzukehren um die Tüten zu verstauen und uns als Belohnung eine Massage zu gönnen. Juan schlägt eine Öl-Ingwermassage, in einem Massagesalon nur fünf Gehminuten vom Hotel, vor. Hört sich interessant an - ich bin dabei.&lt;br /&gt;Wir werden in einen Raum mit zwei Massageliegen gebracht, tauschen unsere Kleidung gegen viel zu große Boxershorts, in denen wir wie Kinder aussehen,  und werden erstmal gründlich mit Öl begossen und durchgeknetet. Durch das Gesichtsloch in der Liege können wir uns dabei sogar unterhalten. Nach etwa einer Stunde bringen die Masseure drei große Schüsseln mit geriebenem Ingwer herein und bestreichen unsere Rücken dick damit. Der Ingwer ist zunächst unangenehm kühl, wird dann aber mit einem heißen Tuch abgedeckt, wird dann wärmer und wärmer, bis man sich schließlich wie in einer Sauna fühlt.&lt;br /&gt;Nach einer halben Stunde wird der Ingwer wieder entfernt der Rücken abgewaschen und die Massage ist vorbei.&lt;br /&gt;Später im Bett schwebe ich förmlich über der Matratze, so tiefenentspannt bin ich durch die Wärme.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-3850068734054552836?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/3850068734054552836/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=3850068734054552836' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3850068734054552836'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3850068734054552836'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/09/shanghai-shopping.html' title='Shanghai Shopping'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2494/3922787009_05c2ce9daf_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1729113880695918610</id><published>2009-07-29T13:32:00.003+01:00</published><updated>2012-02-19T02:45:27.547+01:00</updated><title type='text'>Wie ein König</title><content type='html'>Der letzte Tag hat seine Spuren hinterlassen. Die Oberschenkel schmerzen und sind an den Innenseiten wund gescheuert. Reibung und Feuchtigkeit sind keine gute Kombiantion für die Haut. Nichts, was ein bisschen Babypuder, Mobilat und zwei Tag Ruhe nicht wieder hinkriegen können.&lt;br /&gt;Noch am Morgen habe ich mich für kein Etappenziel entschieden. Ich möchte möglichst nah an Florenz kommen um meinen Bruder zu sehen, der übers Wochenende in der Stadt ist, habe aber keine Lust mir dort eine laute und überteuerte Unterkunft zu suchen.&lt;br /&gt;Meine Wahl fällt auf Strada in Chianti, nur 10 Kilometer südlich von Florenz, aber dennoch ländlich und ruhig.&lt;br /&gt;Ab jetzt geht es nur noch auf den Serpentinen der Monti del Chianti hoch und runter. Schweißtreibend aber ungemein reizvoll, an Olivenhainen und Weinbergen vorbei. Hier wachsen die Produkte, für die die Region in der ganzen Welt bekannt wurde.&lt;br /&gt;Nach einer kurzen Etappe erreiche ich Strada. Bereites am Ortseingang werben verschiedene Unterkünfte um Gäste. Fast überall fallen mir die braunen Schilder auf, die den Weg in die Agriturismi weisen. Agriturismo ist sozusagen Urlaub auf dem Bauernhof, wobei der Vergleich stark hinkt, da es sich oft um hochherrschaftliche Häuser handelt, in denen eine Nacht schon einmal mehrere hundert Euro kosten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/5510501"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/12/05/01/5510501.1faf3abf.240.jpg" width="240" height="180" alt="Hotel in &amp;quot;Strada in Chianti&amp;quot;" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch am Ortseingang von Strada sehe ich einen solchen Wegweiser und beschließe ihm zu folgen. Ich fahre nicht lange als mich ein Pfeil in eine gekieste Einfahrt unter uralten Bäumen lenkt, an deren Ende ein Schloß in einem üppigen Garten steht. "Das kann ich mir niemals leisten", ist mein erster Gedanke, und fast wäre ich wieder umgekehrt. Was soll's, wenn ich schon einmal hier bin, kann ich's mir auch anschauen.&lt;br /&gt;Kaum habe ich mein Rad auf seinen Ständer gestellt, kommt mir auch schon eine ältere Dame entgegen und begrüßt mich. Ja, sagt sie, Zimmer wären noch frei und kosten 60 Euro. Eigentlich 10 Euro mehr, als ich mir vor dem Beginn meiner Reise als Tageslimit gesetzt habe, aber nachdem sie mich durch das Haus geführt hat, hätte ich auch locker das Doppelte bezahlt.&lt;br /&gt;Im Vestibül steht ein Flügel und eine Harfe, alle Zimmer sind mit Fresken toskanischer Landschaften bemalt, ein Rittersaal dient als Speisezimmer für die Abendessen und in der jahrhunderte alten Küche wird das Frühstücksbuffet aufgebaut, das im Zimmerpreis enthalten ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/5510500"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/12/05/00/5510500.7c8bc1de.240.jpg" width="180" height="240" alt="Kitchen" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Zimmer ist zwar klein, aber ebenso geschmackvoll eingerichtet, wie der Rest des Hauses und wird von einem Himmelbett aus grünem Seidenbrokat dominiert. Eine Tür führt in einen, mit Kübelpflanzen begrünten, Innenhof, den ich ganz alleine nutzen kann. Schließlich liegt im terrassenförmig angelegten Garten, hinter dem Haus, ein Pool, dessen Wasser fast Badewannentemperatur hat.&lt;br /&gt;Als ich meine Taschen ins Haus trage, wird mir ein Glas vom selbstgekelterten Chianti angeboten und ich fühle mich wie ein König!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1729113880695918610?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1729113880695918610/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1729113880695918610' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1729113880695918610'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1729113880695918610'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/07/wie-ein-konig.html' title='Wie ein König'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-3889986234747020977</id><published>2009-07-29T12:43:00.001+01:00</published><updated>2009-07-29T12:43:40.856+01:00</updated><title type='text'>Bis zum letzten Krümel</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3768893180/" title="Italian street scene von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3594/3768893180_469e16f900_m.jpg" width="180" height="240" alt="Italian street scene" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Blick nach Westen zeigt mir, was mich in den nächsten Tagen erwartet: es wird wieder bergig. Nur noch die ersten 8 Kilometer sind flach, dann erhebt sich das Gebirge, in dem ich in den nächsten Tagen unterwegs sein werde. Vor mir liegt Anhiari, wehrhaft und furchteinflößend, wie aus dem Berg gehauen, und dann beginnt der Aufstieg zum Passo de Scheggia. Manche der Autofahrer, die mir entgegenkommen feuern mich an, winken aus dem Fenster oder hupen. Ich fühle mich wie der Träger des gelben Trikots bei der Tour de France. So beschwerlich der Aufstieg, so lustvoll ist die Abfahrt. Fast 15 Minuten lang geht es mit 50 km/h und mehr bergab. Die Beine können jetzt ausruhen und die Arme müssen arbeiten, denn vor jeder Kurve muss ich mein Gefährt auf ca. 30 km/h abbremsen. Auf Hydraulikbremsen habe ich beim Kauf meines Rades bewußt verzichtet, damit ich im Notfall Reparaturen daran selber vornehmen kann, dafür muss ich jetzt mehr arbeiten.&lt;br /&gt;Die Hitze hat nocheinmal zugelegt. 44°C zeigt ein Thermometer zur Mittagszeit an. Nach 87 Kilometern komme ich völlig erschöpft und ausgehungert in San Giovanni an. Ich will jetzt nur noch eine Dusche und etwas zu essen. Viel zu essen!&lt;br /&gt;Das Lokal, das ich mir ausgesucht habe bietet moderne Küche und Portionen. Nicht das richtige für heute. Woanders werde ich fündig.&lt;br /&gt;Die Bedienung muss zwei Mal nachfragen, als ich meine Bestellung aufgebe. Einen Salat, zwei Pastagerichte, eine Schinkenpizza und, zum Schluß, ein Eis.&lt;br /&gt;Zugegeben die Pizza hätte es nicht mehr gebraucht, gegessen habe ich sie aber trotzdem - bis zum letzten Krümel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-3889986234747020977?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/3889986234747020977/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=3889986234747020977' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3889986234747020977'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3889986234747020977'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/07/bis-zum-letzten-krumel.html' title='Bis zum letzten Krümel'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3594/3768893180_469e16f900_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-3114679931879784404</id><published>2009-07-29T12:39:00.001+01:00</published><updated>2009-07-29T12:39:44.397+01:00</updated><title type='text'>Die Hitze ist da</title><content type='html'>Die Fahrt aus Perugia hinaus macht erstmal nur Spaß, weil es für etwa 6 Kilometer ständig bergab geht. 90 Kilo wiege ich zusammen mit meinem Rad und ensprechend schnell werde ich bei den Abfahrten. Noch ein Berg wartet auf mich, der mit 18% Steigung der steilste der gesamten Reise bleiben soll.&lt;br /&gt;Nicht nur, dass ich mir mit einer Streckenlänge von 90 Kilometern eine ordentliche Vorgabe gemacht habe, es wird mit dem heutigen Tag auch brütend heiß. 38°C zeigt ein Thermometer in einem kleinen Ort an, den ich um etwa 15 Uhr durchfahre. Mehrmals muss ich meine Wasserflaschen neu befüllen, weil ich sie nicht nur als Getränk, sondern auch als portable Dusche verwende und mir ihren Inhalt von Zeit zu Zeit über den Kopf gieße.&lt;br /&gt;Ziel des heutigen Tages ist das Städtchen Sansepolcro, nicht nur weil von dort die, von mir sehr geschätzten, Buittoni Nudeln kommen, sondern vor allem, weil mein Reiseführer eine Herberge mit Restaurant anpreist, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Mein Bruder Horst hat sich außerdem für's Wochenende zu einem Kurzbesuch in Florenz angesagt, also muss ich mich langsam nach Norden orientieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3768053705/" title="Sansepolcro von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2494/3768053705_47d9faec3d_m.jpg" width="180" height="240" alt="Sansepolcro" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Fiorentino werden nur frische Zutaten aus der Region verarbeitet, daher wechselt die Speisekarte fast täglich. Einen Gefrierschrank, so sagt der Wirt, wird es in seinem Lokal, solange er lebt, nicht geben.&lt;br /&gt;Die Tochter des Hauses, eigentlich Architektin, Somiliére und mit einem Master-Abschluß in Touristik, hat ihre Karriere zu Gunsten des Familienbetriebes aufgegeben und zeichnet, unter anderem, für die Einrichtung der Gästezimmer verantwortlich, die mit Möbeln ausgestattet wurden, die sie auf dem Dachboden ihrer Eltern fand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich wußte, dass meine Reise bergig werden würde und ich daher großen Wert darauf gelegt habe, das Gewicht meines Gepäcks so gering wie möglich zu halten, muss ich jeden Abend nach Ankunft im Hotel erstmal meine Wäsche waschen, damit sie am nächsten Tag wieder trocken und einsatzbereit ist. Weil mein Waschmittelvorrat bereits zu Neige geht und Handwaschmittel in Italien schwer zu bekommen ist, habe ich bereits meinen Bruder per SMS gebeten mir Ersatz aus Deutschland mitzubringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Grund der Hitze beschließe ich mir, für meinen Stadtspaziergang in Sansepolcro, ein paar neue Sandalen zu kaufen. Nicht allzu teuer und natürlich italienisch chique.&lt;br /&gt;Sansepolcro ist ein hübsches Städtchen, von einer Stadtmauer komplett umfriedet und, seit dem Mittelalter, nur noch außerhalb dieser Veränderungen unterworfen. Mittelalterliche Städte gibt es hier genug, aber Sansepolcro spricht mich besonders an. Mir fällt auf dass es in noch so kleinen Ortschaften mindestens eine Bar gibt, in der man oft in netter Atmosphäre Kaffeespezialitäten und süße oder herzhafte Kleinigkeiten, oft sogar hausgemachtes Eis, zu sich nehmen kann. Außerdem verfügt jede Ortschaft über einen Optiker, der hauptsächlich Designersonnenbrillen feilbietet und ein Bekleidungsgeschäft, immer mit geschmackvoller Markenware im Schaufenster.&lt;br /&gt;Für schöne Dinge gibt man gerne Geld aus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-3114679931879784404?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/3114679931879784404/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=3114679931879784404' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3114679931879784404'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3114679931879784404'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/07/die-hitze-ist-da.html' title='Die Hitze ist da'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2494/3768053705_47d9faec3d_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2894401954436133719</id><published>2009-07-28T12:14:00.003+01:00</published><updated>2009-09-26T22:14:32.830+01:00</updated><title type='text'>All that jazz</title><content type='html'>12. Juli 2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3757646290/" title="Street scene von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2475/3757646290_c567fb143e_m.jpg" width="180" height="240" alt="Street scene" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Perugia ist eine der schönsten Hügelstädte Italiens, weiß mein Reiseführer. Grund genug für mich einen kurzen Abstecher von Castilione del Lago dorthin in Kauf zu nehmen. Die Fahrt ist zwar kurz aber wenig erbaulich. Wie alle großen Städte, umgibt auch Perugia ein Ring aus häßlichen Industrie- und Gewerbegebieten, die für reichlich Verkehr auf schlechten Straßen sorgen.&lt;br /&gt;In Perugias Unterstadt tobt der Verkehr genauso und die Spurwechsel auf den, zum Teil vierspurigen Straßen, erfordern meinerseits äußerste Konzentration und Rücksichtnahme von Seiten der Autofahrer. So dicht der Verkehr in den Städten auch ist, auf der ganzen Reise werde ich nie von Autofahrern bedrängt, angehupt oder angepöbelt.&lt;br /&gt;Als ich die Altstadt sehe verschlägt es mir fast die Sprache. Von wegen Hügelstadt! Wie ein Vogelnest klebt sie auf dem Gipfel eines veritablen Berges. Kurz überlege ich auf den Besuch der Altstadt zu pfeifen und einfach weiterzufahren, aber was ich von hier unten sehe ist einfach zu verlockend. So heißt es nochmal Zähne zusammenbeißen und in die Pedale treten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oben angekommen finde ich schnell ein Quartier. Die Wirtin bietet mir an mein Fahrrad mit auf mein winziges Zimmer zu nehmen. Ein Angebot, dass ich gerne annehme.&lt;br /&gt;Erst als ich, frischgeduscht, einen Spaziergang durch das historische Zentrum unternehme, bemerke ich, dass gerade das bekannte Umbria Jazz Festival stattfindet. Chick Corea, George Benson, Simply Red und Paole Conte spielen, neben vielen anderen, in diesem Jahr hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An den zwei entgegengesetzten Enden der Altstadt sind zusätzlich zwei große Bühnen aufgebaut, auf denen von Nachmittag an, bis in den späten Abend hinein, kostenlose Konzerte stattfinden. So ist mein Programm für den Abend bereits fertig. &lt;br /&gt;Jetzt nur noch schnell etwas zu essen suchen. So komme ich in das Ristorante von Franky Banana, der, so zeugen umrahmte Zeitungsausschnitte an der Wand, eine lokale Berühmtheit ist. Geboren wurde er in New York, als Kind italienischer Einwanderer, und verdiente in seinem früheren Leben als Profiboxer seinen Lebensunterhalt. Fotos an der Wand zeigen ihn, deutlich schlanker und jünger, mit diversen Größen des Geschäfts.&lt;br /&gt;Wie es ihn nach Perugia verschlagen hat weiß ich nicht, seine Arbeit als Wirt scheint ihm jedoch Spaß zu machen. Nur wenn er ausländische Gäste bedient, verrät ihn noch sein brooklyner Akzent: "Do you want some coafee?"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2894401954436133719?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2894401954436133719/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2894401954436133719' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2894401954436133719'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2894401954436133719'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/07/all-that-jazz.html' title='All that jazz'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2475/3757646290_c567fb143e_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-4965207026883065581</id><published>2009-07-28T11:51:00.000+01:00</published><updated>2009-07-28T11:52:18.537+01:00</updated><title type='text'>Um den Lago di Trasimeno</title><content type='html'>11. Juli 2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stolz zeigt der Wirt auf einen Stein über der Tür, in den die Jahreszahl 1789 eingemeißelt wurde, als er mir mein Zimmmer zeigt. Zimmer ist untertrieben, denn in den nächsten 2 Tagen bewohne ich ein Apartment mit zwei Schlafzimmern, Küche, Bad und einem Wohnzimmer mit einem gewaltigen Kamin, das im Jahr der französischen Revolution erbaut wurde. Um gerade einmal 50 Euro wird meine Reisekasse am Tag für diese königliche Unterkunft erleichtert.&lt;br /&gt;Hinter dem Haus liegt im Garten ein hübscher Swimmingpool, der mir nach den geleisteten Anstrengungen wie gerufen kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächten Tag mache ich mich auf, den Lago di Trasimeno zu umrunden. Etwa 70 Kilometer schlängelt sich die Straße zwischen Seeufer, Olivenhainen und Sonnenblumenfeldern entlang.&lt;br /&gt;Gerade, als ich das Haus verlasse, läuft vor mir eine Eidechse über die Straße. Fast hätte ich sie überfahren. Aber für eine Eidechse bewegt sich das Tier eigentlich zu langsam. Ich halte das Fahrrad an und schaue genauer hin. Tätsächlich handelt es sich um einen, etwa 4 cm großen, Skorpion. Ich bin überrascht und fasziniert zugleich, so weit im Norden Italiens Skorpione zu finden.&lt;br /&gt;Später sehe ich noch eine Schlange, mit hübscher schwarz-gelber Musterung, die gerade erst vor mir jemand überfahren haben muss und die nun leblos am Straßenrand liegt. Als ich am Abend in meinem Führer nachlese, lerne ich dass es sich dabei um eine Viper handelt, deren Biss zwar tödlich ist, dessen Gegengift jedoch in fast jeder Apotheke vorrätig ist.&lt;br /&gt;Kurz darauf sehe ich dann einen kleinen Vogel, der bewegungslos auf der Straße sitzt. Gerade als ich umdrehen und ihn von der Fahrbahn nehmen will, wird er überfahren und ist somit bereits das zweite Verkehrsopfer des heutigen Tages.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt ist wirklich schön und nicht besonders anspruchsvoll. Es macht Spaß mal wieder ohne Gepäck unterwegs zu sein und nicht nur immer von anderen Radfahrern überholt zu werden. Immer wieder bieten sich neue Ausblicke auf den See mit den Bergen des Apennin am Horizont.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3756803617/" title="Lago di Trasimeno von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2594/3756803617_67852dc9dc_m.jpg" width="240" height="180" alt="Lago di Trasimeno" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich in meine Unterkunft zurückkehre haben sich die Plätze um den Pool bereits gefüllt. Außer mir sind alle anderen Gäste italienische Familien, die auf sympathische Art den Lärmpegel nach oben treiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wirt der Herberge hat ein Hobby, mit dem er offensichtlich auch jeden Abend seine Gäste erfreut. Mitten im Haupthaus steht eine Karaokeanlage, die es ermöglicht zu Playbackmusik zu singen. Wie alle Italiener singt er gerne und laut, in seinem Fall aber nicht besonders gut. Um ehrlich zu sein sind seine Sangeskünste schlecht, so grottenschlecht, dass ich mich entschließe am Abend mein Rad noch einmal zu besteigen und in den benachbarten Ort zu fahren, um dort mein Abendessen in Ruhe einzunehmen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-4965207026883065581?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/4965207026883065581/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=4965207026883065581' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4965207026883065581'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4965207026883065581'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/07/um-den-lago-di-trasimeno.html' title='Um den Lago di Trasimeno'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2594/3756803617_67852dc9dc_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-5708854216374384456</id><published>2009-07-28T11:24:00.001+01:00</published><updated>2009-07-28T11:26:45.181+01:00</updated><title type='text'>Nach Umbiren</title><content type='html'>10. Juli 2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend erreiche ich völlig erschöpft San Quirico. Nur zehn Kilometer von hier liegt, laut meinem Reiseführer, eines der besten Agriturismo, Bauernhöfe, die auch Zimmer vermieten, des Landes, aber ich kann keinen Kilometer mehr fahren. Ich schleppe mich in die Touristeninformation des Ortes, lasse mir eine Liste der Herbergen geben und rufe bei der günstigsten an. Ich habe Erfolg und nur 15 Minuten später stehe ich vor der Albergo Garibaldi. Von außen nicht gerade das, was man ein ruhiges Plätzchen nennen würde. Das "Garibaldi" ist eigentlich eine Tankstelle an einer Schnellstraße, mit angeschloßener Pizzeria, die auch ein paar Zimmer vermietet. Das Zimmer, das ich dann aber dort beziehe ist wunderschön, liegt auf der Rückseite des Gebäudes und hat einen atemberaubenden Ausblick auf ein Tal mit sanften Hügeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3756798863/" title="View from my hotel room von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2643/3756798863_bcc820d018_m.jpg" width="240" height="180" alt="View from my hotel room" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Tag beginnt, wie der letzte aufgehört hat: es geht stetig und steil bergauf. Ich krieche mit 7 Stundenkilometern bergauf und werde sogar von einem Schmetterling überholt. Wütend rufe ich ihm hinterher, dass er sich sein dummes Grinsen aus dem Gesicht wischen soll, sonst tue ich es, wenn ich ihn kriege. Ist doch wahr, was glaubt der denn?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Höhepunkt der heutigen Strecke ist das Städtchen Montepulciano, die Heimat des weltberühmten Vino Nobile. Schon von weitem kann man es hoch oben auf einem Berg trohnen sehen. Das verspricht weitere Leiden. Belohnt wird man dann allerdings von dem Ausblick, den man von dort in alle Himmelsrichtungen hat. Von hier kann ich bereits mein Etappenziel des heutigen Tages in der Ferne sehen: den Lago di Trasimeno, der bereits im benachbarten Umbrien, in etwa 50 Kilometer Luftlinie, liegt.&lt;br /&gt;Für's erste scheinen auch die Berge vorbei zu sein, denn bis zum See erstreckt sich eine Ebene, die gutes Vorankommen für den Rest des Tages verspricht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-5708854216374384456?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/5708854216374384456/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=5708854216374384456' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5708854216374384456'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5708854216374384456'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/07/nach-umbiren.html' title='Nach Umbiren'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2643/3756798863_bcc820d018_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-5331660940536752182</id><published>2009-07-25T14:21:00.003+01:00</published><updated>2009-07-26T09:10:20.618+01:00</updated><title type='text'>Auf und Ab</title><content type='html'>08./09. Juli 2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein stetes auf und ab. Da die Abfahrten naturgemäß, mit einer Geschwindigkeit von fast 60 km/h, deutlich schneller vorbei sind, als es dauert, die Steigungen zu bewältigen, geht es gefühlt zu 90% bergauf. Dennoch sind die Hügel sanft und durch den okkerfarbenen, reifen Weizen, ganz in Gold getaucht. Allerorten werden den Hügeln gerade ihre blonden Mähnen, mit großen Maschinen rasiert. Man kann die Hitze nicht nur spühren, sondern auch riechen. Der Duft von frisch gemähtem Stroh an einem heißen Sommertag: der Geruch des Hochsommers.&lt;br /&gt;Die Landschaft sieht, mit ihren sanften Wellen, aus als wäre ein goldfarbenes, wogendes Meer auf einmal erstarrt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3754939754/" title="Landscape von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2542/3754939754_6c2cf2bc04_m.jpg" width="240" height="180" alt="Landscape" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Orte, durch die ich fahre, scheinen sich seit hunderten von Jahren nicht verändert zu haben. Die Kirchen bilden, mit ihren zum Teil gewaltigen Türmen, den Mittelpunkt, drumherum schmiegen sich Häuser aus Naturstein aneinander und ducken sich in die Landschaft hinein.&lt;br /&gt;Erfreulicher Weise ist kaum Verkehr auf den kleinen Straßen und so kann ich entspannt fahren, während ich die sich stetig ändernde Landschaft genieße. Alleine in Siena aus dem Labyrinth der verwinkelten Straßen der Altstadt heraus- und dann auch noch die richtige Ausfallstraße zu finden, kostet mich eine Stunde und 20 Kilometer Umweg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Asciano beziehe ich mein erstes Quartier. Bei der telefonischen Reservierung komme ich mit meinem ungenügenden Italienisch schnell an meine Grenzen. Als ich einfreffe, stelle ich fest, dass ich Glück gehabt habe. Der Besitzer der hübschen Herberge ist Radsportfan und gibt mir, als er sieht, dass ich mit dem Rad unterwegs bin, einen ordentlichen Nachlass auf den Zimmerpreis und läßt mich mein Fahrrad in seiner privaten Garage unterstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ende der Etappe des nächsten Tages ist in San Quirico geplant, mit einem Abstechen in das mittelalterliche Montalcino, Heimat des weltberühmten Brunellos und Welthauptstadt der Trüffel. Letztere dürfen nur mit Hunden aufgespührt werden und um auf die Suche nach dem Edelpilz zu gehen, bedarf es einer Lizenz, ähnlich eines Jagdtscheins.&lt;br /&gt;Die Fahrt nach Montalcino ist beschwerlich, über 6 Kilometer schlängelt sich die Straße den Berg hinauf, auf dem das Städtchen liegt. Als ich oben ankomme bin ich schweißgebadet und habe meine beiden Wasserflaschen, die ich mit mir führe, bereits geleert.&lt;br /&gt;In fast jeden Ort, durch den ich komme, halte ich an einer Bar, genehmige mir einen Cappuchino und esse eine Kleinigkeit, mal ein Cornetto, mal ein Stück Pizza und mal ein Eis.&lt;br /&gt;Rund 2000 Kalorien verbrauche ich zusätzlich am Tag und so läßt es sich mit gutem Gewissen schlemmen. Abends gehe ich nicht unter drei Gängen aus dem Lokal, um meinen Energiespeicher für den nächsten Tag zu füllen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-5331660940536752182?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/5331660940536752182/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=5331660940536752182' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5331660940536752182'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5331660940536752182'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/07/auf-und-ab.html' title='Auf und Ab'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2542/3754939754_6c2cf2bc04_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-541309331937710565</id><published>2009-07-25T13:47:00.003+01:00</published><updated>2009-07-26T09:10:42.987+01:00</updated><title type='text'>Angekommen</title><content type='html'>07. Juli 2009 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3754948420/" title="Arrived von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2538/3754948420_4e72481345_m.jpg" width="240" height="180" alt="Arrived" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Himmel färbt sich schwarz und kündigt an, was längst keine Überraschung in diesem Sommer mehr ist: gleich wird es regnen. Drei Minuten später schüttet es. Meinen Plan mit dem Fahrrad die Alpen zu überqueren und nach Venedig zu fahren musste ich aufgeben. Statt dessen habe ich mich entschlossen, dem Rat eines Freundes zu folgen, mein Rad in den Zug nach Siena zu laden um von dort eine Rundreise in die sommerliche Toskana zu unternehmen. Ich freue mich darauf Italien einmal, im wahrsten Sinne des Wortes, ganz anders zu erfahren und zu erleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Zug verläßt München um 21:00 Uhr. Das Liegewagenabteil teile ich mir zunächst mit Jordan, einem 21-jährigen Amerikaner, der der Liebe wegen und weil es wegen der Finanzkrise in Californien keine Sommerjobs für Studenten gab, nach München gekommen ist. Er studiert, so erzählt er mir, Umwelttechink und möchte nach seinem Abschluß in Deutschland leben. Erstaunt erzähle ich ihm, dass ich Auswanderungsbestrebungen eingentlich nur in die andere Richtung kenne.  - "The grass is always greener on the other side"&lt;br /&gt;Der Zugchef kommt in unser Abteil und begrüßt uns und lässt sich Tickets und Pässe aushändigen, damit er uns beim Grenzübertritt nicht wecken muss. Dann verspricht er uns etwa eine halbe Stunde vor Ankunft in Florenz, wo wir umsteigen müssen, zu wecken. Bald schlafe ich tief und fest.&lt;br /&gt;Gegen 6:00 Uhr früh weckt mich Jordan: "We are in Florence!". Panisch greife ich nach meinem Gepäck. Wir müssen noch den Schaffner suchen um unsere Pässe wiederzubekommen und außerdem muss ich auch noch mein Fahrrad aus dem Gepäckabteil holen.&lt;br /&gt;Dem Schaffner ist das Mißgeschick sichtbar peinlich, er entschuldigt sich mehrmals und informiert uns, dass wir noch mindestens 15 Minuten Zeit haben um den Zug zu verlassen.&lt;br /&gt;Ich wuche mein mit Gepäck beladenes Rad, alles in allem etwa 30 Kilo schwer, treppauf und -ab zu meinem Anschlußgleis, auf dem der Regionalzug wartet. Da dieser kein Fahradabteil hat, läd mich der Schaffner ein, die Fahrt mit meinem Rad im Lokführerstand zu verbringen, der im Vorraum genügend Platz bietet. Er selbst setzt sich während der Fahrt neben den Lokführer, raucht und plaudert, während draußen die Toskana an mir vorbeifährt. Weder ich noch ein anderer Reisender werden nach ihrer Fahrkarte gefragt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3754149569/" title="Siena, Tuscany, Italy von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3520/3754149569_59e840fb84_m.jpg" width="240" height="135" alt="Siena, Tuscany, Italy" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich in Siena ankomme ist es 8:30 Uhr, die Stadt erwacht gerade, die Menschen sind auf ihrem Weg zur Arbeit. Direkt vom Bahnhof aus loszufahren habe ich keine Lust und außerdem hatte ich in Florenz nicht die Zeit meinen ersten italienischen Cappuchino zu trinken. Das möchte ich jetzt nachholen, aber nicht irgendwo, sondern in einem Straßencafé an der Piazza del Campo mit Blick auf das Wahrzeichen der Stadt, dem Palazzo Comunale.&lt;br /&gt;Mein, mit orangen Gepäcktaschen, vollbeladenes Rad, dass ich direkt neben dem Café angeschloßen habe, zieht gleich die Blicke von Passanten und Touristen auf sich. Hier möchte ich meine erste Etappe planen, während ich Müllmännern mit gegellten Haaren und Designersonnenbrillen dabei zuschaue, wie sie den Abfall des Vortages abholen. Erst jetzt bin ich wirklich angekommen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zufällig befindet sich die Touristeninformation der Stadt direkt neben dem Café, in dem ich sitzte und dort hilft man mir freundlich und zuvorkommend bei meiner Planung. Empfohlen wird mir eine Fahrt durch "Le Crete", südöstlich von Siena gelegen, deren sanft hügelige, mit Weizenfeldern und Zypressen bewachsenen und mit Einsiedlerhöfen besiedellte Landschaft, das Toskanabild weltweit prägte. &lt;br /&gt;"Der Höhepunkt gleich zu Anfang?", denke ich bei mir. "Warum nicht!" und so schwinge ich mich in den Sattel meine Rades und nehme Italien unter meine Räder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-541309331937710565?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/541309331937710565/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=541309331937710565' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/541309331937710565'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/541309331937710565'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/07/angekommen.html' title='Angekommen'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2538/3754948420_4e72481345_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-3887241749727011791</id><published>2009-06-09T22:45:00.005+01:00</published><updated>2009-07-25T14:26:46.796+01:00</updated><title type='text'>Delfine</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3589394853/" title="Dolphins von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3640/3589394853_7aaeb5c7d3.jpg" width="500" height="206" alt="Dolphins" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kleine gelbe Schlauchboot hat schon fast den Strand erreicht um die ersten Mitreisenden dort abzusetzen, als irgendwer aus der Gruppe den ersten Delfin sieht. Vor zwei kleinen Fischerbooten springt er aus dem Wasser. Vergeblich versuche ich ihn auszumachen, als einer aus der Crew noch einen sieht und dann noch einen. Unser Kapitän vermutet eine ganze Schule und ruft das Schlauboot zurück zum Boot, damit wir an den Ort des Geschehens fahren können.&lt;br /&gt;Schnell nehmen wir Fahrt auf, eine leicht Brise bringt Abkühlung, setzt sich unter unsere T-shirts und bläst sie auf. Schon bald sehen wir die Bewegung im Wasser vor uns. Hunderte von grauen Rücken tauchen rhythmisch aus dem Wasser auf, vor uns, hinter uns und neben uns hören wir hudertfach das Atemgeräusch der Meeressäuger. Der Alptraum eines jeden Fisches ist hier für einen Schwarm zur Realität geworden. Gleich dreihundert der intelligenten und schnellen Raubtiere sind hinter ihnen her, ihre Überlebenschancen gehen gegen Null.&lt;br /&gt;Was für die einen ein Kampf um Leben und Tod ist, ist für uns ein unglaubliches Naturschauspiel. Schnell hole ich meine Kamera aus meinem Rucksack und halte einfach drauf. Zeit mir Gedanken um Bildkomposition, Licht oder Perspektive zu machen bleibt mir nicht. Ich habe angst etwas zu verpassen und weiß nicht wo ich die besten Fotos machen kann. Vor uns, hinter uns? Ich stelle meine Kamera auf "Dauerfeuer" und drücke den Auslöser. Wie ein Maschinengewehr löst sie aus und macht Foto um Foto, bis meine Speicherkarte voll ist. Annähernd 250 Fotos habe ich von den Tieren geschossen. Ob etwas Brauchbares dabei ist, kann ich erst zu Hause am Computermonitor sehen. Jetzt erst habe ich die Muße, das Schauspiel zu genießen.&lt;br /&gt;Ich sehe Jungtiere, Erwachsene und sogar einen Albino in der Gruppe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3590209760/" title="Dolphins von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3648/3590209760_6c9424692a.jpg" width="500" height="226" alt="Dolphins" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für unseren Kapitän ist eine Schule von Delfinen keine Besonderheit. Manchmal, so erzählt er, schwimmen die Tiere ganz nah ans Boot und legen sich dann auf die Seite um zu sehen, was auf dem Boot vor sich geht, oder sie springen aus dem Wasser und drehen sich dabei um ihre eigene Achse. Einfach nur aus purer Lebensfreude.&lt;br /&gt;Ab und zu, erklärt er weiter, bekäme der Schoner auch Besuch von größeren Walen, die es auf die Fische abgesehen haben, die das Boot ständig unter dem Bootsrumpf begleiten und so vor Angriffen von Möven aus der Luft sicher sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesmal sind die Delfine hungrig und in Jagdtlaune und haben keine Lust zu spielen. Es dauert Minuten bis die letzten Tiere unser Boot passiert haben und unser wir Kurs auf den Heimathafen nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Begleiter auf diesem Ausflug ist mein Kollege Hans-Jörg Remde, mit dem mich eine fast zwanzig Jahre lange Freundschaft verbindet. Oft waren wir gemeinsam unterwegs, haben viel zusammen erlebt und oft sehen wir uns auch privat. Zusammen haben wir uns diesen Flug gewünscht, denn beide waren wir schon alleine auf der Insel "Ilha Bela", der schönen Insel, und nun wollten wir zurückkommen um den Bootsausflug zu machen, der sich gerade dem Ende nähert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3 1/2 Stunden Busfahrt und eine 20 minütige Fährfahrt trennen den lauten, grauen 25 Millionen-Molloch Sao Paulo von dieser paradiesichen, grünen Insel. Noch am Ankunftstag setzten wir uns in Bewegung, die durchwachte Nach und den Jetlag im Gepäck. Unser Ziel auf der Insel ist die "Pousada Do Capitao", die Kapitänsherberge, eine nette Pension, bei der alles an ein Schiff erinnert. Die Zimmer sehen aus wie Kajüten, vor jedem Zimmer läd eine Hängematte zum Ausspannen ein, die Fenster sind Bullaugen und ein Wasserhahn wurde aus der Pinne eines Segelbootes gebaut. Mit ein bisschen Charme bekommen wir Luxuszimmer zum Preis der einfachen Unterkunft und wir beschließen das so gesparte Geld in ein gutes Abendessen in einem Restaurant am Strand zu investieren.&lt;br /&gt;Meine vollmundige Ansage Hans-Jörg zumindest bei zwei, der von ihm angepeilten vier Caipirinhas Gesellschaft leisten zu wollen, beschert mir bereits nach einem halben Glas eine schwere Zunge und Koordinationsschwierigkeiten beim anschließenden Verzehr des Riesensteaks.&lt;br /&gt;Allein der Wille zählt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-3887241749727011791?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/3887241749727011791/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=3887241749727011791' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3887241749727011791'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3887241749727011791'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/06/delfine.html' title='Delfine'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3640/3589394853_7aaeb5c7d3_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-734973912019485087</id><published>2009-05-14T20:55:00.005+01:00</published><updated>2009-05-24T09:52:32.685+01:00</updated><title type='text'>Ein Tag in New York</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3530972407/" title="Brooklyn Bridge, New York von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2108/3530972407_ae2b5ee8d8_m.jpg" width="158" height="240" alt="Brooklyn Bridge, New York" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das schönste an einem Aufenthalt in New York ist für mich an einem sonnigen Morgen über die Brooklyn Bridge zu gehen, die die Stadtteile Brooklyn und Manhattan seit über 100 Jahren verbindet. Die Stadt gehört in dieser Stunde zwischen 7 und 8 Uhr noch den Joggern und Fahradfahrern, die sich für den kommenden Tag fit machen und die Aussicht von der Brücke über den East River ist wirklich atemberaubend. Auf der linken Seite sieht man Ellis Island auf der "Lady Liberty" ihren fackelbewehrten Arm in den Himmel streckt, auf der rechten Seite liegt einem die Skyline von Manhattan zu Füßen, in ständiger Veränderung und doch so bekannt.&lt;br /&gt;Unter einem der Verkehr der Menschen, die bereits auf dem Weg zu ihrer Arbeit sind, schreitet man auf einem erhöhten Steg in der Mitte des Bauwerks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Manhattan angekommen suche ich mir ein Café zum Frühstücken. Die Auswahl ist groß und reicht vom "Diner", das typisch amerikanisches Frühstück anbietet, über kleine alternative Straßencafés im schicken SoHo, bis zur französischen Café- und Bäckereikette "Le Pain Cotidien", das rein ökologische Backwaren und Getränke anbietet. Für letzteres entscheide ich mich heute. Ein wenig Kleingeld sollte man für ein Manhattan-Frühstück allerding schon in der Tasche haben. Für einen Milchkaffee, zwei Croissants und einen frischen Orangensaft sind über 20 Dollar fällig, Trinkgeld inklusive.&lt;br /&gt;Als ich das Café verlasse haben sich die Straßen bereits mit Menschen gefüllt, die aus den Stadteilen Brooklyn, Queens oder aus New Jersey nach Manhattan gekommen sind um hier in den Büros zu arbeiten. Die Tagesbevölkerung Manhattans ist so groß wie alle Einwohner Australiens zusammen und deshalb ist der Massentransport in dieser Stadt so wichtig, wie in keiner anderen. Die kleinste Störung führt bereits zum Verkehrsinfarkt.&lt;br /&gt;Fast jeder der Menschen, die mir in den U-Bahen und auf den Straßen begegnen, tragen kleine Kopfhörer in den Ohren und beginnen so im Autismus ihres selbstgewählten Soundtracks den Morgen. Seitdem die kleinen MP3 Spieler nicht nur Musik, sondern auch Filme und Videoclips abspielen können, haben sie die Morgenzeitung oder den Comic, die früher in der U-Bahn gelesen wurden, fast volkommen verdrängt. Kommunikation findet kaum noch statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3530965217/" title="Early Morning Skyline von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2263/3530965217_81096a298e.jpg" width="500" height="179" alt="Early Morning Skyline" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Frühstück gestärkt schlendere ich durchs südliche Manhattan, durch SoHo mit seinen Gallerien, teuren Läden und Restaurants, bis ich schließlich am Union Square angekommen bin. Hier verbringe ich gerne den Abend des Ankunftstages, seit dem ich vor einigen Jahren in einem Reiseführer gelesen habe, dass der "Coffee Shop" am Union Square der "Hangout" für Models ist, die sich hier entweder treffen oder hier arbeiten während sie auf ihre große Chance im Modemekka New York warten. Man fühlt sich wie ein hässliches Entchen, wenn man das Lokal betritt, soviele schöne Menschen halten sich hier auf, aber das ist nun einmal der Preis, den man bezalhen muss um hier zu speisen. Die Bedienungen sind, obwohl man die meisten sofort und ungestyled auf den Laufsteg schicken könnte, zuvorkommend und nett und das Essen ist ausgezeichnet. Als Besonderheit bietet man authentische brasilianische Küche an, warum weiß ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am Vorabend das Lokal verlasse werde ich Zeuge folgender Szene: Ein Wagen, der in einer Feuerwehranfahrtszone geparkt ist, soll abgeschleppt werden. Gerade, als der Haken des Abschleppwagens heruntergelassen ist, kommt der Besitzer des Fahrzeugs, ein Chinese mit seiner Familie, zu seinem Auto und stellt sich, gerade noch rechtzeitig, so vor den Wagen, dass der Fahrer des Abschleppwagens seinen Haken nicht mehr anbringen kann. Es kommt zu einem Wortgefecht, Passanten bleiben stehen, ergreifen Partei und so sieht der Schlepperfahrer keinen anderen Weg als die Polizei zu rufen. Da er mit seinem Fahrzeug die gesammte Fahrban blockiert, hat sich in kürzester Zeit ein Stau gebildet. Autos hupen, Passanten schimpfen: Das Chaos ist perfekt!&lt;br /&gt;Als die Polizei eintrifft hat sich die Situation aufgeheizt und so werden die Polizisten von der immer größer werdenden Menschenmenge auch sofort mit Schmährufen bedacht, einfach nur weil es Spaß macht. "Fuck the cops!" rufen Jugentliche Sakter, ein Junkie der zufällig des Weges kommt, ist im Drogenrausch der Meinung, er müsse das Kommando übernehmen und so zur Lösung des Problems beitragen, ein Krankenwagen, der offensichtlich den Polizeifunk abgehört hat und evetuell ein Geschäft wittert, kommt schließlich auch noch mit Blaulicht angefahren.&lt;br /&gt;Einem der Polizisten reißt der Gedultsfaden. Dem Chinesen wird mit Verhaftung gedroht, der Junkie des Platzes und die Menge der Schaulustigen auf den Gehsteig verwiesen. Schließlich kann der Toyota nun doch noch abgeschleppt werden und die Menschen ziehen ihrer Wege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abflugtag, kurz nach 15 Uhr, besteigt die Crew den Bus, der uns vom Hotel zum Flughafen bringen soll. Nur die Piloten stehen noch draußen um die Verladung der Koffer zu überwachen, als ein etwa 60 jähriger Mann vor ihnen stehen bleibt, sein T-Shirt hochzieht um seinen muskulösen Bauch zu entblößen, und wild auf die beiden Männer einredet. Was er sagt können wir nich hören, aber den fassungslosen Gesichtern unserer Piloten können wir entnehmen, dass es gleich etwas zu lachen gibt. Genau so schnell, wie er gekommen ist entfernt sich der Mann, der außer dem T-Shirt noch eine Hose trägt, die früher mal Teil eines Anzugs gewesen sein muss, und die über dem Knie abgeschnitten wurde.&lt;br /&gt;Als die beiden Piloten den Bus betreten erzählen sie, dass der Mann es für wichtig hielt ihnen mitzuteilen, dass er mit diesem Körper alle Frauen in Atlantic City ins Bett gekriegt hat.&lt;br /&gt;Gut, dass wir nicht 5 Minuten früher abgefahren sind, sonst hätten wir davon wohl nie erfahren, denke ich bei mir, als der Bus sich in Bewegung setzt und New York an uns vorbeiziehen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3531776624/" title="Graffiti von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm3.static.flickr.com/2015/3531776624_55cc6e8408.jpg" width="500" height="200" alt="Graffiti" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-734973912019485087?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/734973912019485087/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=734973912019485087' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/734973912019485087'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/734973912019485087'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/05/ein-tag-in-new-york.html' title='Ein Tag in New York'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm3.static.flickr.com/2108/3530972407_ae2b5ee8d8_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2057228100216050815</id><published>2009-04-14T12:56:00.001+01:00</published><updated>2009-04-14T12:56:46.169+01:00</updated><title type='text'>Der Pilger</title><content type='html'>Zur Lektüre der Wochenzeitschrift "Die Zeit" braucht man vor allen Dingen eines und ihr Name impliziert es bereits: Zeit. Anders als bei den gleichformatigen Tageszeitungen, bei denen man Artikel überfliegen oder querlesen kann, erfordern diese in der "Zeit" die volle Aufmerksamkeit seines Lesers und von diesem dafür eine gewisse Bereitschaft zum Müßiggang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit dem frühen Morgen steht die Sonne bereits auf meinem Balkon und erwärmt die Frühlingsluft angenehm, in meinem Terminplan herrscht gähnende Leere und so fand ich heute die idealen Voraussetzungen um mich den verbliebenen Teilen der letzten beiden Ausgaben der vergangenen Wochen zu widmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angesprochen durch ein Foto, dass die Silhouette eines Wanderers vor einem, mit Sommerwolken gesprenkelten, blauen Himmel zeigt, lese ich das Interview mit dem Portugiesen Carlos Gil. Gil arbeitet als Angestellter einer Immobilienfirma und ist auch sonst kein Prominenter, jedoch hat er eine lukrative Idee gehabt, die sein Hobby und seine Spiritualität mit dem Wunsch verbindet anderen Menschen zu helfen. Gil ist Auftragspilger. Er nimmt die Strapazen einer Pilgerreise für Menschen auf sich, die dies entweder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr können oder keine Zeit dazu haben. Krebskranke oder Manager gehören folglich zu seinen Auftraggebern. Man kann aus einer Menge an Pilgerorten wählen, wie zum Beispiel den weltberühmten Santiago de Compostella oder Fatima, aber auch weniger bekannte Orte, wie Muxima in Angola oder das sagenhafte, den Inkas heilige, Machu Picchu sind im Angebot. Alles eine Frage des Geldes, denn ganz billig ist das Pilgern lassen freilig nicht. 2500 Euro stellt Gil für die zweiwöchige Reise von Lissabon nach Fatima und wieder zurück in Rechnung.&lt;br /&gt;So zieht es den Portugiesen mehrmals im Jahr auf Reisen zu heiligen Orten, mit den Sorgen und Bitten fremder Menschen im Gepäck. Einmal angekommen richtet er aber nicht nur fremde Wünsche aus, sondern betet auch für sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über den Gedanken, dass es bei einer Pilgerreise um Selbsterfahrung und Reinigung geht und man sie daher selbst vornehmen muss, kann er sich nur wundern. Für ihn geht es einfach nur um das "Überwinden einer Strecke, an dessen Ende wir Gott um etwas bitten". Schließlich überbringt man Glückwunschkarten ja auch nicht persönlich, sondern läßt das den Briefträger erledigen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2057228100216050815?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2057228100216050815/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2057228100216050815' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2057228100216050815'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2057228100216050815'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/04/der-pilger.html' title='Der Pilger'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-5613142770105384003</id><published>2009-01-30T01:42:00.003+01:00</published><updated>2009-02-08T13:55:28.581+01:00</updated><title type='text'>The Clinic</title><content type='html'>Eigentlich hätte schon der vorherige Eintrag mein letzter dieser Reise werden sollen, doch dann kam ich gestern in Singapur an einem Lokal vorbei, das so originell war, dass es hier einfach Erwähnung finden muss!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Hotel war das Swissôtel am Clark Quay, eine Gegend in der sich, in alten traditionellen Häusern am Fluß, jede Menge Restaurants und Bars angesiedelt haben und daher zu einer der Adressen für Nachtschwärmer in Singapur geworden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Lokal heißt "The Clinic". Ein eigenartiger Name für eine Bar und so gehe ich näher um sie mir genauer anzuschauen. Es handelt sich dabei um eine Mottobar, bei der alles an eine Klinik erinnern soll. Man sitzt in Rollstühlen an den Tischen, oder wenn man es bequemer haben will, liegt man halb, halb sitzt man in Krankenbetten.&lt;br /&gt;Die Beleuchtung besteht aus OP Leuchten und Longdrinks werden in Infusionsflaschen gereicht, aus denen man sie dann in Reagenzgläser laufen lassen kann, um sie zu trinken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bisschen makaber und vielleicht nichts für denjenigen, der gerade einen längeren Klinikaufenthalt hinter sich hat, aber eine Idee, mit der sich die Bar deutlich aus der Fülle seiner Konkurrenten abhebt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-5613142770105384003?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/5613142770105384003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=5613142770105384003' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5613142770105384003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5613142770105384003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/clinic.html' title='The Clinic'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1562336752200991617</id><published>2009-01-29T02:28:00.000+01:00</published><updated>2009-01-29T02:29:15.515+01:00</updated><title type='text'>Was ich vermissen werde</title><content type='html'>Zum Ende meiner Reise gehen mir verschiedene Dinge duch den Kopf. Was ich alles erlebt und gesehen habe, bleibt durch die Eintragugen in meinem Blog und durch die vielen Fotos (es sind bis heute über 1000) besser präsent. Aber habe ich auch alles rausgeholt? Habe ich alle Highlights gesehen? Hätte ich nicht noch den ein oder andern Abstecher machen können?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Reise ist aber auch vor der Reise. Mit Indochina bin ich noch nicht fertig, soviel steht fest. Laos, Kambodscha, Birma und der Teil von Thailand, den ich noch nicht besucht habe, stehen noch auf meiner Liste. Eines ist sicher: ich komme wieder!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn ich wieder zu Hause bin, was werde ich wohl am meisten vermissen? Ein gutes Thai-Curry an einer Straßenecke, auf die Schnelle, den Geruch des Meeres, den Sommer, für 3 oder 4 Monate keine Sandalen, Shorts und T-Shirts mehr tragen können ...&lt;br /&gt;Aber es gibt auch vieles auf das ich mich freue: meine Matraze (ich habe nie auf einer besseren geschlafen), wieder selber kochen können, meine Kaffeemaschine, die Ruhe in meiner Wohnung und natürlich die Menschen, die ich liebe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Durchsicht meiner Fotos sind mir ein paar aufgefallen, die in keinem meiner Einträge Platz fanden, die ich aber der kleinen Leserschaft meines Blogs dennoch nicht vorenthalten möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß beim Anschauen und vielen Dank dafür, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet habt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/4003565"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/35/65/4003565.dda98e4a.240.jpg" width="240" height="160" alt="Big Roof, Small Bell" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Detail eines Tempels in Chiang Mai&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/4003564"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/35/64/4003564.9f8af1b8.240.jpg" width="240" height="160" alt="Bells" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Weiteres Detail eine Tempeldaches, Chiang Mai&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/4003563"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/35/63/4003563.f3839d76.240.jpg" width="160" height="240" alt="Perfect Place" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Taube und Buddha, Sukhothai&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/4003562"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/35/62/4003562.995a5518.240.jpg" width="160" height="240" alt="Blue Hour" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;"Blaue Stunde", Sukhothai&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/4003566"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/35/66/4003566.caa3ec72.240.jpg" width="160" height="240" alt="Big Tree" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Urwaldriese, Flight of the Gibbon, Chiang Mai (auf der Plattform steht ein ausgewachsener Mann - für ein größeres Bild, Foto anklicken)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/3986373"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/63/73/3986373.6d7c3d86.240.jpg" width="159" height="240" alt="Longtail Boats" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Longtailboote, James Bond Island&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1562336752200991617?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1562336752200991617/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1562336752200991617' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1562336752200991617'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1562336752200991617'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/was-ich-vermissen-werde.html' title='Was ich vermissen werde'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-8059805771360433557</id><published>2009-01-28T17:11:00.001+01:00</published><updated>2009-01-28T17:15:29.753+01:00</updated><title type='text'>Weiße Elefanten</title><content type='html'>König Rama V. besuchte Europa mehrmals. Er mochte das Leben an den europäischen Höfen und vor allem die genaue Vermessenheit der europäischen Hauptstädte, wie Paris, London oder Berlin, mit seinen Prachtstraßen und breiten Alleen. Rama V., der Großvater des amtierenden König Bhumipol, wird noch heue dafür verehrt, dass er das Land in die Moderne geführt hat. Er war der erste König, der den alten Palastbezirk verlassen und den Hof in eine neu errichtete, vom Stil europäischer Städte inspirierten Anlage verlagerte. Heute ist der Dusit, wie diese Anlage genannt wird, außer Park, mit Sitz des Bangkoker Zoos, verschiedener Museen, der alten Thronhalle sowie dem Wohnsitz des ehemaligen Herrschers auch Sitz des Parlaments.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich zum Eingang des Parks gehe, laufe ich an einer kleinen Gruppe von Demonstranten vorbei, die sich vor der Einfahrt des Parlaments in Stellung gebracht haben und alle Abgeordneten, die auf das Gelände fahren, mit Schmähungen bedenken. Leider kann ich nicht verstehen, was sie sagen, aber in der Menge wird nach jedem Abgeordneten ausgiebig gelacht. Sie tragen alle rote T-Shirts und sind damit als Anhänger des, mittlerweile zurückgetretenen, Präsidenten Taksim zu erkennen. Zur Erinnerung: die Gegner Taksims hatten, vor einigen Wochen, in gelbe T-Shirts gekleidet, den Bangkoker Flughafen besetzt und damit auch ein guten Teil des Landes stillgelegt. Wochentagen sind in Thailand Farben zugeordnet und da der König an einem Montag geboren wurde, ist seine Farbe Gelb. Die gelbe Kleidung der Demonstranten sollte ihre Loyalität zum Königshaus, beziehungsweise die geringe Loyalität der Regierungspartei dem Monarchen gegenüber, symbolisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann die ehemalige Thronhalle sowie den Königspalast besichtigen. Letzterer ist nur zum Teil der Öffentlichkeit zugänglich, denn er wird immer noch teilweise von der Königsfamilie bewohnt, der königliche Hauptwohnsitz ist jedoch etwa einen Kilometer entfernt, in einem neu errichteten Palast.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im ehemaligen Elefantenstall ist nun das königliche Elefantemuseum untergebracht. Elefanten haben in Thailand die Stellung heiliger Tiere und wenn immer im Land ein weißer Elefant geboren wird, ist dieser automatisch Eigentum des Königs und wird in einer Zeremonie, unter großem Aufsehen in den Rang eines königlichen Elefanten erhoben. Die letzte dieser Zeremonien fand 1978 statt.&lt;br /&gt;Nicht alle Albinoelefanten sind dabei gleich wertvoll. Man unterscheidet genau zwischen den verschiedenen Farbtönen, die von Rosa, über die Farbe verwelkter Lotusblüten, bis zum reinen Weiß reichen. Wichtig ist besonders die Färbung der Haare und der Genitalien des Dickhäuters. Nach der thailändischen Mythologie sind Elefanten für die Fruchtbarkeit des Bodens verantwortlich, daher erklärt sich auch ihre Sonderstellung unter den Tieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem der beiden Gebäude steht ein Modell eines heute noch lebenden weißen Elefanten. In königliche Gewänder gehüllt und an einer Art Rampe stehend, die es dem König ermöglicht seine Elefanten bequem zu besteigen, wird das Modell von den Menschen wie ein Heiligtum verehrt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-8059805771360433557?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/8059805771360433557/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=8059805771360433557' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8059805771360433557'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/8059805771360433557'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/weie-elefanten.html' title='Weiße Elefanten'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1216493914028121352</id><published>2009-01-26T16:11:00.001+01:00</published><updated>2009-01-26T16:21:07.655+01:00</updated><title type='text'>James Bond Island</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/3986371"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/63/71/3986371.809ba60d.560.jpg" width="560" height="129" alt="Islands" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Landschaft, die gerade vor mir aus dem Morgendunst der Phang-Nga Bucht auftaucht, ist bizarr. Unzählige kleine und größere Inseln ragen steil aus dem Meer, dicht bewaldet und fast ohne jede Möglichkeit an Land zu gehen. Die Formen, die die Erosion aus den Felsen geschliffen hat sind das eigentliche Wunder dieser Inselgruppe. Manche bestehen nur aus einem Felsen mit wenigen Quadratmetern Grundfläche, aber mehrere hundert Meter hoch. Das Meer hat mit seinen Wellen und Gezeiten das Fundament in Jahrhunderten angegriffen, so dass fast alle dieser Inseln nach oben hin breiter werden. Sie sind so ungewöhnlich, dass sie schon mehrmals als Kulisse für Hollywoodfilme herhalten mussten. &lt;br /&gt;Der bekannteste davon ist "Der Mann mit dem goldenen Colt", ein Film aus der James Bond Reihe, dessen Bösewicht genau hier eine private Insel bewohnt, auf der er eine schreckliche Geheimwaffe entwickelt, um damit die Welt zu beherrschen. Seit dem Kinoerfolg des Filmes im Jahr 1974, hat die Insel, die eigentlich den Namen Ko Phing Kan, Insel, die sich an sich selbst anlehnt, trägt, nur noch den Namen "James Bond Island" und zieht damit jedes Jahr tausende von Besuchern an. So wirbt auch der Veranstallter, mit dem ich meinen Ausflug gebucht habe, mit dem Geheimagenten seiner Majestät für die Bootsfahrt in die Buch von Phang-Nga.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/3986372"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/63/72/3986372.de26693a.240.jpg" width="240" height="240" alt="James Bond Rock" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei gibt es hier viel mehr zu bestaunen und der bekannte James Bond Felsen ist für mich nicht die Hauptattraktion. Viele der Inseln haben ein Tunnelsystem, das man, der engen Ausmaße wegen, nur mit Kajaks befahren kann. Manche von den Höhlengängen sind so niedrig, dass wir uns flach ins Boot legen müssen, um nicht mit dem Kopf an der Decke anzustoßen. Wir fahren durch Tropfsteinhölen und gelangen immer wieder in Lagunen, die wie aus dem Nichts aus der Dunkelheit auftauchen und uns mit üppiger Vegetation an steil aufragenden Felswänden überraschen. Die meisten Inseln sehen aus wie ein Schweizer Käse.&lt;br /&gt;Paddeln muss man nicht selbst, das erledigt ein Angestellter, denn so hat man die Hände frei und kann fotografieren. Außerdem wäre es zu gefährlich, denn die Felsen der Ufer sind über und über mit Muscheln bewachsen, somit messerscharf und die Kajaks sind seewasserfeste Schlauchboote, die man durch eine zu starke Kollision mit der Uferwand zerstören und zum sinken bringen könnte.&lt;br /&gt;Reptilien fühlen sich auf den, allesamt unbewohnten, Inseln wohl und es gibt eine Vielzahl von Schlangen und Echsen. Mit etwas Glück können wir sogar den Bindenwaran zu Gesicht bekommen, der mit seinen über 2 Metern Länge einem Krokodil gleicht, wenn er im Wasser schwimmt.&lt;br /&gt;Die Riesenechse läßt sich heute zwar nicht blicken, dafür werden wir neugierig von einer Horde Affen, die im Wipfel eines Baumes sitzen, bestaunt, als wir mit den Kajaks in eine der vielen Lagunen einfahren. Aus Neugier wird Zutrauen, als sie sehen, dass einige der Paddler Bananen im Gepäck haben. Ein Affenweibchen hat ein Neugeborenes am Bauch zu hängen, das noch nicht älter als 3 Tage sein kann. Etwas ängstlich betrachtet es die fremdartigen Wesen in ihren eigenartigen Gefährten aus seinem schützenden Versteck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/3986374"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/63/74/3986374.4bf453c2.240.jpg" width="160" height="240" alt="Monkeys" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Schiff, das uns heute durch die Bucht fährt ist ein alter Kahn, aber er bietet ausreichtend Platz und Schatten und fährt gemächlich, so dass man die Landschaft in aller Ruhe betrachten kann. Im unteren Stockwerk sind schon bald nach dem Auslaufen Frauen damit beschäftigt, Gemüse zu schneiden, Reis zu dämpfen und Fleisch zu braten. Als wir von einem der Kajakausflüge zurückkommen, steht ein köstliches Buffet für uns bereit, von dem ich mich frage, wie sie das mit nur drei Gasflammen und ein paar Woks zubereiten konnten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1216493914028121352?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1216493914028121352/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1216493914028121352' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1216493914028121352'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1216493914028121352'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/james-bond-island.html' title='James Bond Island'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6906875592557387588</id><published>2009-01-24T16:48:00.008+01:00</published><updated>2009-01-31T08:31:52.723+01:00</updated><title type='text'>Not rich, but happy!</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/3970521"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/05/21/3970521.84dbf799.240.jpg" width="160" height="240" alt="Clear Waters" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor sieben Jahren kam Ben als Austauschstudent nach Thailand und ist einfach nicht mehr zurückgekehrt. Einmal, so erzählt er mir, hat er es versucht und ist bis zu den Fidji Inseln gekommen, dann ist er wieder umgekehrt. Thailand ist für ihn sein zu Hause geworden, wenn er auch den Sommer in Japan verbringt und dort mit Touristen Wildwasserrafting-Touren fährt. "There you make the big dollars", aber leben möchte er nur noch hier, "not rich, but happy". Dabei kommt er eigentlich aus dem ebenfalls von der Sonne verwöhnten Kalifornien, aber zugegeben, einen Job wie diesen wird er dort lange suchen müssen. Ben ist Guide für Tauch- und Schnorcheltouren auf die Similan Islands, eine Inselgruppe, die 63 Kilometer vor der thailändischen Küste, in der Andamanen See liegt. Die insgesamt neun Inseln zählen zu den besten Tauchrevieren der Welt und sind zweifellos das beste Thailands.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Tagestour ist die Inselgruppe nur mit einem Speedboot zu erreichen, einem Ungetüm, mit drei Motoren, äußerst leicht gebaut und für die Passagiere ohne jeglichen Komfort. Mehrmals heißt uns der Kapitän die Plätze zu tauschen, damit sein Boot ausbalanciert ist. Dann erst gibt er richtig Gas, das Boot hebt sich aus dem Wasser und zerschneidet den kristallklaren Ozean. Nach jeder kleinen Welle, über die das Boot fährt, schlägt es auf die Wasseroberfläche zurück und gibt die Energie direkt an seine Insassen weiter, die auf kleinen Bänken an der Seite sitzten. So legen wir die 63 Kilometer in etwas mehr als einer Stunde zurück. Ben erzählt uns, dass dies das neueste und schnellste Speedboot in Thailands Gewässern ist. Ich wusste nicht, dass man sich auf dem offenen Meer so schnell vortbewegen kann.&lt;br /&gt;Als wir nach der Stunde Fahrzeit langsamer werden tauchen die Similan Inseln vor uns auf. Ich traue meinen Augen kaum: das Meer ist so klar, dass man kaum seine Oberfläche erkennen kann, bereits vor der Insel liegende Boote sehen aus als schwebten sie mitten im Nichts. Der Strand ist von einer so weißen Färbung, dass es in den Augen schmerzt und am Ufer liegen Felsbrocken übereinandergetürmt, die rund wie Kieselsteine geschliffen sind. Der Anblick kommt mir vor wie eine Fatamorgana. Sollte es je den Garten Eden gegeben haben, dann bin ich mir sicher, genau so hat er ausgesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/3970522"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/9/05/22/3970522.13fe8a1b.240.jpg" width="240" height="158" alt="Similan Islands, Thailand" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Taucherbrille, Schnorchel und Floßen wurden vom Veranstallter gestellt und bereits am Festland an uns verteilt. Schnell wird noch der Sonnenschutz erneuert, denn die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel, und endlich können wir ins Wasser springen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei einem Briefing vor der Abfahrt wurde uns genau erklärt was beim Besuch des Riffs verboten ist. Der Veranstallter arbeitet eng mit Greenfins zusammen, einer Umweltschutzorganisation, die sich dem Erhalt der Korallenriffe in der Andamanensee widmet. Schon die kleinste Berührung einer Koralle mit dem Finger kann dazu führen dass sie durch den Fettfilm auf der Haut ausbleicht und abstirbt. Natürlich ist es verboten, Korallen abzubrechen oder irgendetwas von den Inseln mitzunehmen. Man soll die Meeresschildkröten nicht berühren, obwohl es sehr einfach ist, da diese sehr langsam schwimmen. Ein ganzer Katalog von Do's und Dont's wird uns erklärt. Als Ben mit seiner etwa 10 minütigen Einstimmung zum Ende kommt und sich erkundigt, ob noch jemand Fragen hat, meldet sich eine junge Frau aus einer Gruppe und fragt: "Dü yü spiek french?"&lt;br /&gt;Ich muß mich umdrehen um ihr nicht zu zeigen wie mich diese Frage belustigt. Selbst das japanische Ehepaar hat versucht den Ausführungen des Führers zu folgen, einzig an unseren westlichen Nachbarn ist wieder einmal alles vorbeigegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hundertfach bunte Fische in allen Formen, die sich die Natur ausdenken konnte und in allen Farben des Regenbogenspektrums reich koloriert, sind um mich herum, als ich in das Wasser hinabgleite. Hier scheinen andere Regeln zu herrschen: schwerelos schwimmen sie vor, neben und hinter mir, mit nur einem leichten Schwanzflossenschlag schießen sie an mir vorbei. Während an Land jedes Lebewesen versucht sich zu tarnen um ja nicht aufzufallen, versucht hier jeder den anderen an Auffälligkeit und Buntheit zu übertrumpfen. Der Formenreichtum steht dem Farbenreichtum in nichts nach. Ein Fisch ist schlank und spitz wie ein Pfeil, ein anderer rundlich und vielfarbig gestreift, wieder ein anderer mit flachem, tellerartigen Körper, einer trägt einen langen Fortsatz über den Augen, wie ein kleines Horn... es sind zu viele um alle beschreiben zu wollen.&lt;br /&gt;Erst jetzt nehme ich das eigenartige Geräusch wahr, dass mich umgibt. Ein Summen, als wenn man unter einer Hochspannungsleitung steht. Es ist das Knabbern der vielen hundert Doktorfische an den Korallen, die diesen Klang verursachen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6906875592557387588?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6906875592557387588/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6906875592557387588' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6906875592557387588'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6906875592557387588'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/not-rich-but-happy.html' title='Not rich, but happy!'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-3434878245653437873</id><published>2009-01-23T15:40:00.002+01:00</published><updated>2009-01-23T15:42:14.351+01:00</updated><title type='text'>I hope you happy happy!</title><content type='html'>Als ich in der Nacht aufwache, merke ich dass etwas mit mir nicht stimmt. Wohl was falsches gegessen, der Gang zum Klo bringt Gewissheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dummerweise habe ich für den nächsten Morgen einen Ausflug nach Similan Island gebucht und soll bereits um 06:30 Uhr in meinem Hotel abgeholt werden. Daraus wird wohl nichts, denn ich sollte mich in den nächsten 2 Tagen in unmittelbarer Nähe einer freien Toilette aufhalten.&lt;br /&gt;Um 06:00 Uhr rufe ich bei der Telefonnummer an, die auf meiner Rechnung für den Ausflug steht und erkenne an der schlaftrunkenen Stimme, dass es sich um die junge Frau handelt, die mir den Ausflug verkauft hat. Sie verspricht mir den Fahrer noch rechtzeitig zu informieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag gegen 19 Uhr klingelt mein Telefon. Ich kenne die Nummer nicht und hebe ab. Am anderen Ende der Leitung ist die Frau aus der Reiseagentur, die sich einfach nur um mein Wohlbefinden sorgt und mir gute Besserung wünscht. Weil ihr Englisch nicht so gut ist tut sie das mit den Worten "I hope you happy happy!". Das rührt mich ehrlich. Nach allem was ich hier erlebt habe, gelten Touristen als Einnahmequelle, die ansonsten das Inselidyll zerstören und genau das tun sie ja auch wirklich. Dann ruft mich eine Frau an, mit der ich knapp 5 Minuten rein geschäftlich zu tun hatte, und fragt wie es mir geht. Spätestens jetzt weiß ich: ich bin immer noch in Thailand!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-3434878245653437873?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/3434878245653437873/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=3434878245653437873' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3434878245653437873'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3434878245653437873'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/i-hope-you-happy-happy.html' title='I hope you happy happy!'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1558666874525801167</id><published>2009-01-21T16:20:00.002+01:00</published><updated>2009-01-22T12:42:49.256+01:00</updated><title type='text'>Insekten zum Abendessen</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/3948519"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/6/85/19/3948519.c8e192b7.240.jpg" width="240" height="160" alt="Gecko" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der schönste und ruhigste Strand der Insel soll "Nai Harn" sein, so habe ich gestern erfahren. Ganz an der Südspitze der Insel gelegen ist er schwer zu erreichen und daher immer noch ein Geheimtipp. Ich miete am Morgen ein Motorrad an und mache mich auf den Weg dorthin. Weit komme ich nicht. Nach etwa 10 Kilometern wird mein Gefährt plötzlich langsamer und nach 20 Kilometern versagt es ganz seinen Dienst. Fast wäre ich am Ziel gewesen!&lt;br /&gt;Ich habe, ahnend, dass ich es brauchen werde, mein Telefon mitgenommen, also rufe ich die Vermieterfirma an um meine Lage zu schildern. Wir kommen überein, dass ich auf eigene Kosten mit einem Taxi zurückfahre, meinen Schlüssel und Helm zusammen mit der Adresse, die ich mir vom Besitzer des Geschäfts, vor dem ich liegen geblieben bin, habe aufschreiben lassen, im Büro der Vermietung abgebe und diese sich dann um alles andere kümmert.&lt;br /&gt;Natürlich kann sich an diese Abmachung niemand mehr erinnern, als ich im Büro stehe um meinen Teil einzulösen. Vielmehr behauptet die Dame, mit der ich gerade noch gesprochen habe, das Motorad wäre in Ordnung gewesen, als ich es übernommen habe, also sei ich jetzt daür verantwortlich, dass es auch wieder zurückgebracht würde. Außerdem müsste ich für die Reparatur aufkommen und den vollen Mietpreis bezahlen. Ja klar, soll ich ihren Hund auch noch Gassi führen und bei ihr zu Hause vielleicht noch kurz feucht durchwischen? Diese Clowns haben ja nicht einmal meinen Namen, gescheige denn einen Vertrag mit mir gemacht! "Nice try", sage ich nur zu ihr, drehe mich um und gehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt habe ich das Problem, dass ich keinen Ersatzplan für diesen Tag gemacht habe. Also gehe ich ins Hotel zurück und stelle fest, dass alle Gäste an den nahen Strand gegangen sind und ich, mit Ausnahme eines älteren Ehepaares, den Pool und den Garten ganz für mich alleine habe. Keine schlechte Alternative, denke ich, hole mein Buch, lege mich unter eine Palme und lese.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann an diesem Tag kommt eine SMS von meiner Freundin Cherry aus Bangkok, die sich wohl schlecht fühlt, weil der Tipp nach Phuket zu reisen von ihr kam, in der sie mir die Namen von ein paar Inseln mailt, die ich besuchen sollte. Ich mache mich also am späten Nachmittag nach Patong auf, um eine Fahrt nach Similan Island zu buchen. Similan, lese ich später, gehört zu den 10 schönsten Inseln der Welt, wer immer solche Listen auch erstellt, und zu den besten Tauchrevieren in der Andamanen See. Ein Korallenriff mit einem großen Reichtum an bunten tropischen Fischen wird mir in Aussicht gestellt. Das hört sich doch alles ganz ordentlich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo ich mich schon einmal ins Epizentrum der Nachtvergnügungen begeben habe, beschieße ich noch einen kleinen Rundgang durch das sündige Patong zu machen. Ich kenne keinen Platz auf der Welt mit einer höheren Dichte an Bars, Restaurants und Nightclubs. Gegen Patong ist Mallorcas Ballermann eine Veranstaltung für Rentner! An der Leuchtreklame eines Geschäfts beobachte ich einen Gecko, der sich die vom Licht angezogenen Insekten schmecken lässt. Ganz lässt sie sich also doch nicht aussperren, die Natur!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1558666874525801167?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1558666874525801167/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1558666874525801167' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1558666874525801167'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1558666874525801167'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/insekten-zum-abendessen.html' title='Insekten zum Abendessen'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-5750758793821685040</id><published>2009-01-20T19:15:00.003+01:00</published><updated>2009-01-20T19:21:08.707+01:00</updated><title type='text'>The Beach</title><content type='html'>Ich kann kaum glauben was ich hier sehe! In dem Warteraum für meinen Flug findet man so ziemlich alle Abscheulichkeiten, die die menschliche Rasse hervorgebracht hat. Übergewichtige Briten mit vom Alkohol geröteten Gesichtern, die sich lauhals in Cogney über die Sitzbänke hinweg unterhalten, gemischtrassige Paare, bei denen der Altersunterschied gut 50 Jahre beträgt, ein ganzkörpertätowierter, anabolikageschwängerter Mann, mit Nackenspoiler-Frisur, Eulensonnenbrille, Diamantohrringen und brutalem Gesicht, der mich irgendwie an einen menschlichen Kampfhund erinnert, Skandinavier, die sich nicht einmal die Mühe gemacht haben Schuhe anzuziehen oder es im Suff einfach vergessen haben. Sie alle haben eines gemeinsam: sie wollen Urlaub auf Phuket machen, Thailands größter Insel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigenlich wollte ich nach Koh Chang, der Elefanteninsel, an der Grenze Kambodschas, um die Reise mit etwas Strandurlaub abzuschließen, aber von einer Freundin aus Bangkok wurde mir zu Phuket geraten. Das Wasser sei hier klarer und es gäbe unzählige kleine vorgelagerte Inseln, jede für sich ein Paradies und gut als Tagesausflug zu erreichen.&lt;br /&gt;Eine leichte Vorahnung was mich auf Phuket erwartet, bekomme ich, als ich auf meinen Flug warte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Anflug kann ich sie dann sehen, die Inseln, von der mir Cherry erzählt hat. Alle dicht bewaldet und so zalhreich, als hätte jemand eine Hand voll smaragdgrüner Steine ins seichte Meerwasser geworfen. Manche von ihnen haben nur einen schmalen Strand, der nur mit Booten erreicht werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich den Flughafen verlasse fragt mich einer der vielen Schlepper "where are you going, taxi?" (übrigens der meist gesagte Satz in Thailand, gleichauf mit "hello massage!"). Ich antworte dass ich ein Taxi mit Taxameter suche und frage ob er ein solches hat? "And then, where are you going?" "I'm going from here to a taxi with meter", antworte ich genervt. Er bietet mir ein Sammeltaxi an, das gleich losfahren soll. Auf die Frage wann, heißt es höchstens 10 Minuten, oder vielleicht 20. Ich warte 30 Minuten und es sind immer noch nur 3 Fahrgäste. Mit 10 fährt er dann gleich los, versichert mir der Fahrer. Ich muss auf die Toilette und als ich wiederkomme, heißt es auf einmal, dass jetzt alle Plätze voll sind und ich auf darauf warten soll, dass das nächste Taxi voll ist. Dauert nicht lange. Ich bekomme einen Wutanfall und beschimpfe alle Umstehenden. Die interessiert's nicht weiter, ich vermute das erleben sie jeden Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich dann durch Patong Beach fahre fühle ich mich an Ballermann erinnert. Eine Bar an der anderen, Neonreklamen, Massagesalons der zweifelhaften Sorte und überteurerte Touristenlokale. Thais sieht man hier, wenn überhaupt, als Servicepersonal in den Lokalen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Hotel ist hübsch und ruhig gelegen, jedoch wird um 20 Uhr auf einmal laute Musik im Garten angestellt. Ich gehe sofort an die Rezeption und frage wie lange das gehen soll. "Nur bis zum Abendessen, nicht nach 23 Uhr" wird mir gesagt. Ich hatte bei der Reservierung aber ausdrücklich nach einem Haus ohne Diskothek verlangt. Eine Dikothek haben sie ja auch nicht, sie spielen nur Musik. Ich kläre die Chefin auf, dass das Tanzen für sich ja keinen Lärm macht, sondern die Musik das störende dabei ist. Tanzen könnten alle hier bis in den frühen Morgen, aber bitte ohne Musik. Als ich dann erfahre, dass mir die Nutzung des Internets mit meinem eigenen Computer auch noch in Rechnung gestellt werden soll, obwohl mir bei der Reservierung ausdrücklich Kostenfreiheit zugesagt wurde, raste ich zum zweiten Mal an diesem Tag aus. Diesmal jedoch mit Erfolg: für die Dauer meines Aufenthalts werden die Gäste auf Musik während des Abendessens verzichten müssen und auch die Nutzung des Internets ist für mich frei!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-5750758793821685040?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/5750758793821685040/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=5750758793821685040' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5750758793821685040'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5750758793821685040'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/beach.html' title='The Beach'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1438875803594503840</id><published>2009-01-19T18:52:00.004+01:00</published><updated>2009-01-31T08:33:35.125+01:00</updated><title type='text'>Der göttliche Baum</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/3935779"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/6/57/79/3935779.0f343df0.240.jpg" width="240" height="160" alt="Buddha in a Tree" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der heiße Fahrtwind bläst mir ins Gesicht und Staub in meine Augen. Der Motorradfahrer schlängelt sich durch den stehenden Verkehr. Es ist interessant zu erleben mit welcher Geschicklichkeit er sein Fahrzeug zwischen Bussen, Taxis und Lastwagen hindurchmanövriert. Schließlich bringt mich zu der Stelle, wo die Minibusse nach Ayutthaya abfahren, denn das ist mein Ziel für heute.&lt;br /&gt;Die Stadt liegt mit nur 86 Kilometern Enfernung einfach zu nah an Bangkok, als dass man sie sich entgehen lassen sollte. Die Unbezwingbare, so heißt der Name übersetzt, eigentlich ein Wort aus dem Sanskrit, war lange Zeit Hauptstadt Thailands, bis diese schließlich 1767 nach Bangkok verlegt wurde. Ende des 17. Jahrhunderts zählte sie bereits über eine Millionen Einwohner. Die Ayutthaya-Zeit war in vielerlei Hinsicht die Blütezeit des Königreiches Siam. Kultur und Handel boomten und es wurde mit allem gehandelt, was im Ausland Absatz finden konnte, inklusive Kriegselefanten, die nach Persien und Indien exportiert wurden. Waffenlieferungen aus einer anderen Zeit. Es gab viele europäische und japanische Händler in der Stadt und alle berichteten, dass sie nie eine glanzvollere Metropole gesehen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesen Eindruck kann ich erstmal nicht teilen, als der Busfahrer mich an einer 12 spurigen Schnellstraße aussteigen lässt. Es ist schmutzig, staubig und laut, von Tempeln weit und breit keine Spur. Vielleicht hat er mich ja nicht richtig verstanden, aber was anderes soll ein Auländer hier machen, außer sich die Ruinen der alten Stadt anzuschauen? In der Ferne sehe ich ein Schild das zum Busbahnhof weist. Ich laufe also in diese Richtung in der Annahme dort vielleicht eine Touristeninformation oder zumindest ein Taxi zu finden. Der Weg ist länger als ich dachte und ich lasse mir noch mehrmals von Passanten bestätigen, dass es hier tatsächlich zum Busbahnhof geht. Endlich kann ich von Weitem ein paar Busse sehen, als ich jedoch näher komme sehe ich, dass zwischen ihnen Wäscheleinen gespannt sind, um Wäsche zu trocknen. Hier kommt niemand mehr an und die Busse fahren in absehbarer Zeit auch nicht mehr ab.&lt;br /&gt;Plötzlich werde ich von einem älteren Mann angesprochen, der wissen will wo hin ich gehe. Ich erkläre, dass ich mir die Tempelruinen anschauen möchte und wenige Minuten später sitze ich zum zweiten Mal an diesem Tag auf dem Rücksitz eines Motorrades.&lt;br /&gt;Der erste Tempel meiner heutigen Tour ist der Wat Mongkhon. Auf dieser recht gut erhaltenen Anlage leben noch immer wenige Mönche, in kleinen Holzhäusern im Thai-Stil. Das Zentrum des Klosters bildet eine noch vollständig erhaltene Stupa im Ayutthaiya Stil, die zu den größten zählt, die ich je gesehen habe. Majestätisch erhebt sie sich, gesäumt von, zum Teil bereits zerfallenen, kleineren Stupas, aus der Mitte der Anlage. Auf ausgetretenen Ziegelstufen kann man sie erklimmen und sogar ihr Inneres betreten. Mit ihren 63 Metern Höhe und gut 28.000 Tonnen verbauter Ziegel, war der Turm für seinen Untergrund zu schwer und sank langsam ein. Durchgebogene Grundmauern und beträchtliche Schieflage einiger Stupas zeugen davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder nehme ich mir ein Motorradtaxi, wie es scheint das einzige Tranportmittel der Stadt, und fahre zum Höhepunkt des Tages. Das Wat Mahathat beherbergte einst eine Reliquie Buddhas in seiner prächtigen zentralen Chedi, einer Stupa im Khmer Stil, die, bereits einmal wieder aufgebaut, im Jahr 1904 erneut einstürzte. Ganz anders als im grünen, kühleren Sukhothai sieht die Erde hier verbrannt aus und die Reste der Ziegelgebäude sind zum Teil mit Bäumen bewachsen, deren Wurzeln, auf der Suche nach Wasser, die Wände herunterklettern. Den vielen Buddha Statuen, die noch auf dem Ruinenfeld stehen, fehlt der Kopf. Die birmanischen Eroberer haben sie ihnen, nach der Einnahme der Stadt, abgeschlagen um die Unterlegenen zu demütigen. &lt;br /&gt;Ein damals wohl abgeschlagener Buddhakopf, der dann achtlos liegen gelassen wurde, wurde von den Wurzeln eines Baums in Jahrhunderten umwachsen und ist heute eine der großen Atraktionen Ayutthayas. Fast sieht es aus, als würde der Gott aus dem Baum wiedergeboren.&lt;br /&gt;Die vielen Touristen, die sich mit dem Phänomen fotografieren lassen wollen werden gebeten auf die Knie zu gehen, damit ihr Kopf auf dem Foto nicht über dem des Buddhas steht. Ein Wächter daneben wacht mit Argusaugen darüber, dass diese Regel eingehalten wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1438875803594503840?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1438875803594503840/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1438875803594503840' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1438875803594503840'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1438875803594503840'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/der-gttliche-baum.html' title='Der göttliche Baum'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-4357648563518944439</id><published>2009-01-18T17:26:00.006+01:00</published><updated>2009-01-26T17:45:26.439+01:00</updated><title type='text'>Big Mango</title><content type='html'>"City of Angels, Land of Smile", so gibt eine thailändische Freundin spaßhaft ihre Adresse stets an. Die Stadt, die wir im Westen nur als Bangkok kennen heißt nämlich gar nicht so. Bangkok ist eigentlich der Ort, der hier früher einmal stand und richtig Bang Makok, Ort der Oliven, hieß. Die Thais nennen ihre Stadt Krung Thep, die Stadt der Engel, was aber auch nur eine Abkürzung ist. Mit vollem Namen heißt sie: Große Stadt der Engel, Heimstatt des Smaragdbuddhas, uneinnehmbares Land, großes herausragendes Königreich, herrliche königliche Hauptstadt, geschmückt mit den heiligen neun Edelsteinen, erster königlicher Wohnsitz und großer Palast, göttlicher Hort und Domizil der wiedergeborenen Seelen". Braucht man noch einen Beweis dafür, dass die Thais ihre Hauptstadt lieben? Keine Stadt der Welt hat einen längeren Namen und alle Schulkinder in Thailand müssen diesen Namen auswendig lernen. Mein Mitgefühl ist ihnen sicher!&lt;br /&gt;In Anlehnung an die Bezeichnung New Yorks als "Big Apple", bezeichnen die Bewohner ihre Stadt auch als "Big Mango". Das gefällt mir, weil es so gut passt. Genau wie eine Mango ist Bangkok topisch, süß, ein wenig klebrig, duftend, knallig und feucht. Und genau so wie wenn man in eine frische Mango beißt fühlt man sich, wenn man in diese Stadt eintaucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/3926874"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/6/68/74/3926874.43d5e325.240.jpg" width="240" height="160" alt="Allways in a rush" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gier nach Leben und Vergnügen kann man an jeder Straßenecke hautnah erleben. Der wilde Puls, der diese Stadt antreibt beruhigt sich nie. Wenn die Kaufhäuser spät abends schließen, eröffnen die Nachtmärkte auf denen man so ziemlich alles findet, was man braucht, vor allem aber was man nicht braucht. Wenn in den Restaurants die Stühle auf die Tische gestellt werden, stellt man sie an den Garküchen gerade auf die Straße. Eine Massage gegen Verspannungen nach Mitternacht zu bekommen ist genau so möglich wie käufliche Liebe rund um die Uhr.&lt;br /&gt;Während bei uns im Westen Werbetafeln stumm auf einen herabblicken und darum bitten wahrgenommen zu werden, schreien einen hier Videoleinwände überall an: von Kaufhäusern herunter, an den Haltestellen des Skytrains und sogar in den Zügen wird man mit Kaufentscheidungshilfen bombardiert.&lt;br /&gt;Jeder hat immer und überall sein Mobiltelefon dabei und am Ohr. Ich habe sogar einen frommen Mann in einem Tempel betend das Heiligtum umrunden und gleichzeitig telefonieren sehen. Bloß nichts verpassen, überall dabei sein und an allem teilnehmen wollen ist das Credo der Menschen hier.&lt;br /&gt;Der Rhytmus macht schwindlig und reißt mit und bald merkt man, dass man mit dem Virus Lebensgier angesteckt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im krassen Gegensatz zu der Geschwindigkeit und dem lauten und bunten Gebaren der Stadt, steht die Sprache der Thais. Ich höre sie gerne, ohne auch nur ein einziges Wort davon zu verstehen. Von Vokalen dominiert, in gleichmäßigem Rhythmus und ohne Schärfe gesprochen, bezeichne ich sie gerne als Massage fürs Trommelfell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich gibt es wenig Sinnlicheres als gutes Essen und folgerichtig gehört Essen auch zu den Lieblingsbeschäftigungen der Thais. Statt einem "guten Morgen" als ersten Gruß des Tages wird man hier "Was hattest Du zum Frühstück?" gefragt. Essen ist omnipräsent. Nur selten muss man weiter als bis zur nächsten Straßenecke laufen um einen Stand mit köstlichem Essen zu finden: gebratener Reis, Currys in den verschiedensten Formen und Farben, mit Huhn, Schwein oder Krabben, Süßspeisen und frische Früchte. Ich habe kürzlich auf einem der Nachtmärkte eine Schale gebratene Nudeln mit Gemüse (50 Cent), drei Spießchen mit gegrilltem Huhn (25 Cent) und zum Nachtisch ein paar Stückchen Annanas (25 Cent) gegessen und hatte ein schmackhaftes und vollwertiges Abendessen für genau einen Euro. Noch nie habe ich so oft gegessen ohne eigentlich Hunger zu haben - die Versuchung ist einfach zu groß.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-4357648563518944439?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/4357648563518944439/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=4357648563518944439' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4357648563518944439'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4357648563518944439'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/big-mango.html' title='Big Mango'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2122843677484887363</id><published>2009-01-17T12:25:00.002+01:00</published><updated>2009-01-17T17:45:30.037+01:00</updated><title type='text'>Man kann die Fenster nicht öffnen</title><content type='html'>Reisen ist manchmal mühselig und der Weg selber ist nicht mehr als ein lästiges Übel, das ich in den wenigsten Fällen genießen kann. Ich habe beschlossen den 1.Klasse Bus von Sukhothai nach Bangkok zu nehmen, da die Fahrt 7 Stunden dauert und ich aus meiner ersten Busreiseerfahrung gelernt habe.&lt;br /&gt;Gleich als ich mich hinsetze bläst mir wieder eisiger Wind von oben ins Gesicht. Die Klimaanlage läuft auf Hochtouren, aber draußen herrschen lediglich die Temperaturen eines angenehmen Frühlingstages. Ich trage zwar heute alles, was mein Koffer an warmer Kleidung hergibt, dennoch beschieße ich mir noch eine Schockfrostung nicht gefallen zu lassen. Ich versuche mit dem Fahrer zu sprechen, aber der versteht nichts, oder er will nicht, denn ich blase aus vollen Backen, zeige dann auf meinen Kopf und sage dann "cold, very cold" - keine Reaktion.&lt;br /&gt;Ich gehe zum Fahrkartenschalter zurück und bitte die Dame dort dem Fahrer zu sagen, er möge die Klimaanlage herunterdrehen. Nach einigem hin und her gibt man mir ein Telefon, damit ich mit einer Angestellten der Busgesellschaft in Bangkok spreche. Ich bringe meine Bitte vor und alles was ihr dazu einfällt ist zu sagen, dass die Klimaanlage laufen müsse, da man die Fenster nicht öffnen könne. Es ist aber Winter und draußen ist es nicht heiß, die Klimaanlage ist nur für heiße Tage, erwidere ich. Schweigen auf der anderen Seite. Ich erkläre, dass ich meine Heizung im Sommer auch nicht anstelle, nur weil ich eine habe und ich die Fenster vielleicht geschloßen halte. Meine Gesprächspartnerin erklärt mir darauf hin, dass die Klimaanlage laufen müsse, denn man könne kein Fenster öffnen und viellleicht wird es ja noch wärmer wenn wir in den Süden fahren. Ich rede mich langsam in Rage, denn gesunder Menschenverstand hat mit kulturellen Unterschieden nichts zu tun. Ich warne sie, dass ich alles was ich finden werde in die Öffnungen der Klimaanlage stopfen werde, um nicht zu frieren und sie bittet mich nicht wütend zu sein. Zu spät!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder im Bus bringt mir eine Angestellte eine Decke, aber die ist zu dick und passt nicht in die Kaltluftdüse. Ich vermute dafür war sie auch nicht gedacht! Stattdessen versuche ich es mit Klopapier, aber das wird immer wieder hinausgeblasen. Schließlich kommt mir die rettende Idee. Der Vorhang am Fenster ist geradezu ideal für mein Vorhaben: er passt gut und hält. Andere Reisende haben mich zunächst lächelnd beobachtet, aber von meinem Erfolg animiert verschießen sie jetzt alle die Düsen über ihren Sitzen mit den Vorhängen. Trotzdem jetzt fast nichts der kalten Luft mehr ankommt, lässt der Fahrer das Kaltluftaggregat weiter auf Maximalleistung laufen. Na ja, man kann halt die Fenster nicht öffnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2122843677484887363?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2122843677484887363/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2122843677484887363' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2122843677484887363'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2122843677484887363'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/man-kann-die-fenster-nicht-ffnen.html' title='Man kann die Fenster nicht öffnen'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-7674955230534966250</id><published>2009-01-17T11:59:00.003+01:00</published><updated>2009-01-31T09:39:12.358+01:00</updated><title type='text'>Die Ruinenstadt</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3203613438/" title="Buddha Face von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3329/3203613438_7caf2b3280_m.jpg" width="149" height="240" alt="Buddha Face" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bus hat seine besten Tage hinter sich, soviel ist sicher. Mühsam kämpft er sich voran und hoppelt über die eingentlich gute Straße. Ich hoffe, dass die Klimaanlage vielleicht bald aufgibt und ihren letzten eisigen Hauch in die Fahrgastkabine bläst, aber die funktioniert, zu meinem Leidwesen, wie neu. Alle Reisenden sehen aus, als ob sie sich auf einer Polarexpedition befinden. Alle, außer mir! Ich trage nur ein T-Shirt und Shorts. Bald schon nach der Abfahrt in Chiang Mai wird mir mein Fehler bewußt, aber der nächste Halt ist breits in einer Stunde und mein Koffer mit der wärmenden Kleidung ist direkt unter mir.&lt;br /&gt;Als wir endlich halten, frage ich die Schaffnerin nach meinem Koffer. Sie öffnet mißmutig das Fach, in das ich zuvor mein Gepäck gestellt habe und das nun bis zum Rand voll gestopft ist mit Pappkartons und Reisetaschen, schüttlet nur den Kopf und schließt es wieder. Das heißt wohl erstmal weiterfrieren. Was ich noch nicht ahne ist, dass der nächste Halt erst 3 Stunden später stattfinden wird. Fast steifgefrohren bitte ich erneut nach meinem Koffer und als sie wiederwillig das Fach öffnet, greife ich nach allem was mir in die Finger kommt, zerre es heraus und werfe es hinter mich, bis ich endlich meinen Koffer in die Hände bekomme. Den schleppe ich, wie ein Raubtier seine Beute, mit mir in die Kabine und lasse die verdutzte Frau mit dem restlichen Gepäck einfach stehen. Meine Miene macht klar, dass sie mich besser nicht mehr darauf anspricht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Sukhothai kommen wir erst in der Nacht an. Als ich gerade in meinen Reiseführer nach einer Unterkunft suche, sprechen mich zwei junge Frauen an, und fragen ob ich mir ein Taxi mit ihnen teilen möchte. Die beiden kommen aus Würzburg und haben im Sommer ihr Abitur gemacht. Diese Reise belohnt sie für die Strapazen ihrer Prüfungen.&lt;br /&gt;Sie haben bereits in Chiang Mai eine Unterkunft reserviert und so schließe ich mich einfach an. Garden House heißt die Herberge und besteht aus lauter kleinen Bambushütten in einem tropischen Garten. Hübsch und außerdem für gerade einmal 6 Euro pro Nacht auch noch günstig.&lt;br /&gt;Ich lade die beiden zum Abendessen ein und wir beschließen morgen in aller Frühe aufzubrechen um uns die Ruinen der ersten Hauptstadt Thailands, dem alten Sukhothai, anzuschauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3203613430/" title="Buddha von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3490/3203613430_1f79b7bc4a_m.jpg" width="240" height="160" alt="Buddha" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 6 Uhr wartet das Taxi auf uns, denn die Sonne geht bereits eine halbe Stunde später auf  und bis dahin wollen wir vor den Ruinen stehen und das Licht des anbrechenden Tages genießen. Taxi ist für das Gefährt, das vor der Tür auf uns wartet vielleicht ein wenig übertrieben: ein Dreirad, zwei Räder vorne eines hinten, wobei der Fahrer hinten auf einer Art Mortorrad sitzt und die Fahrgäste auf niedrigen Sitzbänken auf einer Plattform vor dem Fahrer, die, mit einer Lenkstange ausgestattet, das Fahrzeug auch gleichzeitig steuert. Die Konstruktion ist mit einem Dach versehen ansonsten aber offen. Es ist noch dunkel und kalt an diesem Morgen und die Fahrt soll 20 Minuten dauern. Ich habe aus meinem Fehler gelernt und meine Goretexjacke angezogen: winddicht und mit einem wärmenden Fliesfutter. Meine beiden Begleiterinnen tragen ein T-Shirt und ein Kapuzenpullover. Der Tag fängt an, wie der letzte aufgehört hat: wir frieren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ruinen liegen im Morgendunst und der Himmel hat noch seine typisch graue Färbung, die vom baldigen Sonnenaufgang kündet. Wir sind die ersten Besucher an diesem Tag. Sukhothai gehört nur uns!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3203629446/" title="Morning mood von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3460/3203629446_dce9d9ea8e_m.jpg" width="158" height="240" alt="Morning mood" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Längst hat sich die Natur die alte Stadt zurückerobert, große Bäume wachsen, wo einst Tempel standen und Straßen entlangführten. Säulen ragen in den Himmel, die einst gewaltige Dächer getragen haben und große Buddhastatuen lächeln noch immer ihr jahrhunderte altes, friedvolles Lächeln.&lt;br /&gt;Die ganze Stadt umfaßt eine Fläche von 45 Quadratkilometern, wir wollen uns aber nur auf den innersten Teil, das ehemalige geistige und administrative Zentrum der alten Hauptstadt, beschränken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt unendlich viel zu entdecken, immer wieder bieten andere Perspektiven neue An- und Durchblicke. Gleich als wir eintreffen, springen uns die freundlichen Streuner der antiken Anlage entgegen, die froh sind, dass endlich wieder Leben in ihre Stadt einzieht. Sie begleiten uns eine ganze Weile, jagen eine unvorsichtige Katze fast auf die Spitze einer der Ruinen, nur um uns zu zeigen, dass sie hier die uneingeschränkten Herrscher sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3203613442/" title="Feet of Lord Buddha von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3114/3203613442_547ca76e9d_m.jpg" width="240" height="160" alt="Feet of Lord Buddha" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Licht ändert sich minütlich und tauch die Ruinen in immer neue Farben. Endlich schiebt sich die Sonne als orange-glühender Ball über den Horizont und wärmt unsere durchgefrohrenen Leiber.&lt;br /&gt;Der Bezirk, den wir besuchen ist mit Wassergräben umgeben, die den äußersten Rand des Universums und den kosmischen Ozean symbolisieren sollen. In der glatten Wasseroberfläche spiegeln sich die alten Gebäude. Einer der Gräben ist über und über mit Seerosen bedeckt und leuchtet in einem Meer aus Pink.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3203613446/" title="Lotus von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3425/3203613446_71daa7085a_m.jpg" width="240" height="97" alt="Lotus" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sukhothai ist Unesco Weltkulturerbe der Menschheit und eine der eindruckvollsten antiken Stätten Thailands. Die klassischen Stupas bestehen aus einem dreistufigen quadratischen Unterbau, auf dem eine konische Spitze trohnt, die wiederum eine Lotusknospenspitze krönt. Fast 200 davon stehen innerhalb der alten Klostermauern.&lt;br /&gt;Nur zwei der zahllosen Tempel sind im Khmer-Stil erbaut und zeugen von deren Herrschaft, die bis ins 13. Jahrhundert von Angkor bis hierher reichte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-7674955230534966250?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/7674955230534966250/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=7674955230534966250' title='8 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7674955230534966250'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/7674955230534966250'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/die-ruinenstadt.html' title='Die Ruinenstadt'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3329/3203613438_7caf2b3280_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>8</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-4802541834428714623</id><published>2009-01-14T14:19:00.001+01:00</published><updated>2009-01-14T14:19:58.458+01:00</updated><title type='text'>Sànùk</title><content type='html'>Der Wecker reißt mich unsanft aus dem Schlaf. Es ist 5 Uhr 30 und eigentlich viel zu früh um aufzustehen, aber ich möchte die Bettelmönche beobachten, wie sie die Nahrung für den Tag erbitten und ihnen selbst auch eine bescheidene Spende zukommen lassen und Mönche stehen nun einmal, das ist wohl nirgendwo auf der Welt anders, früh auf.&lt;br /&gt;Am Vorabend habe ich mich erkundigt, wo man sie antreffen könnte, und mir wurde gesagt, das der Markt dafür der beste Ort wäre. Also bin ich 10 Minuten nach dem Wecken auf der Straße. Es ist kalt, so kurz vor Sonnenaufgang. Ich habe bewußt auf eine lange Hose und geschlossene Schuhe verzichtet, das einzige Zugeständnis an den kühlen Morgen ist meine Jacke. Die Mönche tragen ihre orangefarbenen Gewänder, nur aus einem dünnen Baumwolltuch bestehend und laufen barfuß. Ich wollte wenigstens ein bisschen wie die Mönche fühlen.&lt;br /&gt;Die Temperaturen liegen etwa bei 15°C und ich laufe fröstelnd durch die menschenleeren Straßen. Nach etwa 10 Minuten begegnen mir die ersten Mönche und ich laufe in einigem Abstand hinter ihnen her, denn ich kenne den Weg zum Markt nich genau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3196810910/" title="Buddhist Monks von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3092/3196810910_8c08ab9aec_m.jpg" width="160" height="240" alt="Buddhist Monks" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach weiteren 10 Minuten bin ich am Ziel. Hier wird angeboten, was am vergangenen Tag noch auf den Feldern stand und in den Bäumen hing. Es herrscht bereits geschäftiges Treiben, die Kunden und Händler scherzen und schwatzen miteinander. Ich bin der einzige Ausländer, aber davon nimmt niemand Notiz. &lt;br /&gt;Eine der Marktfrauen spricht mich an, ob ich eine Nahrungsspende für die Mönche kaufen möchte. Genau deswegen bin ich hier. Für 20 Baht bekommt man eine kleine Tüte, die mit verschiedenen Dingen gefüllt ist. Ein paar Früchte, etwas Gebäck, ein Schololadenriegel. Für zusätzliche 5 Baht bekomme ich außerdem noch 2 Räucherstäbchen und eine Lotusblühte, die die Mönche als Opfergaben für ihr Gebet brauchen. Ich kaufe von beidem und beobachte nun andere Menschen, die ebenfalls Spenden für die Mönche erworben haben, um kein Tabu zu brechen. Sobald sich ein Mönch nähert, gibt man ihm zu verstehen, dass man ihm etwas spenden möchte und er öffnet daraufhin eine den Deckel seiner Metallschale und man legt die Spende hinein. Danach dankt man ihm, dass er die Spende angenommen hat und der Mönche erwiedert einen Segen, den er zu den knieenden Spendern spricht.&lt;br /&gt;Ich warte also auf den nächsten Mönch, lege meine Spende in seine Schale und danke ihm. Da ich Europäer bin und auch keine Anstalten mache auf die Knie zu gehen, nickt er mir nur unmerklich zu und geht weiter.&lt;br /&gt;An einer Ecke steht eine junge Frau, die ein paar, vermutlich selbst gebackene Kekse, in kleine Plastiktüten verpackt, als Spende bereit hält. Als Frau darf sie die Mönche auf keinen Fall berühren. Müde reibt sie sich die Augen, als ich an ihr vorbeigehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tatsache, dass der Alltag der meisten Thai durch Religion und Spiritualität geprägt ist, heiß jedoch nicht, dass ihnen Spaß fremd ist. Ganz im Gegenteil: im Thailändischen gibt es ein Wort, dass man nur sehr unzureichend mit Spaß übersetzten kann. Sànùk ist nicht nur der kurze Spaß an einem netten Abend unter Freunden oder während eines Kinobesuches, sànùk ist ein angeborenes Lebensgefühl. Sànùk ist wichtig und wenn etwas nicht sànùk ist dann lässt man es besser. Zum Einkaufen auf den Markt gehen ist sànùk, Familie ist sànùk, ein gutes Essen ist definitiv sànùk, schnell Auto fahren ist genauso sànùk wie das kleine Schläfchen des Rikschafahrers in seinem Fahrzeug. Alles was man tut sollte sànùk sein, das gilt auch, oder eben ganz besonders für die Arbeit. Auch die eintönigste Tätigkeit kann sànùk sein, wenn man sie mit Kollegen verrichtet, die zu Freunden geworden sind. Ein bisschen flirten, ein wenig scherzen und das, was man tut mit der größten Sorgfalt erledigen und alles ist sànùk!&lt;br /&gt;Das berühmte thailändische Lächeln hat seinen Ursprung im Wunsch nach sànùk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wundere mich oft, mit welch guter Laune die Thais, die ich bei ihrer Arbeit erlebt habe, ihrer Tätigkeit nachgehen. Zum Beispiel als Führer von Touristen, die sieben Tage pro Woche, bei nur 10 Tagen Jahresurlaub, arbeiten oder die Mahuts des Elefantencamps, das ich besucht habe. Die Guides von "Flight of the Gibbon" haben gute Laune verbreitet uns immer wieder angefeuert, immer wieder kleine Scherze mit uns gemacht und akrobatische Einlagen gegeben wenn sie selbst am Seil hingen, obwohl sie einen ganzen Arbeitstag in den Bäumen verbringen und sicherlich nicht immer nur nette Kunden haben. Die kann ich mir nur zum Vorbild nehmen!&lt;br /&gt;Im Moment jedoch brauche ich niemanden, der sich um meine gute Laune kümmert, denn: Reisen ist sowas von sànùk!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-4802541834428714623?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/4802541834428714623/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=4802541834428714623' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4802541834428714623'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4802541834428714623'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/snk.html' title='Sànùk'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3092/3196810910_8c08ab9aec_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2890364271083139816</id><published>2009-01-13T13:06:00.005+01:00</published><updated>2009-01-13T17:54:41.904+01:00</updated><title type='text'>Der Elefantenführerschein</title><content type='html'>Als wir um die Kurve fahren sehen wir sie zum ersten Mal an diesem Tag. Sieben Arbeitselefanten, vom 7 jährigen Jungtier bis zur 23 Jahre alten Kuh. Ich bin froh, dass ich von der Ladefläche des Pick-ups steigen kann, denn die einstündige Fahrt durch den Morgen war kalt und ich hatte meine Jacke, nicht wissend, dass wir "oben ohne" fahren werden, in meinem Hotelzimmer gelassen.&lt;br /&gt;Die Gruppe besteht, wie fast immer, hauptsächlich aus Mittzwanzigern, in diesem Fall alles Europäer. Eine Britin, die mit ihrer Freundin unterwegs ist, redet unaufhörlich und lach dazwischen immer wieder laut. Ihr Lachen hört sich fast so an, als sei man einer Maus auf den Schwanz getreten. Deshalb nenne ich sie für mich "Maus, der man auf den Schwanz getreten ist"! Erstmal geht sie mir auf die Nerven und ich überlege kurz sie während der Fahrt, in einem unbeobachteten Moment, über die niedrige Bordwand zu stoßen. Später stellt sie sich aber als durchaus nett heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3194182976/" title="Asian Elephant von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3493/3194182976_8bde7741b6_m.jpg" width="160" height="240" alt="Asian Elephant" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem Elefantencamp, das wir heute besuchen sollen wir lernen, wie man einen Arbeitselefanten führt. Am Vormittag ist Unterricht und am Nachmittag können wir unser Erlerntes bei einem Ausritt in den Dschungel anwenden.&lt;br /&gt;Zunächst müssen wir unsere Mahut-Kleindung anziehen, ein Anzug aus einer 3/4 langen Hose und einem Oberteil mit Knebelknöpfen aus grobem Baumwollstoff. Im Anschluß lernen wir die Komandos, denn die Elefanten verstehen nur Thai, und den jeweils dazugehörigen Körpereinsatz. Einziges Hilfsmittel ist ein Bambusstab, an dem ein Metallhaken befestig ist. Möchte man zum Beispiel den Elefanten links herum drehen setzt man den Haken seitlich des rechten Ohres an und zieht nach links, gleichzeitig tritt der rechte Fuß sanft gegen das Ohr des Tieres und zusätzlich ruft man "saiii", wobei die Stimme gegen Ende des Wortes nach oben geht. So gibt es für jede Aktion ein Kommando und einen dazugehörigen Einsatz des Stocks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um uns mit den Tieren vertraut zu machen sollen wir sie zunächst füttern. Aufgeregt treten die grauen Riesen hin und her als sie uns sehen, denn sie wissen, dass sie jetzt etwas besonders Gutes von uns bekommen. Bananen und Zuckerrohr haben wir noch in Chiang Mai auf dem lokalen Gemüsemarkt gekauft. Die Bananen gibt man ihnen nicht einzeln sondern schiebt sie ihnen bündelweise ins Maul. Danach trieft der ganze Unterarm von Elefantenspeichel. Langsam ahne ich, warum wir unsere eigene Kleidung gegen den blauen Anzug tauschen mussten.&lt;br /&gt;Jeder aus unserer Gruppe muss nun einmal das Aufsteigen und Absteigen auf einen großen und einen kleineren Elefanten üben. Das sieht sehr leicht aus, ist aber überaus schwierig. Auf das Komando "Yooka" hebt der Elefant sein Bein und winkelt den Fuß an. Man steigt dann zunächst über den Fuß auf den Oberschenkel des Tieres, zieht dann das andere Bein nach und auf das Komando "Suun" hebt der Elefant das Bein in die Höhe und dann muss man sich mit einem beherzten Sprung versuchen auf den Rücken des Elefanten zu gelangen und sich, oben angekommen, so weit wie möglich nach vorne setzten. Die Schulterhöhe des größten Elefanten beträgt über 3 Meter und wenn man direkt hinter seinem Kopf sitzt ist es wirklich mächtig hoch. Außerdem ist es nicht einfach, die Balance zu halten, wenn der Elefant den Kopf schnell bewegt.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ipernity.com/doc/22957/3884072"&gt;&lt;img src="http://u1.ipernity.com/4/40/72/3884072.b7290f80.240.jpg" width="240" height="160" alt="Asian Elephant" border="0"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;So vergeht Trainingseinheit um Trainingseinheit und langsam vergeht die Scheu vor den Giganten. Zum Schluß wird ein Parcour aufgebaut, in dem man seinen Elefanten auf einem vorgegebenen Weg bewegen muss.&lt;br /&gt;Jedes Kind weiß, dass man Elefanten auch Dickhäuter nennt. Heute erfahren wir am eigenen Leib, dass sie vor allen Dingen Rauhäuter sind. Bei vielen aus der Gruppe sind die Knie und Unterschenkel vom vielen Auf- und Absteigen wund gescheuert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Nachmittag steht dann der von allen erwartete Ausritt in den Wald an. Alle anderen sind paarweise unterwegs und "teilen" sich einen Elefanten: einer übernimmt die Führung, der andere sitzt als Passagier auf dem Rücken des Tieres. Auf der Hälfte des Weges wird getauscht. Da ich der einzige bin, der solo reist, habe ich ein Reittier ganz für mich alleine.&lt;br /&gt;Der Ausritt macht Spaß und nach etwa 45 Minuten wird eine Rast eingelegt. Den Elefanten fällt man zur Stärkung einige Bananenbäume. Elefanten sind wählerisch, was ihre Nahrung anbelangt. Von den Stämmen der Bananenbäume fressen sie nur den inneren, weißen Teil, den Rest verschmähen sie. Um an den inneren Teil zu kommen, zertreten sie den Stamm, entfernen mit dem Rüssel die Außenschichten und schieben sich den Rest stammweise ins Maul.&lt;br /&gt;Etwa 200 Kilo Nahrung und 40 Liter Wasser braucht ein ausgewachsener Elefant jeden Tag. Da bleibt nicht viel Zeit zum Schlafen. Mit durchschnittlich 4 Stunden pro Nacht kommen sie aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Höhepunkt des Tages ist das Baden der Elefanten. Unweit des Camps führen wir die Tiere an einen Fluß und steigen ab. Die Elefanten genießen das Baden sichtlich, strampeln mit den Beinen, schlagen mit ihren Rüsseln auf das Wasser und halten ganz still um von uns mit Bürsten abgeschruppt zu werden.&lt;br /&gt;Als die Elefanten sich wieder aufrichten, fordert man uns auf die Tiere anzuspritzen und damit geben wir den Startschuß zu einer Wasserschlacht, die die Elefanten klar für sich entscheiden. Alle aus der Gruppe lachen aus vollem Herzen. Peter, ein Investmentbanker aus England, der, wie er mir erzählte, in diesem Jahr 600 Millionen Pfund verloren hat, zwar nur das Geld seiner Kunden, aber das heißt für ihn keinen Bonus und Angst um seinen Job. Ein Konkursverwalter aus Stuttgart, dessen Name mir entfallen ist, hat gerade Hochkonjunktur und hätte fast seinen Urlaub verschieben müssen, da alle Zulieferer für die Automobilindustrie nach und nach umfallen, wie er sich ausdrückt. Von allen fällt der Streß und die Zukunftsangst ab und in ihren Gesichtern ist nur noch pure Lebensfreude.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2890364271083139816?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2890364271083139816/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2890364271083139816' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2890364271083139816'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2890364271083139816'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/der-elefantenfhrerschein.html' title='Der Elefantenführerschein'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3493/3194182976_8bde7741b6_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6910580516575443548</id><published>2009-01-12T18:41:00.006+01:00</published><updated>2009-01-13T17:57:17.170+01:00</updated><title type='text'>Der Flug des Gibbon</title><content type='html'>Wie ein Affe durch die Luft fliegen, in luftiger Höhe von Baum zu Baum schwingen, ohne dabei den Boden nur ein einziges Mal zu berühren, wer hätte davon nicht schon gertäumt? Hier, im nördlichen Thailand, gibt es eine einmalige Anlage, mitten im dichten Urwald, die einem genau das ermöglicht. Man hat auf die höchsten Urwaldriesen, Bäume mit einem Alter von 500 bis 600 Jahren, Plattformen gebaut und diese mit Stahlseilen verbunden, an denen man, in Bergsteigergeschirr hängend, fast wie ein Vogel fliegend und beinahe lautlos von einer zur anderen gleiten kann. "The flight of the Gibbon", der Flug des Gibbon, hat sich der Veranstalter folgerichtig genannt.&lt;br /&gt;Überall in der Stadt wird für diesen Ausflug auf Flugblättern und Plakaten geworben und gleich beim Anblick des ersten Plakats wusste ich: das lasse ich mir nicht entgehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt führt hinaus aus der Stadt und bald wird die Straße schmal, holprig und kurvig. Immer weiter windet sie sich in den Dschungel hinein und bald sieht man keine Häuser mehr sondern nur noch eine grüne Wand, links und rechts der Straße. Nur zwei Mal kommen wir durch kleine Dörfer. Mir gefallen die Holzhäuser, mit den für Thailand typischen spitzen Gibeln und den verwinkelten Dächern, die die Menschen sich hier gebaut haben. In einem Dorf kämpfen zwei Hähne miteinander. Kein organisierter Kampf, sondern eher eine spontane Rauferei unter Halbstarken. Unser Fahrer stoppt sofort den Minibus, ruft freudig "chicken boxing" und springt aus dem Fahrzeug um sich den Kampf anzusehen. Das lässt sich kein Thai entgehen!&lt;br /&gt;Der Kampf ist genau so schnell vorbei wie er begonnen hat und wir können unsere Fahrt fortsetzen.&lt;br /&gt;Unsere Basis ist genau so ein kleines Dorf, wie das in dem wir gerade noch Zeuge der Streiterei zweier Vögel wurden. Nicht mehr als 10 Holzhäuser in dem gleichen Stil und eines davon ist die Basis von "The flight of the Gibbon". Jedem von uns wird ein Bergsteigergeschirr angepasst, unsere Guides für den Ausflug vorgestellt und schon geht's raus in den Urwald. Bald stehen wir vor der ersten Plattform und nun folgt ein Sicherheitsbriefing. Jeder Teilnehmer hat, neben seinem Gurtzeug, auch noch ein Stück Bambus an einer Schlaufe bekommen, das die Form eines V hat. Spaßeshalber sagt man uns erst, es wäre eine Waffe zur Verteidigung gegen Affen, aber jetzt erfahren wir die wahre Funktion. Es dient bei besonders rasenten Fahrten als Bremse und soll über das Drahtseil gehalten und auf Kommando nach unten gezogen werden um die Fahrt zu verlangsamen. Wichtig ist dabei nicht zu früh zu bremsen um nicht in der Mitte der Strecke hängen zu bleiben, aber auch nicht zu spät, denn sonst könnte man Personen, die bereits auf der Platform warten, in voller Fahrt herunterstoßen. Zwar sind alle mit Sicherungsleinen gesichert, aber die sehr sicherheitsbewussten Guides wollen alle Verletzungen vermeiden.&lt;br /&gt;Manche der insgesamt 15 Platformen liegen untereinander und wir müssen uns von der oberen zur unteren freihängend abseilen, andere sind mit schwankenden Hängebrücken miteinander verbunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3191123033/" title="Canopy  von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3093/3191123033_678dd74b40_m.jpg" width="160" height="240" alt="Canopy " /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich die erste Plattform sehe wird mir schon ein wenig mulmig, dabei ist die nur zum warm werden. Die nächste hat es schon mehr in sich! Etwa 70 - 80 Meter mißt der Abstand zwischen beiden, unter uns etwa 100 Meter tiefe Leere und die Fahrt wird "high speed" wie sich unser Führer ausdrückt. Hier kommt zum ersten Mal die Bremse zur Anwendung. Immer einer der beiden Führer fährt voraus, um die Ankommenden zu sichern und einer der Führer bleibt als letzter um sicherzustellen, dass alle Teilnehmer richtig mit dem Seil verbunden sind.&lt;br /&gt;Die Beschleunigung ist unerwartet schnell auf und der Adrenalinkick, den man beim ersten Mal bekommt, ist enorm. Noch ist man zu sehr mit sich beschäftigt und kann die grandiose Natur unter und rings um einen herum noch nicht genießen, aber das ändert sich nach der dritten oder vierten Fahrt.&lt;br /&gt;Man fühlt sich wirklich wie ein Vogel oder ein Affe, der in den Wipfeln dieser uralten Bäume sitzt und die ungewohnte Aussicht auf den dichten Urwald hat. Es ist ganz Still hier oben und die Plattformen schwanken mit den Bäumen hin und her. Mich überkommt ein großes Glücksgefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3191124573/" title="Going down von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3426/3191124573_502302d260_m.jpg" width="160" height="240" alt="Going down" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 2 Kilometern durch die Luft Gleiten, an der letzten Plattform angekommen, zeigt Mike uns eine Vorrichtung aus Bambus, die wie eine winzige Leiter aussieht an der die Sprossen links und rechts eines Holmes angebracht sind. Wir befinden uns in 80 Fuß, oder umgerechnet etwa 25 Metern Höhe. Mike erzählt uns, dass die Dorfbewohner schon immer auf die Bäume gestiegen sind um nach Honig zu suchen. Was wir hier sehen und was noch weiter hinaufführt, als wir uns jetzt befinden, ist die Klettervorrichtung, die sie dazu benutzen. Unglaublich!&lt;br /&gt;Von hier aus werden wir uns jetzt abseilen. Einer nach dem Anderen wird mit dem Karabinerhaken an ein Seil gehängt und zu Boden gelassen. Als ich an der Reihe bin verkündet Mike, dass wir uns, der Abwechslung halber, von jetzt ab alle im "Spiderman Stil" abseilen werden und schon höre ich wie der Karabinerhaken auf meinem Rücken einklinkt. Ich möchte noch protestieren und anmerken, dass ich doch lieber in meinem Gurtzeug sitzend abgeseilt werden möchte, doch da häge ich schon, wie eine Spinne an ihrem Faden, und gleite schnell, Arme und Beine von mir gestreckt, am Rücken hängend der Erde entgegen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6910580516575443548?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6910580516575443548/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6910580516575443548' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6910580516575443548'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6910580516575443548'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/der-flug-des-gibbon.html' title='Der Flug des Gibbon'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3093/3191123033_678dd74b40_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6034480456720811693</id><published>2009-01-10T15:13:00.006+01:00</published><updated>2009-01-13T17:46:38.508+01:00</updated><title type='text'>Gesichter Thailands</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3184685768/" title="Mother and son von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3370/3184685768_4052233c11_m.jpg" width="240" height="160" alt="Mother and son" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich mag die Auswüchse des Massentourismus nicht, habe immer über Touristen den Kopf geschüttlet, die sich mit Bussen von einer Sehenswürdigkeit zur anderen fahren lassen um dort auszusteigen, alles ohne Rücksicht auf die Tabus und Befindlichkeiten der Einheimischen zu fotografieren, um dann so schnell zu verschwinden wie sie gekommen sind. &lt;br /&gt;Deshalb habe ich mich nicht wohlgefühlt, als ich gestern einen Ausflug gebucht habe, der verspricht die Dörfer von fünf ethnischen Minderheiten in den Bergen zu besuchen und obendrein noch eine Tropfsteinhöhle und eine Orchideenfarm. Massentourismus in Reinkultur, aber bei sich selber legt man ja bekanntlich nicht ganz so hohe Maßstäbe an, wie bei anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Abfahrt werden wir von unserer Führerin gebrieft, wie wir uns beim Umgang mit den Bewohnern der Dörfer, die wir besuchen werden, verhalten sollen. Wir dürfen fotografieren, wenn wir vorher um Erlaubnis fragen, sollten aber kein Geld dafür bezahlen. Wenn wir den Menschen helfen möchten sollen wir etwas von dem kaufen, was sie selber herstellen, in den meisten Fällen Kunsthandwerk.&lt;br /&gt;So vorbereitet geht es in Richtung der Berge. Ein kleiner Halt noch an einer Orchideenfarm, um sich mit Getränken zu versorgen und nochmal auf die Toilette zu gehen.&lt;br /&gt;Auf der Fahrt ins erste Dorf gibt es dann einen kleinen Crashkurs in der Sprachen der jeweiligen Ethnien, die wir besuchen werden. Zumindest bedanken sollte man sich in der jeweiligen Sprache können und so seinen Respekt gegenüber den Dorfbewohnern bekunden. Außerdem lernen wir etwas über die Umstände, die die Menschen hier hergebracht haben und darüber was die Kleidung über den jeweiligen Träger aussagt.&lt;br /&gt;Bei den "White Kareen" zum Beispiel tragen alle nicht verheirateten Frauen weiße Kleidung. Hier muss die Braut dem Bräutigam eine Mitgift zahlen und die beträgt immerhin 5000 Baht, also umgerechnet 100 Euro. Viel Geld für jemanden, der kein festes Einkommen hat und nur von dem lebt, was der Acker hergibt.&lt;br /&gt;Bei anderen Stämmen reicht es schon aus, sich neben die Erwählte zu setzen oder sie zu berühren um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Sollte man aus Versehen die falsche Frau berührt haben, kann man sich jedoch frei kaufen. Tut man es nicht bedeutet das Unglück für die Familie. Eine Flasche Whiskey ist ein angemessener Betrag für diesen Fall. Das nenne ich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3184684412/" title="Mother and sons von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3090/3184684412_c10efab520_m.jpg" width="240" height="125" alt="Mother and sons" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erste Dorf, das wir besuchen macht auf mich einen ganz passablen Eindruck. Die Häuser sind einfach und aus Holz, die Frauen gegrüßen uns freundlich und laden uns ein, die traditionellen Textilien anzuschauen, die sie selber im Dorf weben, während die Männer sich im Hintergrund halten und uns argwöhnisch betrachten.&lt;br /&gt;Jedes Dorf, das wir von nun an besuchen ist ärmer und schmutziger. In einem Dorf hält eine alte Dame zwei Affen, eine Jungtier und ein ausgewachsenes Exemplar, wahrscheinlich um sie als Erntehelfer bei der Ernte von Kokosnüssen zu beschäftigen. Der kleine Affe ist zutraulich und springt sofort auf mich, um sich dann auf dem Kopf einer Mitreisenden niederzulassen und sich in ihren Haaren festzuhalten. Der größere Affe ist angekettet und wir werden ermahnt ihm nicht zu nahe zu kommen, denn er beisst und kratzt die Touristen gerne. Einmal hätte er mich fast erwischt als ich unachstamerweise mit dem Babyaffen gespielt habe.&lt;br /&gt;Die Besitzerin verkauft Bananen und ich kaufe ihr eine Tüte voll ab und werfe eine davon dem großen Affen zu, der sie mit akrobatischem Geschick fängt und sofor in sich hineinstopft um dann die nächste zu fordern. Insgesamt drei Früchte werfe ich ihm zu, die er alle in Windeseile verputzt und in einer Art Kropf zwischenlagert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3184666254/" title="Longear Lady von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3402/3184666254_186cc9964e_m.jpg" width="240" height="160" alt="Longear Lady" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3187149152/" title="Longneck Lady von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3298/3187149152_8fae31830d_m.jpg" width="160" height="240" alt="Longneck Lady" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Höhepunkt der Exkursion ist am Ende des Tages geplant. Ein Besuch bei den "longneck" und "longear", also den Langhals und -ohrfrauen, die ein winziges Dorf an einer sehr abgelegenen Stelle in den Bergen bewohnen. Die sind erst vor etwa 15 Jahren aus Birma geflüchtet und leben seit dem halblegal in Thailand. Es ist ihnen nicht gestattet ihr Dorf für längere Zeit zu verlassen, nur kurze Einkaufsfahrten und Arztbesuche sind erlaubt.&lt;br /&gt;Die Ringe um den Hals der Frauen ist in Wirklichkeit eine Spirale, die um den Hals gewickelt wird. Ein Mädchen bekommt im Alter von 5 Jahren ihren ersten Halsschmuck und er wird im Laufe eines Lebens etwa vier Mal ersetzt.&lt;br /&gt;Seinen Ursprung hatte der Halsreifen in der Zeit, als es noch viele Tiger in Birma gab und der massive Metallschmuck vor Bissen in die Kehle schützte. Frauen waren ein zu wertvolles Gut, um sie zu verlieren. Heute hat er nur noch ästhetischen Wert, denn die Frau mit dem längsten Hals gilt als die schönste im Dorf.&lt;br /&gt;Unsere Führerin räumt gleich mit zwei Mythen auf, denen ich bislang aufgesessen war: Der Halsschmuck wiegt zwischen 5 und 5 1/2 Kilo und streckt nicht den Hals, wie ich immer gedacht habe, sondern drückt durch sein Gewicht das Schlüsselbein und die Nackenmuskulatur nach unten. Außerdem stimmt es nicht, dass die Halsmuskulatur der Frauen durch das permanente Tragen der Ringe derart zurückgebildet ist, dass ihr Genick brechen würde, wenn man ihnen ihr metallenes Korsett entfernt. Ich konnte Fotos der im Dorf lebenden Frauen sehen, die sie ohne ihren Halsschmuck zeigte und sie erfreuten sich bester Gesundheit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6034480456720811693?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6034480456720811693/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6034480456720811693' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6034480456720811693'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6034480456720811693'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/gesichter-thailands.html' title='Gesichter Thailands'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3370/3184685768_4052233c11_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6375233108931341195</id><published>2009-01-09T15:24:00.003+01:00</published><updated>2009-01-10T11:31:09.497+01:00</updated><title type='text'>Stadt der 300 Tempel</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3181545287/" title="Meditating Buddha von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3521/3181545287_78a251028e_m.jpg" width="240" height="101" alt="Meditating Buddha" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt herauf war beschwerlich, nicht etwa weil ich selber hätte fahren müssen, denn das hat unser Fahrer für uns heute erledigt. Wir mussten uns erst mit einem der hier gängigen Taxis, ein überdachter, aber hinten offener Pickup, auf dessen Ladefläche die Fahrgäste auf schmalen Seitenbänken Platz nehmen,  durch die abgasgeschwängerte Luft des stehenden Verkehrs Chiang Mais quälen. Aber dazu später mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man stelle sich eine Stadt mit 170.000 Einwohnern vor, in der es überhaupt keinen öffentlichen Nahverkehr gibt. &lt;br /&gt;Früher gab es mal einige Buslinien, aber die wurden alle auf Drängen der örtlichen Taxiunternehmer eingestellt. Deren Geschäft läuft jetzt besser, aber der Verkehr in der Stadt dafür gar nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Chiang Mai, im goldenen Dreieck, der Grenze zwischen Burma, Laos und Thailand gelegen, muss man, da sind sich alle Thailänder einig, gesehen haben. In jedem Häuserblock gibt es mindestens einen Tempel, insgesamt sind es 300, und die Stadt breitet sich in der Fläche aus, denn Hochhäuser sind nicht erlaubt. Der kulturelle Reichtum ist wirklich überwältigend. Die Stadt hatte in ihrer Geschichte viele Herren und das hat sich im Baustil der verschiedenen Epochen niedergeschlagen. Man findet Sakralbauten im Stil der Khmer, Lanna und der Mon und mit ein bisschen Übung sind die unterschiedlichen Stile auch für Laien auseinanderzuhalten. Die Stupas, kleinere oder auch größere Türme, die Reliquien oder auch nur sterbliche Überreste einstmals wichtiger Persönlichkeiten enthalten, sind mal rund mal eckig und die Dachkonstruktionen unterscheiden sich genauso wie die dekorativen Elemente.&lt;br /&gt;Die quadratische Altstadt, die heute den Kern Chiang Mais bildet, ist mit weiten Wassergräben und den Resten einer ehemals stattlichen Stadtmauer umgeben. Die Stadtgründung wird auf das Jahr 1296 datiert und mit dem Bau des ältesten noch erhaltenen Tempels, dem Wat Phra Singh wurde 1345 begonnen. Diesen habe ich mich aufgemacht heute als ersten zu besuchen. Er liegt etwas abseits der Stadt auf einem der Berge, die Chiang Mai umgeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3182351518/" title="Inside a Temple von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3501/3182351518_52e332ff0f_m.jpg" width="240" height="160" alt="Inside a Temple" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es glänzt golden, so hell, dass man kaum seine Augen daran gewöhnen kann. Die Fassaden des Tempels sind zum Teil mit kleinen Mosaiksteinchen aus Spiegeln verziehrt, die das grelle Tageslicht noch zusätzlich tausendfach reflektieren.&lt;br /&gt;Wie in allen Tempeln Thailands, muss man auch hier vor Betreten die Schuhe ausziehen. Für die heißeren Tage sind Gummimatten auf dem Boden ausgelegt, denn auf dem Marmorboden kann man sich sonst barfuß schnell die Füße verbrennen. Eingeteilt ist der Tempel in einem Außen- und einen Innenbereich und in diesem befindet sich das Heiligtum des Tempels, die goldene Stupa, die, da sie zur Zeit renoviert wird, mit einem ebenso goldenen Gerüst umgeben ist.&lt;br /&gt;Der Andrang an Thailändern und Ausländern ist groß, die ersten kommen aus religiöser Verehrung und die Letzteren um zu staunen und Fotos zu machen. Thais sind in fast jeder Hinsicht sehr tollerante Menschen und es stört sich nicht, wenn Touristen Fotos machen und umherlaufen, während sie ihr Gebet verrichten. Ich habe sogar orangegewandete Mönche gesehen, die, nachdem sie betend die Stupa umrundet hatten, ihren Fotoapparat zückten und Erinnerungsbilder schossen. Natürlich hat auch die größte Tolleranz ihre Grenzen und die sind dann erreicht, wenn man sich nicht an die Bekleidungsvorschriften hät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3182351568/" title="Monk von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3342/3182351568_4b86937080_m.jpg" width="240" height="240" alt="Monk" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alleine an dem kulturellen Reichtum der Stadt ist jedoch der enorme Besucherandrang hier nicht zu erklären. Chiang Mai ist so etwas wie das Outdoor-Paradies Thailands. Es werden die verschiedensten Exkursionen angeboten, von Wildwasserrafting, über Canopy (an einem Seil hängend über tiefe Schluchten gleiten), Offroadfahrten durch den Urwald mit Jeep oder Motorrädern, einen zweitägigen Kurs über das Führen von Arbeitselefanten oder, für diejenigen, die es lieber etwas ruhiger wollen, Kochkurse für Thailändische Küche, Yogakurse oder der Besuch von Dörfern der indigenen Bergvölker.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-6375233108931341195?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/6375233108931341195/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=6375233108931341195' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6375233108931341195'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/6375233108931341195'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/stadt-der-300-tempel.html' title='Stadt der 300 Tempel'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3521/3181545287_78a251028e_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-3945421765544123956</id><published>2009-01-07T16:35:00.005+01:00</published><updated>2009-01-17T12:31:55.491+01:00</updated><title type='text'>Kathoeys, Koprolithen und der König</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3170076539/" title="Traffic Jam von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm2.static.flickr.com/1041/3170076539_e1580e8a78_m.jpg" width="160" height="240" alt="Traffic Jam" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Als ich zum ersten Mal in Bangkok war, war das, was mir am nachhaltigsten in Erinnerung geblieben war, der mörderische Verkehr, der zu fast allen Tageszeiten und auf allen Straßen zu einem permanenten und allumfassenden Stau geführt hat.&lt;br /&gt;Gab man einem Taxifahrer ein Ziel an, von dem er wusste, das man 3/4 der Fahrzeit im Stau stehend verbringen würde, so verzichtete er auf die Fahrt und den Verdienst und lehnte ab. Da das Taxi jedoch das einzig zur Verfügung stehende Verkehrsmittel war, musste man oft Taxifahrer um Taxifahrer anhalten und solange fragen, bis sich endlich einer bereit erklärte einen, gegen einen entsprechenden Aufpreis, zu transportieren.&lt;br /&gt;Staus gibt es immer noch und es herrscht auch nicht gerade wenig Verkehr auf Bangkoks Straßen, nachdem man jedoch den öffenltichen Nahverkehr, zumindest zum Teil, auf die Schiene verlegt hat, ist die Situation mit der von früher gar nicht mehr zu vergleichen.&lt;br /&gt;Über eine U-Bahn Linie und den sogenannten Himmelszug verfügt die Hauptstadt nun. Er fährt zwar nicht im Himmel, aber dafür auf Stelzen über der Stadt, was dem Fahrgast einen hübschen Blick über die Stadt verschafft, den man von der Straße aus nie hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Erstaunliches habe ich in den letzten Tagen hier gesehen und erlebt, was bislang noch keinen Eingang in meine Berichte gefunden hat. Das soll hier nachgeholt werden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich vor einigen Tagen im Kino war, wurde zwischen Werbung und Hauptfilm, eine Einspielung gezeigt, die man als eine Lobeshymne auf den König bezeichnen könnte. Zu feierlicher Musik, die übrigens von König Bhumipol höchstpersönlich komponiert wurde, zeigte man Errungenschaften des modernen Thailand, wobei stehts darauf geachtet wurde, dass ein Porträt des Monarchen im Hintergrund gütig auf seine Untertanen herabblickt.&lt;br /&gt;Als die Einspielung begann, standen alle Anwesenden, um dem König ihren Respekt zu erweisen, auf und verneigten sich am Ende in Richtung der Leinwand. Dererlei Respektsbekundungen sind jedoch keine lästige Pflicht, sondern für jeden Thai Ehrensache. Der König gilt als Vater der Nation und wird auch wie ein solcher verehrt. Majestätsbeleidigung ist strafbar, für Thais und für Ausländer gleichermassen, und es gab Fälle in denen Ausländer wegen Majestätsbeleidigungen rechtskräftig zu 10 Jahren Haft verurteilt, vom König selbst jedoch begnadigt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Thailand gehören sie zum Straßenbild und niemand nimmt an ihnen Anstoß. Sie werden das dritte Geschlecht, oder Kathoeys, genannt. Transsexuelle, die zum Teil in ganz normalen Berufen arbeiten, besonders oft jedoch im Rotlichtmilieu zu finden sind. Ich habe Kathoeys als Kassiererinnen, als Friseusen und Verkäuferinnen arbeiten sehen. Durch geschlechtsangleichende Operationen und die Einnahme weiblicher Hormone ist ihnen die Metamorphose zur Frau fast perfekt gelungen und daher fallen sie auf den ersten Blick gar nicht auf, wenn man jedoch darauf achtet, sieht man erst, wie verhältnismässig zahlreich sie in Thailand sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Schlendern durch die Gassen in der Nähe meines Hotels entdeckte ich durch Zufall einen Laden, der Fossilien verkauft. In der Auslage im Schaufenster lagen Versteinerungen, bei denen, wenn man dem Schild daran glauben darf, es sich um "petrified dino droppings", also versteinerten Dinosaurierkot handelt. Ich habe selber, während meiner Ausbildung am Frankfurter Senckenberg Museum, an Ausgrabungen in der Grube Messel teilgenommen und sogenannte Koprolithen, wie versteinerter Kot in der Sprache der Paläontologen genannt wird, gehörten zu den häufigsten Fundstücken. Jedoch handelte es sich bei denen, die wir gefunden haben nicht um so große Haufen, wie die, die hier im Schaufenster liegen.&lt;br /&gt;Der Besitzer des Ladens hat sich sogar die Mühe gemacht, die verschiedenen Versteinerungen ehemaligen Vegetarier oder Fleischfresser zuzuordnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe übrigens, lieber Leser, meine Einstellungen dahingehend geändert, dass jetzt jeder, ohne vorherige Anmeldung bei irgendeinem Dienst, meine Posts kommentieren kann. Einfach unter dem Textfeld zur Eingabe eines Kommentars "Name/URL" anklicken, einen Namen eingeben und drauf los schreiben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-3945421765544123956?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/3945421765544123956/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=3945421765544123956' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3945421765544123956'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/3945421765544123956'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/katoeys-koprolithen-und-der-knig.html' title='Kathoeys, Koprolithen und der König'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm2.static.flickr.com/1041/3170076539_e1580e8a78_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1099336050884039785</id><published>2009-01-06T19:17:00.003+01:00</published><updated>2009-01-06T19:26:31.502+01:00</updated><title type='text'>Käufliches Glück</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3172908627/" title="Wat Pho von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm2.static.flickr.com/1070/3172908627_df0aa75628_m.jpg" width="240" height="137" alt="Wat Pho" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Touristenmassen schieben sich an den Pagoden und Tempeln vorbei. Wächter achten darauf, dass man seinen Respekt gegenüber der Religion dadurch bezeugt, dass man den Dresscode einhält. Verlangt werden lange Beinkleider, sowie die Schultern und den Bauch bedeckende Oberbekleidung. Viele Touristen scheitern an diesen Anforderungen, können sich aber kostenfrei adäquate Kleidung ausleihen.&lt;br /&gt;Wat Pho ist wohl die prächtigste und bekannteste Tempelanlage des Landes. Hier findet man, in einem eigens dafür errichteten Tempel, die 46 Meter lange und 16 Meter hohe, vergoldete Statue eines liegenden Buddhas, die ihn im Moment seines Todes darstellt. Ein friedliches und lächelndes Gesicht trägt die Statue dennoch und auch die Touristen, die jeden Tag an ihm vorbeidefilieren konnten daran nichts ändern. Bunt gekleidet schubsen, drängeln und streiten sie um den besten Platz für ein Foto, während Thais am Rand sitzen und zu meditieren oder zu beten versuchen. Besonders unangenehm fallen die auf, von denen man es auch vermuten würde. Russische Touristen, zu erkennen an ihren winterweißen Körpern, grellbunter Kleidung und Permafrost in ihrem Gesichtsausdruck, der von lebenslangem Alkoholmissbrauch zeugt, sind auch bis hierher vorgedrungen.&lt;br /&gt;Die Tempelanlage ist groß und so kann man, abseits der bekanntesten Atraktionen, auch ruhige Plätze finden und die Stimmung in Ruhe auf sich wirken lassen. Genau 394 vergoldete Buddhadarstellungen kann man bewundern, die meisten von ihnen stehend, einen oder beide Arme erhoben wobei die Handflächen nach außen weisen, eine Stellung die "Stoppt das Kämpfen" symolisieren soll. 91 kleinere Stupas stehen ebenso auf dem Areal der Tempelanlage, glockenförmige Türme, von denen einige Reliquien Gautama Buddhas enthalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unmittelbar nördlich des Wat Phos liegt der nächste Touristenmagnet. Der Grand Palace, der ehemalige Königspalast, der im Tempel Wat Phra Kaew den Smaragtbuddha beherbergt, das bedeutenste buddhistische Heiligtum Thailands. Hier war ich bereits einmal vor vielen Jahren und deswegen lasse ich den Palastbezirk rechts liegen und gehe weiter am Flußufer des Chao Phraya entlang bis ich mich, nach wenigen Minuten, mitten in Bangkoks skurilstem Markt wiederfinde, dem heiligen Amulett-Markt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3172908625/" title="Amulett market von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3075/3172908625_fb16b94cd7_m.jpg" width="160" height="240" alt="Amulett market" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den Bürgersteigen links und rechts der Hauptstraße, sowie in den zahllosen Gassen die zum Fluß hinunter führen, bieten Händler alles an, was seinem Träger Glück bringen kann: mit riesigen Krallen bewährte Tatzen eines Tieres, dass ich nicht idenitfizieren kann, die Haut eines Tiegerschädels, kleine und große Buddha-Statuen, kleine in Stein geschlagene Reliefs, die, in ein Behältnis aus Glas und Metall, um den Hals getragen werden können, Münzen, Fotos der Königsfamilie, Ringe mit Dämonenfratzen, kurz alles, dem man spirituellen Schutz zuweisen kann.&lt;br /&gt;Manche der Händler haben lediglich einen umgedrehten Pappkarton zum Stand umfunktioniert um ihre Ware feilzubieten. An einem dieser Stände werden nur Phallussymbole angeboten. Alle möglichen Größen und Materialien sind zu haben, auf manchen sitzt noch eine kleine Echse. Einen Phallus habe ich selber und außerdem bezweifle ich, dass er den meisten Männern jemals Glück gebracht hat.&lt;br /&gt;Ich beobachte einen Mönch, der in Kaufabsicht ein Amulett im wahrsten Sinne des Wortes unter seine Lupe nimmt und es genauestens untersucht. Es ist nicht einfach das richtige Amulett für sich zu finden. Menschen, die in gefährlichen Berufen arbeiten, Mönche und Taxifahrer, sind, so heißt es, die wahren Experten, wenn es darum geht die Kräfte, die von den Amuletten ausgehen, zu bestimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist später Nachmittag geworden und ich überquere den Fluß mit einer Fähre um die, für diesen Tag, letzte Sehenswürdigkeit zu besuchen. Der Wat Arun, oder Tempel der Morgenröte, besteht in der Hauptsache aus einem 82 Meter hohen Turm im Khmer Stil, der, wenn man ihn aus der Nähe betrachtet, über und über mit Bruchporzellan, aus dem man Blumenmosaike geformt hat, verziert ist. Das Material war zur Zeit seiner Erbauung billig zu haben, da chinesiche Handelsschiffe tonnenweise altes Porzellan als Balast an Bord hatten.&lt;br /&gt;Etwa bis zu seiner Mitte kann man den Turm auf Außentreppen besteigen, die so steil sind, dass man sich mit beiden Händen am Geländer festhalten und Stufe für Stufe hochziehen muss.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1099336050884039785?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1099336050884039785/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1099336050884039785' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1099336050884039785'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1099336050884039785'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/kufliches-glck.html' title='Käufliches Glück'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm2.static.flickr.com/1070/3172908627_df0aa75628_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-5516304546409173696</id><published>2009-01-05T16:52:00.008+01:00</published><updated>2009-01-14T06:14:17.910+01:00</updated><title type='text'>Der skurile Amerikaner</title><content type='html'>Jim Thompson war New Yorker. Ein studierter Architekt, den es während des zweiten Weltkrieges, als Agent des U.S. Geheimdienstes nach Thailand verschlagen hat. Als er nach Ende des Krieges wieder nach New York zurückkehrte, gelang es ihm nicht mehr sein altes Leben wieder aufzunehmen und so kehrte er seiner Heimatstadt erneut und diesmal endgültig den Rücken, um sein Leben fortan in Thailand zu verbringen.&lt;br /&gt;Vielleicht konnte er in Bangkok seinen Lebensunterhalt als Architekt nicht bestreiten, vielleich hatte er auch gar keine Lust mehr dazu, vielleicht spielte ihm aber auch nur das Schicksal einen Ballen Stoff in die Hände, dessen Potenzial auf dem Wertmarkt er gleich erkannt haben musste. Thaiseide war im Thailand der 50er Jahre fast in Vergessenheit geraten, denn Baumwolle war, wonach die Nachkriegswelt verlangte. Kaum jemand machte sich noch die Mühe den dickfadigen, etwas unregelmäßig gewebten Stoff herzustellen.&lt;br /&gt;Der geschäftstüchtige Thompson schickte einige Proben des Stoffes an die großen Modehäuser in Paris, Mailand und London und traf damit direkt ins Schwarze! Die Herstellung und der Handel mit der Thaiseide machte Thompson zu einem reichen und angesehenen Mann.&lt;br /&gt;Thompson war ein Schöngeist und ein Mann der Kunst. Er reiste unermüdlich durchs Land um seine Sammlung asiatischer Kunst zu vervollständigen. Bei einer dieser Reisen wird ihm wohl die Idee gekommen sein, alte Häuser zu erstehen, abzubauen und auf seinem Grundstück in Bangkok wieder aufzubauen. Jedoch hat er sich, ganz Architekt, beim Wiederaufbau nicht an die ursprünglichen Vorgaben gehalten, sondern aus insgesamt sechs Einzelhäusern ein einziges, großes Wohnhaus errichtet. Er brach dabei mit allen Traditionen, drehte manche Aussenseiten nach innen, denn er wollte sich an der schönen Struktur und den Schnitzereien der Aussenseiten erfreuen. Er legte die Treppen, die die Stockwerke verbinden und bei thailändischen Häusern traditionell außen liegen, nach innen und wollte auch auf eine Toilette nach westlicher Art nicht verzichten. Manche Böden legte er mit importiertem Marmor aus Italien und Belgien aus, in den meisten Räumen jedoch verwendete er den alten Holzboden.&lt;br /&gt;So entstand, eingebettet in einen Garten aus dichter Tropenvegetation, ein architektonisches Kleinod, das nun endlich auch genug Platz für seine Kunstsammlung bot und in das er 1959 einziehen konnte. Schon zu Lebzeiten erkannte Thompson den musealen Charakter seines Hauses und öffnete es, einige Jahre später, der Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3170076531/" title="Wood Craving von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3085/3170076531_b11a21ce2a_m.jpg" width="160" height="240" alt="Wood Craving" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Heute ist sein Haus eine der großen Touristenatraktionen in Bangkok und seine Sammlung asiatischer Kunst weltbekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider hat diese Erfolgsgeschichte kein Happy End. 1967 verschwand Thompson, damals 61-jährig, auf mysteriöse Weise, auf einem Spaziergang, während einer Urlaubsreise in Malaysia. In seinem Haus hängt heute noch ein Horoskop eines thailändischen Astrologen, das ihn mahnt in seinem 61. Lebensjahr vorsichtig zu sein.&lt;br /&gt;Um sein Verschwinden gibt es viele Theorien, die noch durch die Tatsache angeheitzt werden, dass seine Schwester im gleichen Jahr in den USA ermordet wurde. Waren es russische Spione, missgünstige Konkurrenten oder vielleicht ein Tigerangriff?&lt;br /&gt;Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass ein malayischer Lastwagenfahrer Thompson überfuhr und, nicht wissend wen er vor sich hat, die Leiche zu seiner Entlastung verschinden ließ.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-5516304546409173696?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/5516304546409173696/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=5516304546409173696' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5516304546409173696'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5516304546409173696'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/jim-thompson-war-new-yorker.html' title='Der skurile Amerikaner'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3085/3170076531_b11a21ce2a_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-1544193651691518646</id><published>2009-01-05T06:07:00.003+01:00</published><updated>2009-01-05T06:18:02.752+01:00</updated><title type='text'>Same same, but different!</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3169773494/" title="Sunrise over Bangkok von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm2.static.flickr.com/1095/3169773494_641f901ddb_m.jpg" width="240" height="160" alt="Sunrise over Bangkok" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nehmen wir einmal an es ist Sonntag und sie möchten einkaufen gehen. Sagen wir 'mal sie brauchen einen Kampfhahn, für die in Thailand überaus beliebten Hahnenkämpfe, oder sie möchten neues Plastikobst anschaffen, oder es gelüstet sie nach neuen Antiquitäten, Kunstwerken, Schmuck, Glücksbringern oder (fast echter) Designerkleidung. Für all das gibt es am Wochenende nur eine Adresse in Bangkok: den Chatuchak Weekend Market!&lt;br /&gt;Der größte Markt Asiens und einer der größten Märkte der Welt liegt im Stadtteil Chatuchak, der ihm seinen Namen gab, und beherbergt Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, Möbel, Dekorationsartikel, Tiere, Kleidung, Kunst und Krempel. Er ist so groß, dass man sich ohne Plan schnell in den engen Gängen verläuft und die Orientierung verliert. Um es den Besuchern ein wenig zu erleichtern, gibt es drei große Alleen, die den Markt in seiner Länge durchtrennen, so dass man, wenn man eine dieser Alleen erreicht, immer ungefähr weiss, wo man sich gerade befindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Reiseführer empfiehlt möglichst früh aufzubrechen, um dem nachmittäglichen Trubel und Gedränge zu entkommen. Kein Problem für mich, denn nach meinem Schlafmarathon kann ich problemlos früh aufstehen, frühstücken und so zeitig losfahren, dass ich um 8:30 Uhr dort bin.&lt;br /&gt;Obwohl für seine Warenvielfalt bekannt, ist die Spezialität des Marktes Kleidung. Es gibt kein in Amerika und Europa angesagtes Label, dass es hier nicht für einen Bruchteil dessen, was man in seinem Ursprungsland dafür hinlegen müsste, zu kaufen gäbe. Oft sind die Waren von erbärmlicher Qualität, manchmal jedoch auch so gut, dass man sie vom Original kaum oder gar nicht unterscheiden kann. Ich habe einmal eine Reportage im Fernsehen gesehen, in der die Hersteller von Luxusprodukten einen Scout auf die Märkte der Welt schicken um zu sehen, welche ihrer Produkte, in welcher Qualität, im Moment kopiert werden. In einigen Fällen musste der Produktpiratenscout einige der Produkte, die er beurteilen sollte, kaufen um sie später einer genaueren Betrachtung zu unterziehen, da auf den ersten Augenschein kein Unterschied festzustellen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe keine Kaufabsichten und komme einfach nur um die Stimmung hier zu genießen. Es ist noch kühl so früh am Morgen und manche der Händler fangen gerade erst an ihre "Läden" zu eröffnen. Ich habe hier früher schon einiges gekauft, da unser Crewhotel, das Sofitel Central Plaza, in unmittelbarer Nähe liegt und man hier mehr Auswahl hat als in jedem Kaufhaus. Das Besteck, das ich zu Hause jeden Tag benutze kommt ebenso vom Chatuchak Markt, wie meine Tischsets und diverser anderer Kleinkram. Besonders gefällt mir die Abteilung für Porzellan, für Möbel und Anitquitäten und der nördlichste Teil des Marktes, in dem  sich die Gallerien befinden.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3169773488/" title="Buddha Statues von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3084/3169773488_76f2200a64_m.jpg" width="240" height="160" alt="Buddha Statues" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bei den Anitquitäten findet sich viel Krempel und deutlich mehr Fälschungen als Echtes. Hier einzukaufen kann man nur eingefleischten Kennern der Szene raten und wie bei allen anderen Dingen, die man hier erstehen kann, gilt: Feilschen nicht vergessen.&lt;br /&gt;Der Preis, der zunächst vom Händler genannt wird ist gnadenlos überhöht, bei Einheimischen ungefähr um das dreifache des eigentlichen Wertes, bei Ausländern, je nach Auftreten, noch deutlich höher. Um den Händler auf einen angemessenen Preis herunterzuhandeln muss man sein Einstiegsgebot bei ca. einem Zehntel des genannten Preises ansetzten.&lt;br /&gt;Sollte man etwas Bestimmtes suchen, zum Beispiel Ersatzt für einen zerbrochenen Teller, den man hier vor Jahren gekauft hat und der Händler hat das gesuchte Stück nicht mehr, so wird er auf jeden Fall versuchen einem ein, mehr oder weniger, ähnliches Stück anzubieten und darauf bestehen, dass es sich 100%-ig um den gleichen Artikel handelt. Da sein Englisch nicht das beste ist, tut er dies mit den Worten "same same" (Thai-Englisch für "das ist genau das gleiche"). Sollte Wiederspruch vom Käufer kommen, erwiedert der Verkäufer, diesmal etwas energischer "No, SAME SAME"! Sollte der Käufer auch nach einiger Zeit noch nicht überzeugt sein, räumt der Verkäufer schließlich ein "same same, but different", was soviel heißt wie "ist nicht genau das gleiche, aber sehr ähnlich".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lasse mich treiben und gelange so schließlich in den Bezirk, in dem sich die Gallerien befinden. Durchaus namhafte Künstler verkaufen hier ihre Werke, entweder über Galleristen oder sie haben selbst, zusammen mit befreundeten Künstlern, eine Gallerie angemietet um ihre Werke einem zahlungskräfigen Publikum anzubieten. Als ich von Gallerie zu Gallerie gehe erkenne ich von weitem ein bekanntes Gesicht und als ich näher komme, erkenne ich, dass ich mich nicht getäuscht habe. Vor einer der Gallerien sitzt Peter Diessner, ein Purserkollege aus München, der vor über 10 Jahren in Rente gegangen ist, offensichtlich der Eigentümer einer der Gallerien, denn er ist gerade in einem Verkaufsgespräch. Ich störe ihn erstmal nicht, gehe weiter und nehme mir vor später noch einmal vorbeizugehen um Hallo zu sagen. Als ich nach etwa einer Stunde wieder zurückkomme ist er jedoch nicht mehr da und ich ärgere mich, ihn vorher nicht angesprochen zu haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-1544193651691518646?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/1544193651691518646/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=1544193651691518646' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1544193651691518646'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/1544193651691518646'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/same-same-but-different.html' title='Same same, but different!'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm2.static.flickr.com/1095/3169773494_641f901ddb_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-4163384258453527399</id><published>2009-01-03T18:54:00.003+01:00</published><updated>2009-01-05T14:51:05.575+01:00</updated><title type='text'>17 Stunden</title><content type='html'>Das Reisen über lange Distanzen ist seit 20 Jahren mein Beruf und man bekommt mit den Jahren eine gewisse Imunität gegenüber Zeitverschiebungen. Man schläft manchmal besser manchmal schlechter, jedoch hat man herausgefunden, wie man sich zu verhalten hat um den Rückflug einigermaßen fit anzutreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich in meinen Koffer auspacke ist es etwa 3 Uhr nachmittags. Nach einer kurzen Dusche gehe ich erstmal raus um ein paar Sachen aus dem nahen Supermarkt zu holen, mir eine thailändische SIM Karte für mein Telefon zu kaufen und die Gegend, in der ich wohne, zu erkunden.&lt;br /&gt;Nicht weit von meinem Hotel fällt mir ein kleiner Massagesalon auf. Genau das, was ich jetzt brauche, denn durch das lange Sitzen und Warten schmerzt mein Rücken. Eine Massage ist für zwischen 200 und 500 Baht, also zwischen 4 und 10 Euro die Stunde, zu haben, je nachdem, wie touristisch die Gegend ist, in der der Massagesalon steht.&lt;br /&gt;Meine kostet 10 Euro und ist so entspannend, dass ich kurzzeitig einschlafe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück im Hotel erledige ich ein paar Emails und Anrufe, verabrede mich für den nächsten Tag mit Bekannten, die ich von der Internetseite Flickr kenne, und beschließe um 8 Uhr ins Bett zu gehen.&lt;br /&gt;Als ich zum ersten Mal aufwache ist es 1 Uhr morgens. Ich schalte den Fernseher an, schaue mir ein paar Thai-Boxkämpfe an, bei denen neben dem Schlagen mit der Faust auch Tritte mit Knien und Beinen erlaubt sind, und schlafe 3 Stunden später wieder ein.&lt;br /&gt;Als ich die Augen das nächste Mal öffne zeigt die Uhr 3 Uhr nachmittags. Erst glaube ich meine Uhr ist stehengeblieben, doch ein Blick auf den Radiowecker bestätigt: Ich habe in dieser Nacht 17 Stunden geschlafen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-4163384258453527399?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/4163384258453527399/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=4163384258453527399' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4163384258453527399'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/4163384258453527399'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/17-stunden.html' title='17 Stunden'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-5169453583160087087</id><published>2009-01-03T11:17:00.001+01:00</published><updated>2009-01-03T18:30:42.337+01:00</updated><title type='text'>Jetzt geht's los</title><content type='html'>Über Nacht hat es ein bisschen geschneit und so präsentiert sich die Landschaft vor meinem Fenster in frischem Weiß. Alles ist noch ruhig an diesem Neujahrsmorgen, nur der Ruf zweier vorbeifliegender Raben ist zu hören. Danach wieder Stille.&lt;br /&gt;Um 10:30 Uhr habe ich mein Taxi bestellt um mich zum Flughafen zu fahren, denn es ist schon eine kleine Tradition geworden, dass ich am 01.01. zu einer Reise aufbreche, die mich in wärmere Gegenden bringt und meinen Winter in zwei Teile schneidet.&lt;br /&gt;Mein Taxifahrer, derselbe wie im letzten Jahr, redet gerne, erzählt mir seine Erlebnisse der Silvesternacht und diesmal mache ich mit und höre aktiv zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein erstes Etappenziel ist Singapur, vier Stunden Aufenthalt und dann weiter nach Bangkok, wo ich ein paar Tage bleiben möchte, ehe ich in den Norden des Landes weiterreisen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Singapur angekommen erkundige ich mich, wie ich an mein Gepäck komme, ohne einreisen und danach gleich wieder ausreisen zu müssen, denn die Gepäckausgabe ist hinter der Passkontrolle. Ich soll einfach beim Einchecken für meinen Anschlußflug den Gepäckabschnitt meines alten Fluges vorzeigen und dann wird mein Gepäck automatisch auf den Anschlußflug verladen. Hmmm, mein Koffer, der in diesem Moment bereits herrenlos auf irgendeinem Gepäckband seine Kreise zieht, soll mir also folgen, obwohl ich mit einer anderen Fluggesellschaft, von einem ganz anderen Terminal und außerdem noch mit einem Standby-Ticket weiterfliege, nur in dem ich meinen alten Gepäckabschnitt abgebe? In jedem anderen Land, inklusive meinem eigenen, hätte ich jetzt lautstark protestierend auf einer anderen Lösung bestanden, aber ich kenne Singapur und vertraue dem guten Organisationstalent seiner Bewohner und dem hervorragenden Ruf des Changi Airports. So fahre ich also mit dem "Skytrain" zum Terminal 2 und warte auf meinen Weiterflug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Flughafen gleicht einem Einkaufszentrum, mit zahlreichen Geschäften, Kaffees und Restaurants. Sogar an einen Swimmingpool für Transitgäste wurde gedacht, um denen die Wartezeit zu verkürzen. Seine Nutzung ist genauso kostenlos wie der Zugang zum Internet, entweder kabellos mit dem eigenen Laptop, oder über die Terminals, die überall bereitstehen. Zum Schwimmen habe ich keine Lust, also hole ich meinen Computer heraus und sehe nach meiner Post.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich nachdem sich das Gepäckband in Bangkok in Bewegung setzt sehe ich auch schon meinen Koffer, schwarz glänzend, auf mich zufahren, fast so, als möchte er mir sagen, dass er mich niemals im Stich lassen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Taxifahrer, der mich schließlich in mein Hotel in Bangkok bringen soll, versteht die Adresse nicht richtig und bringt mich statt zum Silom Center Point Hotel in die Silom Road. Dass ich da aber gar nicht hin will findet er lustig. Ich nicht, denn langsam wäre eine Dusche fällig und ein Bett.&lt;br /&gt;Als wir, nach mehreren Fehlversuchen, doch noch ankommen, bin ich positiv überrascht. Statt dem Hotelzimmer, das ich von Deutschland aus gebucht habe, bewohne ich in den nächsten 5 Tagen ein Apartment, mit Stereoanlage, Waschmaschine, Küche und einem kleinen Balkon mit Blick über die Stadt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-5169453583160087087?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/5169453583160087087/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=5169453583160087087' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5169453583160087087'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/5169453583160087087'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2009/01/jetzt-gehts-los.html' title='Jetzt geht&apos;s los'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2329886224143139284</id><published>2008-12-17T14:59:00.005+01:00</published><updated>2008-12-17T21:03:45.327+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung habe ich am letzten Wochenende einen Beitrag gelesen, der mich beunruhigt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht um ein kleines Lokal, etwa 100 km nördlich der japanischen Hauptstadt Tokyo. Das Lokal gehört Frau Otsuka und ähnelt auf dem Foto den vielen Lokalen, die ich aus Japan kenne: am Eingang ein Regal für die Schuhe, ein paar Pantoffeln für die ehrenwerten Gäste, ein enger Raum, niedrige Tische - irgendwie gemütlich. Bislang nichts was mich ängstigen müsste, wenn Frau Otsuka nicht außergewöhnliches Personal beschäftigen würde. "Ohne Affen wären wir nur ein Lokal" sagt Frau Ôtsuka über ihre ungewöhnlichen Kellner. Tatsächlich werden die Gäste von Makaken bedient, die die Besitzer des Lokals von einem Affentrainer aus der Region, der sein Geschäft aus Altersgründen aufgegeben hat, bekommen haben.&lt;br /&gt;"Makaken gibt es viele in unserer Gegend und viele Menschen haben welche zu Hause", wird die Japanerin zitiert, doch ihre Affen sind besondere Tiere, denn sie haben gelernt die Gäste des Lokals zu bedienen.&lt;br /&gt;Sie können Erfrischungstücher, Getränke und kleine Speisen servieren, sagt Frau Otsuka, und das kommt bei den Gästen einfach gut an.&lt;br /&gt;Hmmm, Erfrischungstücher, Getränke und kleine Speisen servieren ist eine ziemlich genaue Beschreibung meiner Tätigkeit und nun wird aus einer Ahnung, die mich schon lange verfolgte, Gewissheit: Mein Job kann auch von Affen erledigt werden! Es kommt noch schlimmer: die Affen können neben ihrer Kellnertätigkeit auch noch tanzen und eine japanische Kampfsportart. - Verdammt, ich kann weder das eine noch das andere!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht sind Affen ja einfach die besseren Menschen. Was wäre denn, wenn man zum Beispiel die Posten von Bankmanagern mit Affen besetzen würde? Ich erinnere mich an ein Börsenspiel, bei dem jedermann ein bestimmtes Grundkapital virtuell an der Börse anlegen konnte und derjenige den Sieg davon tragen sollte, der in einer vorgegebenen Zeitspanne sein Grundkapital maximal vermehrt hatte. Der Gewinner war ein Affe aus einer Forschungseinrichtung, den die Wissenschaftler aus Spaß an dem Gewinnspiel teilnehmen ließen und der alle Experten und Hobbybörsianer abhängte. Vielleicht konnte dieser Affe ja obendrein auch noch tanzen und andere Kunststückchen und damit die Menschen erfreuen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frau Otsuka jedenfalls lobt den Fleiß ihrer tierischen Servicekräfte, der dem des menschlichen Personals in nichts nachstehe. Nach getaener Arbeit gehen die Makaken in die Wohnräume der Familie, wo sie selbstständig ihr Abendessen einnehmen und dann warten, bis die Restaurantbesizter aufgeräumt haben und sich zur Ruhe begeben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2329886224143139284?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2329886224143139284/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2329886224143139284' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2329886224143139284'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2329886224143139284'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2008/12/in-der-faz-am-sonntag-habe-ich-am.html' title=''/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-2080026929314370831</id><published>2008-12-03T13:52:00.006+01:00</published><updated>2010-08-07T20:49:41.290+01:00</updated><title type='text'>Arabische Impressionen</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3079907354/" title="Colourful Live von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3048/3079907354_f3b31d9456_m.jpg" width="240" height="157" alt="Colourful Live" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne geht gerade hinter den wenigen Wolken unter und malt als Abschiedgruß einen Strahlenkranz an den Himmel. Das geschäftige Treiben in der Altstadt Dubais jedoch läßt sich davon nicht beeindrucken. Zeitgleich beginnen die Muezzine von den Minaretten der zahlreichen Moscheen in den ausklingenden Tag zum Gebet zu rufen. Vielfaches "Allah-u-akbahr" - Gott ist groß - eine Kakophonie der Spiritualität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier, im alten Stadtkern, ist Dubai noch ursprünglich, so wie es vor dem sagenhaften Reichtum, der allerorten demonstriert wird, gewesen sein muss. Araber freilig findet man hier kaum noch. Längst haben die Einwanderer aus aller Herren Länder die Altstadt für sich entdeckt: Inder, Pakistani, Bangladeshi, Filipinos, sie alle bestimmen das Straßenbild zwischen dem Gold Souk, dem Spice Souk und den zahllosen Geschäften für Textilien, Elektronik und Haushaltsbedarf. In winzigen, hell erleuchteten Schneidereien, nicht einmal von der Größe meines Wohnzimmers, kann ich sehen, wie Männer, Nähmaschine an Nähmaschine, so eng zusammengestellt, dass ein Erwachsener kaum hindurchgehen kann, Kleider im Akkord herstellen.&lt;br /&gt;Am Dhow Harbour, dem alten Hafen der Stadt, werden immer noch Daus entladen um die nahen Märkte mit Waren zu versorgen. Zwischen den ein- und auslaufenden Booten fahren Wasserbusse, kleine Boote ohne Reling, mit einer Holzbannk in der Mitte, im Minutentakt und verbinden die beiden Uferseiten.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/winklerw/3079907348/" title="Water busses von winklerw bei Flickr"&gt;&lt;img src="http://farm4.static.flickr.com/3146/3079907348_1ac08de968_m.jpg" width="240" height="160" alt="Water busses" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Aber das ist nur die eine Seite der Stadt an der Spitze der arabischen Halbinsel. Die andere ist deutlich auffälliger, denn sie zeigt die Potenz und den Reichtum, der aus dem einstigen Fischerdorf eine Millionenmetropole und ein Finanz- und Handelszentrum gemacht hat.&lt;br /&gt;Hier findet man, im Meer vor der Stadt in windeseile erbaut, die größten künstlichen Inseln der Welt, zwei in Form einer Palme, und eine ganze Inselgruppe, die von oben betrachtet die Weltkarte darstellt und deswegen in aller Bescheidenheit "World" genannt wird. Hier steht das einzige 7 Sterne Luxushotel der Welt, das Burj al Arab, in der die Nacht in einer der Luxussuiten schon einmal einen 6-stelligen Dollarbetrag kosten kann und nicht zuletzt entsteht hier gerade das höchste Gebäude der Welt. Das Burj Dubai, noch im Bau befindlich, hat bereits jetzt alle seine Konkurrenten der anderen Erdteile weit hinter sich gelassen, was seine Höhe betrifft. Wie hoch es tatsächlich einmal werden wird, wissen nur Wenige: der Architekt, der Bauherr und das Team der Statiker.&lt;br /&gt;Vorbei die Zeiten in der ausschließlich amerikanische Städte um den Titel des höchsten Gebäudes stritten. Zunächst übernahmen die Petronas Towers in Kuala Lumpur, um nur, wenig später, vom 101 Tower in Taipei abgelöst zu werden und, gerade als China seine Pläne für seinen "Turm von Babel" vorlegte, reißt eine Baustelle in der Wüste den Titel an sich. Machtspielchen der Superreichen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statussymbole findet man natürlich vor allem auch auf der Straße, denn Kleinwagen sucht man hier vergebens. Bevorzugtes Fortbewegungsmittel sind Geländewagen und SUV's deutscher Nobelmarken, die hier, sobald man die Stadt verlassen hat, sogar auch Sinn machen. Der Benzinpreis ist so niedrig und das Geld sitzt so locker, dass man sich nicht einmal die Mühe macht ihn an den Tankstellen anzuschreiben.&lt;br /&gt;So ist denn auch eines der Hauptvergnügen der Dubaier das Einkaufen. Wer echte Araber sehen möchte, der muss in die zahlreichen Shopping Tempel gehen, in denen alles zu haben ist, was einen guten Namen hat, zu Preisen, die noch etwa 10% bis 20% über denen in Europa liegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Verkäufer in einer Boutique, wie fast alle Dienstleister hierzulande Filipino, erzählt mir dass in diesem Jahr ultrakurze Miniröcke der Verkaufsschlager seinen. Verwundert frage ich ihn, wie das in einem muslimischen Land möglich ist.&lt;br /&gt;"Natürlich sieht man die Damen nie diese Mode tragen", klärt er mich auf, "die wird immer unter den Schwarzen Mänteln versteckt und erst in den eigenen vier Wänden oder bei sogenannten Ladyparties demonstriert."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1590096502154261032-2080026929314370831?l=winklerw.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://winklerw.blogspot.com/feeds/2080026929314370831/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1590096502154261032&amp;postID=2080026929314370831' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2080026929314370831'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1590096502154261032/posts/default/2080026929314370831'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://winklerw.blogspot.com/2008/12/arabische-impressionen.html' title='Arabische Impressionen'/><author><name>Wolfram</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02429989386009209452</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://farm4.static.flickr.com/3048/3079907354_f3b31d9456_t.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1590096502154261032.post-6037336048869725748</id><published>2008-11-27T14:29:00.011+01:00</published><updated>2010-06-12T12:21:43.150+01:00</updated><title type='text'>Arschgeweih verboten!</title><content type='html'>"We kindly ask you to cover your tatoos with tape, before entering the health club". Diese Aufforderung lese ich in einer Broschüre, die auf dem Schreibtisch meines Zimmers des Tokioter Hotels "New Otani" ausliegt. Ich stelle mir vor wie junge Frauen mühsam versuchen ihre platzgreifenden Tätowierungen über dem Steiß, das sogenannte "Arschgeweih", abzukleben, damit sie in die Wellnessanlage des Hotels vorgelassen werden.&lt;br /&gt;Tätowierungen waren im Japan der vergangenen Zeiten der Yakuza, der "ehrenwerten Gesellschaft", vorbehalten und galten als deren Erkennungsmerkmal. Vielleicht möchte man sich mit dem Tattooverbot die Mitglieder dieser Organisation vom Leibe halten. Auch wenn Tätowierungen unter jungen Japanern einiges an Popularität gewonnen haben sind sie längst noch nicht so verbreitet wie bei ihren Altersgenossen im Westen.&lt;br /&gt;Es ist keine Seltenheit, dass Menschen mit sichtbaren Tätowierungen der Zutritt zu Clubs, Restaurants und Hotels verwehrt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn einiges in Japan auf den ersten Blick an unser Leben im Westen erinnert, so sind die Unterschiede doch gewaltig. Ein Aufenthalt in der 30 Millionen Metropole Tokio ist spannend und verwirrend zugleich und jedes Mal entdecke ich hier Neues.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch am Tag vor meiner Abreise habe ich mir einen neuen Reiseführer von Tokio gekauft. Der alte war in die Jahre gekommen und hat, in einer Stadt, in der nichts mehr Bestand hat, als der Wandel, nur noch anachronistischen Wert.&lt;br /&gt;Ich schätze die Führer der Reihe "Vis á vis", denn sie heben sich erfrischend aus dem Einerlei ihrer Konkurrenten ab. Sie legen den Focus nicht so sehr auf günstige Übernachtungen oder Restaurantempfehlungen, sondern erklären die Stadt im historisch-kulturellen Kontext, machen auf Architektur und Alltagskultur aufmerksam und geben Anstöße diese zu erleben und erlaufen. Nichts für Menschen, die nicht gerne zu Fuß unterwegs sind.&lt;br /&gt;Ich habe mir für den nächsten Tag 3 Highlights vorgenommen: den Stadteil Yanaka, eine Enklave der Altstadt und der besterhaltenste Teil Tokios, Akihabara, das Elektronikviertel, in dem man die neuesten high-tech Spielereien zu günstigen Preisen erstehen kann und schließlich Obaida, den neuesten Stadtteil Tokios, auf einer künstlichen Insel gelegen, ein Vergnügungsviertel für Großstadtfans.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 7:00 Uhr verlasse ich bereits mein Hotel, denn mein Tagespensum ist genauso groß, wie die Entfernungen zwischen meinen Stationen. Der Zug in Richtung Innenstadt fährt immer an der Küste der Tokio-Bay entlang. In der Ferne erhebt sich der heilige Berg Fuji-san, dem der bevorstehende Winter eine Haube aus Schnee aufgesetzt hat, die der hereinbrechende Morgen nun in eine zarte Rosafärbung taucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist Sonntag und trotz der frühen Uhrzeit sind alle Züge gut besucht, der Stadtteil Yanaka dagegen wirkt noch verschlafen. Ich gehe den von meinem Reiseführer vorgegebenen Weg entlang und fühle mich in die Zeit zurückversetzt, in der Tokio noch Edo hieß und nichts weiter als ein Provinznest war. Zahlreiche Tempel liegen fast Tür an Tür entlang der kleinen Straße. Einer gefällt mir besonders. Er nennt sich "Schneebetrachtungstempel", da er einst ein beliebter Ort dafür war, den Schneeflocken beim Fallen zuzusehen und darüber Gedichte zu verfassen. Einzig die nahen Bahngleise und das Geräusch fahrender Züge erinnert daran, dass wir das Jahr 2008 schreiben. Durch kleine Gassen und Gässchen schickt mich mein Reiseführer, vorbei an alten Holzhäuschen im japanischen Stil, durch Friedhöfe hindurch und immer wieder an Tempeln vorbei.&lt;br /&gt;An einem findet eine Art Taufe statt. Sowohl Eltern als auch Neugeborene sind in traditionelle Kleider gewandet und es wird viel fotografiert. Da ich der einzige bin, der nicht zu einer Gesellschaft gehört, nimmt eine junge Frau all ihren Mut zusammen und fragt mich auf Englisch, ob ich nicht ein Foto von ihrer Familie machen könnte. Als ich ihre Kamera entgegennehme will sie sich bedanken und sagt "excuse me very much". "Thank you very much" wird sie sofort von einer Angehörigen mit scharfem Blick verbessert.&lt;br /&gt;Nachdem ich das Foto gemacht habe, bedanken sich alle Fotografierten mit einer tiefen Verbeugung dafür, dass der ehrenwerte Ausländer seine Zeit für das Foto geopfert hat.&lt;br /&gt;Am Ende meines Rundgangs liegt das Isestatsu, eines der ältesten und traditionsreichten Papierkunstgeschäfte Japans. Eine hübsche Auswahl an Fächern, Drucken, Puppen, Kämmen und Aufbewahrungsschachteln wird hier feilgeboten. Ich zeige einer der Verkäuferinnnen das Foto ihres Geschäfts in meinem Reiseführer und aus Freude darüber schenkt sie mir eine Karte, die eine Frau im Kimono zeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht es nach Akih
